Tag Archiv für Nachruf

R.I.P. André Wiesler

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25.09.1974-23.11.2017

André Wiesler Wie Ulisses Spiele heute bekannt gab, ist am letzten Donnerstag plötzlich und unerwartet André Wiesler verstorben.

André ist im Rollenspielbereich nicht nur bekannt für seine Arbeit, beispielsweise als Autor von Shadowrun-Romanen, auch Werke wie Raumhafen Adamant, LodlanD oder auch das John Sinclair Abenteuerspiel wären wohl ohne ihn undenkbar gewesen. Auch war er Chefredakteur des Envoyer, vom Januar 2008 bis zur letzten eigenständigen Ausgabe im November 2009.

Für Ulisses Spiele managete er de Crowdfundings. Auch sein letztes Projekt, das Rollenspiel Protektor – Monsterjäger mit Sockenschuss (zu seinem gleichnamigen Roman, der im Verlag Thorsten Low erschienen ist) wurde noch im September erfolgreich finanziert.

Außerdem machte der gebürtige Wuppertaler sich einen Namen als Teil der Wuppertaler Wortpiraten und als Poetry-Slammer.

André hinterlässt eine Frau und einen Sohn, denen unser Mitgefühl gilt.

R.I.P. Terry Pratchett

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Terry Pratchett von Ming Doyle, Nutzung unter CC-BY-NC-SA

Nachruf

Wie heute nachmittag bekannt gegeben wurde, ist am heutigen Tag Sir Terry Pratchett verstorben. Der Autor, der seit 2007 an einer sehr früh auftretenden Form von Alzheimer’s Krankheit litt, verstarb laut den Meldungen friedlich, im Kreis der Familie, während die Katze auf dem Bett schlief.

Pterry, wie er in Fankreisen gerne genannt wurde, war vor allem bekannt durch seine Romane von der Scheibenwelt. Aber sein Lebenswerk umfasste noch mehr: Neben seiner 'Jugendsünde‘, wie er es selbst bezeichnete, Die Teppichvölker bleiben auch Werke wie die Nomen-Trilogie, die Johnny-Serie oder auch Ein gutes Omen unvergesslich.

Mit ihm verlässt uns einer der ganz Großen in der fatanstischen Literatur – und einer der Autoren mit dem schärfsten Blick für die Schwächen seiner Mitmenschen.

R.I.P. Lou Scheimer

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Lou_ScheimerWie ich soeben erfahre, ist am 17. Oktober Lour Scheimer verstorben.

Lou wer? höre ich den einen oder anderen Leser fragen. Lou Scheimer war einer der ganz großen amerikanischen Produzenten von Cartoons in den '60er bis '80er Jahren des letzten Jahrhunderts, neben Warner, Hanna-Barbera und Disney. Lou Scheimer und seine Firma, Filmation, wurden vor allem bekannt mit Samstagmorgencartoons wie He-Man, She-ra, Bravestarr oder Shazam.

Begonnen hatte das Studio bereits in den '60er Jahren, das erste große Produkt war die Zeichentrickfassung der New Adventures of Superman. Eine leider wenig beachtete Serie des Studios war Star Trek: The Animated Series, weitere auch in Deutschland bekannte Produkte waren Die Archie Show, Sabrina the Teenage Witch und Blackstar.

Seine Firma war berühmt für das soziale Gewissen – das inoffizielle Firmenmotto war "People before Art“. Zuletzt war er als Berater tätig bei der Gang of 7 Animation.

R.I.P. Frederik Pohl

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Frederik Pohl

Frederik Pohl (1919-2013) – Quelle: sein eigener Blog (URL im Text)

Nachruf

Wie ich soeben erfahre, ist am gestrigen Tag der Science-Fiction-Autor Frederik Pohl im Alter von 93 Jahren verstorben.

Frederik Pohl war einer der letzten Autoren der 'golden Age' der Science Fiction, bekannt für viele Werke wie zum Beispiel Gateway, Man Plus oder auch in Kollaboration mit Cyril Kornbluth für Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute. Er arbeitete auch als Editor, unter anderem für die berühmten SpecFic-Zeitschriften If und Galaxy. Er hat im Laufe seines Lebens viele Preise für seine Werke gewonnen, oftmals für Werke, die unter einem Pseudonym veröffentlicht worden waren. Seine Autobiografie The Way the Future Was hat er selber 'fortgeschrieben' mit dem Blog The Way the Future Blogs.

Sein Tod wurde zuerst von seiner Enkelin Emily Pohl-Weary über Twitter mitgeteilt, ist inzwischen aber von sienem Blog selbst bestätigt worden. Wir trauern mit seinen Hinterbliebenen um einen der wirklich großen SF-Autoren.

R.I.P. Iain Banks

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Iain Banks

Iain M. Banks 2009 beim Bookfestival in Edinburgh, Nutzung unter cc-by-sa, Fotograf Tim Duncan

* 16.2.1954, † 9 Juni 2013

Iain M. (Menzies) Banks, Schreiber (nicht nur) von Science-Fiction-Romanen, ist heute an Gallenblasenkrebs verstorben. Die erfuhr ich soeben erst aus meinem Twitter-Stream, auch Wikipedia und die BBC bestätigen dieses – letztere halte ich in diesem Zusammenhang auf jeden Fall für eine glaubwürdige Quelle.

Der 59jährige Banks war in Schottland geboren worden, und hatte sein ganzes Leben seinen Wunsch, Schriftsteller zu werden, verfolgt. Bekannt wurde er unter anderem für Romane wie Die Wespenfabrik oder auch Förchtbar Maschien. Seinen größten Erfolg hatte er aber wohl mit seinem Kultur-Zyklus, in dem er eine anarchistisch-sozialistisch-utopische Gesellschaft aus den Augen verschiedenster Protagonisten beleuchtet.

Am 3. April diesen Jahres meldete er auf seiner Webseite, dass er mit Gallenblasenkrebs diagnostiziert worden war – die ersten Beschwerden hatte er erst Ende Januar bemerkt, aber gedacht, sie kämen von der Haltung beim Schreiben seines letzten Romans, The Quarry, der noch diesen Monat in Großbritannien und den USA erscheinen soll.

Auch in dieser schweren Zeit verließ ihn sein Humor aber nicht – so bat er seine Partnerin Adele Hartley nach der Diagnose, "seine Witwe zu werden“ (wie er selber in o.g. Nachricht schrieb); die beiden heirateten Ende März.

Mit Iain Banks verlässt uns schon wieder ein Schriftsteller, der sein Feld (in diesem Fall die sozialkritische SF) grundlegend geprägt hat. Wir möchten von hier aus allen Hinterbliebenen unser Mitgefühl ausdrücken.

R.I.P. Jack Vance

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vance*28.08.1916 †26.05.2013

Ich höre soeben, dass Jack Vance gestorben ist. Wer sich in der Fantasy-Welt auskennt, weiss vielleicht, dass er einer der ersten großen Fantasy-Schreiber war. Seine Dying Earth-Serie hat die Fantasy-Rollenspielwelt möglicherweise stärker beeinflusst als J.R.R. Tolkien. Auf der Dying Earth war es nämlich, dass zu ersten Mal Zauberer ihre Sprüche lernen mussten und nach dem Zaubern wieder vergessen hatten. Dieser "Fire&Forget“-Mechanismus wurde dann in D&D und AD&D verwendet. Aber auch die Lyonesse-Romane sind alles andere als unbekannt.

Seit den 80er Jahren war er 'legally blind‘, was ihn allerdings nicht daran hinderte, weiter zu schreiben. Sein letztes Werk (abgesehen von einer Autobiographie) war Lurulu, von dem er auch sagte, dass es sein letztes Werk sein würde.

Aus den verschiedenen Nachrufen, die ich auf dem internet gefunden habe, scheint es, dass er friedlich an seinem fortgeschrittenen Alter verstorben sit. Er wird aber unvergessen bleiben. Die Erinnerungsmauer auf der Webseite ist ein beredtes Zeugnis dafür, wie viele Menschen er mit seinem Werk berührt hat.

 

R.I.P. Todd Breitenstein

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Twilight Inc.

Ich höre soeben über die Spielbox, dass Todd Breitenstein, Gründer und CEO von Twilight Creations verstorben ist. Eine Bestätigung habe ich auf dieser Forumsseite (blau umrahmt) bei Boardgamegeek gefunden, wo Kerry Breitenstein die Meldung bestätigt.

Twilight Creations ist ein amerikanischer Verlag, der sich auf Brettspiele im Horror-Milieu spezialisiert hat. Das Flaggschiff des Verlages dürfte Zombies!!! sein, das mit seinen Erweiterungen und Ablegern wie Humans!!! und Martians!!! in Horror-Brettspielkreisen fast so populär ist wie Munchkin.
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R.I.P. Lynn Willis

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lynnWie ich soeben erfahre, ist Lynn Willis verstorben. Lynn wer? fragt sich jetzt sicher der eine oder andere. Das liegt aber nicht daran, dass Lynn Willis eine unwichtige Person gewesen wäre – sondern eher daran, dass er interessanterweise immer weniger im Blick der Öffentlichkeit zu stehen schien als beispielsweise Gary Gygax oder Dave Arneson. Sogar der andere "Große Alte“ von Call of Cthulhu, Keith Herber, der ebenfalls vor mehreren Jahren verstorben ist, ist vielen, mit denen ich spreche, doch deutlich besser bekannt – was angesichts der Bedeutung von Lynn Willis für das Rollenspiel Call of Cthulhu doch sehr überrascht.

Lynn Willis war über viele Jahre der Mann hinter der Chaosium- (und damit der Original-)Ausgabe von Call of Cthulhu. Wer die Veröffentlichungen von Chaosium ansieht, entdckt eigentlich überall seinen Einfluss – und dass es ein guter Einfluss war, ist wohl kaum zu bezweifeln.

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Die Namenlose 13 schlägt zu

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Wie auf der eigenen Homnepage angekündigt wird, soll Alveran.org per Jahresende vom Netz gehen.

Damit kommt das Ende einer Institution, die man wohl mit Fug und Recht als eine der ganz großen Konstanten im Internet betrachten konnte, was das Deutschsprachige Rollenspiel angeht. Ich wüsste jetzt auf Anhieb – außer vielleicht dem Vinsalt-Forum – keine so bekannte Institution. Seit insgesamt 13 Jahren fand man bei Alveran die News und eine – nicht immer leichte – Diskussionsgemeinschaft.

Wenn man zurückblickt: vor 13 Jahren, also 1997, war gerade der Konkurs von Schmidt Spiele, der Tod von Ulrich Kiesow, und die Übernahme von DSA durch FanPro. Von den heute bekannten DSA-Seiten existierten damals mW nur der Thorwal Standard, und der Vinsalt-Serive (heute: Vinsalt-Forum, nachdem der eigentliche Service seit 2005 nicht mehr upgedatet wird).  Vieles ist seither geschehen, und Alveran hat das System begleitet. 

Dass Alveran sich verändern würde, war wohl zu erwarten, seit Mark nicht mehr in der Redaktion ist und daher auch die Anlieferung von News aus der Aventurischen Produktion nicht mehr gewährleistet waren (dass Ulisses den Online-Publikationen nicht sonderlich gewogen ist, dürfte wohl inzwischen bekannt sein). Dass der Schritt aber ein so einschneidender sein würde – damit hatte ich, ehrlich gesagt, denn doch nicht gerechnet.


Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Rolle von Alveran durch einen anderen Dienst übernommen werden kann – es sich auf jeden Fall ziemlich große Stiefel, die sich dafür jemand anziehen müsste.  Andreas, Florian, Johannes, Mark: ihr werdet vielen fehlen. Dennoch alles Gute bei euren zukünftigen Unternehmungen.

Nachrufe

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RIP Peter O’Donnell, Frank Frazetta

Es scheint ein schlechter Monat für Comiczeichner zu sein. Bereits am 3. dieses Monats verstarb Peter O’Donnell (Foto rechts, Original hier zu finden), der Schöpfer von Modesty Blaise.

1963, zu einer Zeit, da der ernste Comicstrip mit realistischen Zeichnungen in Amerika bereits im Abnehmen begriffen war, erschuf Peter O’Donnell mit Modesty Blaise und Willie Garvin ein Duo, das sich bewährte in nahezu hundert Comicgeschichten, zwölf Büchern und mindestens zwei Filmen (von denen einer aber nur Mdesty enthielt, der andere stattdessen weit an der Vorlage vorbei schoss).
Für jeden Kenner der Abenteuerliteratur ist Peter O’Donnell ein begriff, und es ist jammerschade, dass er von uns gegangen ist. Todesursache war eine bereits lange währende Parkinson,Erkrankung, an der der 90jährige dann auch verstarb.

Für Superhelden- und Fatasy-Comickenner hingegen dürfte der zweite Name ein 'Och nö, nicht der auch noch!' auslösen. Knapp ein Jahr nach seiner Frau ist Frank Frazetta, im Alter von 82 Jahren gestorben (Foto links, Original hier)

Frazetta ist wahrscheinlich am bekanntesten für seine Fantasy- und Science-Fiction-Werke, aber er hat in seinem Leben auch Filmplakate, Cmics (u.a. Li’l Abner) und vieles mehr gezeichnet.