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Konservengötter

Kanzume Goddess   
Kanzume Goddess

Deckbuilder sind noch nicht ausgestorben, allerdings sind sie auch nicht mehr so präsent in den Neuheitenlisten wie noch vor wenigen Jahren. Hin und wieder erscheint noch ein neues Deckbuilding-Spiel; vor allem in Asien scheint diese Form des Spiels sich noch ungebrochener Beliebtheit zu erfreuen. Und hin und wieder wird dann auch ein derartiges Spiel übersetzt – meist ins Englische, und vielleicht dann auch irgendwann einmal ins Deutsche, aber das geschieht eher selten.

Ein Verlag, der derartige Übersetzungen durchführt, ist Japanime Games aus den USA, von dem auch Tanto Cuore übersetzt wurde (die Links führen zu unseren Rezensionen des Basissets und der ersten Erweiterung). Obwohl der Firmenname auf Japan verweist, stammt Kanzume Goddess allerdings nicht aus Japan, sondern aus China. In dem Spiel streiten Götter aus zwei westlichen Pantheons – den Asen und den Olympern – um die Vorherrschaft.

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Industriegiganten

Titans of IndustryTitans of Industry

Ein ganz großer Spieler, wenn es darum geht, kleinere Hersteller bei der Produktion von Spielen und der Finanzierung über Crowdfunding zu unterstützen, ist Game Salute. Nachdem eine Reihe Spiele nur mit amerikanischem Shipping angeboten wurden, bietet Game Salute seit einiger Zeit internationalen Versand an – und das sogar zu halbwegs akzeptablen Konditionen. Porto aus den USA nach Europa ist teuer, das darf man nicht vergessen – und die letzte Preiserhöhung der US-Post hat das noch weiter verschlimmert.

Die Spiele werden, wie gesagt, originär von anderen Verlagen herausgebracht, und Game Salute unterstützt diese bei der Produktion, beim Versand / Verkauf und beim Finanzierungsprozess. Titans of Industry beispielsweise wurde von Gozer Games LLC herausgebracht. Drei bis sechs Spieler versuchen als Firmenmanager in sieben Jahren so viel wie möglich mit der Firma zu erwirtschaften – allerdings geht es um Siegpunkte, und weniger um Geld. Dazu muss man Waren produzieren, sie verkaufen, Arbeiter anlernen etc.

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Interstellare Machtkämpfe

QuantumErstverkaufstagQuantum (Erstverkaufstag)

FunForge ist – bei dem Namen vielleicht ein wenig überraschend – ein französischer Verlag aus Paris. Das sollte man aber kaum glauben, wenn man die Versionen ihrer Spiele sieht, die sie beispielsweise in Essen zeigen. Die Spiele wirken eher wie amerikanische oder englische Produkte – vor allem, wenn man nur eine englische Spielregel in der Schachtel findet.

Auf der letzten Spiel wurde Quantum vorgestellt, das am heutigen 24. Januar den offiziellen Erstverkaufstag (in Europa?) hat. Damit endet für manche Fans eine lange Wartezeit – angekündigt wurde das Spiel bereits Mitte vorigen Jahres, Vorbestellungen für Essen eröffneten am ersten August (und in Essen war das Spiel auch erhältlich). Seit November sollte es in Nordamerika erhältlich sein.

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Aztekenkarten

serpentstonesSerpent Stones

Game Salute ist ein Amerikanischer Spieleherausgeber, der für die Finanzierung neuer Spiele sorgt. Anders als die Spieleschmiede, die das in eigener Regie durchführt und in der Hauptsache noch einen Spielehandel betreibt, macht Game Salute direkt auf Producer, sprich: Game Salute bietet für Verlage nicht nur die Finanzierung sondern auch Vertrieb/Distribution, Unterstützung des Herstellungsprozesses etc. Außerdem hat Game Salute keine eigene Infrastruktur, um die Finanzierung im Crowdfunding durchzuführen, sonder nutzt hierfür die Dienste von Kickstarter.

Ein Spiel, das zur Zeit auf diesem Weg finanziert wird, ist Duco, das wir vorige Woche besprochen haben. Schon vor einiger Zeit – genau genommen im Juli/August 2012 – wurde Serpent Stones finanziert, das in Essen gezeigt wurde.

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Verbotsworte

TabuTabu

Ein altes und doch neues Spiel soll Tabu sein, wurde uns von Hasbro auf der SPIEL mitgeteilt. Und ja, wer das Spiel kennt, wird beim Öffnen der Schachtel feststellen, dss da neues Material in der Schachtel ist.

Ursprünglich erschien Tabu (Taboo) im Jahr 1990 unter dem Label MB-Spiele. Das Spiel war gleich 1990 eines der fünf Mensa Select-Spiele, und 1992 auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres. Seither gab es verschiedenste Versionen, unter Namen wie Tabu XXL, Tabu Junior, Prominenten Tabu, Tabu Body Talk etc. Die neue Ausgabe hat keinen besonderen Namen, sondern läuft einfach nur unter Tabu. Auf der Hasbro-Webseite ist zur Zeit allerdings eine andere Ausgabe zu sehen.

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Musiker ärgere Dich nicht

chromatical gamblerThe Chromatical Gambler

Auf der SPIEL stehen Verlage aus den verschiedensten Ländern, und mit verschiedensten Ansprüchen an die Spiele und Spieler. Von alten Klassikern bis zu brandneuen Spielen, aus allen besiedelten Erdteilen ist alles vertreten, was Rang und Namen hat – oder sich bekannt machen will.

Ein ‘Neuling’ auf der SPIEL (zumindest war es das erste Mal, dass wir über ihn gestolpert sind) dürfte Weltmusik Edition International aus Wien in Österreich sein. Der Verlag gibt in erster Linie Noten, Bücher und CDs heraus, hat aber auch drei Brettspiele im Angebot. Eines von diesen ist The Chromatical Gambler. das Spiel soll dabei helfen, Tonleitern und Notenlesen zu üben.

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Dauerbaustelle

TrainsStationsTrains and Stations

Die Themen für Spiele scheinen bei weitem nicht so breit gesät zu sein, wie man oftmals annimmt. Manche Themen kommen immer wieder, in immer wieder neuen Konstellationen. So sind Zombies, Kriege, Quizze oder auch der Aufbau einer Stadt oder eines Landes immer wiederkehgrende Themen. Oder auch der Eisenbahnbau. Schon Dave Watt’s Dampfross (Railway Rivals) gehörte in diese Reihe, wie auch die 18xx-Spiele, Zug um Zug, TransAmerica / TransEuropa etc.

Auch dieses Jahr gab es wieder eine Reihe neuer Eisenbahnspiele. Eines davon ist das durch Wizk!ds hetrausgebrachte Trains and Stations, ein Spiel, das den Pioniergeist der amerikanischen Gründungszeit zu erwecken versucht. Der Eisenbahnbau von Ost nach West war ja eine der ganz großen Pioniertaten der amerikanischen Geschichte, und durch den Eisenbahnbau entwickelte sich auch eine ganze Reihe von Wirtschaftszweigen. In Trains and Stations wird allerdings nicht unbedingt von Ost nach West gebaut, sondern dort, wo die Spieler es für sinnvoll erachten.

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Produziert wird immer

GlasstrasseDie Glasstraße

…das gilt zumindest für Die Glasstraße, die Messeneuheit aus dem Hause Feuerland. In einer rechteckigen und wirklich vollgepackten Schachtel findet der Spieler sehr viel Material, das dieses simulieren soll:

  • 1 Gebäudetafel
  • 4 Landschaftspläne
  • 4 Produktionstableaus – auf diesen müssen noch Zeiger montiert werden
  • 4 Sätze a 15 Personenkarten
  • 51 Landschaftsplättchen
  • 24 große Waldplättchen
  • 93 Gebäudeplättchen
  • 40 Warenmarken aus Holz – diese werden vor dem ersten Spiel mit Aufklebern versehen
  • 1 Startspielerkelch aus Karton
  • die Spielanleitung
  • 10 Ziplocktüten, um das ganze nachher zu verstauen

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Wo(h)ingenau?

cafemelangeCafé Melange

Keine Angst, der Titel ist kein Tippfehler, und wir ändern das Blogthema auch nicht auf Pokémon um. Wohin genau ist vielmehr die Frage, die sich dem Kellner im Spiel Café Melange stellt, wenn es darum geht, Gäste in seinem Café auf Stühlen zu platzieren. Die Gäste haben nämlich so ihre eigenen Vorlieben, und wollen, wenn möglich, auch noch mit irgendeinem Prominenten am Tisch sitzen, was zu einer Menge Denkarbeit führt.

Café Melange ist ein Spiel von Clicker, von denen wir ja in den letzten Jahren bereits unter anderem Schinderhannes und fleet 1715 besprochen haben. Beides sind sehr schöne Spiele, die als Solo- bzw. als kompetitives Spiel logische Denksportaufgaben anbieten – und dasselbe geschieht auch wieder bei Café Melange. Spielen tut das, wie der Name bereits vermuten lässt, in einem Wiener Caféhaus, und zwar im ersten Quartal des Jahres 1910. Man muss aber nicht auch noch Melange (Kaffee und Milch in gleichen Teilern unter einer Haube aus Milchschaum, also einem Zwischending zwischen Latte Macchiato und Cappuccino nicht unähnlich) trinken, um es zu spielen.

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Tassenspielereien

CopaCopa

Sehr gerne rezensieren wir hier Spiele von Steffen-Spiele, denn diese zeichnen sich eigentlich durch die Bank nicht nur durch gute Spielideen aus, sondern auch durch Spielmaterial, das extrem hochwertig ist. So haben wir in den letzten Jahren aus diesem Verlag Spiele rezensiert wie Soluna, Pescado, Kulami, oder auch die Schokolade-Spiele SchoK.O. und Schokoly.

Dieses Jahr wurde der Verlag zehn Jahre alt, und ließ sich nicht lumpen: mit Copa gibt es ein Spiel in einer größeren Schachtel als bei Steffen-Spiele bislang verwendet wurde, und in einem schlichten, edlen weiß. Der Name und sechzehn Holzschalen mit Bohnen sind alles, was man auf dem Deckel sieht. Ein wenig erinnert die Aufmachung an den großen Klassiker Kalah, den es unter ‘zig Namen gibt, und der wohl ursprünglich aus Afrika stammt. Man muss aber kein Hellseher sein um vorherzusagen, dass Steffen Spiele mehr aus dem Material macht.

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