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Preissenkung

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RPC 2013

 

Bereits seit einigen Wochen hört man in Rollenspielkreisen Kommentare zum disjährigen Termin der RPC und der Tatsache, dass gleichzeitig in der KölnMesse die Rheinschau stattfindet. Genauer gesagt, ist dieses Jahr die RPC allem Anschein nach sogar ein Teil der Rheinschau – nicht nur der Hallenplan (PDF) weckt diesen Eindruck.

Wenn man die Homepage der Rheinschau durchsucht, findet man allerdings nur einen kleinen Verweis auf die RPC selbst – ein Link auf der rechten Seite führt zur Homepage der RPC. Aber es gibt noch ein Indiz, das diesen Verdacht nährt…

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RPC: der Programm-Downlaod

Ganz kurz gemeldet: endlich ist auch das Programmheft der RPC 2012 on-line verfügbar (gestern berichtete ich noch von der vorläufigen HTML-Version). Hier kann man die PDF mit dem Programm downloaden und sich schon einmal Gedanken machen, wo man hin will / muss … oder was einem alles entgeht, weil man keine Zeit / kein Geld hat um hinzufahren.

Mehr von der RPC

Das Programm

Mittlerweile steht dann auch endlich das Programm der RPC auf der Seite der RPC zur Verfügung. Das Programm? Nun, ehrlich gesagt, noch nicht, sondern eine Übersicht über die Workshops und Aktionen. Das eigentliche Programm (also als PDF, mit den Hallen-Lageplänen, der Reklame und so weiter) ist es nicht.

Dennoch ist einiges ganz interessantes zu finden.

Neben Spielrunden (die erste soll am Samstag bereits um 10:00 Uhr starten – da hat der Einsame Wolf wahrscheinlich vergessen, dass die Messe erst um 10 Uhr öffnet, und daher die Runde um diese Zeit noch gar nicht voll sein kann) findet man hier auch alles mögliche andere, womit man sich die RPC vorplanen kann.

Bekannt gut und sinnvoll ist beispielsweise der Vortrag (plus Reklameaktion) von Kaspersky zum Thema Rechnersicherheit – wer noch einen aktuellen Virenscanner benötigt, sollte sich hier einmal umtun. In den letzten Jahren wurden Familienlizenzen (3er Packs) unter das Volk geschmissen. (Samstag und Sonntag jeweils um 11:30 Uhr)

Kostümwettbewerbe gibt es mehrere, so steht ein ‘Kostüm- und Posingwettbewerb: Das Scharze Auge’ gleich viermal im Plan (Samstag und Sonntag jeweils um 11 und 14 Uhr, wobei ich einfach ‘mal vermute, dass das mehrere Runden eines einzelnen Wettbewerbs sein dürften). Aber auch Roccat hat einen Kostümwettbewerb ausgeschrieben (Samstag 13:30 Uhr).

Überhaupt steht Roccat einige Male im Programm,, mit Techshows, Eröffnungsshow und so weiter. Man merkt, dass Roccat einer der Hauptsponsoren der RPC ist.

Bei der Musik sieht man bekannte und unbekannte Namen: Jan Hegenberg, Elmsfeuer, Mac Piet etc. Wer sich zu der Musik die entsprechenden Bewegungen wünscht, kann auch an einem Workshop zum mittelalterlichen Tanz teilnehmen (Samstag 18 Uhr, Sonntag 16 Uhr).

Im Programm stehen allerdings nur ein Teil der Spielrunden ausgeschrieben: es fehlt beispielsweise komplett das Verlagsprogramm von Pegasus (Shadowrun-Runden, Cthulhu-Runden, Brett- und Kartenspiel-Runden, das Munchkin will höchstpersönlich vorbeikommen etc.)

Künstlermeile, Lesecafè, ‘zig Präsentationen, Vorträge und Workshops… Wer auf die RPC kommt, hat einen ganz gut gefüllten Plan vor sich, aus dem man sich nur einige Highlights herauspicken kann.

Neues aus Köln und Hamburg

RPC. Hamburger Spieletage und mehr

Mir war ja gesagt worden, dass letzten Freitag das Programm der RPC online gehen sollte, allerdings finde ich bis jetzt noch das Programm der RPC 2011 dort.

Was man aber neuerdings auf der Webseite finden kann, ist ein Anfahrtsplan (PDF), mit dem man sich durch das Straßengewirr rund um die Messe zurechtfinden soll. Der einzige in dieser PDF ausgewiesene Eingang der Messe, Messe Ost an der Deutz-Mülheimer-Straße, ist der, den man nehmen muss. Wie man in der PDF sieht, wird hiermit der Fußweg von den bekannten Parkplätzen (P1 und P3) ein Stück länger. Ob und wie man zum ebenfalls ausgewiesenen Parkplatz P10 kommen kann, ist mir allerdings nicht deutlich.


Zwei Wochen nach der RPC sollten ja die Hamburger Spieletage stattfinden, nachdem sie im Vorjahr ausgerechnet am selben Wochenende stattfanden wie die NordCon. Allerdings war bis zuletzt noch nicht sicher, wo sie stattfinden würden, nachdem die Location der letzten vier Veranstaltungen, das ‘Tagungszentrum Hamburg-Sasel’ zum 31.12.2011 vom DGB geschlossen worden war. Erschwerend kam hinzu, dass zwei Orga-Mitglieder arbeitsbedingt (einer wegwen eines neuen Arbeitgebers, der ander wegen erhöhter Arbeitslast) nicht mehr so viel Energie und Aufwand in die Organisation stecken konnten. All das hätte wohl nicht völlig zum Aus für die Spieletage geführt, aber vorige Woche wurde die ‘letzte Option … unerwartet … abgesagt’.

Daher will das Orgateam sich ab sofort auf die Hamburger Spieletage 2013 konzentrieren. Damit würde 2013 nicht nur die Veranstaltung 5 Jahre alt, sondern wäre das auch die 5. derartige Veranstaltung. Laut Countdown-Zähler der Hamburger Spieletage ist als 2013er Termin der 10. Mai gedacht – hoffentlich kollidiert das jetzt nich noch mit der RPC im nächsten Jahr.

Dunkle Wasser

RPC 2012: Dark Waters

Wie jedes Jahr, wird auch dieses Jahr wieder eine Role-Play Convention stattfinden, und wie schon in den letzten Jahren wieder in der Messe Köln. Eine kleine erste Vorschau soll schon einmal ein paar Details bekanntgeben, damit man nicht von Veränderungen völlig überrascht ist.

Wer sich die Webseite der RPC ansieht, wird schnell stutzen. Location ist nämlich nicht, wie in den letzten beiden Jahren, die Hallen 2.2 und 3.2 (also jeweils die obere Etage), sondern die Halle 10.2. Nun hat die Halle 10 eine größere Grundfläche als die Hallen 2 und 3 zusammengenommen, und auch, wenn man das zwischen den beiden Hallen liegende Gebiet mit dem Messe-eigenen Schnellimbiss hinzunimmt, ist die neue Halle immer noch größer, aber…


Wer in den letzten beiden Jahren auf der RPC war, erinnert sich vielleicht noch an das deutliche Lautstärkegefälle zwischen der Halle 2 (ruhig, Brett- und Rollenspiele sowie ein Teil der LARPer) und der Halle 3 (Computer und weitere LARPer, zumindest gefühlt mehrere Dezibel lauter). Ob das gutgeht?

Auf diese Frage angesprochen, erklärte Andre Kuschel, Geschäftsführer der Enjoy Marketing GmbH, die wiederum die RPC ausrichtet, dass er erwarte, dass angesichts der schieren Größe der Halle das Lautstärkeproblem sich gar nicht so gravierend darstellen werde. Außerdem erwarte er, dass die Besucher selber als eine Art Schallschutz fungieren würden. Notfalls müssten die Anbieter die Lautstärke ihrer Präsentationen eben ein wenig herunterfahren.

Ich denke, man darf gespannt sein.

Der Mittelaltermarkt, der letztes Jahr im Außengelände hinter der Halle 2 lag, wird um die Ausstellung herum liegen. Hierdurch soll er leichter zu erreichen sein als in den letzten Jahren. Mir ist nicht ganz klar, ob das jetzt noch in der Halle 10 sein wird, oder außen herum.

Dies bedeutet allerdings auch, dass der Eingang dieses Jahr nicht Eingang Süd sein wird, wie in den letzten Jahren, sondern Eingang Ost. Ich vermute, dass die Parkplätze aber dieselben sein werden wie letztes Jahr – es steht also ein etwas weiterer Fußweg an.

Vom Eingang gesprochen: Eintrittspreise wird man natürlich auch wieder bezahlen müssen. Die Tageskarte kostet im Vorverkauf 14,85 Euro, an der Tageskasse 16,50, die Dauerkarte für beide Tage 21 bzw. 25 Euro. Wer als Gruppe anreist (mindestens 5 Personen) erhält im Vorverkauf einen noch etwas größeren Gruppenrabatt: 14 Euro für die Tageskarte, 20 für beiden Tage. An der Tageskasse gibt es allerdings keine Gruppentarife mehr. Insofern sind die Preise ziemlich genau auf demselben Niveau wie letztes Jahr, nur die Einzel-Tageskarte ist im Vorverkauf 15 Cent billiger geworden, wenn ich mich recht erinnere. Auch gilt für Kinder bis 12 Jahren dasselbe wie letztes Jahr: in Begleitung eines (zahlenden) Erziehungsberechtigten (Eltern) haben freien Eintritt.

Wie auch letztes Jahr endet der Vorverkauf am 1. Mai um 23 Uhr, damit die Tickets noch Zeit haben, über den Postweg an die Besteller geschickt zu werden. Allerdings ist die Zeitspanne hierfür durch das Schaltjahr zwei Tage kürzer als letztes Jahr.

Die Ausstellerliste und das Programm werden wohl Ende der Woche online gehen, wurde mir zugesagt. Bis dahin aber schon einmal eine Übersicht über die Aktionen und Neuerscheinungen, die für die RPC angekündigt sind:

So will Gameforge das Free2Play-Onlinespiel Aion auf der RPC spielbar demoen. Genauso will Ulisses Spiele (nach Voranmeldung) das kommende Skirmish-Tabletop Schicksalspfade in Proberunden testspielen lassen. Pathfinder hat nicht nur die Einsteigerbox und ‘Königsmacher 3 – Verschwinden in Varenburg’ im Programm – es soll auch Sarah Robinson. Art Director von Paizo, aus den Staaten kommen um in der Illustratorenmeile zu scouten. Von Labyrinth Lord sit auch ein neues Abenteuer angekündigt: Schatten über Dolmvay.

Bei der Musik ist unter anderem MacPiet angekündigt.

Dies sind nur einige wenige Neuheiten, die für die RPC angekündigt sind. Am Wochenende wird wohl schon mehr bekannt sein, da dann das Programmheft zum Download angeboten werde4n wird.

Returned: Pricey & Calm

RPC 2012

Sie ist ja schon einige Zeit her, die letzte Role-Playing Convention, aber das heisst nicht, dass ich sie komplett vergessen hätte. Anfang Mai 2011 fand sich in der Messe Köln die halbe deutsche Rollenspielwelt ein, um eine konzentrierte Dosis Informationen und Waren zu erhaschen.

Mit 220 Ausstellern (sieben Prozent mehr als 2010) war ein neuer Ausstellerrekord erreicht, und das obwohl, wie ich bereits kurz nach der RPC bei den Neuigkeiten schrieb, ein paar Verlage gar nicht erst angetreten waren. Irgendwie scheinen RPC und SPIEL sich im Rollenspielbereich zu Konkurrenten zu entwickeln. Ich weiss nicht, ob ich das gut finden soll oder schlecht – es entzerrt zwar das Veröffentlichungsjahr ein wenig, aber es gibt gerade unter den kleinverlagen natürlich auch eionige, die sich nicht zwei Stände im Jahr leisten können – gerade, wenn auch noch beispielsweise Hotel- und Transportkosten hinzu kommen, wenn der Verlag nicht geraede in NRW angesiedelt ist.


Leider waren keine Angaben zu finden über die Zahl der Besucher, allerdings ist die Zahl zumindest gefühlt deutlich zurückgegangen. Sogar an den Toiletten (an denen in den letzten Jahren immer lange Schlangen standen) gab es Zeiten, dass man ganz ohne Warterei durchkam.

Das sinkende Besucherinteresse war meiner Meinung nach sicher vor allem den Preisen geschuldet – die Eintrittskarte war mit 15 Euro für einen bzw. 21 Euro für beide Tage ziemlich teuer. (Das wird dieses Jahr auch nicht besser werden: Die Preise sind mit 15,50/21,- Euro im Vorverkauf bzw. 16,50/23,- Euro an der Tageskasse sogar noch einmal leicht gestiegen.) Aber nicht nur der Eintritt war teuer. Neben den unweigerlichen Ausgaben für das eine oder andere Rollenspielzeug (wobei ich mir wohlweislich nur ein paar ‘Testwürfel’ von Chessex zulegte, die stark verbilligt waren sowie bei einer Sammlungsauflösung zuschlug) will man ja vielleicht auch noch etwas essen und/oder trinken. Wenn man aber die Preise an den Ständen sah, begann man bereits trocken zu schlucken, bevor man sich anstellte – verglichen mit den Preisen auf der RPC könnte man die Stände auf der SPIEL als Discounter bezeichnen. Wenigstens galt voriges Jahr, was auch dieses Jahr wieder gilt: Kinder unter 12 (in Begleitung eines – zahlenden – Erziehungsberechtigten) haben freien Eintritt.

Die Aufteilung der Hallen und des Außengeländes war dieselbe wie in den letzten Jahren: die erste Halle für Computer und die Gothic- und LARP-Szene, die hintere Halle für Rollenspiel und Verwandte, das Freigelände für Musik, Essen und ein paar LARP-Stände. Die Computerhalle verursachte allerdings dieses Jahr deutlich weniger Krach, und auch die Vorträge – die aus dem Zwischengang in die hintere Halle umgezogen waren – waren hierdurch deutlich besser zu verstehen.

Die Organisation der Rollenspielrunden ist allerdings verbesserungswürdig. Wenn die Messe um 10 Uhr beginnt, und eine Runde (damit die leute sich anmelden können) für halb elf angesetzt ist, bringt es wenig, wenn erst gegen elf Uhr die Aushänge an die Wand kommen… Auch wurden von Spielleiterseite Stimmen laut, dass beim Zuteilen der Tische doch arg viel an statistischen Daten erfasst wurde, was eigentlich nicht nötig gewesen wäre. (Und wenn man sich nur hinterher die Aushangzettel hätte zurückgeben lassen, hätte man hieraus bereits viele Fragen beantworten können, ohne die Anmeldeprozedur unnötig zu erschweren.)

Ein wenig wurde die gute Laune der Messebesucher auch durch den Aufmarsch getrübt, der sich an dem Wochenende in Köln breitmachte. Zwischen der Messe und der Brücke zum Hauptbahnhof standen eine ganze Menge Polizeiwagen in und Polizisten in Kampfausrüstung, denn just an diesem Wochenende wollte “Pro NRW” einen “Marsch der Freiheit” veranstalten und hatten sich Gegner dieser weit rechts stehenden Gruppierung zu einer Gegendemonstration eingefunden. Schlußendlich blieb es in Köln aber ruhig, und auch die teilweise sehr fantasievoll gewandeten Conbesucher gerieten nicht in die Mühlsteine der Justiz. Da die RPC dieses Jahr effektiv am selben Wochenende stattfindet wie voriges Jahr, darf man, denke ich gespannt sein, wie es dieses Jahr aussieht.

Trotz alledem ist die RPC – auch, weil sie die einzige Gelegenheit im Jahr bietet, dass Computerrollenspieler, LARPer und P&P-Rollenspieler zusammenkommen – sicher eine Reise wert.

RPC-News

Die Neuigkeiten von der RPC

Vorweg: Dieser Artikel wird nicht nur Nachrichten enthalten, sondern bunt hineingemengt auch Kommentar. Ich werde aber versuchen, meine Kommentare als solche kenntlich zu machen. Dennoch ist eine saubere Trennung mMn nicht sinnvoll möglich, so dass ich diesen Weg beschreiten muss.

Und noch etwas: einige Punkte sind bereits im Vorlauf zur RPC bekannt geworden, was mich aber nicht hindert, sie hier zu erwähnen, weil sie hier in einen größeren Zusammenhang gestellt werden können. Einige sind wirklich interessant, und geben zu Spekulationen Anlaß. Viele dieser Punkt habe ich auch – da ich mich nun einmal nicht teilen kann um an allen Workshops teilzunehmen und dennoch mit allen Ausstellern sprechen zu können – von anderen erfahren. Meinen Informanten daher auf diesem Wege Dank.

Wie ich bereits schrieb, ist wohl die größte Veränderung, dass die Rechte am Schwarzen Auge, die bislang bei der Significant GbR lagen, vollständig (soweit möglich) an Ulisses übergegangen sind. Das heißt, dass nunmehr auch Lizenzen für Computerspiele, Filme und so weiter nicht mehr “außerhalb” von Ulisses, und damit nur unter indirekter Kontrolle lagen, nunmehr direkt durch Ulisses verwaltet und vergeben werden.


Dies wird der Konsistenz der Welt des schwarzen Auges sicherlich nicht schaden. Allerdings: inwieweit Ulisses bei der Vergabe von Lizenzen großzügiger, oder auch restriktiver sein wird als Significant, wird man noch abwarten müssen. Internetprojekte dürften es allerdings – angesichts der bekannten Internetaversion im Hause Ulisses (man beachte auch den ersten Kommentar) – schon etwas schwerer haben. Bestehende Lizenzen sollen jedenfalls laut einer späteren “Korrektur” durch Geschäftsführer Markus Plötz nicht angetastet werden.

Auch das Label FanPro, unter dem die Romane bisher erschienen sind, wird es weiterhin geben, wenn auch in neuer Hand: die Romane werden in Zukunft ebenfalls direkt von Ulisses herausgebracht.

Eine weitere Veränderung ist für das Supportteam von Ulisses angekündigt: die “Halbgötter in Rot” werden wohl in Zukunft eher in grün-schwarz herumlaufen: das Alveraniars-Team soll wohl aufgelöst werden und in das “normale” Supporter-Team integriert werden. ‘mal sehen, wie viele von den wenigen noch verbleibenden Alveraniaren diese Herabstufung ohne Murren akzeptieren. Allzu groß war der Kreis ja schon nicht mehr, nachdem einige der wichtigsten Leistungsträger des Teams (zumindest in der Außenwirkung) bereits gegangen waren.

Damit ist dann wohl auch das Ende abzusehen von der Aktion “Bringe Deinen Helden ins offizielle Aventurien”, in der man einen Helden, der fünfmal in einem offiziellen Alveraniars-Abenteuer bei fünf verschiedenen Alveraniaren gespielt worden war (wofür es dann auch fünf Stempel gab), über Nennung in einem Botenartikel oder Abenteuer “offiziell” machen lassen konnte. Stattdessen sollen in Zukunft mehr Ergebnisse von offiziellen Runden auf Cons in die aktuelle Geschichtsschreibung einfließen, einschließlich der Nennung von Spielerheldennamen. Wie das klappen wird, wenn mehrere Gruppen dasselbe Abenteuer spielen – man darf, denke ich, gespannt sein. Den Beginn machen soll hierfür das MPA auf der RatCon, aus dem einzelne gespielte Helden sich im Aventurischen Boten o.ä. wiederfinden können dürften.

Außerdem soll als ‘umwälzende Neuerung’ eine Kundenbefragung gemacht werden. Diese wurde als etwas Umwälzendes angekündigt, etwas, was es noch nie gegeben habe. Nun, ich kann mich an mindestens zwei Umfragen erinnern, die im Laufe der Jahre bereits gemacht wurden, vielleicht sind es ja die Details, in denen man die Neuerungen sieht. So soll jeder Teilnehmer (und natürlich nur eine Teilnahme pro Person soll zulässig sein) ein exklusives Abenteuer erhalten, das nicht anders erhältlich sein soll.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Kommentar aus dem Hause Ulisses, dass man genauer planen können wolle, der in auffallendem Gegensatz zu entsprechenden Kommentaren auf der RatCon (“Wir haben da eine gut funktionierende Kristallkugel”) steht.

Uhrwerk und Prometheus

Der Kahlschlag, der zur Zeit im Hause DSA gepflegt wird, dürfte sich eher gut auf die Produkte von Uhrwerk auswirken – das Projekt, das ursprünglich als “Hobbyprojekt” vom damaligen Ulisses-Mitverantwortlichem Patric Götz aufgerichtet wurde, nimmt inzwischen so viel Zeit in Beschlag, dass er sich komplett aus dem Hause Ulisses zurückgezogen hat. Allem Anschein nach besteht die einzige Verbindung zwischen den beiden Firmen heute noch im “Westkontinent” Myranor. Und bei Uhrwerk tauchen dann auch eine ganze Menge Leute wieder auf, die bei Ulisses mehr oder weniger freiwillig gegangen (worden) sind.

Uli Lindner beispielsweise, der seine Tätigkeit bei Ulisses mit dem Band zur lange verzögerten Lichtsucher-Kampagne abschließen will, steht bei Uhrwerk bereits mit den Hufen zu scharren für einen Abenteuerband um myranische Gaukler (Arbeitstitel Vagabunden), sowie für, anscheinend mehrere, Anthologien zum Codex Monstrorum.

Uhrwerk hat sich auch anderweitig Unterstützung an Land gezogen: der Verlag arbeitet zusammen mit Prometheus Games, die eine kleine Ecke in der Uhrwerk-Ecke des Ulisses-Standes für sich hatten. Prometheus verkaufte nicht nur die bereits bekannten Produkte, sondern auch neu das ‘Fantasy Kompendium’ für Savage Worlds – und für das SciFi-Rollenspiel Nova ein Abenteuer, das eine Einsteigerversion für das System beinhalten soll und durch Downloadabenteuer in eine kleine Kampagne ausgeweitet werden soll.

Weitere

Pegasus war mit einer ganzen Reihe Neuheiten am Start: die 3. Ausgabe des Spielerhandbuchs, die 2. Ausgabe von Cthulhu Now!, Munchkin Zombies, Fronteinsatz für Shadowrun, und zuguterletzt noch Thunderstone: Doomgate. Da ich selber Pegasus-Supporter bin, werde ich wohl ‘mal sehen müssen, was ich meinem Mitredakteur aufladen kann. Leider fiel die Werwölfe-Megarunde aus, die für die Nacht angesetzt war. Die wird man dann aber mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf der NordCon nachholen können.

13Mann zeigte ein neues System: Aborea (ohne ‘r’!) ist wie auch einige andere Neuheiten der RPC speziell für den Anfänger gedacht, und verzichtet ausdrücklich auf das ‘pen&paper’ im Namen, sondern nennt sich ein ‘Tischrollenspiel’. Die Pakete sind gut gefüllt: neben den Regelwerken sind auch eine kleine Karte eines Dorfes sowie eine riesige Karte mit einem Teil der Kampagnenwelt dabei – sowie zwei W10 (wenn man Glück hat: mir wurde eine Dose gereicht ‘Mach mal auf, die RPC ist gerade begonnen, wir haben noch keine offene Dose zum Zeigen’ – und prompt fehlten in der Dose die Würfel. Die anderen Dosen schienen aber korrekt gefüllt zu sein.

Die Mantikore hatten auch ein paar Neuheiten. Vor allem ist natürlich das “Mehrspielerbuch” zu Einsamer Wolf bemerkenswert, mit dem man Abenteuer in der Welt der Soloabenteuer von Joe Dever erleben kann. Außerdem gab es mit Drachen über Larm ein Abenteuer für Labyrinth Lord. Außerdem wurden bereits Proberunden angeboten für die – mittlerweile für Anfang Juni angekündigte – neue Ausgabe von Paranoia auf Deutsch.

Zu den Space Pirates gab es eine Erweiterung, klischeemäßig waren zu den Piraten dann natürlich die Space-Ninja dran. Das Space-Pirates-Buch gab es als Hardcover, das man auch zusammen mit den Space-Ninjas, einer Karte der Abenteuergegend und einem Button in einer Pizzadose als extrem limitierte Ausgabe (die ‘Jonas Wagner’-Edition, von der nur rund 15 Exemplare existieren) erwerben konnte.

Die Redaktion Phantastik hatte zwar nichts neues vor Ort, kündigte aber für den Herbst ein neues Abenteuer für Private Eye an.

Überhaupt nicht gesichtet wurden einige andere. Am auffälligsten war es wohl bei Nackter Stahl, die auch auf der letzten FeenCon durch Abwesenheit geglänzt hatten.

Eine Besprechung der RPC als solcher folgt in den nächsten Tagen.

Randale, Proteste, Chaoten

RPC-Neuigkeiten

Heute ist bekanntlich der erste Tag der RPC Germany, der “Role-Playing Convention” in Köln.

Schon im Vorfeld war angekündigt worden, dass Ulisses auf der RPC eine größere, bedeutende Ankündigung zu machen hätte, und so war natürlich jeder gespannt, was es denn sein könne – wenn man denn erst einmal die Messe erreicht hatte. Das stellte sich dieses Jahr für viele als schwieriger heraus als man dachte.


Zum einen war ein Teil des Kölner Rings gesperrt – nach Bauarbeiten sollten zwei Behelfsbrücken abgebaut werden, wofür dann der Nordteil des Kölner Rings gesperrt wurde: von Samstagmorgen bis Sonntagabend.

Zum zweiten war an der Messe ein massives Polizeiaufgebot zu sehen – sogar Sondereinsatzgruppen aus Süddeutschland wurden gesichtet. Allerdings war nicht die RPC der Anlass, sondern die im Titel genannten Randalierer und Chaoten. Das Bündnis ‘Pro NRW’ hatte zu einer Kundgebung aufgerufen, und gemeinhin der politischen Gegenseite zugehörige Kreise hatten eine Gegendemo organisiert. Verständlich, dass die Herren in Grün-Weiss bzw. Blau-Weiss (je nach Alter der Uniformen bzw. Dienstwagen) da erhöhte Alarmbereitschaft zeitigten.

Neben – eher kleineren – Behinderungen des Bahnverkehrs war aber in der Messe nichts von den Demonstrationen zu merken. So konnten dann die Workshops grundsätzlich ungestört stattfinden, unter anderem auch der, in dem Ulisses die Überraschung bekanntgeben wollte.

Diese Überraschung sieht wie folgt aus: Ulisses hat die Rechte am Warenzeichen Das Schwarze Auge und alle Produktionsrechte erworben. Im Endeffekt bedeutet das, dass alle Lizenprodukte in Zukunft durch Ulisses lizenziert werden müssen. Inwieweit das Auswirkungen auf den früheren Ableger Uhrwerk – der sich inzwischen weitgehend von Ulisses abgenabelt hat – haben wird, wird man noch sehen müssen.

Außerdem wurde heute abend der RPC-Award, ein Publikumspreis in verschiedenen Kategorien, vergeben. Die Preisträger hierbei sind:

  • im Bereich Literatur und Comics: Anerican Vampire I
  • im Bereich LARP: Rucksack mit Rahmen, Truhe & Decke von Epic Armory
  • im Bereich Tabletop und Miniaturen: Hordes Primal Mk II von Ulisses
  • im Bereich Gesellschaftsspiele: Thunderstone von Pegasus
  • im Bereich P&P RPG: Die Dunkle-Zeiten-Box von Ulisses
  • im Bereich PC & Computergames: Mass Effect 2 von electronic arts


Außerdem gab es ein paar Jurypreise: Schneller als der Tod von Hörvelag, Quest – Zeit der Helden, Drakensang Online, Einsamer Wolf Rollenspiel von Manticore, Cursed Crusade von dtp.

Eine ausführliche Besprechung der RPC als solche kommt dann in den nächsten Tagen :)

Riesige Präsentations-Chance


RPC 2010

Auch dieses Jahr wieder lud die Enjoy Event Marketing GmbH nach Köln zur Role-Playing Convention. Zwar waren es diesmal nur zwei Tage – Samstag 10-20 Uhr und Sonntag 10-18 Uhr – während es voriges Jahr drei Tage gewesen waren, aber angesichts der für manche wohl enttäuschenden Ruhe (manche mochten auch von ‘Leere’ sprechen) am Freitag war dies nicht ganz unerwartet. Mir persönlich war der Freitag schon ganz gelegen gekommen, um an den klassisch überlaufeneren Ständen anzulaufen, aber es war auch dieses Jahr alles einigermaßen erreichbar.

Die relative Ruhe war allerdings wohl auch zwei anderen Tatsachen zuzuschreiben. Zum einen waren wie auch voríges Jahr die Gänge zwischen den Ständen relativ groß, so dass sich ‘Essener Verhältnisse’ kaum einstellen konnten. Zum anderen würde es mich auch nicht wundern, wenn einige potentielle Besucher aus größerer Entfernung beschlossen, statt mit der Bahn oder dem Auto zu fahren, lieber ganz zu Hause zu bleiben. Der Flugverkehr war an diesem Wochenende schließlich durch den Ausbruch des Eyjafjallajökull zum Erliegen gekommen.

Diese fehlende Fluganbindung machte sich auch auf den Ständen bemerkbar. So manch ein Gast aus, zum Beispiel, Hamburg oder Berlin, erreichte das Messegelände nur verspätet, da er/sie eigentlich mit dem Flugzeug hatte kommen wollen – gerade für schwerer beladene Workshop-Kandidaten und Co. war die Anreise mit der Bahn schon ziemlich unbequem. Andere verschoben ihre Workshops in den Sonntagvormitteg, um einigermaßen beizeiten wieder im Zug nach Hause sitzen zu können. Zum Beispiel tauschte dtp Publishing die Vorstellung des Drakensang-Add-ons und von Ergo Draconis 2 aus um der Zugsituation Rechnung zu tragen.

News – Drakensang

Beide Spiele sahen in den Demos schon sehr schön aus – und das Tuch wurde auch gehoben, was die Erweiterung der Schauplätze im Drakensang-Add-on betrifft. Wie bereits mehrfach vermutet, hat man auch Gelegenheit, sich ein wenig in Tie’Shianna um zu sehen. Das Add-on soll auch parallel mit einem laufenden Fluss der Zeit spielbar sein – das heisst, dass es Verknüpfungen gibt, um die Questen und Sidequesten aus Phileassons Geheimnis mit der Gruppe aus AFdZ zu spielen und zwischen den beiden Geschichten hin und her zu wechseln. Man kann also die auf dem Fluss liebgewonnenen Begleiter – Forgrimm, Cuanu, Ardo, Fayris/Jaakon – mitnehmen und mit ein, zwei (oder so) neuen Gruppenmitgliedern aus Foggwulfs Schar erweitern. Was man so sah war ziemlich ansprechend, und ich freue mich bereits auf das fertige Produkt.

dtp und ein Stand auf dem Mittelaltermarkt verkauften auch wie angekündigt ‘Helles Ferdoker’. Zwar zu gepfefferten Preisen (4,50 Euro pro Flasche), aber schmecken tat das Bier schon. Und angesichts der kleinen Auflage, die nur sinnvoll produziert werden konnte, ist der Preis auch schon irgendwie verständlich. Es wurde davon gesprochen dass dtp sich überlege, eventuell die Produktion auszuweiten, wofür dann aber auch der Preis sinken müsste. Allzu groß wird die Produktion auch dann nicht werden können, so dass man dann wirklich extrem gut kalkulieren müsste, wie viel man nehmen kann… (Meine persönliche Meinung ist: wenn das so produziert werden kann, dass es für 1,50 Euronen zum Beispiel an Converanstalter verkauft werden kann, die es dann zu demselben Preis – oder auch mit kleinem Aufschlag für 2 Euri – auf Cons verkaufen, dürfte das wahrscheinlich sogar einigermaßen akzeptabel sin, was den Preis angeht. Das Bier selber ist ganz angenehm, und wirklich ein ‘Helles’ – der Hopfenanteil ist deutlich niedriger als bei einem Pils oder Export, was dem Geschmack eine eigene Note verleiht. Mich persönlich erinnerte der Geschmack an Bier, das ich in Ungarn in einer Brauereitaverne getrunken habe.

Neben dem Bier verkaufte dtp auch noch anderes Merchandizing, unter anderem Restbestände des Inrah-Spiels wie es bei der Personal Edition mitgeliefert wurde (ein Vergleichstest gegen das ‘offizielle’ Inrah-Deck von Ulisses kommt in den nächsten Tagen), T-Shirts mit dem Aufdruck ‘Tavernenkönig’, Ferdoker Bierkrüge, und so weiter. An einem Glücksrad konnte man auch – mit sehr viel Glück – einen MP3-Player gewinnen, der das Drakensang-Logo eingraviert und den Drakensang-Soundrack eingespeichert hatte. Von diesen wurden auch ein paar bei den Vorträgen verlost.

Zum Abschluss des Drakensang-Teils dieses Postings noch eins. Ulisses verkaufte vorab bereits einen Kampagnen-Hintergrundband zum Fluss der Zeit, mit dem man eine Kampagne vor dem Hintergrund leiten kann. Kein Lösungsbuch, und auch kein Abenteuer wie der ‘Kult der goldenen Masken’, sondern wirklich ein Hintergrundband! Auch diesmal vollfarbig, mit vielen Illustrationen aus dem Computerspiel.

News – andere

Ulisses zeigte auch das Einsteigerset zu Space:1889, das später in diesem Jahr erscheinen wird. Dieses Einsteigerset erinnert nicht nur in der Aufmachung an das von Hollow Earth Expeditions. Die neue Ausgabe von Space:1889 wird auch ein komplett anderes Regelset benutzen als frühere Ausgaben; man wird das Ubiquity-Regelwerk verwenden, das beispielsweise auch bei HEX verwendet wird. Auch soll demnächst der zweite Band zum John Sinclair Erzählspiel erscheinen, mit drei Abenteuern, und man konnte sich den Raumhafen Adamant einmal näher ansehen.

Das Science-Fiction-Rollenspiel Nova, das ich zum ersten Mal vor zwei Jahren in Münster auf der RPC gesehen habe, ist mittlerweile abgeschlossen und erschienen, und zwar in Zusammenarbeit mit Prometheus Games. Ein richtig schweres Regelwerk, das ganz nett aussah. ‘Mal sehen, ob ich da mehr Material zu erhalten kann.

Pegasus Spiele hatte einige Neuheiten im Gepäck, von denen ich jetzt einmal beispielhaft die Würfelsets zu Shadowrun nennen möchte: Metalldosen mit 12 W6ern, bei denen auf den 5en und 6en neben der Ziffer auch das Shadowrun-Logo steht, während die 1 eine leere Fläche zeigt, so dass man mit einem Blick erkennen kann, wie das Ergebnis aussieht. Der Pegasus-eigene Preis von 9,95 Euro für das Set erscheint vielleicht auf den ersten Blick hoch, aber für perlmuttgeflämmte W6 zahlt man normalerweise auch schon einen Euro oder mehr, so dass ca. 83 Cent pro Würfel (wenn man die Dose als gratis rechnet) wahrlich nicht mehr so teuer wirken dürften…

Eine interessante Demo zeigte Soylent-Games in Zusammenarbeit mit Tellurian: ein Brettspiel, das noch dieses Jahr erschienen soll und das … nunja, man könnte es am besten beschreiben als Frag im Weltraum. Auf einem zweidimensionalen Hexfeld mit Asteroiden und Spawn-/Teleportpunkten spielen die Schiffe ‘Lasertag’. Wer als ersten drei Mitspieler gefraggt hat, gewinnt, wobei zwar keine Waffen und sonstige Ausrüstung auf dem Spielfeld auftauchen, das aber über die Spielmechanismen für ein derart leichten und lockeren Spiel erstaunlich viel Vorplanung und raffinierte Tricks erlauben.

Erdenstern kündigte ihre nächste CD mit Rollenspiel-Hintergrundmusik an. Viele Fans wird wohl erfreuen, dass der Titel der neuen CD ‘Into the White’ sein wird – ein Titel, um den schon seit einiger Zeit auf dem Erdenstern-Forum gebeten wird…

Einer meiner besonderen Lieblinge ist ja bekanntlich Cthulhu (für das ich ja auch auf Rollenspiel-Conventions Support mache). Hier wurde noch einmal bestätigt, dass diesen Sommer noch ein Abenteuer zum neuerschienenen Innsmouth-Band erscheinen soll, sowie der erste Teil der ‘Berge des Wahnsinns’-Kampagne, die in Fankreisen einen beinahe eben großen Ruf genießt wie die Orient-Express-Kampagne. Außerdem hieß es, dass noch dieses Jahr zur Cthulhu-Con (die am selben Wochenende stattfindet wie die FeenCon) die sogenannte Cthulhu-Jahreskampagne starten soll, eine Reihe von fünf inhaltlich zusammenhängenden, aber unabhängig spielbaren Abenteuern in Arkham, New York, Hamburg, Berlin und Wien – zu Arkham und Berlin gibt es ja bereits Hintergrundmaterial, Wien soll noch dieses Jahr erscheinen, das gleiche gilt für die Übersetzung des New-York-Bandes. Und Hamburg – da kann man zumindest zur Zeit noch versuchen, die Cthulhuide Welten 8 aufzutreiben, in denen einige Artikel zu Hamburg in den ’20ern stehen. Es wird einen ‘Ausweis’ geben, in denen man sich die Teilnahme an den Einzelabenteuern quittieren lassen kann. Außerdem soll sich mit den Abenteuern insgesamt ein größeres Bild ergeben, das in den Einzelabenteuern nicht sichtbar wird, so dass man die Abenteuer ohne weiteres in beliebiger Reihenfolge spielen kann.

Die Messe

Wie auch letztes Jahr teilte die Con sich auf über zwei Hallen: eine mit Computerspielen, die andere mit P&P, CoSim, LARP und so weiter. Glücklicherweise war schönes Wetter, weil im (stark erweiterten) Außengelände eine ganze Menge ‘Viktualienstände’ zu finden waren, Bühnen mit Musik, ein Mittelaltermarkt etc.

Die Preise der Stände, wo es etwas zu essen oder zu trinken gab, waren… ich glaube, ‘Messepreise’ ist deutlich, ohne dass ich meiner Meinung auf eine Art und Weise Luft machen müsste, die zu rechtlichen Problemen führen würde. Das Preisniveau lag gefühlt nur minimal unter dem vom vorigen Jahr, aber vielleicht war das auch nur das Ergebnis der allgemeinen Inflation im Alltagsleben. Außer dem Ferdoker Hellen (wegen des Sammlereffekts) beschränkte mein Interesse an den auf der Börse angebotenen Lebensmitteln auf einen Blick aufs Preisschild und ein schauderndes Abwenden.

Auch die Eintrittspreise waren wie auch voriges Jahr ziemlich hoch. Im Vorfeld angemeldete Spielleiter für Rollenspielrunden erhielten allerdings freien Eintritt, was für diese oftmals die einzige Möglichkeit war, hineinzukommen. Der Parkplatz (die ‘freien’ Parkplätze vor dem Messeeingang, die voriges Jahr etwa halb so viel kosteten, waren geschlossen) war mit 8 Euro/Tag deutlich teurer als der in Essen zur Spiel, hatte aber ein Vielfaches an Personal aufzubieten (Essen: idR zwei, drei Mitarbeiter auf einem Parkplatz der Kölner Größe, während in Köln rund 10 Anweiser, Kassierer, Ordner, Aufsichten etc. beschäftigt waren). Man wurde nicht auf den Parkplatz geschickt, wo man sich seinen Stellplatz hätte suchen müssen: man wurde bis in die spezielle Parklücke durchgewunken, was eine Menge Verärgerung verhinderte.

Man hatte wohl vom vorigen Jahr gelernt, was die Platzierung der Seminarräume anging: statt im Gang zwischen PC- und P&P-Halle (wo im Vorjahr der Lärm, aus der PC-Halle doch recht störend gewirkt hatte) befanden die Abtrennungen für die Seminarräume sich dieses Mal in der P&P-Halle, was dem Lärmniveau doch sehr zugute kam. Es gab zwar noch immer eine gewisse Menge Hintergrundgeräusch, aber das war dieses Mal erträglich. Auch der Ansager für Lesungen, der bei Seitenbacher in die Lehre gegangen zu sein schien (‘In Leseraum 2 liest Hansi Müller aus seinem Buch Ich und Du. Hansi Müller liest aus seinem Buch Ich und Du in Leseraum 2. Aus seinem Buch Ich und Du liest in Leseraum 2 Hansi Müller’ als eine Ansage) war dieses Jahr nicht zu hören.

A propos Lärm: am Samstag bin ich zwei, dreimal kurz durch die PC-Halle gegangen, und wurde vom Lärm fast erschlagen – er erschien mir heftiger als im Vorjahr. Mein Verdacht, dass mein voranschreitendes Alter dafür verantwortlich sein könnte, wurde am Sonntag allerdings erschüttert, als ich eine dreiviertel Stunde am Stück zu einem Vortrag auf der Bühne von buffed.de in der PC-Halle war, und es – auch verglichen mit Samstag – überraschend ruhig war.

Ein wenig hatte man dieses Jahr auch das Gefühl, dass der (sicherlich auch so gewollte) Synergie-Effekt zwischen P&P- und Computer-Rollenspiel dieses Jahr stärker ausgeprägt war als 2009. Man sah jedenfalls mehr Leute, die rein optisch eher in der anderen halle zuhause schienen, durch die Gänge schlendern und sich für das ‘andere’ Hobby interessieren. Dieser Crossover-Effekt ist meiner Meinung nach immer noch das stärkste Argument für die RPC: wo sonst erhält der Computer-Spieler eine so gute Chance, sich ins P&P vorzutasten und umgekehrt?

Grundsätzlich war die Orga hervorragend aufgestellt, die größten gemerkten Stolperdrähte waren externe Einflüsse, die man nicht beeinflussen oder vorhersehen konnte (Eyjafjallajökull…). Wer es sich finanziell leisten kann (und über die ‘Freikarten für Spielleiter’-Aktion gibt es auch Optionen für die, die es finanziell nicht können), sollte sie nächstes Jahr auf jeden Fall nicht verpassen.

Vorschau

RPC 2010

Am Wochenende findet die diesjährige RPC statt, wie schon voriges Jahr in der Messe Köln. Allerdings ist sie dieses Jahr ‘nur’ zweitägig, also Samstag und Sonntag geöffnet. Am Freitag waren die Hallen wohl doch ein wenig zu leer – auch wenn mir die Leere ganz gut gefallen hatte, da ich so mehr Zeit und Muße hatte, mit den einzelnen Ständen zu reden.

Wert sich noch überlegt, ob ersiees hinkommen soll: der Eintritt ist zwar mit 15 Euro für eine Tageskarte bzw. 20 Euro für eine ‘Dauerkarte’ (sprich: beide Tage) an der Tageskasse ziemlich happig (Vorverkauf: 13,50/18 Euro, Gruppen ab 5 Mitglieder zahlen im Vorverkauf 12,50/17,50 pro Karte, keine Gruppenkarte an der Tageskasse), aber durch die ungewöhnliche Kombination “Pen-and-Paper-Rollenspiel zusammen mit LARP, Literatur, Karten- und Brettspielen, aber auch CRPGs” ist der Besuch dennoch lohnend. Der Vorverkauf endet allerdings heute, am 13. April, um 23 Uhr. Immerhin müssen die Eintrittskarten ja noch rechtzeitig verschickt werden.

Die Messe öffnet an beiden Tagen um 10 Uhr ihre Pforten, Offizielles Ende ist am Samstag um 20 Uhr, am Sonntag um 18 Uhr. Letztes Jahr gab es allerdigns die Möglichkeit, im Außengelände eine Extraschicht’ anzuhängen, die beispielsweise für Werwolf-Runden genutzt wurde. Ob dies dieses Jahr wieder möglich sein wird, ist mir leider nicht bekannt.

Es gibt eine ganze Menge Aktivitäten, nicht nur das ‘übliche’ Messegewusel und Aussteller, die einem erzählen, wie toll ihre Produkte sind, wie auf anderen Messen. Es ähnelt eher den Spieltagen, weil man auch hier ausgiebig Gelegenheit hat, alles mögliche auszuprobieren. So gibt es von den verschiedenen Supportteams Schnupper-Rollenspielrunden, mit denen auch CXomputer-Rollenspieler eventuell einmal in Kontakt mit der ‘anderen Seite der Macht’ treten können, es gibt eine ganze Menge Workshops und Vorträge zu verschiedensten Themen, es gibt Turniere zu verschiedensten Spielen (z.B. Dominion, Frag, Zombies!!!, Boltan, Guitar Hero…), man kann mit den Herstellern und anderen Besuchern reden, es gibt Modenschauen(!), Ledungen von Autoren, und so weiter. Livemusik wird es unter anderem geben von MacPiet, Hello Bomb, Hasenscheisse, Kyoll, den Galgenvögeln, Rochus dem Barden und anderen.

Die Ausstellerliste ist ziemlich lang, ich kopiere hier einfach die Liste der Homepage:

13 Mann Verlag
Adel und Volk
Activision
AFP Silberschmuck
Albion Europe APS
Amandara Event
AMP Distribution GmbH
AnipopGam
Anime House GmbH
Ars Sica
Assertpress Publishing
Atlantian UG
Atlantis
BBCK Bramstedter Kleinverlag
Blackview Porzellan
Brave New World
Buffed
Carmen Martinez
Chessex Germany
COM Magazin / Funware
Computec
Conquest of Mythodea
Crimson Darkness
DARGALATH
Der Nordländer
Dein Larp Shop
Der Obstler
Deutsche Tolkiengesellschaft
Dorp TV
Dragoncats
Dunkelart
DTP
EA
Eizo
Echsenclan
Elbenwald
Epic Armouy Germany
Erdenstern
Excalibur Miniaturen
Fantasy En´Counter
Fantasy Club e.V.
Fedcon GmbH
Forgotten dreams
Freebooter Miniatures
Games In Verlag
Games Orbit
Gaya entertainment´
GFR
Greenland Ars Draconis
Hasbro
Heidelbergerspiele Verlag
HiKu GmbH
Horchposten
Indie Insel
Jörn Kapmeyer
KBV Verlags und Medien GmbH
Keltenküche
Kovex ARP GmbH
Larp TV
Larp Zelte
LorpShop
Zauberfeder Verlag (Magazin LARPzeit)
Laterna Magica
Lausch
Leder Joe
Live Adventure
Lorp shop
Magic Planet
Manticore Verlag
Maskenball Orga
Max Paint
MeOnis Handelskontor
Mephisto
Metamorph GmbH
MMOPG Radio
Moran Dhaoine
Mytholon
Neunholz
Nintendo
Oliver Thiemt
Pannini
Pech Likör
Pegasus
Pera Peris
Planet Lan
Prometheus Games Verlag
Q-Workshop
Rakshazur
Raptor Gaming Technology GmbH
Räucherkarawane
Rebecca Rubin
Republikken
Roccat
Rüstzeug
Samhain Verlag
Schattenlabor
Science Fiction Club Deutschland e.V.
Siebenwind
Schmuck + Glasdesign Schmidtke
Sithforce
SK Computer
Spieldoch
Steel series
Süßkraemerey
Trollart
Trollfelsen
Ulisses Spiele GmbH
Underground Fashion
Varvölgy Bogenhandel
Verlag Ulrich Schüppler
Zunftblatt
Zuxxez

Ich bin allerdings sicher, dass die Liste unvollständig ist – zum Beispiel erwarte ich ganz einfach ‘mal, dass nicht nur Ulisses, osndern auch Uhrwerk anwesend sein wird. Schließlich werden Treffen zu den Themen Deadlands, Hollow Earth Expeditions, Myranor, Space Gothiv und Space:1889 angekündigt.

Auf der Webseite der RPC kann man übrigens bereits das Programmheft (PDF, 6,7 MByte) herunterladen und sic schlau machen, was genau wann stattfinden wird.