Tag Archiv für Heidelberger

Robo-Freizeit

Steam Park

Steam Park

Was machen Roboter, wenn sie einmal nichts zu tun haben? Dieser Frage ist der Mailänder Verlag Cranio Creations nachgegangen und hat den Steam Park entdeckt, in dem sie wie in einem Vergnügungspark ihre Freizeit auf Fahrgeschäften verbringen können.

Leider ist das ganze aber in einer steampunkigen Welt angesiedelt, so dass der Betrieb der Parks auch zu einer gewissen Verschmutzung führt, die im Zaum gehalten werden muss. Und am Ende sollen die Attraktionen natürlich auch noch Geld einbringen.

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Neues Jahr, neues Spiel

DTRPG50%-Rabatt-Aktion bei DriveThru

Ein neues Jahr ist auch immer ein Grund, etwas neues anzufangen. Wie wäre es deshalb mit einem neuen Rollenspielsytem? Und damit das nicht gleich im Januar dazu führt, dass man pleite geht, haben eine ganze Reihe Herausgeber auf der Plattform DriveThruRPG den Preis ihrer Systembücher (meist der Grundregelwerke) um die Hälfte gesenkt.

Insgesamt sind es mehr als 80 Regelwerke, unter denen man wählen kann. Von sehr bekanntem (Call of Cthulhu, Legend of the Five Rings, Pendragon, 2300AD, Schwarzer Kreuzzug, Scion: Hero …) bis hin zu obskurem (Call of Catthulhu, Rapture, Living Legends, Modern Day Gladiators…) kann man hier für fast jeden Geschmack etwas finden.

Das Angebot hat aber nur eine begrenzte Gültigkeit. wer sich also einen der insgesamt 86 Titel zum günstigen aktuellen Preis sichern müchte, sollte sich daher beeilen.

Randerscheinung

SWARdI-EStar Wars: Am Rande des Imperiums

Ein Franchise, das bereits in verschiedensten Formen als Rollenspiel angeboten wurde, ist Star Wars. Zum zehnjährigen Jubiläum von Star Wars erschien die erste Version, die berühmte W6-Ausgabe. Von 1987 bis 1997 war das Rollenspiel von West End Games nicht nur für Rollenspieler eine unschätzbare Informationsquelle – es heißt, dass auch die Autoren der Romane und Geschichtensammlungen sich oftmals in den über 100 englischen Werken informierten. Einige wenige dieser Bücher wurden auch ins Deutsche übersetzt. 1999 erwarb dann Wizards of the Coast die Lizenz, die durch den Bankrott von West End Games wieder frei geworden war, und veröffentlichte ein auf dem d20-System basierendes System, das später auf das vereinfachte Saga-System angepasst wurde und alle sechs Filme (Ed: welche sechs Filme? Es gibt nur drei Filme!) abdeckte. Die Lizenz lief dann im Jahre 2010 aus.

Im August 2011 kündigte dann Fantasy Flight Games an, dass sie die Lizenz erworben hätten. Aus dieser Lizenz – deren Produkte von Heidelberger ins Deutsche übersetzt werden – kam dann zuerst das Star Wars X-Wing Miniaturen-Spiel heraus, und im Laufe dieses Jahres dann auch ein Rollenspiel, dessen Einsteigerbox ich hier vorliegen habe.

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Biss aufs Blut

bloobboundBlood Bound

Fantasy Flight Games, Arclight und Heidelberger – drei Namen, die bei Eingeweihten Aufmerksamkeit erregen. Fantasy Flight ist bekannt für die Spiele, die sie produzieren, Heidelberger vor allem als Distributeur von guten Spielen. Arclight ist ein japanischer Verlag, von dem wir bereits Kemomimi Panic und Tango Cuore – sowie dessen erste Erweiterung – besprochen haben.

Mit Blood Bound geht es in die Welt der Vampire, mit einem Spiel, das uns ein wenig an Kemomimi Panic oder auch an The Resistance und The Message: Emissary Crisis erinnerte. Hier sind es zwei Vampirclans, die untereinander verfeindet sind und jeweils den Clanältesten des gegnerischen Clans unterwerfen wollen. Interessant ist vielleicht noch anzumerken, dass, wenn man sich die Namen ansieht. die mit dem Spiel verbunden sind, dies Spiel wohl originär Heidelberger ist und von Fantasy Flight übernommen wurde.

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Untergangsstimmung

TitanicSOS Titanic

Wie ich bereits schrieb, habe ich zur Zeit einen Job als Aushilfe im Weihnachtsgeschäft, mit Überstunden, Schichtarbeit und allem drum und dran. Und glücklicherweise eine Spieletestrunde zur Verfügung, die auch alleine ganz gut testet und mir vor allem auch brauchbare Kommentare liefert, wenn auch die Teilnehmer sich weigern, selber die Testberichte zu schreiben. Aus einem solchen Test stammt jetzt auch die Analyse des Kartenspiels S.O.S. Titanic von Ludonaute und Heidelberger (der französische Verlag Ludonaute als originärer Herausgeber, Heidelberger als Herausgeber der deutschen Version).

Die Präsentation des Spiels rief wohl auch in der Runde mehr Kommentare hervor als die meisten, so dass sogar einige zu mir durchgegeben wurden. So meinte ein Spieler, als er die Autoren sah: “He, den einen Namen habe ich schon einmal gehört. Dabei ist das doch kein Deutscher oder Ami. Und der andere – hat der nicht Romane geschrieben?” Ja und nein – Bruno Cathala ist ein französischer Autor, der schon einiges veröffentlicht hat, unter anderem Kleopatra und die Baumeister, Mow und Jamaica, wobei viele seiner Spiele schon Preise eingestrichen haben. Wir haben von ihm beispielsweise bereits The Blue Lion, >Burdigala und Shadows over Camelot – das Kartenspiel besprochen. Der zweite Autor ist allerdings nicht Maurice Leblanc sondern Ludovic Maublanc, der u.a. auch für Ca$h ‘n Gun$ verantwortlich zeichnet.

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Wenn Magier streiten

WizWarWiz-War

Manche totgeglaubten Klassiker strafen ihre Kritiker Lügen, indem sie unverhofft wieder aus der Versenkung auftauchen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Wiz-War, das 1983 erschienen war, zu der Zeit, als die ersten Rollenspiele in Deutschland erschienen, das mehrere Editionen durchmachte und das Anfang der ’90er Jahre in der sechsten Edition zuletzt gesichtet wurde. Bis im Jahre 2012 gleich mehrere Sprachversionen als ‘achte Edition’ erschienen, unter anderem eine französische bei Edge Entertainment oder eine englische bei Fantasy Flight Games. Letztere scheint die originale Version zu sein, und eine deutsche Lizenzausgabe des Spiels erschien beim Heidelberger Spieleverlag im August diesen Jahres.

In dem Spiel geht es um Duelle von Magiern untereinander. Laut Spielregel geht es bei den Fachdiskussionen zum die Frage, wer von den Teilnehmern neuer Gildenmeister werden wird, aber das ist natürlich Geschmackssache. In bester Dungeonkampf-Manier stehen die Teilnehmer sich in einem unterirdischen Labyrinth gegenüber und versuchen, einander entweder kampfunfähig zu machen oder Schätze zu stehlen. Wer als erster zwei Schätze gestohlen hat, zwei Gegner ausgeschaltet hat, oder einen Schatz gestohlen und einen Gegner ausgeschaltet hat, gewinnt (und wenn nur noch ein einziger Teilnehmer auf dem Brett steht, gewinnt der sowieso).

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Mit Volldampf und Musik gegen den Weltuntergang

011011

Was kommt heraus, wenn sich eine exzentrische Band, ein Autor und ein Spieledesigner zusammentun und das Thema Weltuntergang thematisieren? Schmeißt man noch eine gute Portion Dampfzeitalter und Mystizismus dazu, bekommt man ein Komplettpaket, in Form von 011 – einerseits ist das die Telefonvorwahl von Turin, andererseits auch das fiktive Jahr, in dem das Ganze spielen soll. Und entsprechend sieht das auch aus: Der Spielplan zeigt ein viktorianisch/steamiges Turin, und hat unter anderem eine Uhr und ein Getriebe eingebaut. Erstere zeigt an, was die Stunde geschlagen hat (und wie viel Zeit noch bleibt, das Spiel zu gewinnen), das Getriebe gibt an, womit sich wie bewegt werden kann, denn es gibt hier unterschiedliche Transportmittel

Ach ja, Zeit… gegen die spielt man so oder so, und nach 11 Stunden (sprich: Spielzügen) ist Schluss. Bis dahin sollte man die kosmische Harmonie komponiert und die Orgel der Ewigkeit gefunden haben – alles irgendwo in Turin; außerdem sollte man wissen, wer der 8 Protagonisten denn nun der “Auserwählte” ist, der die Welt retten kann, indem er diese Melodie auf eben diesem Instrument spielt, und diesen rechtzeitig zur Orgel bringen… dummerweise wird ab der Mitte des Spiels ein Beteiligter merken, dass ihm das gar nicht so recht ist – denn er ist eigentlich Fenris in Menschengestalt und möchte genau dieses Orgelspiel verhindern.

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Terminkalender

TzolkinTzolk’in

Es klingt fast wie die Antwort auf die Frage “Wer hat den Herrn der Ringe geschrieben?”, ist aber ein Brettspiel. Die Rede ist von Tzolk’in, einem Brettspiel der Czech Games Edition, das in Deutschland und in deutscher Version von Heidelberger hergestellt und vertrieben wird.

Auf einem ‘Maya-Kalender’ werden Arbeiter eingeteilt, die verschiedensten Aktionen durchzuführen, damit den Göttern Ehre zuteil werde, aber gleichzeitig der eigene Stamm nicht verhungert. Je länger ein Arbeiter an einer Aktion tätig ist, desto besser ist das Resultat – es sei denn, dass man zu lange gewartet hat, denn dann ist der gesamte erzielte Gewinn wieder verloren. Leider finden die Götter auch nicht alle Aktionen gleichermaßen prickelnd, so dass man aufpassen muss, wann man welche Aktion plant.

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Brot und Spiele

spartacusSpartacus

Mehrfach verschoben, ist inzwischen ein Spiel auch auf Deutsch erschienen, das auf der SPIEL in Essen in der englischen Version bereits viel Lob einheimste. Ursprünglich sollte die deutsche Version dann im Dezember erscheinen, dies wurde dann auf Januar verschoben, und dann noch einmal ausgestellt. Aber inzwischen ist die deutsche Version dann auch erschienen.

Leider haben wir vom deutschen Herausgeber keine Nachricht erhalten, wann die deutsche Version genau erschien, so dass wir nicht am Erstverkaufstag die Rezension online stellen konnten. Der ist inzwischen etwa anderthalbe Woche her, Zeit für uns, die Rezension auch zu veröffentlichen. Unserer Rezension liegt die englischsprachige Version zugrunde, die auf der SPIEL vertrieben wurde, die aber nur in Details (wie der Sprache des Regelwerks) von der deutschen Version abweichen soll.

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Kämpfende Roboter

goblinsGoblins Inc.

Wenn es um mechanische Meisterleistungen geht, sind in Fantasy-Geschichten meist zwei, drei Rassen die “üblichen Verdächtigen”: Gnome, Zwerge … und eventuell auch Goblins. Welche der Rassen ein Konstrukt gebaut hat, erkennt man meist an der Struktur: klare Linien und keine unnötigen Anbauten – das waren Zwerge. Hunderte Zusatzfunktionen, die niemand je benötigen wird – wahrscheinlich ein gnomisches Werkstück. Zusammengeschustert, nichts passt so richtig zum anderen, aber genug Waffen um mehrere Zivilisationen auszurotten? Wahrscheinlich ein goblinsches Werk.

Man muss diese Steampunk-Roboter natürlich getrennt sehen von den Super-Robot-Mechas japanischer Science-Fiction-Serien wie Godannar oder Gundam Wing. Hier geht es eher um Roboter, die in Howls Moving Castle oder auch bei Dragonlance passend wirken würden. Solche Roboter baut nämlich die Firma Goblins Inc., und Teil der Qualitätssicherung (QA – Quality Assurance) ist es, die Konstrukte durch die Konstrukteure gegeneinander antreten zu lassen. Nicht dass die Konstrukteure nicht sowieso jeden Grund hätten, den bestmöglichen Roboter zu bauen: der Sieger des Wettbewerbs soll dem derzeitigen Chef nachfolgen – sein eigener Neffe hat nur BWL studiert, aber keine praktische Erfahrung mit der Arbeit.

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