Tag Archiv für Heidelberger

Von Null auf Held

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Runebound

Descent, RuneWars, Rune Age … es gibt eine ganze Reihe von Spielen von Fantasy Flight Games, die in der gleichen Welt spielen. Manchen Spielern macht es besonders viel Spaß, wenn sie bereits bekannten Figuren wieder begegnen können. Und so kann man auch in Runebound wieder die Reiche von Terrinoth bereisen und dort Abenteuer erleben – allerdings in einem ganz anderen Maßstab als beispielsweise bei Descent.

Bis zu sechs Helden machen sich so auf die Reise, einen Erzschurken zu besiegen. Sie gehen auf Christen, erforschen unbekannte Gegenden und Ruinen und erleben verschiedenste Abenteuer. Zu Spielbeginn ausgerüstet mit nur wenigen Fähigkeiten und Goldstücken, können Sie über diese Abenteuer Gold und bessere Ausrüstung erwerben und ihre eigenen Fertigkeiten trainieren, bis sie schließlich am Ende den großen Bösen (den untoten König Vorakesh oder den Drachenlord Margath) bekämpfen können. Bis dahin schwebt über ihnen aber wie ein Damoklesschwert ein – je nach Szenario – mehr oder weniger enger Zeitrahmen, bevor dieser Gegner das Land erobert.

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Es dieselt

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Xibalba

Man hat es nicht leicht als Autor. Kaum hat man sich bewusst für eine bestimmte Stilrichtung oder ein Genre entschieden, schon schwingt die öffentliche Meinung um – und auch die Politik macht dabei mit. So haben es beispielsweise zur Zeit Produkte schwer, die ihre Ästhetik aus der ersten Blütezeit der Verbrennungsmotoren und Schwerindustrie beziehen, die man in den zwanziger und dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts ansiedeln würde – sich in der Optik beispielsweise an Chaplins Moderne Zeiten anlehnend. Wenn dazu dann noch übernatürliche Erscheinungen kommen (so dass beispielsweise auch Indiana Jones hierunter fallen würde), landet man schnell bei einem Verwandten des Steampunk, der nach den aktuellen Abgasskandalen in Verruf gekommen ist: dem Dieselpunk.

Ein apokalyptisches Dieselpunk-Setting bietet beispielsweise auch Xibalba aus dem Hause Voodoo Games, das exklusiv über Heidelberger vertrieben wird. Der Bischofsheimer Verlag, der laut eigenen Angaben tatsächlich am 1. April 2014 gegründet wurde, bietet ein Spiel, das sich im Hintergrund und Spielmechanismen nahtlos in die Dieselpunk-Optik des Spielmaterials einfügt – ohne dass man erst noch irgendwelche Zahnräder oder Getriebeteile "schmieren" müsste, weil sich alles nahtlos einfügt

im ewigen Eis wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein mysteriöses Bauwerk gefunden – und in diesem Bauwerk eine ungewöhnliche Substanz, die man "Paragon" nannte und die beispielsweise die Effektivität von Diesel in Verbrennungsmotoren um ein Vielfaches steigerte. Ab diesem Moment geriet die Geschichte auf ein Nebengleis zu unserer, mit einer Allianz des britischen Premiers, des deutschen Kaisers und des russischen Zaren als SKA, eine militärisch absolut dominante Weltmacht. Gegen diese stellten sich die "Castorrebellen" in den USA, die Brigade Rouge in Frankreich, die Bruderschaft Shikai, die Qasyun Djinns im Nahen Osten – bis schließlich Außerirdische die sich Cha'ac nannten, erwachten und versuchten, die Welt zu erobern. Außerdem mischen noch die Emberghasts mit, Menschen, die gegen die Gefahren des Paragon immun sind, und die verlorene Armada, moderne Korsaren, die sich auch gerne küstennahen Ortschaften bereichern.

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Mr. Bligh bitte melden!

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Jolly Roger

Das Bild des Piraten ist historisch vielfach romantisch verklärt. Insbesondere Geschichten wie Die Schatzinsel, Filme wie König der Freibeuter oder auch Fluch der Karibik, Brettspiele wie Korsaren der Karibik oder auch Anime wie beispielsweise One Piece oder auch Wickie und die starken Männer (auch wenn diese Serie seinerzeit nicht als Anime wahrgenommen wurde) sorgen noch heute dafür, dass man sich ein geschöntes Bild von Piraten macht.

Um genau diese Art von Piraten – weder um moderne Hochseepiraten noch um elektronische Datenpiraten – geht es auch im Spiel Jolly Roger – Klar zum Entern!, das gemeinsam vom italienischen Ares-Verlag und vom Heidelberger Spieleverlag veröffentlicht wurde. Als Mannschaft eines Piratenschiffs überfallen die Spieler Schiffe und Häfen, machen Beute, vergraben diese auf Inseln – und meutern, wenn sie die Gelegenheit für günstig erachten. Natürlich ist das Ziel dabei, möglichst viele und/oder wertvolle Schätze für sich selbst zu gewinnen.

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Werftpiraten

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Piratoons

PiratoonsSo ein Pirat hat es nicht leicht. Immer auf der Flucht vor Abmahnanwälten und der GEMA, auf der Suche nach neuen Inhalten… Aber nein, bei diesem Spiel geht es nicht um moderne Piraten, sondern eher die romantisch-verklärten Piraten wie zum Beispiel Klaus Störtebeker, Jack Sparrow oder Captain Kidd. Der belgische Verlag Act in Games aus Brüssel, der seit zwei Jahren aktiv ist, ging 2016 mit dem Spiel Piratoons an den Start.

Ungewöhnlich für das Thema ist allerdings, dass es in diesem Spiel nicht so sehr darum geht, Schätze auf einsamen Inseln zu vergraben oder wiederzufinden oder auch Handelsschiffe zu überfallen – die Piraten in diesem Spiel haben nicht einmal ein eigenes Schiff und müssen dieses im Rahmen dieses Spiels erst einmal bauen. Wer dabei das beste Schiff zusammenstellt, gewinnt.

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Superhelden im Würfelformat

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Justice League Hero Dice – Batman und Superman
Hero Dice Batman
Das Thema „Superhelden“ ist zwar nicht neu, aber gerade wegen der vielen Verfilmungen in letzter Zeit immer wieder populär. Zwei große Universen gibt es da – Marvel und DC, und um letzteres geht es hier, namentlich um die dortig etablierte „Justice League“, oder vielmehr deren prominente Mitglieder.

Hero Dice Superman
In deren Haut schlüpfen die Spieler gewissermaßen, obwohl Hero Dice kein Rollenspiel ist. Zwar übernimmt jeder Spieler, der ein solches Spielset hat, die Rolle eines der berühmten Helden, aber dann gehts eben drum. das zu tun, was die so gut können: Ihre Gegenspieler mehr oder weniger gekonnt vermöbeln. Wer jetzt gerade die „Whack“, „Pow“ und was nicht noch Icons aus der alten Batman-Serie vor Augen hat – joa, paßt.
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Bastelstunde

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Potion Explosion

Potion ExplosionEiner alten Schulweisheit zufolge, die ich hier auch schon ein paar Mal erwähnt habe, gilt: "Chemie, wenn es knallt und stinkt – Physik ist, wenn es nicht gelingt." Zumindest das erste Drittel dieser BauernSchülerregel wird genauestens befolgt im Spiel Potion Explosion, auch wenn es hier weniger die Chemie, sondern mehr die Alchemie ist, die es knallen lässt.

Eine Alchimistenschule bringt in diesem Spiel ihren Schülern das Brauen von Tränken bei, wobei die erwähnten Explosionen nicht etwa unerwünschte Nebenerscheinungen sind, sondern im Gegenteil sogar sehr nützlich. Wer diese Explosionen am besten ausnutzen kann, kann die besten Tränke brauen – und mit diesen Tränken kann man anschließend weitere Vorteile erlangen. Aber für die Schule ist nur interessant, wer welche Tränke gebraut hat – und wer die meisten und besten braut , erhält die besten Noten.

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Quergedacht

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Codenames

CodenamesSeit etwa zehn Jahren ist Vlaada (eigentlich Vladimír) Chvátil ein wbekannter Brettspieleautor – sein erster großer Hit war Im Wandel der Zeiten. (Vorher hatte er im Videospielbreich gearbeitet – seither hat er noch ein paar wenige Videospiele veröffentlicht). Seither hat er mit Spielen wie Galaxy Trucker, Dungeon Petz, Mage Knight und anderen einige große Erfolge erzielt. Er stand zweimal auf der Auswahlliste des Spiels des Jahres, platzierte sich mehrfach beim Deutschen Spiele Preis, stand auf der Bestenliste des Japan Boardgame Award, wurde mehrfach für den International Gamers ward nominiert und gewann ihn einmal in der Kategorie "General Strategy – Multiplayer".

Neu auf dem deutschen Markt ist sein Spiel Codenames, ein Spiel aus dem Agentenbereich. Eine gruppe von Agenten, von denen nur der Codename bekantn sit, muss sortiert werden, nach dem Aschenputtelprinzip. Zwei Agentengruppen, die leider nicht wissen, welche Namen zu ihrer Gruppe gehören, versuchen ihre eigenen Agenten zu entdecken, und einen Attentäter zu vermeiden.

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Einzelkämpfer

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Willkommen im Dungeon

Willkommen im DungeonManchmal stellt ein Spiel die bekannten Tropen komplett auf den Kopf – und funktioniert gerade deshalb. So ein Fall ist Willkommen im Dungeon von iello, dessen deutsche Ausgabe in Kooperation bei Heidelberger erschienen ist.

Man kennt von Dunegeonerforschungsspielen, dass eine Gruppe von Helden loszieht – hier ist es ein einzelner Charakter. Meist wollen alle Spieler, dass die Expedition Erfolg hat, Monster geplättet werden und Schätze gewonnen – hier will höchstens ein Spieler, dass der Dungeonforscher Erfolg hat, und auch das meist eher, weil der Spieler Pech hatte, oder seine Mitspieler falsch einschätzte. Meist versucht man, sich möglichst gut auszurüsten – hier versuchen die Spieler, den Abenteurer mit so wenig Ausrüstung wie möglich in den Dungeon zu schicken. Meist ist das Ziel, Schätze aus dem Dungeon zu holen – hier gibt es keine Schätze, sondern nur Monster. Wieso ist das Spiel dennoch so interessant?

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Eisbiss

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Winter der Toten

Winter der Toten"Winter is coming" – nein, hier geht es nicht um ein Spiel zum Game of Thrones, aber es geht um Winter. Und Zombies. Und Zombies im Winter. Und Verräterzombies im Winter. Und… Ähh, nein, keine Verräterzombies. Verräter gibt es aber doch in diesem Spiel von Plaid Hat Games und Heidelberger.

Ja, es ist Winter, und aus irgendeinem Grunde hält nichts die Toten in ihren Gräbern. Sie zeigen deutliche Anzeichen von Bissigkeit (wer jetzt Stutenbissigkeit sagt, fliegt…) In einer kleinen Kolonie haben sich einige Überlebende zusammengefunden und versuchen, zu überleben. Aber leider sind Menschen eben Menschen und haben ihre eigenen Ziele, und es kann auch noch sein, dass sich Verräter eingefunden haben, denen nichts mehr Freude bereiten würde, als zuzusehen, wie diese Bastion der Menschheit fällt.

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Verloren im Nebel

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Nebel über Valskyrr

Nebel über ValskyrrVoriges Jahr lief vom 10. März bis zum 2. April das Kickstarter-Projekt zu Mistfall. Das Projekt war sehr erfolgreich: nach nur sechs Stunden war die gesuchte Finanzierungssumme bereits zusammen, und am Ende der gut drei Wochen war gut das siebenfache des erforderlichen Betrages zusammengekommen. Auch die Erfüllung war vorbildlich: während als Erfüllungstermin August/September angekündigt war, wurde bereits im Juli versandt – amerikanische und australische Pledger mussten naturgemäß etwas länger warten als europäische, da aus Rumänien versandt wurde, aber auch in Australien waren die Spiele Anfang September durch den Zoll.

Ungefähr zu dieser Zeit erschien dann auch die deutsche Ausgabe unter dem Titel Nebel über Valskyrr als Kooperation des rumänischen Herausgebers NSKN und des Heidelberger Spieleverlages. Da es mit einigen anderen ähnlichen Spielen kollidierte, die teilweise über die gleiche Quelle erhältlich sind (zum Beispiel das Pathfinder Abenteuerkartenspiel: Unter Piraten (Link zu unserer Rezension), kommen wir erst jetzt zur Rezension der Nebel. Wie ich weiter unten erläutere, hatte allerdings das Regelheft auch seinen Anteil an der Verzögerung.

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