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Baustelle

Robot Factory

Robot FactoryEin Computer ‘denkt’ ja viel schneller als ein Mensch, und so dürfte es nicht wundern, wenn so ein Roboter sich auch am stressigsten Tag des Jahres in der Fabrik noch langweilt. Und so haben die Roboter dieser Firma ein Wettrennen erfunden, in dem sie nebenbei – neben ihrer normalen Tätigkeit – noch eigene Roboter zusammenbauen.

Das ist die Geschichte des Spiels Robot Factory von Roll D6 Games, zu dem heute die Crowdfunding-Kampagne startet. Wir hatten einen Prototyp vorliegen, in dem natürlich einige Bestandteile noch nicht die endgültige Form hatten.

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Wirren des Bürgerkrieges

Conjurers

Der König ist tot , es lebe… der Bürgerkrieg? Dieser Effekt eines Königsmordes ist in der Hintergrundgeschichte von Conjurers eingetreten, und die einzelnen Orte suchen verzweifelt nach Helden, die sie vor den kriegerischen Horden schützen können. Um den am besten geeigneten Helden zu finden, wird ein Turnier abgehalten, und die Spieler stellen Zauberer dar, die an eben diesem Turnier teilnehmen wollen.

Der dänische Verlag Wonder Games ist eigentlich der Eigenverlag von Niels Wonsyld, der mit dem Spiel voriges Jahr seinen Erstling auf den Markt brachte. Die Schachtel ist modern-quadratisch, dick und schwer. Dementsprechend ist auch eine Menge Material drin, das aber ein wenig seltsam zusammengestellt wirkt.

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Elementares Vierfachschach

Loka

Loka

Hat es euch eigentlich beim Schachspielen schon mal gestört, dass grundsätzlich der Angreifer schlägt, und dabei nicht verlieren kann? Mich schon, und Alessio Cavatore wohl auch.

Dieses Problem gibt es bei Loka nicht – das ganze erinnert im ersten Moment ganz bewusst stark an Schach, aber es hat eben auch Elemente, die man sonst eher aus dem Tabletopbereich kennt.
Zuerst einmal das Spielbrett – es ist beidseitig bespielbar, auf der Rückseite findet sich ein ganz gewöhnliches Schachbrett, wer unbedingt will, kann mit den Loka-Figuren auch Schach spielen (Regeln dazu, wer sie nicht kennt, liegen ebenfalls vor – im Anhang an die Loka Regel (alles in Englisch).

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Ei-Volution

velociraptorVelociraptor! Cannibalism!

…oder auch (zumindest in schöner Regelmäßigkeit) “Guten Appetit”, könnte man zu diesem durchaus humorigen Spiel sagen, das uns aus den USA erreicht. Es wurde per Kickstarter gefunded, und das so erfolgreich, dass eine “Mythos Expansion” direkt mitgeliefert wurde (ja, es ist der Cthulhu-Mythos gemeint… was sonst).

In der doch eher schweren quadratischen Schachtel (Standardmaß 30 x 30) befinden sich neben der Spielanleitung (in Englisch):

  • 8 (+4) Spielertableaus
  • 70 (+10) Körperteil-Karten
  • 92 (+20) Dschungel-Karten
  • 10 Klima-Karten
  • 30 Eiermarker
  • einige Ziplocktüten

(Angaben in Klammern beziehen sich auf die zusätzlichen Materialien der Mythos Expansion)

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Es ist was faul im Märchenland…

12 Realms12 Realms

…zumindest ist da einiges an Chaos los, und die Spieler sollen’s wieder richten… Aber a propos Chaos: Das herrscht auch zumindest erst mal auf dem Deckel von 12 Realms – so viele Logos auf ein und demselben Spiel habe ich lange nicht gesehen. Und auf der Rückseite noch mehr… ja was denn… dem Uneingeweihten erschließt sich nicht so ganz direkt, wer denn nun eigentlich dahintersteckt, und woher das Spiel überhaupt stammt.

Immerhin, es ist doch eine deutsche Version (eine englische gibt’s auch, bzw. bald wieder, derzeit ist sie wohl vergriffen, und eine französische wird gerade bei Ulule finanziert). Um das ein wenig zu erklären bedarf es einer kleinen Vorgeschichte: 12 Realms wurde per Kickstarter Crowdfunding ins Leben gerufen, der Verlag Mage Company (Sitz in Bulgarien) hat sich einige Partner mit ins Boot geholt (so z.B. die SpieleSchmiede), das Funding ist Anfang 2013 gelungen und zur Spiel 2013 ist das Ganze dann erschienen.

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Agentenkämpfe

IPAIPA – The Agents

Auch aus Dänemark kommen Spiele. Das überrascht unsere Leser wahrscheinlich nicht mehr völlig – immerhin haben wir vor einiger Zeit bereits Rising Kings und MimIQ besprichen, die beide aus diesem Land stammen. Ein weiterer Kleinverlag, der ein wirklich großes Spiel veröffentlichte, ist Mougil.

Die IPA (Intergalactic Protection Agency) ist eine Organisation, die in einem interstellaren Zusammenschluss mehrerer Nationen dafür zuständig ist, den Frieden zu erhalten und Forschung und Wissenschaft zu sichern. Ursprünglich durch eine Regierung geleitet, haben die Regierungen sich inzwischen größtenteils aus der Verwaltung und Organisation der IPA zurückgezogen, wobei die Leiter der IPA sorgfältig ausgewählt und durch die Außenminister der beteiligten Regierungen gemeinsam gewählt werden. Finanziert wird die IPA durch Sponsoren, die die Möglichkeit haben, gegen Zahlung von beträchtlichen Summen die Dienste der IPA zu mieten. Das Spiel … nun ja, man könnte es als Simulation dessen ansehen, was geschieht, wenn mehrere dieser Aufträge sich widersprechen oder auch als Trainingsmissionen für die Agenten der IPA.

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Sieben – Fünf – Drei

romoloRomolo o Remo?

753 – Rom kroch aus dem Ei. Dieser uralte Merkvers zur Gründung des ewigen Rom ist heutzutage leider ein wenig in Vergessenheit geraten. Vielleicht ist auch die Tatsache ein wenig daran schuld, dass es zwei grundverschiedene Versionen der Gründungsgeschichte gibt: Die beiden ausgesetzten und von einer Wölfin aufgezogenen Jungen Romulus und Remus gerieten über den genauen Ort, wo sie ihre Stadt gründen wollten, in Streit. Nachdem Remus über die provisorischen Mini-Mäuerschen sprang, die die Stadt Romulus’ begrenzten, uferte der Streit aus, denn die Mauern einer Stadt, egal wie hoch, galten als heilig. So erschlug dann Romulus den Remus.

Im Spiel Romolo o Remo? von Giochix geht es ebenfalls um die Statdgründung, allerdings unter etwas anderen Vorzeichen. Die beiden Brüder, sowie die Könige von Antemnae und Crustumerium wetteifern darin, eine möglichst lebensfähige Stadt zu bauen. Dazu gehört nicht nur, die Bevölkerung ernähren zu können und ihr Arbeit zu bieten, sondern auch sich nötigenfalls zur Wehr setzen zu können, wenn die Konkurrenten den Wettstreit mit einer ‘geschliffenen Fachdiskussion’ beeinflussen wollen.

Finanziert wurde das Spiel übrigens über eine Corwdfunding-Kampagne bei der SpieleSchmiede.

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Schatzjäger

relicrunnersRelic Runners

Noch so ein Verlag, dessen Name beim Publikum eher ein verständnisloses ‘Hä?’ hervorruft, der aber schon einige Spiele herausgebracht hat, die dem Vielspieler sicherlich bekannt sind: Days of Wonder hat unter anderem Spiele wie Smallworld, Zug um Zug oder auch Schatten über Camelot, dessen Kartenspielversion wir auch besprochen haben. Für das neue Spiel hat Days of Wonder sich als deutschen Distributor mit Asmodee zusammengetan, die ja auch viele französische Verlage in Deutschland betreuen, aber inzwischen auch eine Menge anderer verlage unter ihrer Obhut haben – das erst vorige Tage besprochene Trains and Stations. Auf mich macht es übrigens den Eindruck, als ob Asmodee sich bevorzugt um Verlage und Spiele für Vielspieler kümmern würde.

Dies gilt eher weniger für Relic Runners, nicht zuletzt weil es vom Thema und vom Material her auch den Gelegenheitsspieler ansprechen wird. Es geht um Forscher, die im Dschungel alte Tempel und Heiligtümer erforschen und die entdeckten Schätze einstreichen. Sicherlich ist es kein Zufall, dass die Entdecker-Illustrationen in manchen Bildern an bekannte Film-Forscher erinnern, auch wenn die Ähnlichkeit mit Ms. Croft oder Mr. Jones eher oberflächlich ist.

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Ein “Best of” Cocktail…?

EsterenShadows of Esteren – Book 1: Universe

Man kann das Rad nicht neu erfinden. Von daher ist es immer wieder eine Frage, die sich stellt, wenn jemand ein neues Rollenspielsystem herausbringt: Wodurch ist das eben besser bzw. anders als das, was schon da war?

Nun, versuchen wir mal diese Frage für Shadows of Esteren zu beantworten. Das ganze heißt im Original übrigens Les Ombres d’Esteren und kommt aus Frankreich. Und wenn man es sich anschaut, bekommt man zwei erste Eindrücke:

  • Es wird viel mehr Wert auf einen stimmigen detaillierten Hintergrund gelegt als auf ein stumpfes Regelwerk;
  • Die Autoren haben gewissermaßen Cherry Picking betrieben, sowohl was die Welt als auch das Spielsystem angeht.

Gerade letzteres ist definitiv kein Vorwurf, sondern nur eine Feststellung. Schließlich haben sich viele Rollenspieler schon gedacht “das Feature aus diesem Spielsystem gefällt mir, dafür wäre mir aber jenes aus einem anderen lieber” – aber das dann mal zusammengebaut haben wenige.
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Mit Volldampf und Musik gegen den Weltuntergang

011011

Was kommt heraus, wenn sich eine exzentrische Band, ein Autor und ein Spieledesigner zusammentun und das Thema Weltuntergang thematisieren? Schmeißt man noch eine gute Portion Dampfzeitalter und Mystizismus dazu, bekommt man ein Komplettpaket, in Form von 011 – einerseits ist das die Telefonvorwahl von Turin, andererseits auch das fiktive Jahr, in dem das Ganze spielen soll. Und entsprechend sieht das auch aus: Der Spielplan zeigt ein viktorianisch/steamiges Turin, und hat unter anderem eine Uhr und ein Getriebe eingebaut. Erstere zeigt an, was die Stunde geschlagen hat (und wie viel Zeit noch bleibt, das Spiel zu gewinnen), das Getriebe gibt an, womit sich wie bewegt werden kann, denn es gibt hier unterschiedliche Transportmittel

Ach ja, Zeit… gegen die spielt man so oder so, und nach 11 Stunden (sprich: Spielzügen) ist Schluss. Bis dahin sollte man die kosmische Harmonie komponiert und die Orgel der Ewigkeit gefunden haben – alles irgendwo in Turin; außerdem sollte man wissen, wer der 8 Protagonisten denn nun der “Auserwählte” ist, der die Welt retten kann, indem er diese Melodie auf eben diesem Instrument spielt, und diesen rechtzeitig zur Orgel bringen… dummerweise wird ab der Mitte des Spiels ein Beteiligter merken, dass ihm das gar nicht so recht ist – denn er ist eigentlich Fenris in Menschengestalt und möchte genau dieses Orgelspiel verhindern.

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