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…wir gegen die Flaschen!

Kneipenquiz – Das Original
Seit einigen Jahren bietet der Verlag moses aus Kempen am Niederrhein neben seinen bekannten „Black Stories“ auch einige andere Spiele an – in denen es vornehmlich um Wissen geht. Gut ins Konzept paßt da natürlich das Kneipenquiz – eben jenem Trend nachempfunden, der sich derzeit recht großer Beliebtheit erfreut.

In dieser „Tischvariante“ eines solchen Kneipenquiz spielen die Spieler gemeinsam gegen vier virtuelle Teams, repräsentiert durch verschiedene Flaschen. Ziel ist es, das eigene Team, die „Eule“, in 5 Runden vor alle Flaschen zu bekommen – je nach Schwierigkeitsgrad kann das schon an unmöglich grenzen… aber schauen wir doch erst enmal in die liebevoll gestaltete Schachtel. Darin findet man:

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Kraterkraxelei

Haus der Sonne

Haus der Sonne ist die Übersetzung des Namens des Vulkans Haleakala aus dem Hawaiianischen. Und um eben diesen Vulkan geht es in diesem hübschen Zweipersonenspiel aus dem Hause Feuerland – die beiden Spieler übernehmen die Rollen von Schamanen, die Statuen möglichst hoch auf dem Hang des Vulkans aufstellen wollen, ohne dass diese von der Lava erwischt werden.

Wie wir es von Feuerland schon gewohnt sind, weiß das Spiel mit sehr ansprechender Artwork und schönem Material zu überzeugen. Das sicherlich etwas ausgefallene Thema wird dementsprechend recht anschaulich umgesetzt – ein Blick in die rechteckige Schachtel (nennen wir das jetzt Feuerland-Format?) zeigt, dass diese recht gut gefüllt ist:

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Speisen wie ein Baratheon…

Game of Thrones – die offiziellen Kochbücher

…oder doch eher wie ein Stark? Wie – klingt nach Game of Thrones? Ja, das soll es auch. Und wer die Romane liest, weiß auch, dass dort ganz schön geschlemmt wird – wie Autor George R. R. Martin im Vprwort zugibt, kann er selbst zwar nicht kochen, aber ist doch ein Genießer… von daher entstand das „offizielle Kochbuch“ zu Game of Thrones – und etwas später – und weil davon im ersten noch wenig zu lesen war – „The Sands of Dorne“ mit Spezialitäten aus dem wilden Süden.

Moment mal… Kochbücher? Ihr rezensiert doch Spiele…? Ja, tun wir. Aber wir spielen sie auch, und im Bereich Rollenspiel (wo ja auch schon mal Game of Thrones gespielt wird), tut man das in der Regel in gemütlicher Runde, und was macht man da noch…? richtig, was leckeres essen. Umso schöner, wenn es zum Thema passt. Und das dachten sich auch die Autorinnen.

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Hexerei im Hexagon

Zaubertrank der vier Elemente

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Der Verlag Steffen-Spiele aus Krastel ist uns nun schon einige Jahre bekannt und fällt immer wieder durch hochwertiges Spielmaterial made in Germany auf. Meist sind die Spiele aus Holz, und die Schachteln schön klein und handlich. Insofern war ich diesmal eher überrascht, eine relativ große Schachtel zu entdecken. Noch dazu – ich sehe auch eine ganze Reihe Marker aus Karton…?

Das Thema erinnerte mich dann auch noch an etwas, was ich schon mal gesehen hatte – und auch meine Tester fragten direkt „ist das so wie Kupferkessel Co. (Goldsieber) oder Glastonbury (franjos)?“. Nun – die Thematik, dass die Spieler Zaubertränke zusammensuchen wollen, ist eine ähnliche, aber das Spiel funktioniert dann doch ganz anders. Dazu werfen wir doch erst einmal einen Blick in die – für Steffen-Verhältnisse große, aber nichtsdestotrotz gut gefüllte – Schachtel. Darin befinden sich:

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Einsames Haus, verbotenes Buch…

The Possession
The Possession
…und leichtsinnige junge Leute – so fängt doch so mancher Horrorfilm an, oder? Na, so beginnt jedenfalls auch „The Possession“ aus dem Hause GenX. Wenn man das Setting erst einmal anschaut, fühlt man sich vielleicht sogar an Blair Witch oder ähnliche Szenarien erinnert.

In „The Possession“ übernehmen die Spieler die Rolle eines von bis zu fünf jungen Leuten, die aus Neugier in ein entsprechendes „einsam gelegenes Haus im Wald“ eindringen – und plötzlich ist alles anders, und dann ist man sich bald seines Lebens nicht mehr sicher. Es wird zu einem Wettrennen darum, das verantwortliche Buch (das Necronomicon, wer hätte es gedacht) zu vernichten, ehe die „besessenen“ Mitspieler einem einen Strich durch die Rechnung, oder vielmehr einen Schnitt durch den Hals machen.
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Duell in den Finnischen Wäldern

Kaleva

KalevaDuellspiele gibt es viele – sowohl solche mit gleichen als auch mit asymmetrischen Startbedingungen. Zu denen mit gleichen zählen unter anderem Klassiker wie Schach, Shogi, Stratego, sogar Schiffe versenken… wichtig ist hierbei, dass beide Spieler über die gleichen Ressourcen verfügen, die sich nur z.B. durch die Farbe unterscheiden.

Zu dieser Kategorie zählt auch Kaleva aus dem Hause Mindwarrior. Der finnische Verlag hat hier ein zunächst schlicht anmutendes Spiel in ein Ambiente der finnischen Folklore verpackt, und das schlägt sich im Material nieder. Was soll man da also erwarten?

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Juweliere

Robogem

RobogemNein, es ist keine Variante zu den Robofish, die zur Zeit das Fernsehen unsicher machen. Robogem ist ein Brettspiel unter dem Label Oppi & Ilo – das ist aber nicht, wie man als unbedarfter Deutscher vielleicht denken könnte, eine Großvater-Enkelin-Kooperation, sondern Finnisch für "Lernen und Spaß", ein Label des Hauses Sanoma Pro. Hauptprodukt von Sanoma Pro sind Bücher – die Brettspiele sind mehr oder weniger ein "Hobby" eines großen Buchverlages.

Bei Robogem müssen die Spieler Roboter programmieren, damit diese auf dem Spielbrett Edelsteine aufsammeln. Dass dies aber nicht ein Roborally-Klon ist, wird gleich beim ersten Zug klar – die Spieler programmieren und ziehen nacheinander und nicht gleichzeitig.

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Inselbauer

Pelican Bay – 2. Ausgabe

Pelican Bay

Manchmal ist eine neue Ausgabe eben doch besser…

Wer auf dem Internet nach Rezensionen sucht, wird einige für die erste Ausgabe des Spiels Pelican Bay finden. Auf der letzten SPIEL wurde mir ein Exemplar der neuen Ausgabe in die Hand gedrückt, mit ausdrücklichem Verweis darauf, dass sich an den Regeln einige Details geändert hätten, wodurch sich auch das Spiel selber geändert hätte. Für diese neue Version habe ich aber bislang noch keine Rezensionen gefunden.

Wer das Spiel im Laden noch eingeschweißt sieht, kann relativ leicht sehen, welche Version man vor sich hat, ohne es öffnen zu müssen. Zum einen ist auf der Rückseite eine Spielsituation abgebildet, in der bei der neuen Version drei runde, gelbe Scheiben zu sehen sind. Aber auch das Titelbild ist leicht verändert: auf dem neuen Titelbild sitzen zwei Pelikane auf einer Strandhütte, während es bei der alten Version nur einer war.

In dem Spiel baut man zu zweit, dritt oder viert eben die Pelican Bay (die nichts mit dem Gefängnis gleichen Namens in Nordkalifornien zu tun hat) auf und versucht, mit möglichst großen Stränden, Urwäldern und Meeresarmen Punkte zu verdienen.

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Kurzschluss

One Night Revolution

One Night RevolutionAuch wenn immer wieder Werwolf-artige über Kickstarter finanziert werden, scheinen in den USA vor allem zwei Verlage für ihre Versionen dieser Spiele mit verdeckten Rollen bekannt zu sein: Bézier Games mit Ultimate Werewolf und Indie Board & Game mit ihrem cyberpunkig angehauchtem The Resistance. Für Werwolf hat Akihisa Okui – in der erweiterten englische-deutschen Version zuammen mit Ted Alspach – mit Vollmondnacht eine Version gebaut, in der es nur eine einzige Nacht gibt und in der eine einzige Abstimmung über Sieger und Verlierer entscheidet.

Aus der Feder des japanischen Autors stammt ebenfalls One Night Revolution, eine Ein-Runden-Version des Spiels The Resistance / Der Widerstand geschrieben. Und wie Vollmondnacht bei Bezier Games erschien, erschien One Night Revolution im gleichen Verlag wie The Resistance, nämlich bei Indie Board and Game. Aber wie schlägt das Spiel sich im Wettstreit der Geheimdienst(spiel)e?

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Drachensalat

Windy Woody

Windy WoodyIch kann mich noch daran erinnern, dass im Herbst, wenn die Getreideäcker abgeerntet waren und nur noch Stoppeln standen. Drachen steigen gelassen wurden. Das waren dann meist Rautenförmige Gebilde, die an einer Schur hingen, mit einem langen Schwanz mit Fransen, und die durch den Wind in der Höhe gehalten wurden. Heutzutage sieht man zumindest hierzulande diese Drachen fast nur noch bei Veranstaltungen, und nicht mehr am einfachen Herbstnachmittag. Kaum jemand weiß noch, wie man einen Drachen baut, oder ihn steigen lässt.

In anderen Ländern sind Drachen noch immer ein beliebtes Spielzeug, und auch wenn man sie nicht mehr 'live' fliegen sieht, ist ein Drachen zumindest bekannt genug, dass ein Kind weiß, was das sein soll. Auch viele Malbücher und Kinderrätsel (à la "Welcher Drachen gehört Rudi?" mit vielfach verschlungenen Leinen helfen dabei, den Drachen bekannt zu halten. Und genau diese Rätsel gibt es dann auch bei Windy Woody.

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