Tag Archiv für Pegasus

Ich würfel mir die Welt…

Roll for the Galaxyroll-for-the-galaxy
…wie sie mir gefällt – oder vielmehr das Weltall, so könnte man einigermaßen die Spielidee von „Roll for the Galaxy“ zusammenfassen. Moment mal – Weltall? Da gab es doch schon „Race for the Galaxy“…? Ja, richtig, lieber Leser, auch dieses Spiel gibt es nun als „Würfelvariante“, wie es ja im Moment ein wenig in Mode gekommen ist.

Da „Würfelspiele“ ja oft ein wenig glückslastiger sind als andere, ging ich zunächst erst einmal recht skeptisch an die Sache heran – allzu viel Glück im Spiel gefällt mir eigentlich nicht sonderlich, aber da wurde ich angenehm überrascht – ich nehme soviel mal vorneweg, dass mir in diesem Fall die Würfelvariante sogar deutlich besser gefällt als das ursprüngliche Spiel – denn der Zufalls-/Glücksfaktor ist zwar da, aber relativ überschau- und sogar kontrollierbar. Und damit steigt dann natürlich der Taktikfaktor. Aber schauen wir doch erst mal, was wir überhaupt an Material in der quadratischen Schachtel finden – das ist nämlich eine ganze Menge, und „Luft“ wird hier nicht wirklich verpackt:

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Feuertaufe

Mage Wars: Flammenschmiede

Flammenschmiede
Magie und Flammen bzw. Feuer – wenn beides im selben Atemzug genannt wird, sind in der Regel die extremsten Aspekte des heißen Elementes angesprochen, das schöpferische Feuer der Schmiede, oder das zerstörerische Inferno. So ist es auch hier der Fall – unter dem Amboßthron-Gebirge schmieden die Zwerge Etherias Artefakte wie es sie sonst nirgends gibt, aus teilweise (anti)magischen Metallen. Und diese Quelle hat die Aufmerksamkeit keines geringeren als Adramelech auf sich gezogen – der dämonische Herr des Feuers will hier Fuß fassen, und schickt seine Diener aus, dieses Ziel zu erreichen.

Mit Mage Wars – Flammenschmiede erhält der Spieler die zwei typischen Vertreter der beiden Seiten dieses Szenarios – eine Adramelech- Hexenmeisterin und einen Amboßthron-Zwergen-Kriegsmeister. In etwas neuer Optik (Klappschachtel) präsentiert sich hier ein Erweiterungsset in ähnlicher, aber doch sich unterscheidender Weise wie schon einige vorhergehende.

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Meins!

My Village

My VillageNachdem Village aus dem gleichen Verlag 2012 ja heftigst Preise abgeräumt hat (unter anderem Deutscher Spielepreis Gold und Kennerspiel des Jahres), ist es über viele Spieltische gewandert und kam auch gut an – allerdings gab es immer wieder ein Zitat über das Spiel im Dorf: "Du pfuschst mir in meine Planung".

Dem ist jetzt mit "My Village" Abhilfe geschaffen worden – hier managt jeder Spieler sein eigenes Dorf, und da kann ihm kein Gegenspieler "reinpfuschen" – Gevatter Tod allerdings schon, und der tut das auch in schöner Regelmäßigkeit.
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Römische Architektur

Porta Nigra

Porta NigraAugusta Treverorum – älteste Stadt in Deutschland, von der man das nachweisen kann – heißt heute Trier, liegt in Rheinland-Pfalz und beherbergt einige gut erhaltene Werke alter römischer Baukunst.

Um eben diese Bauwerke geht es bei Porta Nigra – die gleichnamige ist eines der vier historischen Bauwerke, die die Spieler in diesem Spiel von Eggert-Spiele errichten wollen. Dass dazu einiges an Taktik vonnöten ist, merkt man allerdings schnell.

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Obstsalat

Pi mal Pflaumen

Pi mal Pflaumen"Ich mag keine Stichspiele" – dieses Statement gab es von einigen meiner Tester, bevor sie dieses nette kleine Spiel aus dem Hause Pegasus kennenlernten. Dann brachte sie erst mal der Name zum Schmunzeln… "Was, Pi mal Pflaumen? Wasn das… gib mal her…" und schon wurde es ausprobiert.

Nun, strenggenommen ist Pi mal Pflaumen ein Stichspiel – aber eines, das auch Leute mögen, die sonst keine Stichspiele mögen, denn es funktioniert völlig anders. Man muss nichts bedienen, der Stich wird nicht von einem einzelnen Spieler "mitgenommen", sondern wieder verteilt, und wer die schwächste Karte legt bekommt sogar noch eine Pflaume als Bonus, und zwischendurch wird auch noch mit Pi jongliert – was kein Obst ist, aber trotzdem in Kartenform vorliegt.

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In die Pfanne hauen…

Fungi

Fungi…tut man ja so manches mal seinen Gegenspieler. Bei Fungi tut man das auch in anderer Weise – um ersteres zu können, muss man nicht nur ausreichend Pfannen haben, sondern auch genug Pilze, die man in eben diese hauen kann, um möglichst viele Punkte zu erreichen.

Ja, ihr habt richtig gelesen, man kann Pilzpfannen nicht nur essen, sondern damit auch Punkte machen, zumindest in diesem Spiel, und wenn man danach Appetit bekommen hat, kann man natürlich auch wirklich ein paar Pilze in die Pfanne hauen, vielleicht bekommt man ja beim Spielen Ideen.

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Kosmische Schrecken

Cthulhu 7. Ed. Deutsch

GrundregelwerkJa, ich weiß: Ich bin sicherlich kein völlig unabhängiger Rezensent für dieses System. Im Sinne einer "Full Disclosure“ sage ich gleich vorweg: Ich gehöre seit Jahren zum Supportteam von Pegasus für Cthulhu, und leite regelmäßig auf Cons Spielrunden. Aber zur Feier des Tages dachte ich mir, ich gönne mir einmal etwas – und bespreche daher eines meiner Lieblings-Rollenspielsysteme in der neuesten Ausgabe.

Die aktuelle, sogenannte 7. Ausgabe sorgt bereits durch den Namen für Verwirrung: Nach den ersten Ausgaben bei Hobby Products, Laurin und Ars Ludi erscheint das System seit 1999 bei Pegasus-Spiele, wobei die Editionen ursprünglich neu gezählt wurden – Pegasus hatte zuletzt die "3. Edition“. Auf diese folgte dann zur SPIEL die "7. Edition“ – wo sind die drei Zwischenversionen geblieben?

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Die richtigen Freunde in den richtigen Positionen…

Das Vermächtnis – Stammbaum der Macht

Das VermächtnisFrankreich, 18. Jahrhundert: Die Spieler haben vor, ihre eigene Familie in der angesehen französischen Gesellschaft voranzubringen, auf dass ihre Familie es eben zu etwas bringt. Dazu knüpfen sie Kontakte arrangieren Hochzeiten oder veranstalten Festivitäten, um eben das Ansehen zu steigern.

Aber schauen wir uns erst einmal an, was dich in der quadratischen Schachtel aus dem Hause Pegasus so befindet:

  • 1 Spielplan
  • 4 Spielertableaus (beidseitig – Rückseite für "die Erbschaft“)
  • 4 Karten Familienoberhaupt (beidseitig, gute Kartenqualität)
  • 75 Freundeskarten
  • 88 Kinderkarten
  • 24 Geldkarten + 34 Münzen in verschiedenen Werten
  • 9 Titelkarten
  • 9 Gemeinwohlkarten
  • 6 Fördererkarten
  • 15 Aufgabenkarten
  • 7 Herrenhauskarten
  • 7 Unternehmenskarten
  • 1 Startspielerkarte
  • 1 Rundenmarker (Holz, silber)
  • 12 Spielermarker (Holz, je 3 in weiß, schwarz, braun und rosa)
  • 23 Aktionssteine (Holz, in Spieler- und Aktionsfarben)
  • 15 Hinweiskarten (für "die Erbschaft“)
  • Die Spielanleitung in Deutsch

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Ruf der Märchen

Cthulhus Ruf 7

Cthulhus Ruf 7Noch eine Erwerbung der RPC: das Magazin Cthulhus Ruf erscheint ja zweimal im Jahr, einmal zur RPC und einmal zur Spiel. Herausgeber ist nicht mehr eine Privatinitiative (unter freundlicher Unterstützung durch den Cthulhu-Lizenzinhaber Pegasus Spiele), sondern die deutsche Lovecraft-Gesellschaft (dLG), die de facto eigentlich bereits 2011 im damaligen Irish Pub im Centro Oberhausen gegründet wurde, und die seit einiger Zeit auch der offizielle Herausgeber des Magazins ist.

Um Leuten, die damals keine Chance hatten, die ersten (mittlerweile vergriffenen) Ausgaben zu erwerben, entgegenzukommen, gibt es auf der Webseite des Ruf die erste und zweite Ausgabe mittlerweile zum Download. Zur Spiel sollten – laut dem Magzin-eigenen Blog – eigentlich die 6.und 7 Ausgabe noch verfügbar sein, sowie die neue 8. Ausgabe erscheinen, die mir natürlich noch nicht vorliegt. Die 7. Ausgabe habe ich aber hier liegen und inzwischen auch ausgiebig testen können.

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Warenschieber im Gewirr des Bazars

Istanbul

IstanbulAuf dem Bazar in Istanbul ist einiges los – und die Spieler schlüpfen in die Rolle von Kaufleuten, die versuchen, aus diesem Durcheinander das beste für sich zu machen und als erster die nötigen Rubine zum Sieg zusammenzuhaben. Nur: Wie geht das am besten, hat man doch am Anfang nur ein paar Lira – und zumindest seine Gehilfen?

Nun, zunächst mal muss man Istanbul quasi zusammenbauen – denn einen festen Spielplan gibt es nicht, der ist variabel. In der handlichen Schachtel (die zu Recht zeigt, dass Istanbul den Kritikerpreis 2014 gewonnen hat) findet man:

  • 16 „Orte“ aus stabilem Karton
  • 5 Handkarren – ebenfalls aus Karton, mit Platz für
  • 15 Erweiterungen (also je 3 pro Wagen)
  • 26 Bonuskarten (gute Qualität)
  • 16 Moschee-Plättchen (stabiler Karton)
  • 10 Nachfrage-Plättchen (dito)
  • 57 verschieden wertige Münzen (Pappe)
  • 5 Übersichten
  • 1 Startspielerplättchen
  • 4 Postanzeiger (Holzwürfelchen)
  • je 1 Gouverneur- und Schmugglerspielstein (Holz)
  • 5 Spielersets – Kaufmann, 5 Gehilfen, 1 Familienmitglied und 4 Warenmarker in 5 Farben (Holz)
  • 32 Rubine (aus Plastik)
  • 2 Würfel (einfache W6)
  • 7 Aufkleber, die vor der ersten Partie aufgeklebt werden sollten
  • die Spielanleitung auf Deutsch und Englisch.

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