Tag Archiv für Polen

Raumschiffnahkampf

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Raumschiffnahkampf

Outer Rim

Outer RimWir schreiben das Jahr … irgendwann. In den Tiefen des Weltalls haben sich zwei Völker als die Militärmächte etabliert: Tellurier und Kalmianer. Alle anderen haben sich der einen oder anderen Seite unterworfen, und zwischen diesen beiden besteht ständiger Kampf. Wann immer Raumschiffe beider Seiten aufeinander treffen, gibt s nur eine Reaktion: Kampf, bis eine Seite vernichtet ist.

Die beiden Spieler in Outer Rim finden sich auf den beiden Seiten dieses Konfliktes wieder. In einem winzigen Raumsektor stoßen zwei Raumschiffe aufeinander, und nur eines wird den Schauplatz wieder verlassen. Welches, liegt ganz bei den Spielern.

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Einmal um den Block

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Urban Panic

Urban PanicWas gehört alles in eine Stadt? Nun, das war immer ähnlich und wird sich wohl nie ändern, und so sieht es auch bei Urban Panic aus – Wohnraum, Büros, Fabriken, Parks, Freizeitparks und Kraftwerke, so werden die jeweiligen Bauten zusammengefasst. Mit diesen Elementen versucht jeder Spieler, eine möglichst ausgewogene Stadt zusammenzustellen, dabei möglichst Vollbeschäftigung zu erreichen und die (variablen) Ziele zu erreichen.

Was zunächst nach einem ziemlich komplexen Konzept klingt, entpuppt sich aber als weit einfacher gestrickt, als die Thematik vermuten ließe. G3 bietet eine große, quadratische Schachtel mit einer Menge Material, mit der trotzdem schon schnell ein eher einfach zu begreifendes Spiel zu spielen ist, und auch die erweiterten Regeln kann man eigentlich schon sofort spielen, nachdem man die Schachtel erst einmal geöffnet hat.

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Nicht verloren

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First to Fight

First to FightEs gibt Armeen, die haben – zu recht oder auch zu unrecht – einen schlechten Ruf. Während des 2. Weltkrieges gilt dies natürlich vor allem für die französische (deren Panzer bekanntlich Rückspiegel hatten, damit die Fahrer die Front im Auge behalten konnten) oder die italienische (die, nachdem sie sich ausgerechnet bei den Franzosen blutige Nasen geholt hatte, in Griechenland aktiv wurden. Immerhin hatten sie Überzahl, waren motivierter und besser ausgerüstet – aber leider hat das niemand den Griechen erklärt…). Noch wesentlich weniger (aber dadurch wenigstens auch keinen so schlechten) Ruf hat die polnische Armee der gleichen Zeitperiode – sie wird meist ignoriert, gerade als habe Polen zu Beginn des 2. Weltkrieges keine eigene Armee gehabt. Das verwundert nicht, denn nachdem Polen vom Angriff Deutschlands überrascht worden war, wurde das Land überrollt, bevor die Armee sich organisieren konnte.

Allerdings hatten die polnischen Truppen sich nach der Niederlage des Heimatlandes nicht aufgelöst, sondern ab 1941 in Russland an der Verteidigung gegen die Truppen der Achsenmächte beteiligt. Von Russland über den Balkan, Arabien und Afrika bis hin zur Eroberung von Monte Cassino 1944 bewährten die 'wandernden Soldaten' sich auf beinahe allen großen Schauplätzen des Krieges. Viele von ihnen konnten auch nach dem Weltkrieg nicht in die Heimat zurückkehren, und mussten bis zur Neuordnung Europas nach dem Fall der Mauer warten, bis sie 1989 dann endlich die Heimat wiedersahen. Den Anteil, den diese polnischen Soldaten am 2. Weltkrieg hatten, veranschaulicht das Spiel First to Fight.

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Wachstum durch die Zeit

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Imperialism: Road to Domination

ImperialismSpiele, die die Entwicklung eines Landes oder auch mehrerer Länder thematisieren, beschränken sich meist entweder auf wenige Jahre (wie beispielsweise Wir sind das Volk! oder auch Romolo o Remo? – Link führt jeweils zu unserer Rezension) oder aber über viele Jahrhunderte, wie bei der Brief History of the World. In letzterem Fall vertritt allerdings jeder Spieler in jeder Runde eine andere Nation.

Einen Zwischenweg geht Imperialism: Road to Domination von G3 aus Polen. Jeder Spieler vertritt eine 'Großmacht‘, der Zeitraum des Spiels geht vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Das ganze findet allerdings recht abstrakt statt, auch aggressive Länder werden keine Armeemarker auf einer Landkarte hin- und herschieben.

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Bereit sein ist alles

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Assault on Doomrock

Assault on DoomrockIm Juni/Juli letzten Jahres lief bei Indiegogo ein Projekt, mit dem das kooperative Fantasyspiel Assault on Doomrock finanziert wurde. Das polnische Projekt erreichte mehr als das Vierfache des ursprünglich genannten Finanzierungsziels, so dass das Spiel rechtzeitig zur SPIEL ausgeliefert werden konnte. Leider hat der Hersteller seine Webseite bis heute aber nicht über ein 'under construction' hinausgebracht.

Das Spiel ist recht umstritten, wie man auch bei den Diskussionen auf Boardgamegeek sehen kann – dem einen ist es zu schwierig, der andere findet es genau richtig. Anderen passen bestimmte Mechanismen nicht – die wieder andere besonders gelungen weil ungewöhnlich finden. Das Spiel ist auf jeden Fall so komplex, dass ich hier nur eine grobe Übersicht geben kann.

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Sommerfrischler

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LetniskoLetnisko

Der Distrikt Letnisko-Falenica entwickelte sich in der Zeit zwischen den Weltkriegen zu einer beliebten Urlaubsregion in Polen, vor allem für Besucher aus dem nicht weit entfernten Warschau. Zu der Zeit war die Eisenbahn noch das Hauptverkehrsmittel, wenn es um Entfernungen ging, die nicht mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen waren, und so kamen auch die besucher in der Gegend um Letnisko bevorzugt mit diem Zug an.

Genau dies ist auch die Geschichte von Letnisko, einem Spiel, das der polnische Verlag Gry Leonardo (also Leonardo Games) in Essen präsentierte. In Landhäusern, Villen und Pensionen werden die eintreffenden Urlauber untergebracht, und mit den Geldern, das sie einbringen, können die Unterkünfte ausgebaut werden, so dass auch Gäste kommen können, die mehr verlangen, aber auch mehr zu zahlen bereit sind. Leider ist die Webseite von Gry Leonardo ziemlich veraltet – Aktionen zur SPIEL 2012 werden noch als topaktuell angezeigt.

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Götterschmiede

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TheomachieTheomachie

Im Juli gab es bei der Spieleschmiede ein Projekt, mit dem ein polnische Herausgeber eine deutsche Ausgabe seines Spiels finanzieren wollte. Erforderlich waren 10.000 Euro, und das Projekt endete mit 11.332 Euro, das Spiel wurde also knapp finanziert. Laut Zeitplan sollte das Spiel dann noch vor der SPIEL an die Schmiede (so heißen die Unterstützer bei der Spieleschmiede) ausgeliefert werden, und zur Spiel dann auch verkauft. Auch dies gelang, und auf der SPIEL war das Spiel dann auch zu bewundern.

Der In-Game-Hintergrund des Spiels Theomachie ist recht simpel: zwei bis vier altertümliche Gottheiten aus verschiedenen Mythenkreisen – keltische, griechische, nordische und sumerische Götter – versuchen, die anderen all ihrer Gläubigen zu berauben und so die 'wahre Religion' zu etablieren. Dies erfolgt mit einer Mischung aus einem Biet-und-Bluff-Spiel und einem Deckbuilder, wobei die Gläubigen den Einsatz bilden.

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Stangenware

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porterPrêt-à-Porter

Im Modegeschäft gibt es zwei wesentliche Produktionstypen: Maßanfertigung und Massenanfertigung. Bei den Designern laufen diese beiden Typen unter den bezeichnungen "Haute Couture“ und "Prêt-à-porter“ (tragefertig, also Ware von der Stange). Viele Designer produzieren beides, aber für die "einfache“ Modeträgerin ist natürlich letzteres interessanter, denn das wird die Kleidung, die man in Boutiquen und Warenhäusern finden kann.

Die verschiedenen Designhäuser streiten natürlich darum, wer die schönere, modischere, attraktivere… Kleidung macht, und stellen regelmäßig ihre neuesten Schöpfungen aus Modeschauen vor. Um genau diese Welt – das Modemachen und die Modeschauen – geht es in dem Spiel Prêt-à-Porter vom polnischen Verlag Portal aus Gliwice.

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