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Akteure

Ultims Ratio – Protagonisten

Ultima Ratio – Protagonisten – das Cover

Eher selten erscheint etwas Neues für das System "ULTIMA RATIO – Im Schatten von Mutter". Mir liegt hier ein Band mit Erweiterungsregeln vor. Unter dem Titel „Protagonisten“ erhält man hier ein 64 Seiten starkes Heft mit Klammerheftung, das sich vor allem an den Spieler wendet.

Für den geneigten Spieler bieten sich hier vor allem weitere Optionen, den eigenen Charakter auszugestalten. Das Heft kommt in der von den anderen Heften hier bekannten Aufmachung daher, mit einem relativ düster wirkenden Titelblatt, und nutzt auch ein ähnliches Layout, sogar die Dreiecke, mit denen die Würfel angedeutet werden – die bei diesem System ja alle vierseitig sind – haben sich nicht verändert.

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Es fährt ein Zug…

Game of Trains

(Vorbemerkung: ich muss mich entschuldigen, dass diese Rezension erst jetzt veröffentlicht wird, und dass sowohl beim Verlag als auch beim Autor. Ursprünglich stand dieser Artikel nämlich seit dem 16. Mai letzten Jahres in der Dateiverwaltung, da ich aber am 18. Mai durch meinen Schlaganfall außer Gefecht gesetzt wurde, ist diese Datei irgendwie unter die Räder gekommen. Erst jetzt habe ich sie wieder gefunden – in einem guten Haushalt geht eben nichts verloren. Und so kommt heute mit fast einem Jahr Verspätung…)

Eigentlich bin ich nicht gerade ein Fan von Eisenbahnspielen (gut, es gibt Ausnahmen, wie z.B. Switching Tracks, aber die Thematik ist nicht so ganz meins), und Kartensortierspiele mag ich an sich erst recht nicht (also wie bspw. Die ganze Hornochsen-Reihe oder auch The Game)… und dann flattert mir Game of Trains auf den Tisch… und weiß es zu überraschen.

Überraschen ist ein gutes Stichwort – Brain Games aus Lettland hat in den vergangenen Jahren schon mehrfach positiv überrascht, und zwar mit erst eher etwas unscheinbar wirkenden Spielen, die sich zwar schnell spielen lassen, aber weit mehr Inhalt bzw. Komplexität bieten als man auf den ersten Blick glauben mochte.

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Ganz scharf nachdenken

Sherlock

Frankreich ist als Spieleproduzent ähnlich umtriebig – gerechnet an der Größe des jeweiligen Landes – wie Deutschland, Japan, Finnland und Korea. Bemerkenswert ist eher, dass Frankreich in der Regel absieht von Spielmaterial aus Plastik (was besonders Korea auszeichnet), und dass den Spielen oftmals Spielregeln in vielen Sprachen beilegen, was sogar in Deutschland nicht unbedingt selbstverständlich ist. Ansonsten gibt es oft nur Englisch als Dreingabe.

Nun hat Frankreich sicher eigene Quellen, aus denen man Spielhintergründe schöpfen kann, für das Spiel Sherlock allerdings wird auf den klassischen „beratenden Detektiv“ Sherlock Holmes zurückgegriffen, der aus Großbritannien stammt. Dabei ist es nicht einmal so, dass Frankreich keine eigenen literarischen Detektive hätte: eine klassische Figur war ja Arsene Lupin, der in seinem Romanen häufiger Kriminalfälle lösen musste, statt seinem Normalberuf – dem des Gentleman-Einbrechers – zu folgen. Zu der Geschichte, die hinter der Aufgabe in diesem Spiel steht, hätte jedoch ein anderer Kriminalbeamter noch besser gepasst: Maigret. In diesem Spiel geht es nämlich darum, durch befragen verschiedener Zeugen einen Täter zu finden.

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Wenn einer eine Reise tut…

Atlas der bekannten Welt – Aborea

… dann braucht er einen Atlas. Diese Binse haben sich einige Rollenspielsysteme zu Herzen genommen, wobei ihre „Reiseführer“ oftmals eher den Charakter eines Baedeker haben, und weniger den eines klassischen Atlas. In der zweiten Ausgabe von ATD&D gab es sowohl einen echten Atlas (zumindest in einer CC 2-Version) und einige Reiseführer, unter dem Namen Marco Volo. In diesen Büchern plauderte der namensgebende Charakter aus dem Nähkästchen und erzählte von dem, was er auf seinen Reisen erlebt hat.

Ähnlich umfangreich stellt sich bei Das Schwarze Auge dar. Auch hier gibt es, nach Landstrichen getrennt, eine ganze Reihe einzelner Bände, die zusammengenommen das Format einer kleinen Enzyklopädie ausmachen. Hier gibt es in bunter Folge an Sachtexte gemahnende Artikel, Erfahrungsberichte à la Marco Volo, Kommentare der Bewohner der einzelnen Landstriche und eigentlich gar nicht für einen dritten Leser gedachte Tagebuchauszüge und Ähnliches.

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Juwelenblasen

Bubblee Pop

Spiele vom Match-3-Typus sind ja nicht unbedingt neu. Als kleine Zwischendurchspiele für den Computer beispielsweise bei Facebook gibt es sie seit einigen Jahren, das erste dieser Art war wohl „Bejeweled“. In unserer kurzlebigen Zeit dürfte wohl Candy Crush der0bBekannteste Vertreter dieser Art Spiele sein. Inzwischen haben sie auch das Smartphone erobert, und bereiten sich weiter aus – sogar auf dem Brettspieltisch ist man vor ihnen nicht mehr sicher.
Aus Frankreich – genasuer: aus der kleinen Gemeinde Moras, die nur ungefähr 500 Einwohner hat – kommt ein solches Spiel; der Verlag nennt sich Bankiiiz. Auch hier gibt es farbige Blasen, die auf einen Planeten herabfallen. Wenn hierbei Dreierreihen entstehen, lösen sich diese Reihen auf, und der Spieler erhält Punkte.

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Wenn Esel rennen

Donkey Derby

Der Verlag Franjos ist ja auf diesem Blog auch ein gerngesehener Gast; bekannt für relativ einfache Spiele mit wertigen Bestandteilen, häufig aus Holz. Leider schafft es der Verlag nur selten, mehr als ein Spiel in einem Jahr herauszubringen.

Gegeneinander zu rennen – oder andere Wesen gegeneinander rennen zu lassen – ist ein Zeitvertreib, dem die Menschheit seit vielen 1000 Jahren huldigt. Pferde, Schnecken, Strauße, Windhunde, Hamster – all diese Tiere „dürfen“ sich zum Vergnügen der Menschheit quälen. Gerade in Südeuropa werden auch oft Rennen veranstaltet von Tieren, die er dafür bekannt sind, sich störrisch allen Versuchen zu widersetzen, sie zu höherer Geschwindigkeit anzusparen: Esel. Und genau das ist das Thema dieses Spiels, bei dem man auf die schnellsten Esel auf der Bahn wettet.
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Jung, pleite, verzweifelt

Jung, pleite, verzweifelt

Barracuda

Nein, es geht nicht um das Reality-TV-Programm, auch wenn das Spielthema die Mitspieler als Barbesitzer in diese Situation bringt. Und ein Rosin, der den Spielern aus der Patsche hilft, ist auch nicht zu finden.

Eine Reihe Bars, die vom Namen her an Mittelmeer-Gefilde erinnern,sind für die Spieler zu pachten. Jeder hätte gerne fünf Anteile an Bars, aber die kosten teuer Pacht – und wer nicht mehr zahlen kann, geht pleite und scheidet aus dem Spiel aus. Wir mit seinem Geld am besten haushalten kann, hat die besten Chancen zu gewinnen. Das Spiel stammt aus dem Verlag Drei Hasen in der Abendsonne und erweckt auch mit seinem äußeren eben jenen Urlaubsflair, den ich soeben angesprochen habe..

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Give me Five!

Five!

Spiele bringen Menschen zusammen. Schon seit Urzeiten setzen sich Menschen an einen Tisch (oder sonstwohin), um miteinander zu spielen – und dabei treten Kommunikationshindernisse, wie zum Beispiel verschiedene Sprachen, oft in den Hintergrund.

Und Spielen macht Spaß – Es zerstreut, lenkt vom Alltagsstress ab, lässt bestenfalls Probleme vergessen, und man lernt sogar oft unterbewußt noch etwas. Von daher sind Spiele sicherlich gut geeignet, Kontakte zu knüpfen – ein Gedanke, der seitens des Verlages Steffen-Spiele dazu führte, angesichts des großen Flüchtlingsstroms, der Deutschland 2016 erreichte, eine Spielesamlung herauszugeben – mit verschiedenen, einfach zu erklärenden Spielen, und mit Anleitungen in den häufigsten Sprachen der Flüchtlinge.

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Darwin lässt grüßen…

Evolution – Der Einstieg

Wer das „Großspiel“ des gleichen Namens kennt, weiß zumindest, worum es hier geht: Nur die stärksten – oder auch am besten entwickelten – werden überleben, das wußte auch schon Darwin.

Schmidt Spiele präsentiert mit Evolution – Der Einstieg eine handliche, abgespeckte Version dieses Spiels, das sich recht flink spielt, und auch gerade neue Spieler, die sich vor großen Spielen vielleicht scheuen, eher ansprechen sollte – der Untertitel „klein und gemein“ passt sehr gut. In der handlichen kleinen Schachtel im Mitbringformat findet der geneigte Spieler:

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Fürstentum im Kartenformat

Die Burgen von Burgund – Das Kartenspiel

Ein Trend der jüngeren Vergangenheit ist es, beliebte Spiele, die aufzubauen ein etwas größerer Aufwand ist, oder die schlicht viel Platz zum Spielen erfordern, als Alternativversionen mit Würfeln oder Karten herauszubringen, die das Thema und auch zumindest in etwa das Spielprinzip beibehalten.

Ein schönes Beispiel dazu ist Die Burgen von Burgund – Das Kartenspiel aus dem Hause Ravensburger, respektive Alea. Das beliebte Gesellschaftsspiel, von eingefleischten Fans liebevoll „BuBu“ genannt, nun als reine Kartenversion, in einer handlichen kleinen Schachtel, und natürlich auch günstiger als das „Original“. Und was verbirgt sich in dem kleinen Karton?

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