Tag Archiv für Rezension

Lords vom Kai

EW2Die Schrecken der schwarzen Lords

Seit einiger Zeit gibt es zur Solo-Abenteuerbücherserie Einsamer Wolf ja auch ein Mehrspieler-System (das wir auch rezensierten. Zu diesem Rollenspielsystem gibt s auch ein Abenteuer – oder genauer gesagt, eine Kampagne, Unter dem Titel ‘Die Schrecken der schwarzen Lords’ wird gleich eine ganze Gruppe Kai-Lords losgeschickt.

Zu den Äußerlichkeiten: das Buch hat das typische Taschenbuch-Format, einen glatten Kartoneinband mit einer Karte der Lande auf zwei weiteren Kartonseiten, und die Seitenzählung endet bei 183. Danach kommen noch eine Würfelersatz-Tabelle, ein zweiseitiger Charakterbogen, und eine zweiseitige Kampftabelle. Der Einband zeigt neben einem der genannten schwarzen Lords drei weitere Monster, allerdings ist der Titel stellenweise recht schlecht zu erkennen, weil das Titelbild klein gemustert ist und starke Kontraste aufweist. Das ist aber auch schon der einzige technisch-handwerkliche Mangel an dem ganzen Buch. Was die Druckqualität, das Lay-out, Druckfehler und Illustrationen angeht, gilt genau dasselbe, was auch in ober verlinkter Rezension gesagt wurde.

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Gelidus

20192019: The Arctic

Eines der letzten Gebiete, dessen Reichtum an Bodenschätzen bislang nahezu unangetastet geblieben ist, ist die Arktis. Langsam aber sicher beginnen jetzt die Gesellschaften, die Bodenschätze ausbeuten, damit, sich für die Arktis zu interessieren. Hierbei werden sie aber nicht nur durch das schlechte Wetter behindert, sondern oft auch durch die hohe Politik, denn das Gebiet rund um den Pol ist teilweise umstritten, teilweise sind die Besitzverhältnisse auch nicht so deutlich, wie man sich das wünschen könnte.

Um die hierdurch zu erwartenden Auseinandersetzungen um die Bodenschätze – sowohl aus wirtschaftlicher wie aus politischer Sicht – geht es im Spiel 2019: The Arctic, das von dem polnischen Verlag Sinonis hergestellt wird, und in Deutschland neuerdings auch vom Schwerkraft-Verlag importiert und vertrieben. Die deutsche Ausgabe entspricht laut Schwerkraft-Verlag bis in die Einzelheiten der Originalausgabe (wird vom selben Hersteller hergestellt), der einzige Unterschied ist die Sprache der Spielanleitung. Wir haben unser Rezensionsexemplar schon etwas länger, unserer Rezension liegt also die englische Version in zweiter Auflage zugrunde – die genau wie die deutsche Ausgabe verbessert hergestellte Spielfiguren hat.

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Aleas iactare

JakHigJackal & High

Zoch ist ein Verlag, der bekannt ist für Spiele, die wie Kinderspiele aussehen, die aber auch Erwachsenen viel Spaß bereiten können. Weniger bekannt ist, dass der Verlag auch richtige Familienspiele herstellt, wie zum Beispiel das an dieser Stelle bereits besprochene Mille Grazie. Irgendwo zwischen diesen beiden Optionen liegt Jackal & High, das sich von der Verpackung her in diesem Bereich nicht festlegt, obwohl das Motiv gut zum Spiel passt.

Auf der Schachtel (Format: ca. 13 cm×13 cm×4 cm) sieht man zwei … naja, es sollen Schakale sein, auch wenn sie mich in der Farbgebung eher an Koyoten erinnern – gerade der vordere hat eine typische Fellzeichnung für einen nordamerikanischen Koyoten. Der eine der beiden hat eine Karte in der Pfote, der andere drei Würfel, die dem unbedarften (und unwissenden) zufälligen Betrachter verformt vorkommen. Wer genauer hinsieht, stellt fest, dass auf den dreieckigen (!) Seiten wohl auch die Zahl 7 zu sehen ist, was den Schluss zulässt: es handelt sich hierbei um achtseitige Würfel. Heutzutage auch bei Nicht-Rollenspielern nicht mehr absolut unbekannt, aber dennoch selten.
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Animalis Rotare

bimbammBim Bamm!

Drei Hasen in der Abendsonne ist ein neuer Verlag, dessen Spiel Sonne und Mond ich bereits vor einiger Zeit besprochen habe. Allerdings erschien neben diesem Spiel noch ein zweites, mit dem lautmalerischen Titel Bim Bamm!. Der Titel lässt eher vermuten, dass man ein reines Kinderspiel vor sich hat – was allerdings nur teilweise stimmt.

Auch das Aussehen und Format der Schachtel scheinen diese Vermutung zu unterstreichen: Die Schachtel hat mit etwa 13 cm×13 cm×4 cm ziemlich genau dieselbe Größe wie beispielsweise Jackal & High von Zoch (Rezension dieses Spiels in den nächsten Tagen).

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Seehelden

AC2Achtung Cthulhu! Heroes of the Sea

Vor einiger Zeit habe ich ja aus der Achtung-Cthulhu!-Kampagne im 2. Weltkrieg das Abenteuer um die drei Könige des Tschechischen Widerstands besprochen. Inzwischen gibt es – bereits seit einiger Zeit – das zweite Abenteuer der Serie mit dem Titel Heroes of the Sea. Wie auch das erste, kann man das Abenteuer auch bei Drivethrough erwerben – was in diesem Fall mein Glück war.

Der Datenträger, auf dem ich die Dateien für dieses Abenteuer hatte, ist nämlich vor einiger Zeit ‘verstorben’ (eine externe Festplatte, die auf den Boden fällt, macht so etwas manchmal…). Als ich jetzt letztens bei Drivethrough meine Bibliothek durchsah, stellte ich fest, “He, das habe ich ja auch noch, das müsste ich aber dringend ‘mal rezensieren”. Getestet hatte ich es wenigstens schon…

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Gentes Iaponiæ

ShinobiShinobi – War of Clans

Japan, Zeit der Clankriege. Die Situation ist verworren, man weiß nicht, wessen Loyalitäten bei welchem Clan liegen. Dennoch versuchen die Clans, ihre Streitmächte auszubauen, um die macht in Japan zu übernehmen. Es war eine Zeit, die wie geschaffen scheint für das eine oder andere Brettspiel, aber es gibt nur wenige. Das alte Shogun / Samurai Swords / Ikusa dürfte dem einen oder anderen noch bekannt sein, aber das ist eine große Ausnahme.

Um so überraschender, dass ausgerechnet aus Russland ein Spiel kommt, das die Wirren der Sengoku-Periode, wie diese Zeit in Japan heißt, thematisiert. Man versucht, die Armeen des eigenen Clans zu vergrößern und die der anderen Clans klein zu halten. Leider aber versuchen die anderen Spieler dasselbe – und von denen favorisiert jeder einen anderen Clan.

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Calipha Quintus

alrashidAl-Rashid

Harun al-Rashid (oder auch ar-Rashid) war der 5. Kalif der Abbasiden und ist in der westlichen Welt vor allem bekannt als der Kalif, der in vielen der Geschichten von Tausendundeiner Nacht erwähnt wird. Historisch ist er auch und vor allem unter Muslimen umstritten, da seine Taten teilweise doch arg brutal waren und auch sein Lebenswandel nicht immer zu Jubelstürmen Anlass gab. So ließ er seinen Bruder ermorden, um selber auf den Thron zu gelangen oder auch Anatolien verwüsten. Neben seiner Tätigkeit als Kriegsherr ist er aber auch bekannt für die weitreichenden Handelsbeziehungen seines Reiches, die bis nach Franken, Indien und China reichten.

Der italienische Verlag Yemaia ist noch recht klein: Er hat erst zwei Spiele produziert. Eines davon heißt wie der Herrscher Al-Rashid, auch wenn man selber den Herrscher nicht spielt. Stattdessen spielt man eine Familie, die versucht, die Gunst des Herrschers zu erlangen.

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Fünf gewinnt

ZombieZombie! Run for Your Lives!

Zombies sind ein recht beliebtes Thema für Spiele, nicht nur bei Twilight Creations. Und wie in den Filmen ist es schwer. Ihnen zu entkommen – sie sind zwar langsam, aber eben auch sehr ausdauernd. Im Film ist es oftmals nur einer, der entkommt, und ‘es wird nur einen geben’ ist auch das Motto des Spiels Zombie! Run for Your Lives! vom Verlag Rightgames, der auch bekannt ist unter dem Namen Russian Boardgames.

Die Spieleschachtel hat mit 18,5 cm × 16,5 cm × 4 cm und als Schuber ausgelegt ein etwas ungewöhnliches Format – man ist geneigt, an alte Computerspiel-Kartons aus der Zeit von Historyline: 1914-1918 oder Amberstar zu denken. Aber die Schachtel enthält ein reines Kartenspiel.

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Auctio in mercatu

CentralMarketCentral Market

In den letzten Wochen war es hier ja ein wenig ruhiger. Der Grund hierfür ist einfach: Ich bin inzwischen durch die Rezensionsexemplare, die bei mir lagen, beinahe komplett durch – nur ein, zwei Spiele, die demnächst auf Deutsch erscheinen sollen, liegen noch ‘auf Halde’, damit die deutsche Version getestet (und verglichen) werden kann. Am Wochenende habe ich bei meinem Mit-Redakteur dann einige Spiele mitgenommen, so dass jetzt wieder ein paar Tage lang Rezensionen kommen können – dank sei meinen Spieletestern.

Ich fange einmal mit einem kleinen Spiel von einem Verlag an, von dem ich seit der SPIEL bereits drei Spiele rezensiert habe. Hier werden Marktwaren versteigert – aber nicht in der Form, dass die Käufer sich gegenseitig hochbieten, sondern dass die Verkäufer sich gegenseitig zu unterbieten versuchen. Dies ist keine sog. Holländische Auktion (wie sie auf dem Blumenmarkt in Straelen üblich ist), sondern der niedrigstbietende Verkäufer erhält den Zuschlag.

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Außerordentliche eierlegende Wollmilchsau mit Dampfantrieb

WolsungWolsung

Rollenspiele kommen ja mittlerweile aus immer mehr Ländern… die Zeiten, wo so etwas einfach aus den USA zu kommen hatte, sind lange vorbei, und neben deutschen Eigenproduktionen haben mittlerweile auch Systeme aus Großbritannien, Frankreich, Japan, Australien, weiß der Geier woher die deutsche Spieleszene erreicht… und nun reiht sich auch Polen in den Reigen ein. Moment mal, Polen? Vermutlich hatten viele unser östliches Nachbarland nicht wirklich auf der Rechnung wenn es darum geht, woher neue Spielsysteme kommen. Aber mit Wolsung haben die Autoren schon ein ziemliches Ding herausgebracht, über 500 Seiten in einem eher ungewohnten, aber dafür sehr angenehm zu lesenden Format, effektiv ein Trade Paperback (stabiler als viele Softcover, dafür nicht so unhandlich wie ein Hardcover).

Das Material fühlt sich auch an wie ein stabiles Taschenbuch, und der Schnitt hat Indizes ähnlich einem Telefonbuch, so daß man die Hauptkapitel einfacher finden kann – insgesamt eine sehr durchdachte, pragmatische Aufmachung. Und das pragmatische zieht sich auch weiter durch das ganze Werk – man merkt, daß die Autoren wert auf ein flüssiges, atmosphärisches Spiel legen, und auch die Regeln, wenn sie auch erst kompliziert aussehen, eigentlich für einen recht schnellen Spielfluß sorgen, und das ganze auch recht cinematisch gestalten.

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