Tag Archiv für Götter

Pantheon-Splitter

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Splittermond – Die Götter

Hier liegt mir nun ein Band vor, auf den ich schon sehr gespannt war, und der auf der letzten SPIEL dann endlich da war – wer auch einen Priestercharakter durch Lorakis führt, wird es sicherlich nachempfinden können. Zwar waren solche Charaktere schon von Beginn an spielbar, aber über ihren Hintergrund – insbesondere eben über die Götter, in deren Auftrag sie ja unterwegs sind – war nicht allzu viel veröffentlicht worden.

Inwieweit hat sich das nun mit diesem Band gebessert? Deutlich, würde ich sagen, wenn auch in bekannter Splittermond-Manier nicht total in Stein gemeißelt. Wie auch schon in anderen Publikationen wird auch hier dem Spieler wie auch dem Spielleiter eine ganze Menge Freiraum gelassen – etwas, was Splittermond-Spieler erfahrungsgemäß eher schätzen.

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Bewerbung alternativ

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Foretold: Rise of a God

ForetoldWenn man sich heutzutage auf einen Job bewirbt, verläuft das – zumindest in den Grundzügen – nach einem allgemeingültigen Schema. Das war nicht immer so, und auch in Film und Literatur gibt es berühmt Ausnahmen – ein verrücktes Genie akzeptiert vielleicht Bewerbungen im Stile einer Klingonischen Beförderung, oder ein wichtiger Posten am Hofe eines Kaisers wird über ein Turnier vergeben.

So ähnlich geht es auch zu in Foretold: Rise of a God von Apotheosis und Legion. Bis zu vier Anwärter auf einen Posten als niedere Gottheit müssen beweisen, dass sie nicht nur ihre Gläubigen zufriedenstellen können, sondern sich auch in den Auseinandersetzungen mit Möchtegern-Göttern durchsetzen können. Mit einem kleinen Tempel, ein paar Gläubigen und der Möglichkeit, diese weiter auszubauen, müssen sie sich gegenseitig aus dem Rennen werfen.

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Konservengötter

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Kanzume Goddess   
Kanzume Goddess

Deckbuilder sind noch nicht ausgestorben, allerdings sind sie auch nicht mehr so präsent in den Neuheitenlisten wie noch vor wenigen Jahren. Hin und wieder erscheint noch ein neues Deckbuilding-Spiel; vor allem in Asien scheint diese Form des Spiels sich noch ungebrochener Beliebtheit zu erfreuen. Und hin und wieder wird dann auch ein derartiges Spiel übersetzt – meist ins Englische, und vielleicht dann auch irgendwann einmal ins Deutsche, aber das geschieht eher selten.

Ein Verlag, der derartige Übersetzungen durchführt, ist Japanime Games aus den USA, von dem auch Tanto Cuore übersetzt wurde (die Links führen zu unseren Rezensionen des Basissets und der ersten Erweiterung). Obwohl der Firmenname auf Japan verweist, stammt Kanzume Goddess allerdings nicht aus Japan, sondern aus China. In dem Spiel streiten Götter aus zwei westlichen Pantheons – den Asen und den Olympern – um die Vorherrschaft.

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Götterschmiede

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TheomachieTheomachie

Im Juli gab es bei der Spieleschmiede ein Projekt, mit dem ein polnische Herausgeber eine deutsche Ausgabe seines Spiels finanzieren wollte. Erforderlich waren 10.000 Euro, und das Projekt endete mit 11.332 Euro, das Spiel wurde also knapp finanziert. Laut Zeitplan sollte das Spiel dann noch vor der SPIEL an die Schmiede (so heißen die Unterstützer bei der Spieleschmiede) ausgeliefert werden, und zur Spiel dann auch verkauft. Auch dies gelang, und auf der SPIEL war das Spiel dann auch zu bewundern.

Der In-Game-Hintergrund des Spiels Theomachie ist recht simpel: zwei bis vier altertümliche Gottheiten aus verschiedenen Mythenkreisen – keltische, griechische, nordische und sumerische Götter – versuchen, die anderen all ihrer Gläubigen zu berauben und so die 'wahre Religion' zu etablieren. Dies erfolgt mit einer Mischung aus einem Biet-und-Bluff-Spiel und einem Deckbuilder, wobei die Gläubigen den Einsatz bilden.

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Orgien in Bertinoro…

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bacchanalia-Bacchanalia

…welcher Art auch immer, können einem bei Bacchanalia durchaus unterkommen. Das Spiel ist ein reines Erzählspiel, das davon lebt, dass die Mitspieler schön ausgeschmückt Szenen beschreiben, wozu die anderen Spieler durchaus Fragen stellen dürfen, wenn sie entsprechend Karten nutzen. Die Szenerie für das Spiel ist die Stadt Bertinoro im heutigen Italien, im Jahre 61 AD – dementsprechend sind dort die Sitten und Gebräuche, und es stehen auch noch die Bacchanalien an. Und genau deshalb haben sich sogar Götter unters Volk gemischt, wenn auch mit sehr verschiedener Motivation. Bacchus will Spaß – wilden Spaß, und seine Satyre tun es ihm gleich; Pluto will Blut sehen, Venus gibt der Liebe eine Chance, und Minerva will in diesem Tollhaus ein wenig für Ordnung Sorgen (na, dann viel Erfolg…).

Jeder Spieler denkt sich eine Rolle aus – beschreibt diese ausführlich – und auch den/die Geliebte dieser Spielfigur. Außerdem sollte es noch irgendein "Verbrechen gegen das Reich“ geben, dessen die Spielfigur angeklagt ist – ob zu recht oder nicht, spielt dabei weniger eine Rolle als das Verbrechen selbst und wer die Figur anklagt. Damit haben wir dann auch schon das Dilemma, in dem die Spielfiguren – jeder für sich – stecken: Sie wollen mit der Liebe ihres Lebens fliehen vor dem Arm des Gesetzes, denn der war zu dieser Zeit alles andere als zimperlich.

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