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Bastelstunde

Potion Explosion

Potion ExplosionEiner alten Schulweisheit zufolge, die ich hier auch schon ein paar Mal erwähnt habe, gilt: "Chemie, wenn es knallt und stinkt – Physik ist, wenn es nicht gelingt." Zumindest das erste Drittel dieser BauernSchülerregel wird genauestens befolgt im Spiel Potion Explosion, auch wenn es hier weniger die Chemie, sondern mehr die Alchemie ist, die es knallen lässt.

Eine Alchimistenschule bringt in diesem Spiel ihren Schülern das Brauen von Tränken bei, wobei die erwähnten Explosionen nicht etwa unerwünschte Nebenerscheinungen sind, sondern im Gegenteil sogar sehr nützlich. Wer diese Explosionen am besten ausnutzen kann, kann die besten Tränke brauen – und mit diesen Tränken kann man anschließend weitere Vorteile erlangen. Aber für die Schule ist nur interessant, wer welche Tränke gebraut hat – und wer die meisten und besten braut , erhält die besten Noten.

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Geschichtsbau

Rome – City of Marble

Rome - City of MarbleAls ich dieses Spiel auf den Tisch meiner Testrunde stellte, war die erste Reaktion relativ neutral – bis die Schachtel geöffnet wurde. Dann meinte jemand: "War das allererste Spiel, das du rezensiert hattest, nicht auch etwas in dieser Art?" Und ja, rein optisch könnte man Rome – City of Marble für einen Nachfolger von Kronberg / Bonobo Beach (Link zur Rezension) halten, wenn man nur die Form der Spielsteine und das Thema (Städtebau) betrachtet.

Allerdings hat R&R Games ein ganz anderes Spiel als das Legespiel zur Stadt Kronberg geschaffen. Wir haben uns das Spiel zur Ewigen Stadt einmal näher angesehen.

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Elementare Siegel

Five Seals of Magic

Five Seals of MagicDer Erzmagier ist verschwunden, der arkane Turm unbesetzt – das ist die Ausgangssitution bei "Five Seals of Magic", und nun treten fünf Kandidaten an, diese Stelle neu zu besetzen – traditionsgemäß der Schamane des Nordens, die Hexe des Ostens, der Zauberer des Südens, die Seherin des Westens und der Hexenmeister aus dem Jenseits.

Klingt eindrucksvoll? Sieht auch so aus, was da aus der russischen Spieleschmiede Igrology (Vertrieb über Hobby World bzw internationale Partner) kommt. Vor allem… bunt, sowohl was die Artwork, als auch das Material selbst angeht.

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Meins!

My Village

My VillageNachdem Village aus dem gleichen Verlag 2012 ja heftigst Preise abgeräumt hat (unter anderem Deutscher Spielepreis Gold und Kennerspiel des Jahres), ist es über viele Spieltische gewandert und kam auch gut an – allerdings gab es immer wieder ein Zitat über das Spiel im Dorf: "Du pfuschst mir in meine Planung".

Dem ist jetzt mit "My Village" Abhilfe geschaffen worden – hier managt jeder Spieler sein eigenes Dorf, und da kann ihm kein Gegenspieler "reinpfuschen" – Gevatter Tod allerdings schon, und der tut das auch in schöner Regelmäßigkeit.
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Eine Bootsfahrt, die ist…

Alte dunkle Dinge

Alte Dunkle Dinge…schaurig, könnte man meinen, zumindest, wenn es um das ominöse Flussboot aus Alte Dunkle Dinge geht. Bis zu vier (größenwahnsinnige?) Abenteurer haben nichts besseres zu tun, als mit einem solchen Boot einen ominösen Fluss hinaufzufahren, und treffen auf… na, das wissen sie zunächst noch nicht.

Kickstarter sei Dank gibt es das Spiel überhaupt, und bei Feuerland ist es nun auch auf Deutsch erschienen, und es kann sich sehen lassen. Nirgends in der Anleitung ist das Wort "Cthulhu" erwähnt, oder auch nur eine Andeutung des entsprechenden Mythos, aber dennoch wird genau diese Atmosphäre durch das Material gut vermittelt.

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Kiltverrat

Swords and Bagpipes

Swords and BagpipesDie schottische Unabhängigkeit ist nicht erst in der jüngsten Geschichte ein Wunsch vieler Schotten – das Referendum von 2014 über den Austritt Schottlands aus dem Vereinigten Königreich war nur der letzte von vielen Versuchen, das Heimatland von Kilt, Dudelsack und Haggis unabhängig zu machen. Schon von 1296 bis 1328 tobte der Erste Schottische Unabhängigkeitskrieg, der mit dem Abkommen von Edinburgh und Northampton beendet wurde – und der damals zugesicherten Unabhängigkeit.

Ein paar Namen sind bis heute mit diesem Unabhängigkeitskrieg verbunden: William Wallace, Robert „The Bruce“ der Erste… Um die Personen und Ereignisse aus dieser Zeit geht es im Spiel Swords and Bagpipes. Und wie die schottischen Stammesfürsten der damaligen Zeit haben auch die Spieler im Spiel nicht immer das reine Wohl Schottlands im Auge – manchmal lohnt es sich einfach mehr, sich mit England zu verbünden.

Ein wenig überrascht war meine Runde, als ich das Spiel auf den Tisch stellte. Man nahm nämlich an, dass das Spiel auch von einem waschechten Schotten entwickelt worden sei – und staunte nicht schlecht, als es den wenig schottisch klingenden Namen Yan Egorov horte, der als Autor des Spiels firmiert. Und der ist, wie auch der Verlag, eindeutig russischer Herkunft.

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Hansdampf in allen Zeiten

Steam Time

Steam TineRelativ selten einmal werden Zeitreisen in einem Brettspiel thematisiert – und wenn, dann ist das Ergebnis meist relativ uninteressant. Schon deshalb ist es interessant, sich das Spiel zum TemporalInstitut zur MonumentExploration (T.I.M.E.) einmal näher anzuschauen. Im Jahr 1899 untersucht T.I.M.E. Zeitphänomene, die sich an bestimmten Stellen des Erdballes ereignen, zum Beispiel in Stonehenge oder bei den Pyramiden. Auf Luftschiffen nach Plänen von David Schwarz unternehmen die Spieler Expeditionen, um für das Institut möglichst viele ressourcen zu sammeln und Kontakt mit wichtigen Wissenschaftlern und Entdeckern der Vergangenheit und Gegenwart aufzunehmen.

Das ist das Thema von Steam Time, das voriges Jahr bei Kosmos erschienen ist. In einer Mischung aus Worker Placement und Ressourcenmanagement sammeln die Spieler Kristalle und Steam, um damit die Expeditionen zu finanzieren und durchzuführen. Für erfolgreiche Missionen gibt es – genau wie für viele andere Dinger – Siegpunkte, um die es im Endeffekt eigentlich geht. Und wer richtig plant, erhält vielleicht sogar Besuch vom Chef höchstpersönlich. Mr. T.I.M.E. reist und unterstützt die Teams nach seinem Gutdünken.

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Ohne Pinguine

Antarctica

AntarcticaUnd dabei wurden sie nicht einmal von Eisbären gefressen ;) Irgendwie ist die Antarktis der Zukunft schon ein wenig seltsam, so wie sie im Spiel Antarctica dargestellt wird. Sei es durch den Klimawandel, sei es durch technischen Fortschritt, auf jeden Fall hat die Menschheit begonnen, die Bodenschätze, die in der Antarktis unter dem Eis liegen, abzubauen. Die Spieler stellen jeder eine Partei dar, die sich dirt engagiert und versucht, so viel wie möglich Einfluss zu gewinnen.

Das ganze erfolgt in einem Spiel, das der Argentum-Verlag vorigesJahr präsentierte. Das Spiel sorgte schon für eine Menge Diskussionen, einigen gefällt es nicht, anderen hingegen sehr gut. Schon alleine das ist für uns natürlich ein Grund, einmal näher hinzuschauen.

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Robomemo

Tiny Robots

Tiny RobotsUnter dem Namen Arctic Union haben sich eine Reihe von Verlagen zusammengeschlossen, die als gemeinsames Merkmal haben, dass sie alle aus Finnland kommen. Die Spiele decken hierbei eine große Bandbreite ab, von Vielspieler-Spielen bis hin zu Spielen, die eher für den Spielernachwuchs gedacht sind.

Doorway Games gehört trotz des englisch klingenden Namens ebenfalls zur Arctic Union. Der kleine Verlag aus Lojo in Finnland hat meines Wissens bislang erst zwei Spiele produziert, das neueste heißt Tiny Robots. In einer Fabrik werden Roboter aus Bauteilen zusammengebaut, mit dem Ziel, diese möglichst fehlerfrei und funktional auszustatten. Dennoch sind die Roboter im Endeffekt Einzelanfertigungen.

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Yo-ho-ho

Die Piraten der 7 Weltmeere

Die Piraten der 7 WeltmeereIch schrieb schon mehrfach, dass die Spiele mancher Spieleverlage schon an der Schachtel als ‚wahrscheinlich von Verlag X‘ erkennbar sind. Manchmal aber ist das dann irreführend – zum Beispiel, weil ein Verlag das Aussehen seiner Spiele umstellt, oder weil ein neuer Verlag zufällig das Aussehen kopiert.

So geschehen mit dem Spiel Die Piraten der 7 Weltmeerem, dessen deutsche Version von 2Geeks kommt, und das im Original aus der Ukraine stammt, Herausgeber dort ist I♥Games. Als ich das Spiel auf den Tisch packte, war allerdings die erste Reaktion „Ach, ein Spiel aus Korea“ – bislkang waren diese Metallschachteln eher von Gamescience her bekannt. Beim Auspacken entdeckte man aber schnell erste Unterschiede.

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