Tag Archiv für Redaktion Phantastik

Cuia est ultio?

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Auge um Auge

Es ist irgendwie schon eine Tradition: jedes Jahr erscheint ein neuer Abenteuerband zum Rollenspiel Private Eye. So steht in diesem Jahr bereits auf dem Umschlag „Abenteuerband No. 11“, diesen Band und auch den Band des Vorjahres (Liebe, Geld und andere Intrigen) habe ich dieses Jahr auf der SPIEL erhalten – und will jetzt zuerst den neueren Band besprechen, weil ich davon ausgehe, dass der ältere Band meinen Lesern schon eher bekannt sein könnte.

Jan Christoph Steines legt mit Auge um Auge einen Band mit einem interessanten Abenteuer vor, dass die Spieler, wenn sie den Fall bis in die Einzelheiten aufklären, vor einige unbequeme Fragen stellt. Wie die Spieler diese Fragen beantworten, dürfte für die jeweilige Runde sicher sehr interessant sein. Allerdings bietet dieses Abenteuer auch eine Problempunkte, die der Spielleiter überlegen sollte, bevor er das Abenteuer seiner Gruppe präsentiert.

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Wüster Fluch

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Die Bilder des Isidor Necpla

Nach den Kurzabenteuern in den ersten beiden Urdapedias liegt nun mit dem 28seitigen Abenteuer „Die Bilder des Isidor Necpla“ das erste komplette Abenteuerszenario für Wolsung vor. Und ich bin mal wieder in dem Dilemma, wie rezensiere ich ein Abenteuer, ohne allzu viel über den Inhalt zu verraten…

Fangen wir einmal so an: Das Cover des Abenteuers zeigt eines der namensgebenden Bilder – denn dieser im Titel genannte Isidor dokumentierte eine Expedition, und das Titelbild zeigt deren Teilnehmer (minus Isidor, der hat ja das Bild gemacht). Und um diese Expedition – ins ferne Khemre – geht es auch in diesem Abenteuer, oder um das, was aus ihr wurde.

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Fan-Magazin für Wolsung

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Urdapedia #1

Manchmal plant man, aber das Leben spielt einem einen Streich. So geschehen mit meiner Rezension zu diesem Zusatzheft zu Wolsung.

Erhalten hatte ich das Heft im Januar 2016 auf der Morpheus, die Urform dieses Artikels habe ich, soweit ich mich erinnern kann, am 16./17. Mai vorigen Jahres geschrieben. Am 18. wollte ich den Artikel dann online stellen.

Wie der geneigte Leser sich vielleicht erinnert, hatte ich am 18. Mai dann morgens „meinen“ Schlaganfall. Während der folgenden zwei, drei Monate im Krankenhaus hatte ich dann zwar mein Notebook zur Hand, den Computer, auf dem der Artikel stand, aber nicht. Und als ich dann aus dem Krankenhaus kam, wurde durch den unumgänglichen Updatelauf mein Computer so weit zerschossen, dass ich ihn komplett neu aufsetzen musste. Den Artikel habe ich dadurch dann leider erst einmal vergessen gehabt. Als mich jetzt die Redaktion Phantastik darauf ansprach, habe ich den Artikel natürlich erst einmal (vergeblich) gesucht – er hätte ja auch auf einer meiner externen Festplatten stehen können –, und dann neu geschrieben. So kommt es, dass erst jetzt diese Rezension online gehen kann.

Wolsung ist ein steampunkiges Rollenspiel, das in einem fantastischen 19. Jahrhundert spielt und das wir hier in der englischen Version besprochen haben.

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Familienbande

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Die 7 Abschiedbriefe des Mr. Pomeroy

Die 7 Abschiedsbriefe des Mr. Pomeroy

Pünktlich einmal im Jahr erscheint bei der Redaktion Phantastik ein neuer Abenteuerband für Private Eye. Dieses Jahr erschien mit Band 9 unter dem Titel Die 7 Abschiedsbriefe des Mr. Pomeroy ein Abenteuer, das die Helden wieder einmal aus London aufs Land entführt, wo es einen verwirrenden und verworrenen Fall aufzuklären gilt.

Pomeroy ist ein alter englischer Familienname, der in dieser Form oder einer Variation (Pumroy, de Pomerai, Pommery…) recht häufig ist. Deutschen Ohren kommt er wahrscheinlich als erstes aus dem alljährlich zu Silvester ausgestrahlten Dinner for One bekannt vor, es gab und gibt aber auch einige amerikanische und britische Politiker dieses Namens, Schauspieler, Musiker, Historiker etc.

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Mit’m Schmäh

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Spur ins Dunkel – Private Eye Abenteuerband 8

Spur ins DunkelEinmal im Jahr zur SPIEL – pünktlich wie Old Faithful – erscheint in der Redaktion Phantastik ein neuer Abenteuerband zu Private Eye, meist von den Spielern und Spielleitern schon sehnsüchtig erwartet. Mit in der Regel zwei Abenteuern bietet es für eine sich regelmäßig treffende Runde zwar nicht ein jahrfüllendes Programm, aber einen guten Start.

Zur letzten SPIEL erschien mit Spur ins Dunkel der inzwischen achte Band der Neuausgabe. Wieder gibt es zwei Abenteuer, hinzu kommt eine kurze Übersicht über Wien in den 1890ern (der 'Gaslicht‘-Periode) und ein Kuchenrezept. Wie wäre ja nichts ohne die Sachertorte, und so wird auch ein Rezept für diese hier abgedruckt. Die Titel der beiden Abenteuer sind zum einen 'Spur ins Dunkel‘, zum anderen 'Abrakadabra'.

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Landmord

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GeisterVergangenheitGeister der Vergangenheit für Private Eye

Ungefähr im Jahresrhythmus erscheint ein neuer Abenteuerband für Private Eye, dem Detektivrollenspiel, bei dem man explizit nichts Übernatürlichem begegnet. Viktorianisch / Gaslicht / 1880er Jahre – das sind alles Begriffe, die die Zeit und das Setting beschreiben. Das England (Wales und Schottland nicht zu vergessen) der Zeit eines frühen Sherlock Holmes (Studie in Scharlachrot, Zeichen der Vier) bietet den Hintergrund für Detektivgeschichten, bei denen die Spielercharaktere in die Fußstapfen des erst in wenigen Jahren zum ersten Male veröffentlichten fiktionalen Detektivs treten können.

Diese Zeitangabe ist für Geister der Vergangenheit absolut korrekt, denn das Abenteuer spielt Anfang September 1884, während die Studie in Scharlachrot als erster Sherlock-Holmes-Roman erst 1887, das Zeichen der Vier 1890 veröffentlicht wurden, und der große Publikumserfolg erst mit dem Skandal in Böhmen 1891 einsetzte. Noch weiß also niemand von dem großen Detektiv, und so werden die Spielercharaktere gebeten nachzuforschen, ob denn tatsächlich ein Schwiegersohn in spe im schottisch-englischen Grenzgebiet von seinem prospektiven Schwiegervater ermordet wurde, oder ob sich da soeben in Justizirrtum entwickelt.

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Trailing Sherlock Holmes

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Dies ist eine Übersetzung der Besprechung des deutschen Basisbuchs zu Private Eye, mit zusätzlich noch ein paar Worten über die Übersetzung selbst. Ich wurde gebeten, das englische Basisbuch auf diese Weise zu rezensieren, da es eben in erster Linie für den englischen Markt gedacht ist.

PrivateEye_GBPrivate Eye

Private Eye is anything but new – but this is the first time it appears in English, and even the original German version had been subject to an extended rest period. Originally it appeared in 1988 and was produced by B&B Productions in Talheim, Germany. After the 3rd edition was published in 1993, there was a long silence, until the Redaktion Phantastik – a small private publisher located in Herne, Germany – surprised the public with a new edition with a completely revamped look. Unfortunately the information sources on the internet are unreliable: Sometimes the first edition is dated to 1990, others say that in 1990 the third edition was published, and I even discovered pages giving as publishing date for the third edition 1998.

The new version started with adventures in 2004, 2005 and 2006 – both new adventures as republications of sold out classic adventures. In 2008 finally the basic rulebook wsas published, after long years of being unavailable.

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Außerordentliche eierlegende Wollmilchsau mit Dampfantrieb

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WolsungWolsung

Rollenspiele kommen ja mittlerweile aus immer mehr Ländern… die Zeiten, wo so etwas einfach aus den USA zu kommen hatte, sind lange vorbei, und neben deutschen Eigenproduktionen haben mittlerweile auch Systeme aus Großbritannien, Frankreich, Japan, Australien, weiß der Geier woher die deutsche Spieleszene erreicht… und nun reiht sich auch Polen in den Reigen ein. Moment mal, Polen? Vermutlich hatten viele unser östliches Nachbarland nicht wirklich auf der Rechnung wenn es darum geht, woher neue Spielsysteme kommen. Aber mit Wolsung haben die Autoren schon ein ziemliches Ding herausgebracht, über 500 Seiten in einem eher ungewohnten, aber dafür sehr angenehm zu lesenden Format, effektiv ein Trade Paperback (stabiler als viele Softcover, dafür nicht so unhandlich wie ein Hardcover).

Das Material fühlt sich auch an wie ein stabiles Taschenbuch, und der Schnitt hat Indizes ähnlich einem Telefonbuch, so daß man die Hauptkapitel einfacher finden kann – insgesamt eine sehr durchdachte, pragmatische Aufmachung. Und das pragmatische zieht sich auch weiter durch das ganze Werk – man merkt, daß die Autoren wert auf ein flüssiges, atmosphärisches Spiel legen, und auch die Regeln, wenn sie auch erst kompliziert aussehen, eigentlich für einen recht schnellen Spielfluß sorgen, und das ganze auch recht cinematisch gestalten.

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Sex und Drugs und Zwillingshechte

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Auf der letzten DreieichCon wurde mir ein Rollenspielmodul in die Hand gedrückt mit dem Titel ‘Twin Pikes Motel’. Das selbe Abenteuer wurde auch auf derselben Con von Jurij Menz geleitet – wenn ich nicht selber mit meinen eigenen Runden beschäftigt gewesen wäre, hätte ich es sicher einmal versucht, denn schon die Ankündigung des Abenteuers sah interessant aus.

Twin Pikes ist eine kleine Stadt in Texas, am Rande der Chihuahua-Wüste. Die Straße nach Twin Pikes biegt von der Bundesstraße 118 ab, welche von Fort Davis nach Alpine durch die Wüste führt.

In einem heruntergekommenen Motel vor der Stadt kommt es zu einem schicksalhaften Treffen. Jeder der Gäste verfolgt seine eigene Agenda, um an sein Ziel zu kommen. Ziele für die sie über Leichen gehen würden.

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Überleben im Gaslicht

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Master’s Survival Pack VII – Grundrisse für Gaslight

Die Redaktion Phantastik ist ein Kleinverlag, die als GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) für das Rollenspiel Private Eye verantwortlich ist. Neben diesem Rollenspiel veröffentlichen Ulrike Pelchen und Sylvia Schlüter aber auch die "Master’s Survival Packs“, das sind nach Wahl Druckerzeugnisse in Ringbindung oder CDs mit Grundrissen, Bodenplänen für Miniaturen, Abenteuerideen etc., die sich themenbezogen direkt an die Spielleiter richten.

Inzwischen ist der 7. Band hiervon erschienen. Nach u.a. Bänden für Raumstationen oder Schiffe erschien mit dem 7. Band (der auf der Homepage der Redaktion Phantastik nur auf der Startseite zu finden ist, aber nicht in der Übersicht über die Master Packs) ein Band für die "Gaslicht“-Epoche. Gaslicht bezeichnet die spätviktorianische Zeit, das ist grob gesprochen die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts. Eben die Zeit, in der die Straßen und Häuser vor allem mit Gaslaternen beleuchtet wurden.

Mir liegen hier beide Versionen vor, sowohl die digitale als auch die 'Totbaumversion'. Die Papierversion zeichnet sich eben durch die Ringbindung aus (eine langer, schwarzer Platikstreifen mit Ringen, in denen die Blätter des Heftes eingelegt sind). Neben den Deckblättern, die in etwas dickerem Karton ausgeführt sind als das eigentliche Werk, wird das ganze noch bedeckt von einer Platikfolie, die das Titelblatt schützt – und ziemlich leicht eine elektrische Ladung aufnimmt, wie ich feststellen musste. Allerdings bleibt dann auch nur das Titelblatt dahinter kleben, was wiederum nicht schlimm ist, sondern eher sogar das Titelblatt schützt. Die Druckqualität ist gut, auffällig ist, dass die Seiten mit Text doppelseitig bedruckt wurden, während die Grundrissseiten nur einseitig bedruckt sind. Leider lassen die Seiten sich durch die Ringbindung nicht komplett umklappen, sonst könnte man die Karten direkt als Spielgrundlage verwenden.

In der CD-Version ist das Heft nicht als durchgehende PDF-Datei zu finden, sondern in insgesamt 46 Dateien, von denen 13 PDFs sind, während der Rest als TIFF-Dateien daher kommt. Diese TIFF-Dateien sind jeweils ca. 8 MB groß und beinhalten je eine DIN-A4-Seite in Druckqualität (300 dpi), die PDF-Dateien reichen in der Größe von 331 kB bis über 6 MB bzw. eine bis vier Seiten. Der Inhalt der beiden Produkte ist nahezu identisch – nur das Titelblatt der Druckversion fehlt auf der CD.

Die Karten sind gut gezeichnet und sehen stimmig aus. Chris Schlicht hat auch an die gerne vergessenen Details gedacht – zum Beispiel findet man auch die nötigen Lagerräume, Toiletten, Badezimmer etc. Insgesamt sieben Lokalitäten findet man, vom Landschloss für den Adligen über den Bahnhof bis hin zu einer Ziegelei und dem Hinterhaus für den Schneider. Man kann in alle Gebäude eine persönliche Note einbringen, ohne die Pläne allzu sehr bearbeiten zu müssen: manche Räume, die für mehrere Zwecke geeignet sind, werden nur mit möglichen Verwendungszwecken angegeben, aber nicht ausdrücklich (gezeichnet) ausgearbeitet. Dennoch wird man, wenn man sie als Handouts verwenden will, diese noch bearbeiten müssen.

Zu jedem der vorgestellten Orte gibt es dann auch ein Abenteuer. Im 'Fingerzeig des Bösen' macht ein Serienmörder London unsicher, ganz im Sinne des Sherlock-Holmes-Films The Woman in Green mit Basil Rathbone – Hauptort ist eine Stadtvilla. In 'Nach Strich und Faden' geht es um einen (Selbst-)Mord in einer Schneiderei. 'Mit Argus Augen' erzählt einen realen Kriminalfall der Jahre 190x in Leipzig nach, in dem ein Raubmörder seine Gewschichten an einen Verleger verkaufen will (mit einer Karte eines Hinterhauses). 'In bester Absicht' entspinnt sich ein Verwirrspiel um einen Toten in einem Stadthaus. Der 'Tatort Bahnhof' dreht sich nicht nur um einen solchen, sondern bietet auch in bester Arthur-Hailey-Manier gleich mehrere kleine Fälle, die ineinander verwoben werden (können). Die Antwort auf 'Wo ist die Beute' ist nicht leicht zu finden – ein vor mehreren Jahren verurteilter Verbrecher hat bis heute seine Beute nicht preisgegeben, und die Detektive sollen sie endlich finden. Hat die als Grundriss vorliegende Ziegelei etwas damit zu tun? Und zuguterletzt könnten, wenn die Detektive nicht sehr besonnen, schnell und richtig reagieren, die meisten Protagonisten des letzten Abenteuers tatsächlich wie der Titel andeutet 'Im Tode vereint' aus dem Landschloss des letzten Gebäudeplans herausgetragen werden.

Sieben Abenteuer auf 24 Seiten (der Rest sind Grundrisse, Vorwort etc.) – da ist es nicht zu vermeiden, dass die Abenteuer eher spartanisch angeboten werden. Dennoch sind sie angenehm vollständig: am ehesten fehlen dem ungeübten Spielleiter wohl die Beschreibungen der Persönlichkeiten, die über 'ist eifersüchtig und hat X daher umgebracht' hinausgehen. Mit Leben muss man die Personen und Räume noch erfüllen, aber Geschichten sind bereits abgezeichnet und einsatzfertig. Vor allem bieten sie auch die überraschenden Wendungen, die man vom Detektivgenre erwartet, sind aber andererseits auch nie unfair den Detektivven gegenüber. Am ehesten werden sie im letzten Abenteuer mit den falschen Beschuldigten enden und das Gefühl haben, eigentlich alles richtig gemacht zu haben – aber dann haben sie auch nur einen Schritt zu kurz gedacht.

Da diese Abenteuer speziell auch für Detektiv-Rollenspiele im Stile von 'Private Eye' gedacht sind, zeichnen sie sich dadurch aus, dass keine echten übernatürlichen Geschehnisse sie verkomplizieren. Es wird zwar auf den Spiritismus eingegangen, der gerade in der Gaslicht-Ära die gute Gesellschaft beeinflusste, aber wirkliche Zauberei, Geister oder Goblins wird man hier nicht finden. Dennoch könnten alle Abenteuer natürlich auch ohne weiteres in eine steampunkigere, magischere oder auch technischere Welt übertragen werden, ohne allzu viel Schwierigkeiten zu bereiten.

Wer als Spielleiter keine Probleme damit hat, verschiedene Charaktere darzustellen, auch ohne ausführliche, seitenlange Anleitungen wie sie sich unter bestimmten Umständen verhalten würden: hier ist hervorragendes Material, um auch 'schnell mal eben' eine kurzfristig angesetzte Runde ze bespaßen. Und die Grundrisse lassen sich auch für 'zig andere Zwecke verwenden.

Die einzige Sache, die ich mir vielleicht noch gewünscht hätte, wäre eine bessere Möglichkeit, die Grundrisse selber zu bearbeiten (zumiondes in der CD-Version). So schön sie sind – TIFF-Dateien mit einer Bildbearbeitung zu ebarbeiten ist immer ein wenig umständlich, vor allem, wenn mehrere Objekte einander teilweise verdecken. Vielleicht kommen ja irgendwann einmal zusätzlich Dateien mit Lagen oder – Luxus pur! – Dateien für den Campaign Cartographer hinzu?

Hersteller Redaktion Phantastik
Autor Chris Schlicht
Spieler RPG
Denken RPG
Glück RPG
Geschicklichkeit RPG
Preis € 11,-