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SchachSim

ColonialSpaceWarsColonial Space Wars: New Horizons

In den letzten Jahren hat Spanien eine wachsende Präsenz auf der SPIEL, einige Verlage sind inzwischen bereits Dauergäste, andere kommen jedes Jahr neu hinzu. Zum ersten Mal haben wir 2013 den (Selbst-)Verlag Vedra Games gesehen, der in der südandalusischen Stadt Granada beheimatet ist. Bei ihrem Erstling beziehen die Macher sich aber nicht auf die mehr als 2500 Jahre alte Geschichte der Stadt, sondern blicken in die ferne Zukunft, und in die Kriege, die dann geführt werden.

Wenn der Untertitel “New Horizons” vermuten lässt, dass es sich hier um eine Erweiterung oder ein Follow-Up zu einem früheren Spiel handelt (und auch wenn unter demselben Namen ohne den Zusatz bereits ein Jahr früher eine Version erschien), soll dies Spiel doch das erste einer größeren Reihe von Sets werden – es ist eine ‘verbesserte Auflage’ desselben Spiels, das ein Jahr früher bereits erschienen war. Laut offiziellem Hintergrund spielt das ganze um das Jahr 4645, nachdem Ende des 21. Jahrhunderts entdeckte Mineralien neue Fortschritte in der Technik möglich machten und den Menschen den Weg zu den Sternen ebneten. Inzwischen hat die Menschheit sich aufgespalten, und auch ersten Kontakt zu nichtmenschlichen Intelligenzrassen geknüpft – meist sind hierbei allerdings Waffen das Kommunikationsmittel der Wahl. Um diese Diskussionen (in der Grundbox zwischen den verschidenen Ästen der Menschheit und einer Alienrasse) geht es dann auch in dem Spiel.

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Ausziehn!

ExodusThe Exodus

In Korea beheimatet ist der Verlag Gamesapiens, Laut eigenen Angaben wurde der Verlag 2005 gegründet und hat 2013 insgesamt acht Spieler herausgebracht. Diese haben eine ziemliche Bandbreite, aber eine Gemeinsamkeit: getreu dem Motto, den der Verlag sich mit dem Namen gegeben hat, erfordern die Spieler oftmals ziemliche Denkarbeit.

Eines der Spiele dieses Verlages ist The Exodus, dessen Basis die Ereignisse von Kapiteln 13 und 14 des Buches Exodus formen. Allerdings geht das ganze ziemlich abstrakt zu – Moses versucht einen Weg in die Freiheit zu finden, der Pharaoh versucht, die Israeliten nach Ägypten zurückzuholen. Die berühmte Säule aus Feuer und Rauch spielt auch eine Rolle.

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Erbschaftsstreit

vasaranallaVasaran alla

Ein Millionär ist gestorben, und die Erben sitzen jetzt zusammen um zu entscheiden, wer welche seiner Besitztümer erhalten soll. Natürlich hat jeder seine eigenen Vorstellungen, was er aus dem Nachlass gerne hätte, und dies Vorstellungen kollidieren oftmals mit denen der anderen Erben. Andererseits gibt es aber immer wieder auch Dinge, die man gerne hätte, und die man mit anderen Erben tauschen kann. Am Ende haben dann alle einigermaßen das erhalten, was sie wollten – aber wer hat denn jetzt die besten Schnäppchen gemacht?

Das ist das Thema von Vasaran alla (Finnisch für ‘unter den Hammer’). Das Spiel stammt aus dem Hause Roll D6, von denen ja auch Villit Kuviot stammt, das wir vor gut zwei Wochen besprochen haben.

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1970-2039

ProsperityProsperity

Aus Frankreich kommt Ystari, von denen wir, so weit ich mich erinnern kann, noch kein Spiel rezensiert haben. da sie aber in Deutschland durch Asmodee vertreten werden, haben wir auf der letzten Spiel ein Spiel des Verlages zur Rezension erhalten.

Ystari hat viele Lizenzspiele im Angebot, wie z.B. Agricola oder Dominion, aber auch eine Reihe eigener Spiele. Die Lizenzspiele sind dann natürlich auf Französisch, die eigenen Spiele gibt es meist in einer französischen und einer internationalen Ausgabe – sei es nur auf Englisch, sei es als Kombination mehrerer Sprachen. Für Prosperity gilt das in besonderem Maße: es gibt neben der französischen Ausgabe nicht nur eine rein englische Ausgabe, sondern auch eine Ausgabe in Englisch und Deutsch – alle drei Ausgaben sind zur selben Zeit erschienen, es handelt sich also nicht um eine nachträgliche Ausgabe mit mehr Sprachen.

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Musikspiele

Musinak Musinak / Scale Game

Beim letzten Spieletestabend ergab sich folgendes Gespräch.

“Ich habe da hier ein Spiel um Musikinstrumente…”

“Hmm… Steht da Weltmusik Edition International?”

“Ja.”

“Haben die nicht auch diese Mensch-ärgere-Dich-nicht-Variante gemacht?”ScaleGame

“Äh… ja.”

“…”

“…”

(FX: Schweißtropfen)

“Muss das wirklich sein?”

“Wisst ihr was? Ich habe noch zwei kleine Spiele von denen. Wenn wir die getestet haben, kommt vorläufig nichts mehr, dann bin ich durch deren Spiele durch.”

“Ich nehme das einmal als Versprechen.”

Und so kommt es heute zu einer Doppel-Rezension: Musinak und Scale Game.

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Nichts für Rajalophobe

PrimateFearPrimate Fear

Die Leute vom schwedischen Verlag Gigantoskop kenne ich schon eine ganze Weile – das erste Mal traf ich sie im Jahr bevor die das erste Mal einen Stand auf der Messe hatten. Ich traf sie abends, als ich die Messe verließ, und sie erzählten mir, sie seien aus Schweden gekommen, um sich einmal ein Bild von der SPIEL zu machen. Allerdings waren sie erst nachts aus Schweden angekommen, und ihr Fahrer (der den Tag über geschlafen hatte) sollte sie am Abend wieder zurück fahren. Sie hatten gedacht, die SPIEL in einem Tag ansehen zu können. Dementsprechend waren sie auch von der Messe geschockt – so eine große Veranstaltung hatte man nicht erwartet.

Warum ich das erzähle? Damals drückten sie mir ihr Erstlingswerk in die Hand, ein witziges Kartenspiel mit dem doppeldeutigen Titel Spank the Monkey, zu dem es später noch eine Erweiterung und eine Gesamtausgabe geben sollte, die ich in verlinktem Artikel besprochen habe. Später kamen dann auch Spiele wie Forceball oder Genesis; grundsätzlich sind die Spiele des Verlages alle sehr schön. Und dieses Jahr schließt sich irgendwie ein Kreis, denn in Primate Fear geht es zurück auf den Schrottplatz, den damals ein Affe unsicher gemacht hat. Der Affe lebt nicht mehr – aber genau das ist das Problem, denn als Gefolgsaffe von Viktor von Frankenstein setzt er sich langsam wieder zusammen, um Jagd auf seine ehemaligen Quälgeister zu machen. Wohl dem, der nicht unter Rajalophobie (Furcht vor Affen) leidet und schnell abhauen kann.

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Schiffe Versenken auf ungarisch

AlarmUBootAlarm! U-Boot!

Zwei riesige Flotten haben Kurs aufeinander genommen. Zerstörer, Schlachtschiffe, Minenräumboote und U-Boote stehen sich gegen über und wollen jeweils das gegnerische Kommandoschiff versenken und so die Herrschaft über die Meere für sich entscheiden. Schwerfällig bewegen sich die Schiffe, aber wenn sie erst einmal in Schlagweite gekommen sind, gibt es kein Halten mehr.

Das ist der Hintergrund des Spiels Alarm! U-Boot! des ungarischen Herstellers Best-T.A.G., das dieser auf der SPIEL präsentierte. In Halle 2 war das Spiel allerdings sogar zwischen den Spieleverlagen, die hier neben den Rollenspiel- und LARP-Ständen zu finden waren, ein wenig deplatziert – in Halle 1 hätte es wahrscheinlich besser gestanden.

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Grabung

digmarsDig Mars

Der Verlag Brain Games aus Riga hatte auch letztes Mal wieder eine Reihe interessanter neuer Spiele nach Essen mitgebracht. Nachdem beim ersten Mal Spiele in einem kleinen Standardformat veröffentlicht worden waren, hat der Verlag sich dieses Mal an größere Formate herangewagt – was zumindest bei Dig Mars auch vom Spiel her notwendig war.

In dem Spiel wird eine nahe Zukunft vorweggenommen: die Menschheit hat den Schritt zum Mars gewagt und geschafft, und beginnt jetzt, die Bodenschätze des Mars zu heben. Dabei entdeckt die Menschheit allerdings, dass sie nicht ganz allein ist: irgendwann einmal gab es zumindest auf dem Mars Wesen, die dort Artefakte zurückgelassen haben. Diese gilt es nun zu heben, und wer dies am erfolgreichsten schafft, wird für sich und seine Auftraggeber ewigen Ruhm ernten.

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Verbundmuster

villitkuviotVillit Kuviot

Aus Finnland kommt der Verlag Roll D6 Games, der in den letzten Jahren mit der Arctic Union auf der SPIEL stand. Arctic Union ist ein loser Zusammenschluss von Herausgebern, der insbesondere für die Präsenz auf der SPIEL zusammenarbeitet und versucht, auch eine Anlaufstelle für kleine, neue Verlage zu sein. 2013 sahen wir zum ersten Male bewusst auch Spiele, die eher als Familienspiele gelten dürfen, neben den aus Finnland bekannten Expertenspielen.

Roll D6 Games ist ein Verlag, der gerade im Familienspielbereich sehr aktiv ist, und das gilt natürlich auch für Villit Kuviot, was sich grob übersetzen lässt als “Wilde Muster” oder “Wilde Figuren”. Und genau um Muster bzw. Figuren geht es auch in dem Spiel. (Übrigens: ‘Villit Kuviot’ ist auch der finnische Titel des Films Wild Things – der allerdings nichts mit dem Spiel zu tun hat.)

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Verbotsworte

TabuTabu

Ein altes und doch neues Spiel soll Tabu sein, wurde uns von Hasbro auf der SPIEL mitgeteilt. Und ja, wer das Spiel kennt, wird beim Öffnen der Schachtel feststellen, dss da neues Material in der Schachtel ist.

Ursprünglich erschien Tabu (Taboo) im Jahr 1990 unter dem Label MB-Spiele. Das Spiel war gleich 1990 eines der fünf Mensa Select-Spiele, und 1992 auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres. Seither gab es verschiedenste Versionen, unter Namen wie Tabu XXL, Tabu Junior, Prominenten Tabu, Tabu Body Talk etc. Die neue Ausgabe hat keinen besonderen Namen, sondern läuft einfach nur unter Tabu. Auf der Hasbro-Webseite ist zur Zeit allerdings eine andere Ausgabe zu sehen.

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