Tag Archiv für Partyspiel

Finanzexperten

moneyNeues bei Kickstarter

Ich habe zwar bei Kickstarter und Startnext angefragt, ob es einen RSS-feed, ein Blog oder ähnliches gibt, wo alle neuen Projekte einigermaßen übersichtlich (vielleicht sogar nach Thema sortiert) durchgesehen werden können, aber leider keine Antwort erhalten.

Bei Kickstarter gibt es immerhin eine Seite, auf der alle neuen Projekte aufgelistet sind, aber aus den Anrisstexten ist nicht immer zu erkennen, ob ein Projekt ein Brett-, Karten-, Rollen- oder ein Computerspiel darstellen soll. Bei Startnext ist ein zusätzliches Problem aktuelle Projekte zu finden darin begründet, dass vor die Finanzierungsphase erst eine Phase kommt, in der ein Projekt ‘Fans’ sucht.

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Chinesische Faxen

SPEStille Post – Extrem

Jeder kennt wohl das Party- und Kinderspiel Stille Post – in Englisch und politisch unkorrekt auch bekannt als Chinese Whispers. Der Spielmechanismus ist nahezu überall in der Welt bekannt, und wird soziologisch verwendet, um die Degradation der Informationen in der Gerüchteküche darzustellen.

Wenn es um Informationen geht, ist aber das gesprochene Wort nur eines von mehreren Medien. Und hier setzt Stille Post – Extrem an, mit dem Ziel, eine ähnliche Informationsverwirrung hervorzurufen. Allerdings braucht man hier nicht zu flüstern, sondern wird das Zeichentalent gefordert.

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Knick in der Pupille

twistTwisted Eyes

Goliath aus den Niederlanden ist ein Verlag, der bislang bei uns im Blog nicht vertreten war. Das lag weniger daran, dass Goliath keine Spiele gehabt hätte, die wir besprochen hätten, sondern ganz einfach daran, dass wir ein Spiel natürlich nur rezensieren können, wenn wir es auch testen konnten – und dafür ist auf der SPIEL ganz einfach nicht die Zeit. Aber jetzt haben es zwei Spiele in die Redaktion geschafft, so dass wir sie auch rezensieren, getreu unserem inoffiziellen Motto: “If it’s a game, we’re game.”

Die Spiele von Goliath haben meist eine Menge Plastik, was aber an der Qualität nichts abtut. Das Angebot geht von echten Denkspielen wie Rolit bis hin zu Party- und Geschicklichkeitsspielen. Eher unter letztere fällt Twisted Eyes, ein Spiel bei dem man tatsächlich den im Spieltitel bereits angesprochenen Knick in der Optik kriegen kann – sehr zum Vergnügen der Mitspieler.

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Schnickschnack

blaenk[_BLÄNK]

In München ist der neue Verlag E.Conzept UG beheimatet, der zur SPIEL mit dem neuen Spiel BLÄNK auftauchte. Das Spiel, das den Untertitel “Das herrlich unkorrekte Wort-Spiel” trägt, erinnert einerseits an eine alte Fernsehshow, zum anderen aber auch an ein ebenso bekanntes Kartenspiel, das ursprünglich bei Out of the Box Games und Pegasus erschien, inzwischen aber von Mattel vertrieben wird.

Die Fernsehshow, die ich meine, hieß Schnickschnack. Eine Reihe von Prominenten (z.B. Karl Dall, Roberto Blanco, Catherina Valente, Vivi Bach, Edith Hancke oder Wolfgang Spier) füllte Lückensätze auf mit Wörtern, die von zwei Studiokandidaten erraten werden mussten. Das zu ersetzende Wort wurde im vorgegebenen Satz durch “Schnickschnack” ersetzt, und der Spaß der Show beruhte vor allem darauf, dass die Prominenten versuchten, die Sätze auf komische Art zu füllen. Beispiel: “Mami, Mami, der Berg ruft. – Was ruft er denn? – Schnickschnack” könnte man ergänzen mit “Durst”, ”Telefon” oder auch “Hacketau”…

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Nicht nur montags

pictoPictomania

Spiele, in denen es ums Zeichnen geht, sind ja grundsätzlich nicht so neu, und dass dann jemand raten soll, was da gezeichnet wird, ist auch eher normal – aber hier hört Pictomania auch schon auf, standard zu sein.

Zwar soll hier gezeichnet werden, aber das eigentliche Spiel hat ansonsten eher wenig mit den Montagsmalern zu tun, denn hier zeichnen einerseits alle gleichzeitig, und versuchen auch gleichzeitig alle, alles zu erraten, als auch wird überhaupt nicht dazwischengebrüllt, sondern Tippkarten abgegeben.

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Hochohmig

Resi2ndThe Resistance / Der Widerstand

Wer den Begriff Widerstand hört und dazu Begriffe wie “Geheimdienst”, ”Saboteur” oder “Spione”, denkt zumindest in unseren Landen natürlich unwillkürlich an den 2.Weltkrieg. In diesem Spiel geht es aber nicht unbedingt um La Résistance, sondern laut Spielregel allgemeiner um den Widerstand einer Bevölkerung gegen ein diktatorisches Regime. Leider aber hat das Regime mitbekommen, dass sich da einige Widerstandszellen formiert haben, und eigene Spione eingeschleust, um die Pläne des Widerstandes zu vereiteln.

Leider weiss der Widerstand zwar, wie viele Spione sich eingeschlichen haben, aber nicht, wer. Dennoch muss der Widerstand fortgesetzt werden, und Missionen erfolgrteich abgeschlossen werden. Und so ergibt sich ein Hin un Her aus Verdächtigungen, falschen und ernstgemeinten Anschuldigungen, und Diskussionen.

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Herz Karo ist Trumpf

pokherzPoker mit Herz

Daß sich Spieleautoren etwas denken, wenn sie Spiele erfinden, ist anzunehmen. Und daß sie auch das ein oder andere Ziel verfolgen, sollte eigentlich auch gelten. Aber was ist wohl die Motivation eines Verlages für Kinder- und Jugendschutz, Spiele herauszubringen? Nun, wie wir ja wissen ist spielerisches Lernen etwas sehr schönes, vor allem weil es schön unbewußt geschieht und sich umso besser einprägt. Und auf einen entsprechenden Lernerfolg zielt auch Poker mit Herz aus dem 3-W-Verlag ab.

Worum also geht es? Wo wird denn da gepokert? Das Pokern passiert indirekt denn in jeder Runde kann man Chips setzen (jeder Spieler erhält 10 einfache gelbe Chips ais stabilem Plastik. Es gibt auch noch rote, als Zehner. Zweckmäßig, stabil – was will man mehr), und zwar darauf, denjenigen der gerade dran ist, richtig einzuschätzen.

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Theater bei Ravensburger

Leider erfahre ich es nur ‘hintenherum’, aber seit kurzem gibt es das Be-Witched-Spiel >Freeeze auch bei Ravensburger, unter dem Namen Bühne Frei!. Der empfohlene Verkaufspreis der Ravensburger-Version ist auch nur halb so hoch wie der der Originalversion. Wer also Impro-Theater mag oder ausprobieren will, hat es jetzt noch einfacher…

Für Besserwisser

Wer weiss mehr

Der Verlag Spielspass ist bekannt für seine Party- und Kommunikationsspiele, und die Neuheit dieses Jahres, Wer weiss mehr ist auch wieder eines. Zwei bis fünf Teams treten gegeneinander an um ihr Wissen zu beweisen.

Genau genommen ist sich das Spiel nicht so ganz sicher, wie es heißt. Auf den Schmalseiten der Verpackung und der Spielanleitung steht einfach nur ‘Wer weiss mehr’, genauso auf allen vier Seiten des Unterteils der Spieleschachtel. Oben auf der Schachtel und auf den Längsseiten außen steht dahingegen, was auch auf der Webseite des Spiels als Titel genannt wird: “Wer weiss mehr – und traut sich auch?” Dies beschreibt eigentlich schon das Spiel.


Die Schachtel enthält neben einer Menge Luft noch folgende Teile:

  • die Spielregel
  • ein Spielplan
  • 5 Spielfiguren
  • 7 Markierungssteine
  • ein Kurzzeitwecker
  • 110 Karten

Die Spielregel ist ein einziges Blatt, etwas größer als DIN A 5, beidseitig bedruckt. Die Spielfiguren und Markierungssteine sind aus Holz und stecken in einer ‘Ziplock’-Tüte. Die Karten haben normale Spielkartenqualität. Interessant ist der Kurzzeitwecker (auch als ‘Eieruhr’ bekannt): ein orangefarbener Dreiviertelball, der durch den schwarzen Streifen zur Zeiteinstellung ein wenig an einen Hamburger erinnert. Wie üblich kann man die Uhr durch Drehen des Oberteils aufziehen und auf 1/2 bis 6 Minuten einstellen. Sie scheint auch einigermaßen genau zu gehen – allerdings sit sie nicht ganz genau einstellbar (plusminus 5 Sekunden sind ‘normale Abweichungen’).

Die Spieler bilden Zweier- oder Dreierteams, die Spielregel geht von 4, 6, 8, 10, 12 oder 15 Spielern aus – die Option 3×3 Spieler, also neun Teilnehmer, vermisse ich. Jedes Team wählt eine Farbe und den dazugehörigen Pöppel.

Außerdem werden die Markierungssteine bereit gelegt und die Kategoriekarten gemischt und auf dem Spielbrett abgelegt. Diese Karten sind ebenfalls beidseitig bedruckt, mit jeweils drei Kategorien.

Das Team, das an der Reihe ist, wählt eine der Kategorien und markiert diese mit einem Markierungsstein. Dann bietet zunächst dieses Team, wie viele Begriffe es zu dem Thema in der vorgegebenen Zeit nennen kann. Diese Zahl wird mit dem schwarzen Markierungsstein auf dem Spielbrett auf einer Zahlenleiste von 1 bis 35 angezeigt. Anschließend dürfen die Teams im Uhrzeigersinn jeweils das aktuelle Gebot überbieten. Das geht so lange, bis kein Team mehr überbieten will.

Anschließend muss das Team die gebotene Anzahl nennen – wobei die Zeit davon abhängig ist, wie viele Begriffe geboten wurden. Bis 9 Begriffe steht nur eine Minute zur Verfügung, bis 18 zwei, bis 26 drei und bis 35 (Maximalwert) vier Minuten. Die Zeit wird auf dem Timer eingestellt und los geht’s.

Wenn das Team die gewettete Anzahl schafft, erhält es einen Punkt auf der Wertungsskala; bei acht Punkten hat man gewonnen. Wenn die gewettete Anzahl nicht geschafft wird, erhalten alle anderen Teams einen Punkt.

Gewollt ist laut Spielregel, dass jede Kategorie zweimal gespielt wird, aber das erscheint mir wenig interessant, weil dann die Begriffe wiederholt werden. Angesichts der Menge an Begriffen würde ich empfehlen, die Kategorien nur einmal zu verwenden.

Diese Kategorien sind wirklich bunt gemischt. Berühmte Kriege und Schlachten, Zu Amerika fällt mir ein, Heiße Getränke, Alles was schmelzen kann, Wörter mit ‘mm’, Filme mit Brad Pitt… oftmals denkt man “da kann ich so viele nennen, 35 ist kein Problem”, aber in der Praxis ist man dann doch ziemlich überrascht.

Es kann auch schnell zu Diskussionen kommen, ob ein Begriff doppelt genannt wurde oder ob ein Begriff zu dem vorgegebenen Thema passt. Insbesondere die ‘Filme mit’-Kategorien sind da schnell ein Streitpunkt, aber auch andere Begriffe können zu Diskussionen führen. Ist ‘Mehrwertsteuer’ ein Begriff, der in der Buchhaltung vorkommt (oder werden dort nur ‘Vorsteuer’ und ‘Umsatzsteuer’ verwendet)? Bei einer Party sollte das relativ leicht abgesprochen werden können, aber es birgt natürlich ein gewisses Konfliktpotential.

Die Spielmechanik mit dem Überbieten ist so ja auch aus den Fernsehen bekannt. Für ein Partyspiel sind die Regeln passend, entweder bereits bekannt oder leicht zu kapieren. Die Spieldauer wirkt bei acht Punkten nur relativ kurz. Laut Schachtel sind es 60 Minuten, je nach Größe der Gebote kann es allerdings auch bereits nach 45 Minuten zu Ende sein oder auch erst nach anderthalb bis zweieinhalb Stunden, wenn alle Teams ihre Gebote immer schaffen. Im Extremfall (fünf Teams, ständig Höchstgebote mit fünf Minuten Zeit, alle Gebote werden geschafft) werden es sogar über drei Stunden, einschließlich der Wett- und Aussuchperioden. Daher ist die Anzahl gar nicht so niedrig wie sie aussieht.

Als Eisbrecher bei einer Party, bei einer Geburtstagsparty oder so sicher interessant. Für einen Vielspieler aber eher nicht.

Hersteller Spielspass
Autor Carlo E. Lanzavecchia
Spieler 4, 6, 8, 9, 10, 12 oder 15
Denken 8
Glück 4
Geschicklichkeit 0
Preis ca. € 19,95

Lex-Appeal in Würfelform

Frigiti

Was ist denn das – nun – diese Frage stellt sich bei Frigiti in mehrfacher Hinsicht. Da bekommt man eine hübsche Blechdose (wie man von Bewitched schon aus dem letzten Jahr kennt – schön die Teile!), und drin sind – Würfel, derer zehn, recht schön groß, und – zunächst Buchstabenaufkleber. Damit soll man die zehn Würfel bekleben – geht auch recht fix, und funktioniert. Dann hat man zehn Würfel mit Buchstaben, drei davon mit Vokalen, der Rest mit Konsonanten. Und nun? Würfel mit Buchstaben, kennen wir doch, sei es Letra-Mix, Wortwirbel, Boggle, Dicewords… denkste!

In den oben genannten Buchstabenwürfelspielen geht es darum, Worte zu bilden die es gibt… tja, das ist aber eben schon ein langweiliger alter Hut. Da Hexen lieber neue Hüte wollen, ist Frigiti da anders – es wird gewürfelt, und dann wird gebaut, und zwar ein Wort, das es nicht gibt, aber das irgendwie interessant klingt. Wozu das gut sein soll? Nun, jetzt darf jeder Teilnehmer sich überlegen, was dieses Wort bezeichnet, und auf die Rückseite eines Spielzettels schreiben. Diese Zettel kommen dann in die Mitte, werden bunt verteilt und dann werden die Definitionen vorgelesen – eben von irgendwem, nicht notwendigerweise vom Verfasser. Das hat den Vorteil, daß man beim Bewerten etwas objektiver sein dürfte.


Das Bewerten funktioniert folgendermaßen: Jeder erhält zu Beginn 13 (grün-glitzernde) Chips. Von denen werden an die eigene und die zwei “überzeugendsten” Bedeutungen des Wortes jeweils einer verteilt. Der Autor der Beschreibung sammelt die Chips jeweils ein, und weiter geht’s – wer am Ende die meisten Chips sein eigen nennen kann, hat gewonnen, aber das ist bei Frigiti nun wirklich absolut nebensächlich.

Das schon oben erwähnte Prinzip des zufälligen Vorlesens ist auf jeden Fall sehr sinnvoll, schon, weil man eben nach der Erklärung werten soll, und nicht daran, wer sie abgegeben hat. Natürlich kann man, wenn man de Leute mit denen man spielt etwas besser kennt, schon manchmal etwas ahnen (oder auch versuchen per Handschrift – oder dessen, was manche Leute für eine solche halten – drauf zu kommen, wer denn solche Ideen hatte), aber Frigiti-Spielern wird es im Zweifelsfall weder um Taktik noch ums Gewinnen gehen, sondern um den Spaß bei der Sache. Beim Testspielen zeigte sich deutlich, daß eher die verrücktesten Erklärungen Punkte einheimsen als die sachlichen – Qiradint – ja was ist denn das? Ein seltener Halbedelstein ist vermutlich zu normal, bekam auch keine Punkte – die gabs aber für ein von Aliens entwickeltes Nahrungsergänzungsmittel zur Massenverblödung oder das Meßgerät für französische Qiches… Prinzip klar? Ich denke schon.

Was wenn das Wort einfach nicht auszusprechen ist – na und? Ist das euer Problem? Irgendwer wird das schon können, wer weiß welches Alien es erfunden hat, und irgendwie waren die Tester davon überzeugt Pjudwluz sei eine Wurst aus Osteuropa – oder ist es doch ein Kauderwelsch quasselnder Kobold der Pfützen liebt? Weitere Ideen werden natürlich auch gerne gehört…

Übrigens – wer besonders originelle Worte findet, kann diese zum Lexikon beisteuern. Dort sind auch einige Beispiele aus unserem Test zu finden. Und wer liest, was anderen wozu so alles eingefallen ist – nun, Spieler haben bekanntlich Phantasie, wer keine hat, ist hier definitiv falsch. Richtig ist aber, wer gerne mal in einer lustigen Runde zwischendurch so richtig kreativen Unfug veranstalten will. Und so eine Dose mit Würfeln und Chips ist auch schnell eingepackt (man sollte ggf noch bis zu 6 möglichst gleiche Schreibgeräte dazupacken – die sind nicht im Spiel enthalten, und wenn man die Spieler nicht an der Schriftfarbe erkennen kann, macht es das schon interessanter). Insgesamt mal wieder ein gelungenes spaßiges Spiel aus dem Hause Bewitched – ehrlich gesagt, das ist man mittlerweile ja schon gewohnt, hm? Sollte in keiner Spielothek fehlen.

Hersteller BeWitched Spiele
Autor Andrea Meyer
Spieler 4-6
Denken 5
Glück 4
Geschicklichkeit 0 (es sei denn man schafft es nicht 10 Würfel gleichzeitig zu würfeln)
Preis € 19,90