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Immer auf der Hut vor dem Hut

BlackHatBlack Hat

Als “Black Hat” werden Hacker bezeichnet, die sich, weil sie es können, mit den besonders aufwendigen Sicherheitssystemen von Computernetzwerken anlegen, sich darin bewegen wo sie hin wollen, sei es für Nervenkitzel oder um daraus finanzielle Vorteile zu erlangen, aber es kommt ihnen nicht unbedingt darauf an, dort zuerst reinzukommen, sondern vielmehr zu kommen und zu gehen ohne Spuren zu hinterlassen. Und genau darum geht es auch in diesem Spiel – bis zu sechs Hacker versuchen, möglichst geschickt in ein Netzwerk einzudringen und an Daten und Zugänge zu gelangen, die sich lohnen, und sich dabei nicht erwischen zu lassen.

Heute soll um umgerechnet 16:00 MEZ Uhr das Kickstarter-Projekt starten, mit dem das Spiel (teil-)finanziert werden soll. Auf der Projektseite steht jedenfalls, dass die 6.000 €, die das Projekt bringen soll, nur einen Teil der Produktionskosten ausmache, der Rest kommt aus der Kasse des Herstellers.

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Fluchtgedanken

Bedpans and Broomsticks

Bedpans & Broomsticks

Mayfair ist ein ziemlich alter Spieleverlag in den USA, dort vor allem bekannt für seine Eisenbahnspiele und als Hersteller der amerikanischen Lizenzausgaben von vielen anderen Spielen, u.a. den Siedlern von Catan. Eine Zeitlang produzierte Mayfair auch unter dem Label ‘Role Aids’ Material für Rollenspieler, der Arm des Unternehmens wurde dann später von TSR gekauft.

Aber Mayfair produziert auch einige eigene Spiele, wie Nuns on the Run, das wir vor etwa zwei Jahren besprochen haben. Der Autor Fredrick Moyersoen scheint ein Faible zu haben für Schleich- und Rennspiele, zumindest ist auch das aktuelle Bedpans & Broomsticks ein solches. Es handelt sich also nicht, wie man bei dem Namen vielleicht vermuten könnte, um eine Persiflage auf D&D, sondern um ein Brettspiel.

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Schafe sammeln

Ivor the EngineSchafe sammeln

Ivor the Engine

Wenn man von Zeichentrick und Lokomotiven spricht, denkt man hierzulande meist nur an zwei Fernsehserien: Thomas und seine Freunde (Orig.: Thomas the Tank Engine and his Friends) und Chuggington. Ansonsten fällt einem vielleicht noch Die kleine Lokomotive ein, ein Zeichentrickfilm, der auch im Disney-Film Dumbo zitiert wird. In Großbritannien ist dahingegen vielen noch eine weitere Lokomotive in Erinnerung, die ‘in der Ecke links oben in Wales’ fuhr: 1959 lief bereits die schwarz-weiße Trickfilmserie Ivor the Engine, die in den 70er Jahren größtenteils in Farbe neu aufgenommen und ausgestrahlt wurden.

Ivor ist auch heute noch im UK bekannt; die “Bücher zur Serie” erschienen ursprünglich 1962 und in den 1970ern, wurden dann aber 2006/2007 neu aufgelegt – auch wenn sie in einigen Büchereien nicht in den bestand aufgenommen wurden, weil man sie nicht für politisch korrekt hielt. Aber auch Musikgruppen – von Bad Manners bis The Who – zitierten die Lok; und 2011 erschien sogar ein Spiel auf iTunes um die Lokomotive. Dieses Jahr brachte Surprised Stare Games dann Ein Brettspiel zu gleichen Thema heraus.

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Robo-Freizeit

Steam Park

Steam Park

Was machen Roboter, wenn sie einmal nichts zu tun haben? Dieser Frage ist der Mailänder Verlag Cranio Creations nachgegangen und hat den Steam Park entdeckt, in dem sie wie in einem Vergnügungspark ihre Freizeit auf Fahrgeschäften verbringen können.

Leider ist das ganze aber in einer steampunkigen Welt angesiedelt, so dass der Betrieb der Parks auch zu einer gewissen Verschmutzung führt, die im Zaum gehalten werden muss. Und am Ende sollen die Attraktionen natürlich auch noch Geld einbringen.

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Filmklassiker

Seven Swords

Seven Swords

Die sieben Samurai ist sicherlich so ziemlich jedem ein Begriff – und das Motiv der sieben Elitekämpfer, die ein Dorf gegen eine ganze Armee von Banditen verteidigen, ist schon oftmals in diversen Versionen verfilmt worden. So zum Beispiel in den Filmen Die glorreichen Sieben, Winnetou und sein Freund Old Firehand, Sador – Herrscher im Weltraum und Das große Krabbeln, dem Anime Samurai 7 oder dem Stephen-King-Roman Wolfsmond.

GenX verpackt dieses Thema diesmal in ein Brettspiel für 2 Spieler – einer kontrolliert die Banditen, die das Dorf überfallen wollen, der andere die sieben Samurai (und was sie so vorbereitet haben). Welche Ziele wer jeweils verfolgt, sollte klar sein…

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Zheleznaia doroga

Russian Railroads

Russian Railroads

Vor wenigen Tagen wurde der Publikumspreis Deutscher Spielepreis verliehen. Im Gegensatz zum Kritikerpreis Spiel des Jahres werden die Preisträger bei diesem Preis über eine allgemeine Umfrage im Internet ermittelt – zumindest seit dem Multiplikations-Skandal des Jahres 2000 (der Spielepreis war also sozusagen eine Art Vorläufer des Gelben Engels ;-) ). Die Stimmen werden in der Regel von Vielspielern abgegeben, was sich auch in der Liste der Preisträger widerspiegelt.

Preisträger war das Hans-im-Glück-Spiel Russian Railroads, das auch bei uns noch auf der ‘To Do’-Liste stand. Während der SPIEL hat dann meine Testrunde – die tagsüber keine Zeit für einen Messebesuch hatte – dann das Spiel tatsächlich getestet. Hier die Ergebnisse der Runden – man hat mehrere Tage gespielt (siehe unten, wieso).

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Elementares Energiegerangel

Ortus

Ortus

Wenn man über niederländische Spieleverlage spricht, fällt einem schnell auf, dass diese – verglichen mit Herausgebern anderer Länder – sehr oft für ihre Verlagsnamen ihre Muttersprache verlassen. Englisch scheint die Sprache der Wahl zu sein, auch wenn man im Lande der Windmühlen normalerweise Niederländisch und Friesisch spricht. Dies gilt auch für den Utrechter Herausgeber FableSmith, die sogar die nötige Energie aufgebracht haben, die gesamte Verlagswebsite auf Englisch zu schreiben.

À propos Energie: Die wollen auch die Krieger des Tiger- und auch die des Drachenordens haben. Energiequellen befinden sich in der Arena, und sie zu besetzen, ziehen die Elementarkrieger beider Orden gegeneinander ins Feld…

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Konservengötter

Kanzume Goddess   
Kanzume Goddess

Deckbuilder sind noch nicht ausgestorben, allerdings sind sie auch nicht mehr so präsent in den Neuheitenlisten wie noch vor wenigen Jahren. Hin und wieder erscheint noch ein neues Deckbuilding-Spiel; vor allem in Asien scheint diese Form des Spiels sich noch ungebrochener Beliebtheit zu erfreuen. Und hin und wieder wird dann auch ein derartiges Spiel übersetzt – meist ins Englische, und vielleicht dann auch irgendwann einmal ins Deutsche, aber das geschieht eher selten.

Ein Verlag, der derartige Übersetzungen durchführt, ist Japanime Games aus den USA, von dem auch Tanto Cuore übersetzt wurde (die Links führen zu unseren Rezensionen des Basissets und der ersten Erweiterung). Obwohl der Firmenname auf Japan verweist, stammt Kanzume Goddess allerdings nicht aus Japan, sondern aus China. In dem Spiel streiten Götter aus zwei westlichen Pantheons – den Asen und den Olympern – um die Vorherrschaft.

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Industriegiganten

Titans of IndustryTitans of Industry

Ein ganz großer Spieler, wenn es darum geht, kleinere Hersteller bei der Produktion von Spielen und der Finanzierung über Crowdfunding zu unterstützen, ist Game Salute. Nachdem eine Reihe Spiele nur mit amerikanischem Shipping angeboten wurden, bietet Game Salute seit einiger Zeit internationalen Versand an – und das sogar zu halbwegs akzeptablen Konditionen. Porto aus den USA nach Europa ist teuer, das darf man nicht vergessen – und die letzte Preiserhöhung der US-Post hat das noch weiter verschlimmert.

Die Spiele werden, wie gesagt, originär von anderen Verlagen herausgebracht, und Game Salute unterstützt diese bei der Produktion, beim Versand / Verkauf und beim Finanzierungsprozess. Titans of Industry beispielsweise wurde von Gozer Games LLC herausgebracht. Drei bis sechs Spieler versuchen als Firmenmanager in sieben Jahren so viel wie möglich mit der Firma zu erwirtschaften – allerdings geht es um Siegpunkte, und weniger um Geld. Dazu muss man Waren produzieren, sie verkaufen, Arbeiter anlernen etc.

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Interstellare Machtkämpfe

QuantumErstverkaufstagQuantum (Erstverkaufstag)

FunForge ist – bei dem Namen vielleicht ein wenig überraschend – ein französischer Verlag aus Paris. Das sollte man aber kaum glauben, wenn man die Versionen ihrer Spiele sieht, die sie beispielsweise in Essen zeigen. Die Spiele wirken eher wie amerikanische oder englische Produkte – vor allem, wenn man nur eine englische Spielregel in der Schachtel findet.

Auf der letzten Spiel wurde Quantum vorgestellt, das am heutigen 24. Januar den offiziellen Erstverkaufstag (in Europa?) hat. Damit endet für manche Fans eine lange Wartezeit – angekündigt wurde das Spiel bereits Mitte vorigen Jahres, Vorbestellungen für Essen eröffneten am ersten August (und in Essen war das Spiel auch erhältlich). Seit November sollte es in Nordamerika erhältlich sein.

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