Tag Archiv für Pegasus

Wieder-Ruf

ruf2Cthulhus Ruf 2

Vor beinahe einem Jahr, pünktlich zur RPC, erschien die erste Ausgabe von Cthulhus Ruf. Getreu dem Motto, dass man zwei Ausgaben pro Jahr machen wolle, wie es auch schon für die seligen Cthuluiden Welten war, wurde dann zur SPIEL, also im Oktober, die zweite Ausgabe herausgegeben. Es hat einige Zeit gedauert, bis diese den Weg zu mir gefunden hatte, und ich habe mir auch ein wenig Zeit gelassen (nicht zuletzt, weil seit der SPIEL eine ganze Menge rezensiert worden ist), aber jetzt ist es endlich so weit: Die Rezension für die zweite Ausgabe des Cthulhus Ruf.

Der ungewöhnliche Einband der ersten Ausgabe (durch den die Zeitschrift in einem Bücherstapel wirkt, als handele es sich um eine zusammengefaltete, doppelt so große Zeitung statt eines Din-A-4-Heftes mit Klammerheftung) wurde insofern wiederholt, dass der Wraparound-Effekt wieder verwendet wurde. Es gibt natürlich ein neues “Titelbild” – eine Statue, die wie eine altägyptische Pharaonenstatue wirkt, die aber durch Kleinigkeiten eindeutig cthulhuide Züge erhält. Vom Stil her natürlich etwas ganz anderes als die Titelbilder der Welten, für die der Ruf ja eine fangemachte Nachfolgepublikation darstellt, aber sehr passend – und schon bei der zweiten Ausgabe so erinnerungswürdig, dass es einen hohen Wiedererkennungsfaktor liefert. Ebenfalls Wiedererkennungswert hat der Preis: mit 6 Euro hat der Ruf einen vernünftigen, angemessenen Preis.

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Nicht nur montags

pictoPictomania

Spiele, in denen es ums Zeichnen geht, sind ja grundsätzlich nicht so neu, und dass dann jemand raten soll, was da gezeichnet wird, ist auch eher normal – aber hier hört Pictomania auch schon auf, standard zu sein.

Zwar soll hier gezeichnet werden, aber das eigentliche Spiel hat ansonsten eher wenig mit den Montagsmalern zu tun, denn hier zeichnen einerseits alle gleichzeitig, und versuchen auch gleichzeitig alle, alles zu erraten, als auch wird überhaupt nicht dazwischengebrüllt, sondern Tippkarten abgegeben.

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Neues von Magie und Pegasus

Eilmeldung

Pegasus hat soeben über Twitter und die eigene Webseite bekannt gegeben, dass der Verlag ab Mitte März die Distribution für Magic:the Gathering in Deutschland und Österreich auf sich nimmt.

Zur Zeit findet man M:tG noch bei Amigo, das wird sich dann wohl bald ändern…


Wer der Szene schon länger folgt, wird sich vielleicht an alte Zeiten zurückerinnern: zu Beginn der Magic-Welle war Pegasus schon einmal Distributor der Karten für Deutschland. Auch die ersten Turniere wurden damals noch unter Federführung von Pegasus veranstaltet.

Damit ist nur acht Monate nach D&D auch das zweite große Zugpferd der Wizards of the Coast im Pegasus-Stall zurecht gekommen. Vor allem für Händler ist das natürlich schön, da so alle WotC-Produkte aus einer Quelle bezogen werden können, statt für verschiedene Produkte verschiedene Lieferanten auschreiben zu müssen. Auch verspricht Pegasus eine schnellere Belieferung der Händler, so dass die Versorgung vorläufig sichergestellt erscheint.

Jetzt ist der Drache schon blau…

Zum Blauen Drachen

…war er doch in der ersten Runde “nur” rot geworden (einer gewissen Kriegerin sei dank), scheint er nun langsam mehr zu schlucken bekommen zu haben. Mal sehen wie viel er noch schluckt, bis er irgendwann grün wird – oder sich vielleicht schwarz ärgert? Mindestens ein weiterer Drache ist auf jeden Fall noch zu erwarten, denn auch im zweiten “Drachen” finden sich weder Troll noch Ork, aber dafür wenigstens schon mal ein Halboger (und ansonsten noch ein Zwerg, ein Barde und eine Illusionistin).

Worum geht’s also? Nun, Abenteurer nach vollbrachtem Abenteuer gehen in die Kneipe, hauen auf den Putz und ihr Geld auf den Kopf, sich dafür die Hacke zu und – ja, das ist grob der Tenor, allerdings hat jeder Spieler das Ziel, als letzter noch “nüchtern” (oder zumindest so ähnlich) am Tisch zu sitzen und das gesammelte Gold einzustreichen. Da das alle gleichermaßen wollen, spielt halt jeder für sich gegen alle anderen, mit seinem eigenen Kartendeck – wodurch dann auch jeder Charakter eine andere Spielweise hat. So teilt der Zwerg schon mal gerne den ein oder anderen Schlag aus, weil ihn “jemand beleidigt hat” – senkt also die Trinkfestigkeit der anderen – wohingegen die Illusionistin sich gerne woanders bedient oder per Trick vielen negativen Effekten gerne ausweicht, der Barde gut beim Zocken schummeln kann, usw…


Ach ja, “Zocken” – ein Spiel im Spiel, sowas gibt’s hier auch; Da wird dann um Geld gezockt, man kann sogar “erhöhen” (mit passender Karte, und eben auch “Schummeln” – wie gut (sprich oft) das welcher Charakter kann, merkt man am Deck. So kann man seine Spielpartner um ihr Gold bringen – der eine Weg, um sie vom Tisch zu bekommen (wer pleite ist fliegt raus) – die andere heisst, Gegner besoffen machen – wer so “dicht” ist, daß sein Alkoholpegel die noch verbliebene Trinkfestigkeit erreicht, fällt eben vom Tisch (vermutlich darunter), aber wenn der Halboger untern Tisch fällt, hebt sicher der Tisch ab…

Die Box ist jedenfalls so oder so rappelvoll – es ist schwer genug, alle Karten usw vernünftig “einzuschachteln” – über zu wenig Material kann der Spieler genausowenig klagen wie über die Qualität des Materials – sehr hübsch illustrierte Karten, kleinen Counter zum anzeigen von Alkoholpegel und Trinkfestigkeit – allein die Pappmünzen gehen zwar recht gut aus dem Stanzbogen, sind aber aus eher dünnem Karton, hiermit sollte man also ggf etwas vorsichtiger umgehen.

Wie man sich sicher denken kann, ist der “blaue Drache” problemlos mit dem “roten Drachen”, den ihr ja vielleicht schon kennt, kombinierbar – sei es, daß man die Spielrunde auf bis zu 8 Spieler erweitern will, oder einfach mal andere Charaktere gegeneinander ausprobieren mag. Praktischerweise ist der “blaue Drache” aber dennoch ein Stand-Alone Spiel, es ist also egal ob man das Prequel besitzt oder nicht.

Insgesamt ein sehr niedlicher Zeitvertreib, vor allem vielleicht zur “Wartezeitüberbrückung”, vielleicht zwischen zwei Rollenspielrunden auf einer Con, wunderbar geeignet, und auch wegen der Kombinationsmöglichkeit und den doch sehr unterschiedlich zu spielenden Charakteren mit hohem Wiederspielwert. Bleibt abzuwarten, wieviele “Drachen” noch kommen…

Hersteller Pegasus Spiele
Autoren Geoff Bottone, Colleen Skadl, Cliff Bohm
Spieler 2-4 (kombiniert mit Rotem Drachen: bis 8)
Denken 7
Glück 4
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 14,95 €

Mehr von Cthulhu

Nachdem der Pegasus-Verlag gestern auf Burg Rieneck im Rahmen des Deutschen Cthulhu-Cons bereits über die Chefredakteure der Sparte Cthulhu informierte (wir berichteten), leiteten Frank Heller und Janni Steines heute die allgemeine Vorschau zum Thema Cthulhu für 2011 und 2012 ein.

Es begann mit einer Entschuldigung: leider hatte man es entgegen den Ankündigungen nicht geschafft, den Kingsport-Band noch zur Cthulhu-Con fertig zu kriegen. Der Band, der anders als beispielsweise Arkham, auch gleich mehrere Abenteuer zur Gegend enthalten wird, soll aber in den nächsten Wochen erscheinen.

Als einer der Gründe für die Verspätung wurde das Ausscheiden von Christian Lang aus der Cthulhu-Redaktion genannt, für das genau wie bei Frank Heller persönliche Zeitprobleme genannt wurden. Frank Heller nutzte die Gelegenheit aber, um nachdrücklich festzustellen, dass er als Autor, Lektor etc. für die Cthulhu-Redaktion aber weiterhin tätig sein werde.

Zur Messe in Essen soll dann die limitierte Ausgabe der 3. Ed. des Spielleiter-Handbuches erscheinen. Dies enthält neben einer ausführlichen Umarbeitung einiger wichtiger Bereiche selbstverständlich auch wieder Abenteuer, wobei zwei gegenüber der 2. Ed. ersetzt werden. Es gehen Kerkerwelten und Blues für Marnie, hinein kommen Sie haben Ihr Ziel erreicht und ein Abenteuer in Arkham.

Auch soll der Band Kreuzzüge sowie ein Deutschland Band (als Neuausgabe der seligen Deutschland-Box von Laurin, mit völliger Überarbeitung und drei Abenteuern) zur Messe erscheinen.

Für 2012 sind dann drei Hardcover angekündigt: Dunwich (Hintergrundband mit Abenteuern), Ägypten (ditto) und die Janus-Gesellschaft. Das ist der neue Titel des alten Geheimgesellschaften-Projektes, das bei Pegasus schon ein wenig den Status eines Duke Nukem 3D hat – aber der ist ja auch dieses Jahr erschienen…

Außerdem soll im Februar die nicht-limitierte Version des Spielleiter-Handbuches erscheinen.

Durch das Ausscheiden von Frank Heller ist auch das Ende der Cthuloiden Welten gekommen: die Herbstausgabe Nummer 21 wird die letzte Ausgabe sein. Sie wird u.a. 4 Abenteuer enthalten, keine Werbung, kein Interview, sondern mehr Quellenmaterial, und soll auch dicker werden. Also ein Abschied mit einem weinenden (sie geht) und einem lachenden (der Inhalt) Auge.

Für die Zukunft will auch Pegasus auf die PDF-Schiene aufspringen und – zunächst über drivethroughRPG – PDFs verkaufen. Zu Beginn die Basiswerke, aber auch Abenteuer und vergriffene Publikationen, für die sich ein Nachdruck nicht rechnen würde, sollen auf diesem Wege den Weg zu den Spielern finden.

Zuguterletzt wurde noch die aktuelle Redaktionsbesetzung für Cthulhu genannt: Unter Chefredakteur Heiko Gill arbeiten die Redakteure Jan Christoph ‘Janni’ Steines (ja, der Verlagsleiter selbst) und Sebastian Weitkamp (Wenn ich die Namen richtig verstanden habe).

Alles in allem eine interessante Veranstaltung, und auch der Con wusste zu gefallen. Mehr über den Con werde ich aber ein andermal schreiben.

Dafür gebe ich ein Arm und ein Bein…

Munchkin Zombies

…denn “Hiiiiiiirrrrrnnnn” wollen die Zombies, wenn sie es denn erst mal haben, sicher nicht wieder abgeben. Ja, richtig erkannt – in dieser Folge aus dem Munchkinversum sind die Spieler sozusagen mal die Monster, genauer die Zombies, und das in unterschiedlichster Couleur – verstrahlt, verseucht, verflucht und was nicht noch. Entsprechend makaber fallen auch die Ausrüstungsgegenstände aus, mit denen sich die Zombie-Munchkins so ausstatten: Zwar brauchen auch die Zombies für die meisten Waffen Hände, aber diese Waffen können zB auch Hände sein, oder Arme, und Beine, und was nicht noch. Da kriegt die “Handgranate” eine ganz neue Bedeutung.

Auch entsprechend ungewohnt sind dementsprechend die möglichen Gegner – das sind größtenteils eben Opfer, wie man sie aus möglichst splatterigen Zombiefilmen eben kennt, und die werden durch die Mitspieler dann zB aufgepimpt mit “Schrotflinte”, oder besser “doppelläufiger Schrotflinte” (über die Dampfwalze will ich mal kein weiteres Wort verlieren, das ist einfach… naja, Munchkin eben).

Damit sich auch Zombies ein wenig voneinander abheben, haben sie keine “Klassen”, sondern “Mojos” – die erfüllen den gleichen Zweck, und es kann unterschiedliche positive wie negative Effekte haben, wenn man zB ein Atomzombie oder ein Voodoozombie ist. Ansonsten funktioniert das Spiel grob wie gehabt – als Besonderheit können Zombies “Kräfte” haben, was ein wenig an die entsprechenden Gegenparts aus “Munchkin beißt” erinnert – und zwar können diese abhängig vom tatsächlichen Level entwickelt werden. So gibt es dann zB “schnelle”, “starke” oder sogar “kluge” (ja, ehrlich!) Zombies. Manche dieser Kräfte ermöglichen es erst, bestimmte Gegenstände überhaupt zu verwenden usw. Wie sonst auch wandern überzählige Handkarten zum niedrigstleveligen Munchkin, ähem Zombie, ähem – ach ist doch egal, ist hier doch dasselbe!

Zu Beginn des Spiels bekommt jeder Zombie erst mal je 4 Karten von beiden Stapeln, also Türen wie Schätze – und ist dementsprechend mit ganz guter Wahrscheinlichkeit auch schon einigermaßen gerüstet. Briefkästen oder Vogelhäuschen geben brauchbare Helme ab, und ein paar Fiesigkeiten, um die Gegner der Mitspieler aufzupimpen haben bei Munchkin ja noch nie geschadet.

Auch in den Aktionen – ja, es gibt nicht nur simples “Level up” – sind ein paar “nette” Überraschungen versteckt (fiesgrinsinrichtungdertestspieler hehehe!), da muß man unter Umständen noch früher aufpassen, ob nicht jemand mal eben den ersehnten 10. Level erreicht, was auch hier wie gewohnt das Spiel beendet. Natürlich ist auch dieses Munchkin mit all seinen Vorgängern mischbar – mit welchen besonders gut, ist vielleicht eher eine Geschmacksfrage. Spaß macht es jedenfalls so oder so, und das Thema ist allemal munchkinlastig genug, daß es jetzt mal fällig war.

Hersteller Pegasus
Autor Steve Jackson
Spieler 3-x
Denken 5
Glück 4
Geschicklichkeit 0
Preis € 14,95

Endspiel

Liga freier Terraner

Rollenspielsysteme lassen sich ganz grob in zwei Gruppen einteilen: Systeme, die an eine bestehende Welt aus anderen medien ankoppeln, und solche, die eine eigene Welt entwickeln. Zu letzteren gehört u.a. auch Das Schwarze Auge (auch wenn die Welt zu vielen Romanen, Computerspielen und bald wohl auch einem Film führen wird bzw. geführt hat) oder Arcane Codex. Der Großteil der Rollenspiele aber benutzt ein bereits anderweitig etabliertes ‘Universum’, in dem man die Abenteuer erleben kann. Beispiele hierfür sind Serenity, Buffy, Doctor Who Adventurs in Time And Space, oder auch das Perry Rhodan Rollenspiel.

Das ‘aktuelle’ Perry-Rhodan-Rollenspiel ist beileibe nicht das erste, das es je gegeben hat: vor rund 20 Jahren gab es bereits einmal ein Perry Rhodan Abenteuerspiel (‘Simulation’) von Agema. Diesem Produkt war allerdings kein langes Leben beschieden: Mitte der 90er Jahre meldete laut Perrypedia der Agema-Besitzer Detlef Wenzlik, der auch einer der verantwortlichen Autoren war, Konkurs an. Lange Zeit kam dann nichts mehr, bis dann 2004 in einer Kooperation von Pegasus und dem VF&SF, die unter dem Namen Dorifer firmierte, Perry Rhodan – das Rollenspiel erschien.
Das unangenehmste gleich vorweg: auch diesem Produkt war kein allzu langes Leben beschieden: zum Jahreswechsel wurde angekündigt, dass das Projekt eingestellt würde. Der Abverkauf der noch vorhandenen Produkte wird noch ein paar Wochen dauern, aber wird zur Jahresmitte dann auch eingestellt werden. Wer also noch zuschlagen will: bei Pegasus ist zur Zeit das ‘Megapack’ (enthält alles außer dem hier besprochenen Produkt) für einen sehr geringen Betrag erhältlich.

Die Liga freier Terraner ist das einzige Produkt aus der Reihe, das nicht in dem Pack angeboten wird. Womit sich auch für den Fan die Frage stellt: lohnt es sich, das eine Buch, das mehr kostet als das ganze Megabundle zusammen, zu erwerben? Wie sieht es aus, wenn man das Megabundle (oder auch die Bände einzeln) besitzt? Lohnt es, wenn man das Bundle nicht besitzt?

Zunächst einmal: das Buch ist ein Hardcover, und hat die bei Perry Rhodan übliche Verarbeitung (dieselbe Qualität wie bei midgard). Leider gibt es kein Lesebändchen, der Inhalt des Bandes ist komplett in schwarz-weiß gehalten. Anders als bei vielen anderen Produklten finde ich diese Entscheidung bei Perry Rhodan allerdings nicht nur akzeptabel oder gut, sondern absolut richtig: in den Heften gibt es ja auch keinen farbdruck, und die Rißzeichnungen und Illustrationen der Perry-Rhodan-Heftserie haben nicht umsonst einen guten Ruf. Da wäre es fst schon ein Sakrileg gewesen, das Rollenspiel farbiger zu machen.

Der Band gibt eine hervorragende Übersicht in die Liga freier Terraner (LFT), ihre Gründung noch vor der Zeit der Kosmischen Hanse, und ihre Entsicklung im Laufe der Heftserie. Was die Hintergrundmaterial-Recherche angeht, weiß ich kein anderes deutsches System, das eine derart komplette und umfassende Hintergrundrecherche anbietet (und anbieten kann) wie Perry Rhodan. Ich vermute, dass die Erfahrungen von Pegasus mit Cthulhu (das notwendigerweise nicht so komplett recherchiert sein kann wie PR) hier mit eine Rolle gespielt haben, auch wenn ich das weder positiv noch negativ bestätigen kann.

Grundsätzlich bietet der Band Hintergrundmaterial für alles, was nach der Herrschaft der Laren und vor dem Angriff durch die Terminale Kolonne geschehen ist – manches natürlich weniger ausführlich, weil die Heftserie ebenfalls nicht über die Zeit spricht (die ersten 430 Jahre der kosmischen Hanse, um nur ein Beispiel zu nennen), anderes dafür um so ausführlicher.

Ich bin selber ein Fan der Heftserie, und muss sagen, mir hat die Aufbereitung des Materials sehr gut gefallen. Es gibt auch eine Menge Haken, an denen ein Spielleiter seine eigenen Abenteuer aufhängen kann – und das wird ja leider in Zukunft auch notwendig sein. Aber auch, wenn es noch einmal ein Rollenspielsystem zu den Romanen geben sollte, wird man mit dem Band eine stabile Grundlage für Abenteuer in der abgedeckten Periode haben.

Mit anderen Worten: wer das Megabundle oder von früher her noch die Einzelbände hat, sollte sich die Liga nicht entgehen lassen, solange sie noch verfügbar ist. Wer sich überlegt, irgendwann einmal mit einem anderen System Perry Rhodan zu spielen (im Forum wird zur Zeit eine Umsetzung auf Savage Worlds besprochen), kann auch nciht viel falsch machen, wenn er den Band mitnimmt. Wer allerdings Perry Rhodan nicht mag, und nicht in dem Universum spielen will … nunja, der würde sich den Band sowieso nicht kaufen wollen.

Hersteller Dorifer (nicht das Kosmonukleotid…)
Autoren Rainer Castor, Alexander Huiskes et al.
Spieler RPG
Denken RPG
Glück RPG
Geschicklichkeit RPG
Preis € 29,95

Noch eine persönliche Anmerkung: aus den Diskussionen im Midgard-Forum geht hervor, dass die Lizenz zu teuer war, und dass der erhoffte Crossover-Effekt (Leser der Heftserie, die sich auch das Spiel kaufen) nicht in ausreichendem Maße stattfand. Ich persönlich finde das sehr schade – und glaube nicht, dass die grundsätzliche Verwendung von Midgard als Regelbasis, mit Anpassungen für das Universum, an sich die Leser abgeschreckt hat. Da war vielleicht es schon eher die Tatsache, dass man eher Figuren wie einen Robert W.G. Aerts, Surfo Mallagan, Tatcher a Hainu, eine Bré Tsinga oder ähnliche spielt, aber wohl kaum einen Gucky, einen Dalaimoc Rorvic oder einen Ras Tschubai, die potentielle Käufer enttäuschte. Und man darf natürlich auch nicht vergessen, dass Bücher und Rollenspiele eine eher kleine Schnittmenge haben – und dass die rollenspielaffinen Leser mit großer Wahrscheinlichkeit bereits das Rollenspiel entdeckt haben.

Update: Das System ist nicht endgültig eingestellt worden, sondern wurde von Games-In übernommen.

 

Neues von den Küstenmagiern

Jetzt beim Flügelpferd

Kaum zu glauben aber wahr: Heute flatterte bei mir eine Pressemitteilung herein, dass Pegasus offizieller Distributor für die Avalon-Hill-Titel von Wizards of the Coast wird.

Das dürfte für viele Fans der Avalon-Hill-Spiele eine gute Nachricht sein. Es ist ja in letzter Zeit ziemlich still geworden um die Wizards und Hasbro/Parker. Gerade die – meist doch qualitativ überzeugenden – Produkte aus dem alten Avalon-Hill-Stall werden damit wohl wieder besser verfügbar werden.

Ich bin ja ‘mal gespannt, inwieweit man dan bei Pegasus auch den Support wie bei manchen Steve-Jackson-Games oder zumindest die Messepräsenz wie bei Out of the Box Games machen wird.

Für alle, die so auf die Schnelle nicht mehr wissen, was alles zu ‘Avalon Hill’ gehört, hier eine Kurzübersicht über die gleichzeitig angekündigten Neu- und Wiedererscheinungen:

  • Ikusa (früher als Shogun verkauft)
  • RoboRally
  • Diplomacy
  • Axis & Allies
  • Acquire

Die genannten Spiele wurden (neben einigen weiteren) ausdrücklich in der Pressemitteilung erwähnt. Ich hoffe, ja, dass das nicht alles bleibt.

Vielleicht kommt es ja noch zur Floating-Vagabond-Ranaissance… Man wird ja noch träumen dürfen ;)

Musik für Cthulhu

Wie Frank Heller im Cthulhu-Forum (und anderswo) berichtet, wird es zu der auf der Spiel erscheinenden Großkampagne ‘Berge des Wahnsinns’ von Cthulhu auch eine Soundtrack-CD von Erdenstern geben.

Neues von … Cthulhu?

Manche Entwicklungen werden in den unwahrscheinlichsten Ecken angekündigt. Man sehe nur den Verkauf der Masterbook-artigen Spiele, den ich gestern gemeldet habe, (und von dem ich selbst nur über die Torg-Mailingliste gehört hatte). Jetzt weist mich Mustafa ben Ali auf diesen Thread, in dem wiederum ein Link hierhin zu finden ist…

Kurz gesagt, geht es hierbei um das System Cthulhu Tech, das u.a. auch für den ENnie vorgeschlagen worden war. Anscheinend will Ulisses (oder doch Uhrwerk?) dieses System herausbringen.

Ich bin ‘mal gespannt. Torg steht auch schon seit langer Zeit in den Plänen der Walsemser, und man hat kaum etwas davon gehört.

Außerdem dürfte der Name wahrscheinlich geändert werden müssen. ‘Cthulhu’ an sich ist nämlich unter Nummer 30672908 eingetragenes Warenzeichen der Pegasus Spiele Verlags- und Medienvertriebsgesellschaft mbH für die Klassen 16 ( Druckereierzeugnisse, insbesondere Bücher, Zeitschriften, Comics, Poster) und 28 (Spiele, insbesondere Brettspiele, Kartenspiele, Rollenspiele, Zubehör für die vorgenannten Waren (soweit in Klasse 28 enthalten); Spielzeug, insbesondere Spielfiguren und elektronisches Spielzeug, ausgenommen als Zusatzgeräte für Fernsehapparate).