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Römische Architektur

Porta Nigra

Porta NigraAugusta Treverorum – älteste Stadt in Deutschland, von der man das nachweisen kann – heißt heute Trier, liegt in Rheinland-Pfalz und beherbergt einige gut erhaltene Werke alter römischer Baukunst.

Um eben diese Bauwerke geht es bei Porta Nigra – die gleichnamige ist eines der vier historischen Bauwerke, die die Spieler in diesem Spiel von Eggert-Spiele errichten wollen. Dass dazu einiges an Taktik vonnöten ist, merkt man allerdings schnell.

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Seelensammler

Fayre of the Forgotten – Crowdfunding-Start / EVT

Fayre of the ForgottenStart der Crowdfunding-KampagneBislang war die Thoughtfish GmbH im Bereich des Social Gaming unterwegs – die Smartphone-App Trucify versucht seit einem Jahr, die Schwarmintelligenz zu allen möglichen Themen zu befragen. Ab dem heutigen Tag versucht man dort aber auch, ein Brettspiel an den Mann oder die Frau zu bringen – zunächst einmal über eine Crowdfunding-Kampagne. Die Kampagne startete heute und ist hier zu finden.

In Fayre of the Forgotten geht es auf einen klassischen Jahrmarkt, mit Schießbude, Hau den Lukas, Hellseher und allem drum und dran. Leider ist im Herzstück, dem Spiegelkabinett, ein verfluchter Spiegel zu finden, der jedem, der hineinblickt, einen Teil der Seele stiehlt. Wenn man oft genug hinein schaut, kann man den Jahrmarkt schließlich nicht mehr verlassen – so wie die sieben Schausteller, die die Spieler im Spiel verkörpern können.

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Bewerbung alternativ

Foretold: Rise of a God

ForetoldWenn man sich heutzutage auf einen Job bewirbt, verläuft das – zumindest in den Grundzügen – nach einem allgemeingültigen Schema. Das war nicht immer so, und auch in Film und Literatur gibt es berühmt Ausnahmen – ein verrücktes Genie akzeptiert vielleicht Bewerbungen im Stile einer Klingonischen Beförderung, oder ein wichtiger Posten am Hofe eines Kaisers wird über ein Turnier vergeben.

So ähnlich geht es auch zu in Foretold: Rise of a God von Apotheosis und Legion. Bis zu vier Anwärter auf einen Posten als niedere Gottheit müssen beweisen, dass sie nicht nur ihre Gläubigen zufriedenstellen können, sondern sich auch in den Auseinandersetzungen mit Möchtegern-Göttern durchsetzen können. Mit einem kleinen Tempel, ein paar Gläubigen und der Möglichkeit, diese weiter auszubauen, müssen sie sich gegenseitig aus dem Rennen werfen.

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Ablasssammlung

Domus Domini

Domus DominiWir befinden uns im Burgund, im Jahr 1122. Peter der Ehrwürdige – oder, wie man ihn damals nannte: Petrus Venerabilis kommt als frischgebackener Abt nach Cluny, um sein Kloster in Augenschein zu nehmen. Letzteres ist allerdings weit weniger 'fertig' als der Abttitel: die wirtschaftliche Lage von Cluny ist mit einem Wort gesagt hundsmiserabel. Glücklicherweise aber gehören zu Cluny noch ein paar nachrangige Klöster, und so werden diese aufgefordert, Nahrungsmittel nach Cluny zu liefern. Dafür erhalten sie dann Ablassbriefe und finanzielle Unterstützung.

In dieser Situation finden sich die Spieler bei Domus Domini, das voriges Jahr – im zweiten Anlauf – über StartNext finanziert wurde.Jeder Spieler stellt einen Klostervorsteher dar, der dem Kloster Cluny Bier, Käse und Kräuter zur Verfügung stellt und dafür Ablassbriefe erhält. Aber je mehr Ablassbriefe es in einer Runde gibt, desto weniger Geld erhält das entsprechende Kloster in der Folgerunde – getreu dem christlichen Gedanken gibt es das Geld für die bedürftigeren Kollegen, die weniger liefern konnten…

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Verloren im Nebel

Nebel über Valskyrr

Nebel über ValskyrrVoriges Jahr lief vom 10. März bis zum 2. April das Kickstarter-Projekt zu Mistfall. Das Projekt war sehr erfolgreich: nach nur sechs Stunden war die gesuchte Finanzierungssumme bereits zusammen, und am Ende der gut drei Wochen war gut das siebenfache des erforderlichen Betrages zusammengekommen. Auch die Erfüllung war vorbildlich: während als Erfüllungstermin August/September angekündigt war, wurde bereits im Juli versandt – amerikanische und australische Pledger mussten naturgemäß etwas länger warten als europäische, da aus Rumänien versandt wurde, aber auch in Australien waren die Spiele Anfang September durch den Zoll.

Ungefähr zu dieser Zeit erschien dann auch die deutsche Ausgabe unter dem Titel Nebel über Valskyrr als Kooperation des rumänischen Herausgebers NSKN und des Heidelberger Spieleverlages. Da es mit einigen anderen ähnlichen Spielen kollidierte, die teilweise über die gleiche Quelle erhältlich sind (zum Beispiel das Pathfinder Abenteuerkartenspiel: Unter Piraten (Link zu unserer Rezension), kommen wir erst jetzt zur Rezension der Nebel. Wie ich weiter unten erläutere, hatte allerdings das Regelheft auch seinen Anteil an der Verzögerung.

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Ko-apperativ

XCOM – Das Brettspiel

XCOMWer erinnert sich noch an die XCOM-Reihe? Seit 1994 gibt es diese Reihe rundenbasierter Computerspiele, bei denen man die Welt gegen eine Invasion (meistens aus dem All, obwohl auch die Tiefsee als Quelle der Invasoren genutzt wurde) verteidigen muss. Neben sechs Spielen (und zwei "Third-Person-Shootern“) gab es auch eine ganze Reihe weiterer Spiele anderer Hersteller (kommerziell und als Opensource-Spiele), die sich in diese Reihe einzusortieren versuchten. Da überrascht es nicht, dass die Spielidee irgendwann auch als Brettspiel umgesetzt wird.

Allerdings ist die Umsetzung ungewöhnlich geworden. XCOM – Das Brettspiel ist ein kooperatives Brettspiel, das nicht rein kartengesteuert durchgeführt wird, sondern zu einem nicht unwesentlichen Teil durch eine App gesteuert wird. Das heißt, dass ein Smartphone notwendig ist – wobei es die App sowohl für Android als auch für iOS erhältlich ist und gratis heruntergeladen werden kann. Ohne die App kann man das Spiel allerdings nicht spielen – aber die App ist ohne das Spiel ebenfalls ziemlich nutzlos.

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Baden-Powells Freibeuter

Pathfinder Abenteuerkartenspiel: Unter Piraten

Unter PiratenRollenspiel ist eine Freizeitbeschäftigung, die leider immer noch relativ schief angesehen wird. Auch in meiner Testrunde gab es zu Beginn Spieler, für die Rollenspiel eine Freizeitbeschäftigung von sozial unfähigen Geeks war, die sich nur deshalb zu Cons treffen, weil sie ansonsten gar keine Freunde finden können. Inzwischen haben diese Spieler allerdings eingesehen, dass man Rollenspieler nicht derart über einen Kamm scheren kann – immerhin ist das Spiel selber ja auch eine soziale Angelegenheit, und man übt soziales Verhalten (wenn man nicht gerade auf Hack’n’Slay steht). Ausnahmen, die auch nach Jahrzehnten Rollenspiels tendenziell unsoziale Verhaltensweisen an den Tag legen, sollöte man auch tatsächlich als solche betrachten.

Es gibt eine ganze Reihe von Spielen, die auf den verschiedensten Wegen Spieler an das Phänomen Rollenspiel heranführen können. Neben Brettspielen wie HeroQuest oder Descent, die sich das Erforschen von Verliesen zum Thema gemacht haben, gibt es auch Spiele wie Arkham Horror oder Pandemie, bei denen Spieler in verschiedenen 'Rollen' auf einem Spielfeld ein gemeinsames Problem zu lösen suchen. Einen Schritt weiter als letztgenannte Spiele geht das Pathfinder Abenteuerkartenspiel, das die Spieler sozusagen kartengesteuert und ohne Spielleiter in Rollenspielabenteuer verstrickt.

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Das Leben ist doch viel zu kurz

The Pursuit of Happiness

Pursuit of Happiness…neu ist das sicher nicht gerade, aber umso deutlicher teilt man diese Ansicht nach einer Partie The Pursuit of Happiness aus dem Hause Artipia Games. Per Kickstarter hat der griechische Verlag hier ein Spiel herausgebracht, in dem man versucht, in einem Leben (das wirklich ganz fix vorbei sein kann) all das zu erreichen, was man gerne möchte.

Leben – Moment mal, Spiel des Lebens? Nein, mit dem altbekannten glückslastigen Spiel mit dem Glücksrad in der Mitte hat das hier nur grob die Thematik gemein – ansonsten ist es weit freier, die Spieler können so ziemlich alle Möglichkeiten nutzen, die ihnen dieses Leben so bietet – wenn sie es denn in die Lebenszeit hineinbekommen…

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Ich mach aus deinem Drilling dann mal ein Full House…

Rakpoka

rakpokaWas passiert, wenn man zwei sehr populäre Spiele, die miteinander eigentlich nicts zu tun haben, nimmt, in einen Mixer packt und abdrückt? Nun,wenn die Zutaten Poker und Scrabble heißen, heißt das Resultat Rakpoka, und kommt aus London.

Wie bitte – Poker und Scrabble? Wie soll denn das gehen? Die Frage ist berechtigt, aber schauen wir mal erst nach Gemeinsamkeiten – in beiden Spielen geht es um Kombinationen, wobei es bei Scrabble um solche aus Buchstaben (gemeinhin als Wörter bekannt), bei Poker um passende Karten geht. Und wie bringt man das unter einen Hut, oder auch auf ein Spielbrett?

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Oansu, Tsuwoa, gusufa

Tanto Cuore: Oktoberfest

Tanto Cuore: OktoberfestMeist kurz vor der Spiel findet in München das Oktoberfest – auf Münchnerisch: die Wiesn – statt. Kaum jemand weiß heutzutage noch, dass das Fest vor 205 Jahren anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Holdburghausen entstand. Neben vielen öffentlichen und Privaten Feiern fand am 17. Oktober 1810 ein Pferderennen statt, das bereits auf der hbeutigen Theresienhöhe (damals hieß sie noch Sendlinger Berg) ausgetragen wurde, und das die Tradition begründete – und nur selten einmal, dann aber meist kriegsbedingt (1813 – Frankreich, 1914-1918, 1930-1945) ausfiel – ansonsten noch wegen der Inflation 1923/1924. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es an das Septemberende vorverlegt, mit dem Abschluss am ersten Oktoberwochenende.

Heutzutage ist das Oktoberfest als das größte Volksfest in Deutschland eine Touristenattraktion, die Besucher aus aller Herren Länder anzieht. Außerhalb Europas haben sich vor allem die Amerikaner und die Japaner einen Ruf als besonders eifrige Oktoberfestgänger erworben – und das, obwohl (oder gerade weil) beide auch nicht im Ruf stehen, das Bier dort besonders gut zu vertragen. Kein Wunder also, dasss auch die Herrschaften der japanischen Dienstmädchen in Tanto Cuore sich auf den Weg gen Bavaria machen. Anscheinend reicht ihnen das japanische Oktoberfest nicht, das von April bis Oktober an verschiedenen Stellen in Japan Station macht.

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