Tag Archiv für Rezension

Steuerflucht

King's Gold

King’s Gold

Schon seit längerem sind die Spiele von Jactalea regelmäßiger Gast in diesem Blog. Wer sich wundert, dass wir seit einem Jahr keine neuen Spiele mehr von ihnen haben, hat vielleicht ganz einfach nicht bemerkt, dass Jactalea inzwischen einen neuen Namen hat. Die Firma findet man jetzt unter ihrem Namen und Logo Blue Orange.

Die Spiele reichen über das ganze Spektrum, von ‘tiefen’ Eurogames bis hin zu schnellen Spielen im ‘Beer-n-Pretzels’-Style. Es ist daher immer eine Überraschung, was einem aus einer Spieleschachtel entgegen springt. Man kann zwar ein wenig einschätzen, in welche Richtung ein Spiel gehen mag – ein Eurogame-artiges Spiel wird eher nicht in einer Viertelstunde beendet werden können, ein Beer-n-Pretzels-Spiel wird eher deutlich unter einer Stunde Spielzeit bleiben. Insofern kann man aus der Zeitangabe von King’s Gold (15 Minuten) schon eine erste Einschätzung wagen.

Im Spiel mimt man einen Piraten / eine Piratenmannschaft, die aus ihren Plünderungen Gold verdienen will. Leider aber hat der König, dessen Kaperbrief man führt, es sich in den Kopf gesetzt, einen Steuersatz von 50% der Einnahmen zu verlangen – und so versucht man natürlich, diesen Abfluss von Gold so weit möglich zu vermeiden.

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Wirren des Bürgerkrieges

Conjurers

Der König ist tot , es lebe… der Bürgerkrieg? Dieser Effekt eines Königsmordes ist in der Hintergrundgeschichte von Conjurers eingetreten, und die einzelnen Orte suchen verzweifelt nach Helden, die sie vor den kriegerischen Horden schützen können. Um den am besten geeigneten Helden zu finden, wird ein Turnier abgehalten, und die Spieler stellen Zauberer dar, die an eben diesem Turnier teilnehmen wollen.

Der dänische Verlag Wonder Games ist eigentlich der Eigenverlag von Niels Wonsyld, der mit dem Spiel voriges Jahr seinen Erstling auf den Markt brachte. Die Schachtel ist modern-quadratisch, dick und schwer. Dementsprechend ist auch eine Menge Material drin, das aber ein wenig seltsam zusammengestellt wirkt.

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Robo-Freizeit

Steam Park

Steam Park

Was machen Roboter, wenn sie einmal nichts zu tun haben? Dieser Frage ist der Mailänder Verlag Cranio Creations nachgegangen und hat den Steam Park entdeckt, in dem sie wie in einem Vergnügungspark ihre Freizeit auf Fahrgeschäften verbringen können.

Leider ist das ganze aber in einer steampunkigen Welt angesiedelt, so dass der Betrieb der Parks auch zu einer gewissen Verschmutzung führt, die im Zaum gehalten werden muss. Und am Ende sollen die Attraktionen natürlich auch noch Geld einbringen.

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Gangster in der Unterstadt

Downtown

Downtown

Racky-Spiele ist ein Kleinverlag aus Kelkheim bei Frankfurt, der genauso kleine Spiele vertreibt. In Essen stand der Verlag (wieder) auf einem Stand mit Swan Panasia, der die Spiele in Ostasien und China vertreibt.

Im Spiel des letzten Jahres geht es um Mafiöse Machenschaften in einer Stadt namens Downtown – normalerweise bezeichnet dieser Name ja eher die ‘Unterstadt’, wobei der Begriff weniger geographisch auf die Höhe, sondern sozial zu sehen ist. Allerdings gibt es noch einige Niveaus unterhalb der Unterstadt: der 1964er Hit von Petula Clark mit demselben Namen beschreibt es gut. Dass das Vergnügungsviertel der Stadt eben auch die Heimat der kriminellen Unterwelt ist, ist eher weniger überraschend…

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Filmklassiker

Seven Swords

Seven Swords

Die sieben Samurai ist sicherlich so ziemlich jedem ein Begriff – und das Motiv der sieben Elitekämpfer, die ein Dorf gegen eine ganze Armee von Banditen verteidigen, ist schon oftmals in diversen Versionen verfilmt worden. So zum Beispiel in den Filmen Die glorreichen Sieben, Winnetou und sein Freund Old Firehand, Sador – Herrscher im Weltraum und Das große Krabbeln, dem Anime Samurai 7 oder dem Stephen-King-Roman Wolfsmond.

GenX verpackt dieses Thema diesmal in ein Brettspiel für 2 Spieler – einer kontrolliert die Banditen, die das Dorf überfallen wollen, der andere die sieben Samurai (und was sie so vorbereitet haben). Welche Ziele wer jeweils verfolgt, sollte klar sein…

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Farbfreunde

Der kleine König und seine Freunde

Der kleine König (und seine Freunde)

66 Karten, einer kleine Schachtel und ein Spiel (oder auch mehrere mit ähnlichen regeln): Das ist das Erfolgsrezept von Adlung-Spiele. Neben den Karten steckt in der Regel nur noch eine Spielregel in der Schachtel, in diesem Fall mit Regeln auf Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Tschechisch und Italienisch. Auf der Schachtel steht auch korrekt das int. KFZ-Kennzeichen für Polen, im Heft ist aber dann einfach nur ‘P’ abgedruckt. Die Regel ist trotzdem auf Polnisch, nicht auf Portugiesisch.

Der namengebende ‘kleine König’ ist übrigens der, der manchem Kind aus den Sandmännchen-Gute-Nacht-Geschichten bekannt ist. Neben ihm tauchen im Spiel selbst noch die kleine Prinzessin, Grete und Pieps (das Pferd und der Vogel) auf, auf dem Titelbild sind auch Buschel, Tiger und Wuff (Eichhörnchen, Katze und Hund) zu sehen.

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Zheleznaia doroga

Russian Railroads

Russian Railroads

Vor wenigen Tagen wurde der Publikumspreis Deutscher Spielepreis verliehen. Im Gegensatz zum Kritikerpreis Spiel des Jahres werden die Preisträger bei diesem Preis über eine allgemeine Umfrage im Internet ermittelt – zumindest seit dem Multiplikations-Skandal des Jahres 2000 (der Spielepreis war also sozusagen eine Art Vorläufer des Gelben Engels ;-) ). Die Stimmen werden in der Regel von Vielspielern abgegeben, was sich auch in der Liste der Preisträger widerspiegelt.

Preisträger war das Hans-im-Glück-Spiel Russian Railroads, das auch bei uns noch auf der ‘To Do’-Liste stand. Während der SPIEL hat dann meine Testrunde – die tagsüber keine Zeit für einen Messebesuch hatte – dann das Spiel tatsächlich getestet. Hier die Ergebnisse der Runden – man hat mehrere Tage gespielt (siehe unten, wieso).

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Fiktionaler Konflikt

Hot War

Hot War: Battle for Oil

Was wäre wenn… diese Frage stellen sich sowohl Verteidigungsminister und Generäle als auch CoSim-Spieler. Der russische Herausgeber Zvezda, der in erster Linie militäische und andere Modelle produziert, ähnlich wie das bei uns bekanntere Revell, bietet für seine Modelle mit der Art of Tactic-Reihe CoSims an, die in verschiedenen historischen und pseudo-historischen Settins spielen.

So gibt es unter anderem ein Szenario, das zum Glück nicht wahr wurde, aber durchaus hätte wahr werden können. In Hot War – Battle for Oil gab es weder Glasnost noch Perestroika, dafür aber herrscht in einem fiktiven 1990 ein Ressourcenkrieg, da, wo die Ressourcen liegen – im mittleren Osten. Amerikanische und Sowjetische Einheiten versuchen, die Vorherrschaft über eben diese zu gelangen

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Sushi für alle

Sushi Draft

Sushi Draft

Dass Sushi das Lebensmittel ist, an das man zuerst denkt, wenn es um Japan geht, ist sicherlich unbestritten. Takahiro hat daraus ein hübsches kleines Spiel gemacht, in dem die Spieler in die Rolle von Kindern schlüpfen, die eine Sushi-bar besuchen. Einerseits wollen sie möglichst viel Sushi einer Sorte essen, andererseits hat die Mutter ihnen einen leckeren Pudding in Aussicht gestellt, wenn sie möglichst viele verschiedene Sorten probieren – welches Ziel mag man wohl eher erreichen?

Das Spiel kommt in einer sehr ambientemäßigen Aufmachung daher: in einer Bambusschachtel (wenn auch noch mal eine Plastikschachtel innendrin liegt). Sowohl die 18 Wertungschips (aus Karton, stabil) und die 32 Sushi-Karten (hervorragendes, widerstandsfähiges Material, beschichtet) sind rund – das macht zwar das Mischen ggf. etwas schwieriger, aber hübsch ist es trotzdem. Die Karten zeigen jeweils eine Art Sushi (es gibt zwei Joker, die eine gemischte Platte zeigen), und auf einigen ist etwas Wasabi zusätzlich abgebildet – das ist aber nur für die fortgeschrittene Regel wichtig.

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Likeritis

Social Network

Social Network

Zum Thema soziale Netzwerke hat auch der lettische Verlag Brain Games ein Spiel veröffentlicht – passenderweise heißt es Social Network, und um ebensolche geht es natürlich.

Jeder der bis zu 6 Spieler erhält die Karten seiner Farbe, deren Rückseite eine Computermaus darstellt – und möchte sie eigentlich möglichst schnell loswerden. Dabei müssen gezwungenermaßen die Mitspieler helfen, denn die meisten der Karten sind “Likes”, und die kann man ja nicht einfach so wild ins leere Web spielen – sondern lediglich auf fremde Profile oder Likes.

Wie also entstehen Profile? Nun, jeder Spieler hat ein solches vor sich, das zunächst einmal leer ist. Dort hinein dürfen an eigenen Karten lediglich Galerien, Wettbewerbe oder Quizkarten gespielt werden.

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