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Totentanz redux

losmuertos

Los Muertos – Erstverkaufstag

Es gibt viele Ansätze, wen oder was man im Rollenspiel spielen kann: Menschen, Orks, Elfen, Katzen, Aliens, Roboter, Werwölfe, Plüschtiere und so weiter. Eher ungewöhnlich ist aber die Idee, einen Toten zu spielen. Tote sind immerhin so etwas wie Schnabeltiere: Sie machen nicht viel, wenn man (für letztere) einer Zeichentrickserie glauben darf. Aber so wie es in der erwähnten Serie den Agenten P gibt, kann man sich auch bei der Einschätzung der Toten irren. Und nein, es sind nicht irgendwelche Untote – die als spielbare Wesen kennt man ja beispielsweise von der World of Darkness oder Deadlands -, sondern wirklich Tote.

Für das Rollenspiel Los Muertos hat der Autor André Pönitz sich einen ganz besonderen Hintergrund ausgesucht: Die Totenwelt der Azteken. Auch wenn mangels einer leistungsfähigen Schrift vor der Landung der Europäer und angesichts der Zerstörungen der Bildercodices eine Menge Wissen über die Kultur der Azteken verloren gegangen ist, ist bekannt, dass sie wohl an eine Unterwelt in neun Ebenen glaubten, in die die Toten kamen. Um die Reise durch diese Unterwelt geht es in Los Muertos.

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Gratistempel

Liebhaber der ‘klassischen’ Abenteuer und des allerersten D&D erinnern sich noch immer gerne an einen der berühmt-berüchtigsten Dugeons: den Temple of Elemental Evil. Zusammen mit dem Abenteuer um das kleine Dörfchen Hommelet war das ursprünglich eine vierteilige Abenteuerserie, die später dann als Sammelband neu aufgelegt wurde.

Wer sich noch an diese Zeiten zurückerinnert, oder wer einmal sehen will, wie die Abenteuer damals denn so aussahen (und auch moderne Pathfinder- und D&D-Abenteuer sehen doch ziemlich anders aus), kann dich bis zum 29. September eine Gratisversion des Abenteuers downloaden. Normalerweise kostet die PDF des Moduls knapp 7,50 Euro (oder 9,99 US-Dollar).

Elementare Codes

codincaCodinca

Da ja die Mayas, Azteken, Inkas usw. für 2012 den Weltuntergang vorausgesagt hatten (oder zumindest etwas vergleichbares), ist es kein allzu großes Wunder, dass sich 2012 einige Spiele Motive aus den Kulturkreisen der mittel- und südamerikanischen Indianerstämme zum Thema gewählt haben. Hierzu zählt auch Codinca von Back Spindle Games, einem neuen, kleinen Spieleverlag aus Nordirland. In diesem Spiel versuchen die Spieler, als erste einen Inkatempel zu öffnen, indem sie die – für sie – jeweils richtigen Codes bewerkstelligen.

Das uns vorliegende Exemplar ist ein Vorabexemplar, das auf der SPIEL 2012 präsentiert wurde. Was das Spielprinzip angeht, wird sich hier wohl nichts ändern, wohl aber noch etwas an der Verpackung (wünschenswert, auch wenn diese schön ist, aber leider auch sehr instabil), und möglicherweise auch noch am Material (was aber nicht unbedingt nötig wäre – das vorliegende Material ist wirklich gut). Zum Spiel gehören:

  • das Spielbrett aus stabilem, beschichteten Karton
  • 24 “Schlüsselscheiben”, ebenfalls aus stabilem, beschichteten Karton
  • 16 Symbolmarkern, je 4 pro Element und mit je einem goldenen und einem silbernen Symbol versehen
  • 4 Glücksaktionskarten
  • 2 Glücksaktionsübersichtsblätter
  • 1 Schloß-”Totem” (Holzkegel)
  • 20 Glückstokens (aus Holz)
  • 12 Fallenkarten (beschichteter Karton)
  • Die Spielanleitung (in Englisch)

Die Kartonteile müssen jeweils noch aus Stanzbögen gelöst werden, was problemlos verlief. Sehr positiv ist anzumerken, dass die Kartonteile sehr stabil und widerstandsfähig sind – also bitte nicht von dem Argument “ist doch alles Pappe” abschrecken lassen, das merkt man kaum.
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Totentanz

Anm.: Ursprünglich sollte Los Muertos im Druck bereits früher erscheinen, das wurde dann aber verschoben. Gestern stand auf der Prometheus-Webseite noch, dass die Druckversion von Los Muertos heute verkauft werde, heute ist der Eintrag veschwunden. Und auf Nachfrage bei Prometheus höre ich dann, dass die Bücher och nicht eingetroffen seien. Ich habe deshalb die Rezension – die ursprünglich hier stand – erst einmal gestoppt, um sie am tatsächlichen Erstverkaufstag dann zu veröffentlichen.
Wer sich interessiert, kann sich die PDF-version ja schon einmal hier herunterladen – es lohnt auf jeden Fall.

Update: Die Rezension ist inzwischen erschienen, da die Druckversion noch länger dauern wird und eine erweiterte version sein wird.

Drusenspiel

SeeleSeelenfänger RPG

Pessimisten sagen ja, es lohne kaum noch, noch ein neues Rollenspielsystem zu entwickeln: Zum einen seien die Tage des Rollenspiels durch schwindende Spielerzahlen gezählt, zum anderen könne ein neues System auch nichts neues mehr bringen. Und wenn man altes nur in neuer Form wiederkäue, sei es fraglich, ob man noch Interessenten finde. Und alles sei schon einmal da gewesen. Andere meinen, die Aussage, die Rabbi Akiba ben Joseph von Karl Gutzkow zugeschrieben wurde, werde durch neue Systeme regelmäßig widerlegt. Hierfür werden dann Beispiele beigebracht wie Cavemaster mit seinem ungewöhnlichen Charakter- und Probensystem, Panty Explosion mit seinem beste-Freundin-Rivalin-System oder auch Finsterland mit seiner KuK-Steampunk-Welt.

Ein anderer relativer Newcomer auf dem Markt ist Seelenfänger, das vom Internet heruntergeladen werden kann – auch ich habe für diese Rezension die Downloadversion verwendet. Wer unbedingt eine Papierversion haben und nicht selber ausdrucken will, kann über eine e-Mailadresse auf der Homepage mit dem Autoren Kontakt aufnehmen – der Papierband wurde mit Softcover auf vereinzelten Messen / Cons für knapp 20 Euro angeboten. Aber lohnt sich die Ausgabe?

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Gemischtes Doppel

RakshRakshazar für DSA und Savage Worlds

Der Kontinent Aventurien teilt sich, wie wohl allgemein bekannt sein dürfte, seine Welt mit mindestens drei weiteren Kontinenten: Myranor im Westen, Uthuria im Süden und Rakshazar, auch als ‘Riesland’ bekannt, im Osten. Myranor und Uthuria sind nur auf dem Seeweg zu erreichen, während Rakshazar durch einen Gebirgszug, das Eherne Schwert, von Aventurien getrennt ist – aber auch dorthin kann man theoretisch über See gelangen.

Angesichts der relativen geographischen Nähe Rakshazars zu Aventurien wundert es vielleicht, dass es von Aventurien aus kaum Kontakte zu Rakshazar gibt. Aber das Eherne Schwert ist extrem hoch und nahezu unüberwindlich (und die wenigen Wege unter dem Ehernen Schwert hindurch – einer soll ja in Notmark beginnen – sind auch unbekannt), während die Seefahrt durch widrige Winde stark behindert wird. Daher wundert es auch nicht, dass die offiziellen Materialien von Ulisses und Uhrwerk Aventurien, Myranor und inzwischen auch Uthuria behandeln, Rakshazar aber explizit für Fanprojekte reserviert bleibt. Das Hauptprojekt steht jedes Jahr auf der RPC, dieses Jahr auf Stand A-077, in direkter Nähe zum Lesecafé.

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Ostermitbringsel

Kleinigkeiten zum Osterfest

Ostern ist ja ein Fest, zu dem sich manche Familien treffen, was von den jüngeren Familienmitgliedern meist mit weniger Enthusiasmus begrüßt wird als von den älteren. Schon alleine deshalb muss man sich etwas einfallen lassen, damit die Langeweile nicht Überhand nimmt.

Aber den meisten Leuten fällt außer der Ostereiersuche (und eventuell einem Osterspaziergang – der auch nicht unbedingt ungeteilte Begeisterung erfährt) nur wenig ein, was man den Kleinen anbieten kann. Wie wäre es daher mit ein paar Brettspielen, die man schnell ausdrucken kann, und die nicht allzu schwierig sind?

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Noch neuer

nova2eNova Basisbuch 2. Ed.

Vor etwas über einem Jahr habe ich das Basisbuch zum deutschen Science-Fiction-Rollenspiel Nova besprochen, das damals bereits in der Papierversion ausverkauft war. Damals schrieb ich “eine Überarbeitung ist angekündigt”, und die neue Version ist denn auch zur SPIEL erschienen. Dünner ist es sicher nicht geworden, aber auch nicht ernsthaft dicker: die Seitenzahl kommt wieder auf nahezu genau 500 Seiten. Das sind ca. 30 Seiten mehr als die “alte” Version.

Natürlich fragt man sich, vor allem, wenn man die erste Version hat: muss man sich die neue Version kaufen? Immerhin kann man das Buch im wahrsten Wortsinn als Totschlagargument missbrauchen, schwer genug ist es ja. Aber für Bestandskunden hat Daniel “Scolaris” Schuler zusammen mit Prometheus Spiele eine sehr kundenfreundliche Lösung gefunden.

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Schnickschnack

blaenk[_BLÄNK]

In München ist der neue Verlag E.Conzept UG beheimatet, der zur SPIEL mit dem neuen Spiel BLÄNK auftauchte. Das Spiel, das den Untertitel “Das herrlich unkorrekte Wort-Spiel” trägt, erinnert einerseits an eine alte Fernsehshow, zum anderen aber auch an ein ebenso bekanntes Kartenspiel, das ursprünglich bei Out of the Box Games und Pegasus erschien, inzwischen aber von Mattel vertrieben wird.

Die Fernsehshow, die ich meine, hieß Schnickschnack. Eine Reihe von Prominenten (z.B. Karl Dall, Roberto Blanco, Catherina Valente, Vivi Bach, Edith Hancke oder Wolfgang Spier) füllte Lückensätze auf mit Wörtern, die von zwei Studiokandidaten erraten werden mussten. Das zu ersetzende Wort wurde im vorgegebenen Satz durch “Schnickschnack” ersetzt, und der Spaß der Show beruhte vor allem darauf, dass die Prominenten versuchten, die Sätze auf komische Art zu füllen. Beispiel: “Mami, Mami, der Berg ruft. – Was ruft er denn? – Schnickschnack” könnte man ergänzen mit “Durst”, ”Telefon” oder auch “Hacketau”…

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Darf’s ein biss-chen Blut sein?

Vampirknutscher

Noch nichts geplant für Halloween (wie neumodisch Sammain ja gerne bezeichnet wird)? Vielleicht Lust auf ein amüsantes kleines Spiel für zwischendurch, daß sich durchaus für eine Gruppe eignet, und schon fast zum Thema paßt? Nun, hier kommt Vampirknutscher, das Event-Rollenspiel.

Was soll man sich denn unter einem “Event-Rollenspiel” vorstellen…? Ja, das haben wir uns auch erst einmal gefragt, und die Erklärung ist: Das ist was neues. Zumindest in dieser Zusammenstellung. Es hat Elemente aus verschiedenen Spielegenres, dabei eigentlich eher weniger aus dem klassischen Rollenspiel (aber das kann man problemlos einbauen), dafür eine ganze Menge aus der Gegend Mafia/Werwölfe/usw, einen Schuß Würfelspiel, und das ist es eigentlich auch schon.

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