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Hexerei im Hexagon

Zaubertrank der vier Elemente

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Der Verlag Steffen-Spiele aus Krastel ist uns nun schon einige Jahre bekannt und fällt immer wieder durch hochwertiges Spielmaterial made in Germany auf. Meist sind die Spiele aus Holz, und die Schachteln schön klein und handlich. Insofern war ich diesmal eher überrascht, eine relativ große Schachtel zu entdecken. Noch dazu – ich sehe auch eine ganze Reihe Marker aus Karton…?

Das Thema erinnerte mich dann auch noch an etwas, was ich schon mal gesehen hatte – und auch meine Tester fragten direkt „ist das so wie Kupferkessel Co. (Goldsieber) oder Glastonbury (franjos)?“. Nun – die Thematik, dass die Spieler Zaubertränke zusammensuchen wollen, ist eine ähnliche, aber das Spiel funktioniert dann doch ganz anders. Dazu werfen wir doch erst einmal einen Blick in die – für Steffen-Verhältnisse große, aber nichtsdestotrotz gut gefüllte – Schachtel. Darin befinden sich:

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Einsames Haus, verbotenes Buch…

The Possession
The Possession
…und leichtsinnige junge Leute – so fängt doch so mancher Horrorfilm an, oder? Na, so beginnt jedenfalls auch „The Possession“ aus dem Hause GenX. Wenn man das Setting erst einmal anschaut, fühlt man sich vielleicht sogar an Blair Witch oder ähnliche Szenarien erinnert.

In „The Possession“ übernehmen die Spieler die Rolle eines von bis zu fünf jungen Leuten, die aus Neugier in ein entsprechendes „einsam gelegenes Haus im Wald“ eindringen – und plötzlich ist alles anders, und dann ist man sich bald seines Lebens nicht mehr sicher. Es wird zu einem Wettrennen darum, das verantwortliche Buch (das Necronomicon, wer hätte es gedacht) zu vernichten, ehe die „besessenen“ Mitspieler einem einen Strich durch die Rechnung, oder vielmehr einen Schnitt durch den Hals machen.
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Duell in den Finnischen Wäldern

Kaleva

KalevaDuellspiele gibt es viele – sowohl solche mit gleichen als auch mit asymmetrischen Startbedingungen. Zu denen mit gleichen zählen unter anderem Klassiker wie Schach, Shogi, Stratego, sogar Schiffe versenken… wichtig ist hierbei, dass beide Spieler über die gleichen Ressourcen verfügen, die sich nur z.B. durch die Farbe unterscheiden.

Zu dieser Kategorie zählt auch Kaleva aus dem Hause Mindwarrior. Der finnische Verlag hat hier ein zunächst schlicht anmutendes Spiel in ein Ambiente der finnischen Folklore verpackt, und das schlägt sich im Material nieder. Was soll man da also erwarten?

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Juweliere

Robogem

RobogemNein, es ist keine Variante zu den Robofish, die zur Zeit das Fernsehen unsicher machen. Robogem ist ein Brettspiel unter dem Label Oppi & Ilo – das ist aber nicht, wie man als unbedarfter Deutscher vielleicht denken könnte, eine Großvater-Enkelin-Kooperation, sondern Finnisch für "Lernen und Spaß", ein Label des Hauses Sanoma Pro. Hauptprodukt von Sanoma Pro sind Bücher – die Brettspiele sind mehr oder weniger ein "Hobby" eines großen Buchverlages.

Bei Robogem müssen die Spieler Roboter programmieren, damit diese auf dem Spielbrett Edelsteine aufsammeln. Dass dies aber nicht ein Roborally-Klon ist, wird gleich beim ersten Zug klar – die Spieler programmieren und ziehen nacheinander und nicht gleichzeitig.

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Inselbauer

Pelican Bay – 2. Ausgabe

Pelican Bay

Manchmal ist eine neue Ausgabe eben doch besser…

Wer auf dem Internet nach Rezensionen sucht, wird einige für die erste Ausgabe des Spiels Pelican Bay finden. Auf der letzten SPIEL wurde mir ein Exemplar der neuen Ausgabe in die Hand gedrückt, mit ausdrücklichem Verweis darauf, dass sich an den Regeln einige Details geändert hätten, wodurch sich auch das Spiel selber geändert hätte. Für diese neue Version habe ich aber bislang noch keine Rezensionen gefunden.

Wer das Spiel im Laden noch eingeschweißt sieht, kann relativ leicht sehen, welche Version man vor sich hat, ohne es öffnen zu müssen. Zum einen ist auf der Rückseite eine Spielsituation abgebildet, in der bei der neuen Version drei runde, gelbe Scheiben zu sehen sind. Aber auch das Titelbild ist leicht verändert: auf dem neuen Titelbild sitzen zwei Pelikane auf einer Strandhütte, während es bei der alten Version nur einer war.

In dem Spiel baut man zu zweit, dritt oder viert eben die Pelican Bay (die nichts mit dem Gefängnis gleichen Namens in Nordkalifornien zu tun hat) auf und versucht, mit möglichst großen Stränden, Urwäldern und Meeresarmen Punkte zu verdienen.

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Kurzschluss

One Night Revolution

One Night RevolutionAuch wenn immer wieder Werwolf-artige über Kickstarter finanziert werden, scheinen in den USA vor allem zwei Verlage für ihre Versionen dieser Spiele mit verdeckten Rollen bekannt zu sein: Bézier Games mit Ultimate Werewolf und Indie Board & Game mit ihrem cyberpunkig angehauchtem The Resistance. Für Werwolf hat Akihisa Okui – in der erweiterten englische-deutschen Version zuammen mit Ted Alspach – mit Vollmondnacht eine Version gebaut, in der es nur eine einzige Nacht gibt und in der eine einzige Abstimmung über Sieger und Verlierer entscheidet.

Aus der Feder des japanischen Autors stammt ebenfalls One Night Revolution, eine Ein-Runden-Version des Spiels The Resistance / Der Widerstand geschrieben. Und wie Vollmondnacht bei Bezier Games erschien, erschien One Night Revolution im gleichen Verlag wie The Resistance, nämlich bei Indie Board and Game. Aber wie schlägt das Spiel sich im Wettstreit der Geheimdienst(spiel)e?

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Drachensalat

Windy Woody

Windy WoodyIch kann mich noch daran erinnern, dass im Herbst, wenn die Getreideäcker abgeerntet waren und nur noch Stoppeln standen. Drachen steigen gelassen wurden. Das waren dann meist Rautenförmige Gebilde, die an einer Schur hingen, mit einem langen Schwanz mit Fransen, und die durch den Wind in der Höhe gehalten wurden. Heutzutage sieht man zumindest hierzulande diese Drachen fast nur noch bei Veranstaltungen, und nicht mehr am einfachen Herbstnachmittag. Kaum jemand weiß noch, wie man einen Drachen baut, oder ihn steigen lässt.

In anderen Ländern sind Drachen noch immer ein beliebtes Spielzeug, und auch wenn man sie nicht mehr 'live' fliegen sieht, ist ein Drachen zumindest bekannt genug, dass ein Kind weiß, was das sein soll. Auch viele Malbücher und Kinderrätsel (à la "Welcher Drachen gehört Rudi?" mit vielfach verschlungenen Leinen helfen dabei, den Drachen bekannt zu halten. Und genau diese Rätsel gibt es dann auch bei Windy Woody.

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Sand in der Badehose

Sandcastles

SandcastlesDer Sommer kommt langsam näher – ist es Zeit, sich auf den Strandurlaub einzustellen? Man muss noch nicht anfangen, die Badehosen zu packen oder den Kartoffelsalat anzumachen – aber man kann sich ja schon einmal als Architekt üben, um im Sommer dann die Sandburgen richtig schön hinzubekommen.

Und um das zu tun, holt man dann das Spiel Sandcastles hervor, das voriges Jahr erschienen ist. Nicht nur baut man hier Sandburgen, sondern stehlt auch Teile der Burgen der anderen; alles mit dem Ziel, am Ende die größten und schönsten Sandburgen gebaut zu haben.

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Ich packe meinen Tierkoffer

Jungolino

JungolinoIch muss meinen Testspielern einmal ein großes Lob aussprechen: wenn ich ein Spiel auf den Tisch packe, kommen nur extrem selten Kommentare, dass ein bestimmtes Spiel so gar nicht in den Geschmack meiner Spieler fällt – sogar, wenn ich sicher weiß, dass das sehr wohl der Fall ist. Den kleinen Aufstand bei zwei Musikspielen kann ich ihnen daher auch gerne verzeihen.

Aber bei manchen Spielen gibt es doch hochgezogene Augenbrauen. Dennoch werden auch diese Spiele getestet – bei manchen Spielen auch mit dem Gedanken „Sonst hast Du ja niemandem zum Testen“. Bei Jungolino sorgte bereits die Schachtel für erstaunte Blicke, und die Altersangabe auf der Verpackung (ab 4 Jahre) machte dann endgültig klar, dass das Spiel eigentlich für eine etwas andere Zielgruppe gedacht ist. Aber spätestens seit dem Schatz von Castellina ist man wohl einigermaßen willig, auch einmal ein Kinderspiel zu versuchen, weil diese manche Erwartungen, die man gemeinhin an ein Spiel stellt, umwerfen.

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Höhere Artistik

Voila

VoilaManchmal überraschen Verlage uns mit ihren Spielen – besonders, wenn wir von einem Verlag Spiele einer bestimmten Art gewohnt sind und dann auch erwarten, der Verlag dann aber etwas ganz anderes produziert. So geschah es dieses Mal u.a. bei den Letten von Brain Games. Eigentlich kennen wir sie ja als Produzenten von Spielen für Gelegenheitsspieler, bei denen das Denkvermögen gereizt wird. Ein 'echtes' Geschicklichkeitsspiel kennen wir von ihnen eher nicht.

Aber genau das ist Voila!, ein Spiel im Zirkusmilieu. Auf der Jagd nach Punkten verschiebt man Zirkusartisten und macht so manche anderen Stunts, wobei Geschwindigkeit und Geschicklichkeit wichtiger sind als große Denkleistungen. Spaß kann auch so etwqas machen – wir haben uns dies Spiel deshalb auch genauer angesehen.

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