Tag Archiv für -rx

Wenn einer eine Reise tut…

Atlas der bekannten Welt – Aborea

… dann braucht er einen Atlas. Diese Binse haben sich einige Rollenspielsysteme zu Herzen genommen, wobei ihre „Reiseführer“ oftmals eher den Charakter eines Baedeker haben, und weniger den eines klassischen Atlas. In der zweiten Ausgabe von ATD&D gab es sowohl einen echten Atlas (zumindest in einer CC 2-Version) und einige Reiseführer, unter dem Namen Marco Volo. In diesen Büchern plauderte der namensgebende Charakter aus dem Nähkästchen und erzählte von dem, was er auf seinen Reisen erlebt hat.

Ähnlich umfangreich stellt sich bei Das Schwarze Auge dar. Auch hier gibt es, nach Landstrichen getrennt, eine ganze Reihe einzelner Bände, die zusammengenommen das Format einer kleinen Enzyklopädie ausmachen. Hier gibt es in bunter Folge an Sachtexte gemahnende Artikel, Erfahrungsberichte à la Marco Volo, Kommentare der Bewohner der einzelnen Landstriche und eigentlich gar nicht für einen dritten Leser gedachte Tagebuchauszüge und Ähnliches.

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Turmbau

Würfeltürme von Warmage

Es gibt verschiedene Methoden, wie „Betrügern“ mit Würfeln ihre Arbeit erschwert werden kann. So gibt es Würfel, die so gebaut sind, dass sie unberechenbar hin und her springen, was es schwierig macht, sie aus der Hand so fallen zu lassen, dass sie ein bestimmtes Ergebnis zeigen.Ebenfalls haben Schummler oft Probleme mit Kugelwürfeln. Würfelbecher – zumindest wenn sie korrekt eingesetzt werden – sind eine weitere Option… aber es gibt Experten, die beim Hochheben des Bechers so schnell ein schlechtes Ergebnis erkennen, dass sie den unerwünschten Würfel mit dem Würfelbecher noch einmal anstoßen.

Eine weitere Option sind Würfeltürme, die es wohl beinahe genauso lange gibt wie Würfel. Als „Turricula“, also als kleine Türme wurden sie bereits in alten römischen Zeiten verwendet. In nahezu unveränderter Form – bis auf ein paar optische Variationen – gibt es diese Türme auch heute noch.

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Vielflieger

Jumbo Jets Erweiterung zu Jet Set

Wenn man auf der Spiel einen Stand sieht, auf dem die Chefs laute Hawaiihemden tragen, ist die Chance groß, dass der Stand nicht von einem Hawaiianischen Verlag ist, sondern einem Verlag im nordwestlichen Bundesstaat Washington gehört. Wattsalpoag produziert seit langem schon Spiele, die man eher als Eurogames einstufen muss, mit entsprechend hoher Qualität.

Jumbo Jets ist hierbei eine Erweiterung des von uns bereits rezensierten Jet Set – eigentlich die zweite Erweiterung, aber die erste haben wir leider nicht zur Rezension erhalten.

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Conroller

Seit meinem Schlaganfall merke ich verstärkt, wie wichtig Barrierefreiheit im täglichen Leben sein kann. Bei weitem nicht jedes Gebäude – in Deutschland nicht einmal jedes öffentliche Gebäude – ist für den Nutzer eines Rollstuhls oder eines Rollators (oder auch einer Zimmer Frame) gut zugänglich.

Leider gilt diese Beschränkung auch bei Cons. Bei manchen Cons muss man mehrere Treppen steigen, um die Spieltische zu erreichen, was für einen schwerbehinderten Spieler leicht einmal ein großes Problem darstellen kann. Dass diese Spieler dann erst gar nicht das Risiko eingehen wollen, später vor Treppenhäusern das Handtuch werfen zu müssen und unverrichteter Dinge wieder heimfahren zu müssen, kann man sich vielleicht vorstellen.

Leider ist mir bislang keine Informationsquelle bekannt, auf der man nachschlagen kann, wie es mit der Behindertenfreundlichkeit der verschiedenen Cons aussieht. Deshalb gibt es ab dem heutigen Tag ein Conwiki, das über die Menüzeile oben in diesem Block erreicht werden kann.

Zur Zeit enthält das Wiki noch ein paar wenige rudimentäre Angaben zu ein paar Cons, auf denen ich bereits häufiger war (als ich noch beweglich war), aber da mein Wunsch ist, diese Informationen für den gesamten deutschsprachigen Raum zusammen zu tragen, darf natürlich jedermann die Conliste erweitern und die Angaben bei den Einzelcons ergänzen.

Weitergehende Angaben zu den Cons, wie beispielsweise Eintrittspreise, können natürlich selbstverständlich auch hinzugefügt werden. Wer einen Kon hinzufügt wird aber gebeten, Angaben zur Barrierefreiheit mit anzugeben.

Juwelenblasen

Bubblee Pop

Spiele vom Match-3-Typus sind ja nicht unbedingt neu. Als kleine Zwischendurchspiele für den Computer beispielsweise bei Facebook gibt es sie seit einigen Jahren, das erste dieser Art war wohl „Bejeweled“. In unserer kurzlebigen Zeit dürfte wohl Candy Crush der0bBekannteste Vertreter dieser Art Spiele sein. Inzwischen haben sie auch das Smartphone erobert, und bereiten sich weiter aus – sogar auf dem Brettspieltisch ist man vor ihnen nicht mehr sicher.
Aus Frankreich – genasuer: aus der kleinen Gemeinde Moras, die nur ungefähr 500 Einwohner hat – kommt ein solches Spiel; der Verlag nennt sich Bankiiiz. Auch hier gibt es farbige Blasen, die auf einen Planeten herabfallen. Wenn hierbei Dreierreihen entstehen, lösen sich diese Reihen auf, und der Spieler erhält Punkte.

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Wenn Esel rennen

Donkey Derby

Der Verlag Franjos ist ja auf diesem Blog auch ein gerngesehener Gast; bekannt für relativ einfache Spiele mit wertigen Bestandteilen, häufig aus Holz. Leider schafft es der Verlag nur selten, mehr als ein Spiel in einem Jahr herauszubringen.

Gegeneinander zu rennen – oder andere Wesen gegeneinander rennen zu lassen – ist ein Zeitvertreib, dem die Menschheit seit vielen 1000 Jahren huldigt. Pferde, Schnecken, Strauße, Windhunde, Hamster – all diese Tiere „dürfen“ sich zum Vergnügen der Menschheit quälen. Gerade in Südeuropa werden auch oft Rennen veranstaltet von Tieren, die er dafür bekannt sind, sich störrisch allen Versuchen zu widersetzen, sie zu höherer Geschwindigkeit anzusparen: Esel. Und genau das ist das Thema dieses Spiels, bei dem man auf die schnellsten Esel auf der Bahn wettet.
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Jung, pleite, verzweifelt

Jung, pleite, verzweifelt

Barracuda

Nein, es geht nicht um das Reality-TV-Programm, auch wenn das Spielthema die Mitspieler als Barbesitzer in diese Situation bringt. Und ein Rosin, der den Spielern aus der Patsche hilft, ist auch nicht zu finden.

Eine Reihe Bars, die vom Namen her an Mittelmeer-Gefilde erinnern,sind für die Spieler zu pachten. Jeder hätte gerne fünf Anteile an Bars, aber die kosten teuer Pacht – und wer nicht mehr zahlen kann, geht pleite und scheidet aus dem Spiel aus. Wir mit seinem Geld am besten haushalten kann, hat die besten Chancen zu gewinnen. Das Spiel stammt aus dem Verlag Drei Hasen in der Abendsonne und erweckt auch mit seinem äußeren eben jenen Urlaubsflair, den ich soeben angesprochen habe..

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Firmenwachstum

Fusion von Distributoren

Auf der Spiel werden wir von Herausgebern häufiger an ihre deutschen Distributoren verwiesen. Diese von uns liebevoll als „Kraken“ bezeichneten Firmen, von denen es mehrere gibt, sind häufig auch selbst als Herausgeber tätig.

Zu diesen Kraken gehört auch Asmodee, die unter anderem die französischen Rechte an Pokémon halten. Im Jahre 1995 in Frankreich gegründet, wurde Asmodee 2008 auch in Deutschland mit einer Tochter aktiv und ist international tätig. Und hat jetzt bekanntgegeben, dass sie mit dem Heidelberger Spieleverlag fusionieren.
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Besondere Weihnacht

Weihnachtsspecials

Der Winter ist eine Zeit, in der sich viele Rollenspielrunden verstärkt treffen. Im Sommer locken zu viele andere Gelegenheiten, aber im Winter werden viele „häuslich“.
Allerdings dabei auch gelegentlich der Gedanke auf, die aktuelle Festzeit irgendwie im Abenteuer zu verarbeiten.
Natürlich kann man hierfür auch einfach die Spielercharaktere dazu verpflichten, die Aufgabe des Geschenkebringers zu übernehmen – oder die Weihnachtsgeschichte nach Dickens nacherzählen. Für wirklich stimmige Weihnachtsabenteuer kann man aber vielleicht als Vorbild bekannte Fernsehprogramme verwenden.
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Fatewirtschaftslehre 102

Aspekte und Stunts

Fate

Ich sehe schon die ersten verwirrten Blicke. Fatewirtschaftslehre? Geht es dabei nicht nur um Fatepunkte, die Einnahmen und Ausgaben davon? Aber so wie es bei der Betriebswirtschaftslehre um mehr geht als nur Cash Flow und die Gewinn- und Verlustrechnung, so geht es bei Fate um mehr als nur den Kreislauf der Fatepunkte. Heute möchte ich ein paar kurze Blicke auf Aspekte und Stunts werfen, Tipps geben, wie man sie sinnvoll baut – und auch aufzeigen, inwiefern auch hier Fate mit einigen Grundannahmen klassischer Rollenspielen aufräumt.

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