Tag Archiv für Piraten

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Jolly Roger

Das Bild des Piraten ist historisch vielfach romantisch verklärt. Insbesondere Geschichten wie Die Schatzinsel, Filme wie König der Freibeuter oder auch Fluch der Karibik, Brettspiele wie Korsaren der Karibik oder auch Anime wie beispielsweise One Piece oder auch Wickie und die starken Männer (auch wenn diese Serie seinerzeit nicht als Anime wahrgenommen wurde) sorgen noch heute dafür, dass man sich ein geschöntes Bild von Piraten macht.

Um genau diese Art von Piraten – weder um moderne Hochseepiraten noch um elektronische Datenpiraten – geht es auch im Spiel Jolly Roger – Klar zum Entern!, das gemeinsam vom italienischen Ares-Verlag und vom Heidelberger Spieleverlag veröffentlicht wurde. Als Mannschaft eines Piratenschiffs überfallen die Spieler Schiffe und Häfen, machen Beute, vergraben diese auf Inseln – und meutern, wenn sie die Gelegenheit für günstig erachten. Natürlich ist das Ziel dabei, möglichst viele und/oder wertvolle Schätze für sich selbst zu gewinnen.

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Werftpiraten

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Piratoons

PiratoonsSo ein Pirat hat es nicht leicht. Immer auf der Flucht vor Abmahnanwälten und der GEMA, auf der Suche nach neuen Inhalten… Aber nein, bei diesem Spiel geht es nicht um moderne Piraten, sondern eher die romantisch-verklärten Piraten wie zum Beispiel Klaus Störtebeker, Jack Sparrow oder Captain Kidd. Der belgische Verlag Act in Games aus Brüssel, der seit zwei Jahren aktiv ist, ging 2016 mit dem Spiel Piratoons an den Start.

Ungewöhnlich für das Thema ist allerdings, dass es in diesem Spiel nicht so sehr darum geht, Schätze auf einsamen Inseln zu vergraben oder wiederzufinden oder auch Handelsschiffe zu überfallen – die Piraten in diesem Spiel haben nicht einmal ein eigenes Schiff und müssen dieses im Rahmen dieses Spiels erst einmal bauen. Wer dabei das beste Schiff zusammenstellt, gewinnt.

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SPIEL Tag 2 – Viele kleine bunte Stände

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Seid ihr schon bei einer Krake? Halle 1, 6 und Rest 7spiel-2016

Es gibt schon eine gewisse Ordnung auf der SPIEL dahingehend, was denn wo untergebracht ist – die sich dem Laien natürlich kaum erschließt. So finden sich in der Halle 1 unter anderem eine große Zahl Verlage aus Osteuropa. Moment mal – aber hier steht doch auch der Heidelberger Spieleverlag… richtig, die Heidelbären sind auch häufig der Vertriebspartner der osteuropäischen Verlage, und so macht das dann wieder Sinn.

Dorthin sollte mein Weg am Freitag führen, natürlich nachdem wieder der ein oder andere Big Player kurz angesprochen wurde (Hallo Ravensburger, schön daß ihr mal kurz Zeit hattet, freut mich.). Und auf dem Weg auch anderswo noch etwas gefunden, und die Gelegenheit ergriffen, dass gerade die richtigen Zeit hatten. Und die Kuriosität des Tages ist die Erkenntnis, dass „Mit Essen spielt man nicht“ eine infame Lüge ist. Mit Essen spielt man. Und das sogar IN Essen. Das passende Kartenspiel dreht sich um Nährwerte verschiedener Lebensmittel.

– Insgesamt 4 schöne Zweispielerspielideen mit gewohnt schönem Material gibt es diesmal bei Gerhards (3-G-106). Alle haben sie eine nette Ärgerkomponente.

– Recht lustig wirkt die Neuheit aus Lettland: Brain Games (1-F-139) präsentiert Icecool, bei dem Pinguine ein wenig durch die Gegend geschnippkegelt werden.

– Ludicreations (1-D-129) Bietet mit „They who were 8“ ein taktisches Spiel in sehr schöner Optik, in der eine mythologische Weltgeschichte geschrieben wird, und die eigenen Götter möglichst gut wegkommen sollten. Mythe ist ein großes Abenteuer für kleine Mäuse, und Crisis ein recht anspruchsvolles Worker-Placement-Spiel.

– Drawlab Entertainment (1-C-137) präsentiert mit When I Dream ein Spiel, in dem ein Spieler träumt, und von den anderen Begriffe in einem Traum umschrieben bekommt – je nach deren Teamzugehörigkeit wollen sie, dass er sie errät – oder eben auch nicht, aber wenn das zu deutlich vermieden wird, merkt er das sicher…

– Mind Fitness (1-C-143) aus Rumänien stellt mit Vikingdoms ein Zweipersonenspiel vor, in dem der besser plündernde Wikinger gewinnt – aber das ist gar nicht so einfach wie es auf den ersten Blick aussieht.

– Bei Airlines von Golden Egg (1-D-143) geht es um selbige – wo man denn lang fliegt, und was die Flugzeuge so alles an Bord nehmen können, kann sich dabei durchaus ändern.

– Scythe muss in Spielerkreisen kaum noch erwähnt werden – der Hype ist auch auf der Messe zu spüren, der große Stand von Morning (1-F-131) ist durchaus entsprechend voll, obwohl es dort auch noch anderes gibt.

– Gaga Games (1-C-147) ist ein russischer Verlag, der einiges neues zu bieten hat. Unter anderem werden hier Roboter in die Steel Arena gechickt, die man sehr unterschiedlich zusammenbauen kann.

– auch F-Hein (1-F-126) hat wieder neues im Programm: ein lustiges kleines Seh-Kim mit Geckos findet sich in der kleinen Schachtel, die sich „Gecko-Ballett“ nennt, und die „Stapelkerle“ wollen eine Menschenpyramide bauen.

Im Rest der Halle 7 und der anschließenden Halle 6 gab es dann noch einiges interessantes im kleinen exotischen Maßstab zu finden – obwohl die Hallen eher hinten liegen, finden die Spieler recht früh dort hin, was zum ein oder anderen frühen Sellout führte. Ein paar Highlights:

– HipHops hat zum Glück nichts mit Möchtegernmusik zu tun, sondern mit – Bier. Hops ist englisch für Hopfen, und so präsentiert der kleine englische Verlag ein Spiel um internationale Biersorten, das ein wenig nach der Quartett-Trumpf-Regel gespielt wird, aber auch wirklich nur ein wenig.

– Japanese: The Game Ist ein Kartenspiel, das dabei helfen soll, diese – gerade für uns Europäer – komplizierte Sprache zumindest ansatzweise zu erlernen. Man bildet Sätze mit passenden Worten, und erweitert so seinen Wortschatz. Neben dem Grundset gibt es einige Erweiterungen zu Themenbereichen, wie Beispielsweise Reise oder Essen.

– Der Messeneuling Azahar aus Kolumbien präsentiert mit „Aye“ ein sehr professionell wirkendes Spiel zum Thema Piratencrew – in dem es vor allem um die Konfliktsituation geht „wollen wir tun was der Kapitän will, oder eher nicht“ – wovon nachher dann abhängt, ob das ganze auch funktioniert.

– Game Absorber aus Dänemark bietet mit Shoot Card Game eine Art Freeform-Tabletop, in der wirklich jeder gegen jeden spielen kann (als ich ankam ersteckte sich gerade Hugo, der Fernsehtroll, hinter einer Kamera vor einem Lego-Männchen und einem Pinguin). Grenzen gibt es da kaum, die Karten liefern nur die Möglichkeit, den Gegner von der Platte zu schießen.

– Mayday Games präsentiert eine Reihe Neuheiten – bei Twist of Fate versucht man beispielsweise, das Schicksal von Oliver Twist so zu lenken, wie auch Dickens es gerne sieht.

– Golden Age Games aus den Niederlanden zeigt Captains of the Golden Age – ein Piratenspiel, in dem der Glücksfaktor völlig außen vor bleibt, und das mit schönem Spielmaterial aufwartet.

Ansonsten finden sich hier auch einige Prototypen, deren Endversionen n den nächsten Monaten fertig werden sollten – Wer nicht gerade das alltägliche sucht, sollte hier stöbern.

Und – auf dem Weg nach draußen gabs dann noch 3 Kilo in Halle 3 – ich meine ein Fest für Odin, bei Feuerland. Wer sich also bis dahon noch keinen Bruch gehoben hat, kann gerne zugreifen, die Nordleute tun es sicher auch.

Heute werde ich mich wohl vermehrt in Halle 3 und 4 herumtreiben – und auch noch versuchen die Leute zu erwischen, die bisher leider noch nicht passend am Stand waren. Auf gehts. Und euch noch ein angenehmes Frühstück…

Yo-ho-ho

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Die Piraten der 7 Weltmeere

Die Piraten der 7 WeltmeereIch schrieb schon mehrfach, dass die Spiele mancher Spieleverlage schon an der Schachtel als ‚wahrscheinlich von Verlag X‘ erkennbar sind. Manchmal aber ist das dann irreführend – zum Beispiel, weil ein Verlag das Aussehen seiner Spiele umstellt, oder weil ein neuer Verlag zufällig das Aussehen kopiert.

So geschehen mit dem Spiel Die Piraten der 7 Weltmeerem, dessen deutsche Version von 2Geeks kommt, und das im Original aus der Ukraine stammt, Herausgeber dort ist I♥Games. Als ich das Spiel auf den Tisch packte, war allerdings die erste Reaktion „Ach, ein Spiel aus Korea“ – bislkang waren diese Metallschachteln eher von Gamescience her bekannt. Beim Auspacken entdeckte man aber schnell erste Unterschiede.

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Piratenpoker

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Dead Man’s Draw

Dead Man's DrawViele Phänomene der Geschichte werden heutzutage romantisch verklärt – und das, obwohl die moderne Geschichtswissenschaft versucht, hinter die manchmal sehr vorurteilsbehafteten zeitgenössischen Berichte zu blicken und die Wahrheit zu erkennen. Manchmal ist es dann so, dass das romantische Geschichtsbild genauso falsch ist wie die Berichte aus der Zeit selber – ein besonders gutes Beispiel hierfür ist die Piraterie. Einmal davon abgesehen, dass es auch heutzutage noch Hochseepiraten gibt – viele Piraten, die in der Geschichte mit Kaperbrief fuhren, wurden von verschiedenen Seiten völlig unterschiedlich gesehen. Für das Land, von dem der Kaperbrief stammte, waren sie legitime Söldner und Helden; für Länder, gegen die sich der Kaperbrief richtete, hingegen Schwerverbrecher. Allerdings hat das romantische Bild, das wir aus Filmen mit Errol Flynn oder auch mit Johnny Depp haben, genauso wenig mit der geschichtlichen Realität zu tun.

Das gleiche gilt auch für das Kartenspiel Dead Man’s Draw – es benutzt zwar Piratensymbolik, Spielkarten dürften aber auf einem Piratenschiff weniger gebräuchlich gewesen sein. Eine Frühversion des Spiels gab es bereits 2014 als App für iOS – wegen des Erfolges wurde die physische Version erst ins Auge gefasst. Finanziert wurde die erste englische Ausgabe dann über Kickstarter – man kann diese Ausgabe auch noch über diese Seite ordern, es gibt inzwischen aber auch eine deutschsprachige Ausgabe.

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Ruf der Märchen

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Cthulhus Ruf 7

Cthulhus Ruf 7Noch eine Erwerbung der RPC: das Magazin Cthulhus Ruf erscheint ja zweimal im Jahr, einmal zur RPC und einmal zur Spiel. Herausgeber ist nicht mehr eine Privatinitiative (unter freundlicher Unterstützung durch den Cthulhu-Lizenzinhaber Pegasus Spiele), sondern die deutsche Lovecraft-Gesellschaft (dLG), die de facto eigentlich bereits 2011 im damaligen Irish Pub im Centro Oberhausen gegründet wurde, und die seit einiger Zeit auch der offizielle Herausgeber des Magazins ist.

Um Leuten, die damals keine Chance hatten, die ersten (mittlerweile vergriffenen) Ausgaben zu erwerben, entgegenzukommen, gibt es auf der Webseite des Ruf die erste und zweite Ausgabe mittlerweile zum Download. Zur Spiel sollten – laut dem Magzin-eigenen Blog – eigentlich die 6.und 7 Ausgabe noch verfügbar sein, sowie die neue 8. Ausgabe erscheinen, die mir natürlich noch nicht vorliegt. Die 7. Ausgabe habe ich aber hier liegen und inzwischen auch ausgiebig testen können.

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Doppelpack

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Hellfrost Piraten des Kristallstroms

Piraten des KristallstromsAuf der RPC haben wir eine Reihe Rollenspielprodukte in die Hand gedrückt bekommen, die wir jetzt langsam durcharbeiten. Eines der Produkte war Piraten des Kristallstromes aus dem Hause Prometheus Games, für das Savage-Worlds-Setting Hellfrost.

Zunächst einmal ganz allgemein vorweg: das Abenteuer ist zwar für Hellfrost geschrieben, ist aber nur sehr eingeschränkt settingspezifisch. Die Abenteuer – es sind deren zwei in dem Heft zu finden – passen grundsätzlich mit kleinen Anpassungen in nahezu jedes beliebige Fantasy-Setting. Die einzigen Seriennummern, die man abfeilen müsste, sind die Namen der Hellfrost-eigenen Götter (und ggf. ein paar nichtmenschliche Gegenspieler). Der Kristallstrom ist eine Gegend, in der – durch den namensgebenden Fluss verbunden – eine Reihe Städte als Handelsstädte prosperieren. Ein Sumpf – der Mückensumpf – zieht sich einen Teil des Weges am Fluss entlang, und es ist natürlich eher kalt – aber sogar die klimatischen Bedingungen kann man für das Abenteuer weitestgehend ignorieren.

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Mein Scharrrtz!

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Playa Pirata!

Playa PirataPiraten gibt es auch heutzutage noch – wenn auch von dem romantisch verklärten Bild in der Realität wenig übrig geblieben ist. Einmal abgesehen von den Feuerwerkskörpern, dem Segelflugzeug und der Segelbootklasse sieht man Piraten heutzutage vor allem vor den Küsten von Somalia, Nigeria, Bangladesh, Indonesien und Südamerika – seit letztem Donnerstag werden sie aber auch vermehrt in Deutschland gesichtet. Allerdings wird erwartet, dass diese Sichtungen zeitlich begrenzt sind und bereits am Mittwoch wieder abflauen werden.

Eher das verklärte Bild vom Piraten, der seinen Schatz auf einer einsamen Insel vergräbt, wird beim Spiel Playa Pirata gezeichnet, das beim Festival in Lucca den Preis für das beste noch nicht herausgegebene Spiel errang – ein Wettbewerb, der jährlich abgehalten wird, und bei dem ein Spiel mit ganz bestimmten Eigenschaften eingereicht werden kann. Neben dem Spielmaterial (maximal 110 Karten, nur minimale andere Materialien) muss auch jeweils ein Thema erfüllt werden, für den 2013er Wettbewerb – der dann 2014 produziert und herausgegeben wurde – war das Thema "X“. Und „X“ markiert die Stelle wird – außer von Prof. Jones – allgemein immer noch geglaubt.

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Steuerflucht

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King's Gold

King’s Gold

Schon seit längerem sind die Spiele von Jactalea regelmäßiger Gast in diesem Blog. Wer sich wundert, dass wir seit einem Jahr keine neuen Spiele mehr von ihnen haben, hat vielleicht ganz einfach nicht bemerkt, dass Jactalea inzwischen einen neuen Namen hat. Die Firma findet man jetzt unter ihrem Namen und Logo Blue Orange.

Die Spiele reichen über das ganze Spektrum, von 'tiefen' Eurogames bis hin zu schnellen Spielen im 'Beer-n-Pretzels‘-Style. Es ist daher immer eine Überraschung, was einem aus einer Spieleschachtel entgegen springt. Man kann zwar ein wenig einschätzen, in welche Richtung ein Spiel gehen mag – ein Eurogame-artiges Spiel wird eher nicht in einer Viertelstunde beendet werden können, ein Beer-n-Pretzels-Spiel wird eher deutlich unter einer Stunde Spielzeit bleiben. Insofern kann man aus der Zeitangabe von King’s Gold (15 Minuten) schon eine erste Einschätzung wagen.

Im Spiel mimt man einen Piraten / eine Piratenmannschaft, die aus ihren Plünderungen Gold verdienen will. Leider aber hat der König, dessen Kaperbrief man führt, es sich in den Kopf gesetzt, einen Steuersatz von 50% der Einnahmen zu verlangen – und so versucht man natürlich, diesen Abfluss von Gold so weit möglich zu vermeiden.

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Piratenspiel

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buccaneerbonesBuccaneer Bones

Auf der SPIEL laufen jedes Jahr gestalten herum, die leicht wiederzuerkennen sind. Da sind zum einen natürlich die Supporter der verschiedenen Verlage, die aber meist eher als 'Supporter der Firma X' eher anonym bleiben. Aber es gibt auch Leute wie Friedemann Friese mit seinem grünen Haar, Stephen "The Spiel“ Conway mit seiner auffälligen Fragezeichen-Jacke … oder auch die Leute von Wattsalpoag mit ihren Hawaiihemden.

Dieses Jahr hatte Wattsalpoag in Essen ein Würfelspiel dabei, Buccaneer Bones. Ein Spiel, das Piraten auf Schatzsuche simuliert – das man sich aber auch als Würfelspiel, das Piraten spielen, vorstellen könnte. Finanziert wurde das Spiel über Kickstarter.

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