Tag Archiv für USA

Die Vorlieben von Tentakel-Aliens…

Tentacle Bento

Tentacle Bento

…kennt man ja aus diversen Animes und Mangas – hübsche Mädchen. Die gibt es in Hülle und Fülle an der Takoashi Universität, und daher haben die Aliens diese infiltriert und wollen jetzt die Studentinnen… nun, “einkassieren”.

Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines dieser Aliens, und versucht, für sich die meisten Mädchen abzugreifen (und zu verhindern, daß die Mitspieler das tun). Dazu muss man aus den Karten (insgesamt sind es 108) “Captures” bilden, die man dann vor sich ablegt – aber sicher“ sind sie da noch nicht, abgerechnet wird zum Schluss.

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Bleibt alles in der Familie…

Nothing Personal

Nothing Personal

…so könnte man des öfteren denken, wenn bei Nothing Personal mal wieder vakant gewordene Positionen zu besetzen sind. Positionen? Ja, davon gibt es einige, denn auch die “angesehen Familien” haben eine recht strikte Hierarchie, und auf den Sprossen der Leiter möchte man doch sicherlich hinaufklettern und nicht etwa abstürzen – na ja, bei den Fischen schläft es sich so unbequem.

Einem erfolgreichen Crowdfunding bei Kickstarter sei dank konnte GameSalute auf der letzten Spiel mit diesem Spiel aufwarten – und man ist schon recht überrascht. Eine große, schwere Box aus den USA? Da ist man doch sonst manch anderes gewohnt? Mitnichten. Ja, auch in diesem Spiel gibt es viele Counter, aber die sind aus sehr stabilem Karton, bzw. einige sind sogar aus Metall.

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Aztekenkarten

serpentstonesSerpent Stones

Game Salute ist ein Amerikanischer Spieleherausgeber, der für die Finanzierung neuer Spiele sorgt. Anders als die Spieleschmiede, die das in eigener Regie durchführt und in der Hauptsache noch einen Spielehandel betreibt, macht Game Salute direkt auf Producer, sprich: Game Salute bietet für Verlage nicht nur die Finanzierung sondern auch Vertrieb/Distribution, Unterstützung des Herstellungsprozesses etc. Außerdem hat Game Salute keine eigene Infrastruktur, um die Finanzierung im Crowdfunding durchzuführen, sonder nutzt hierfür die Dienste von Kickstarter.

Ein Spiel, das zur Zeit auf diesem Weg finanziert wird, ist Duco, das wir vorige Woche besprochen haben. Schon vor einiger Zeit – genau genommen im Juli/August 2012 – wurde Serpent Stones finanziert, das in Essen gezeigt wurde.

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Alleswächter

sotmSentinels of the Multiverse (Enhanced Edition)

Superhelden als Phänomen sind in den USA viel verbreiteter als in Deutschland – und damit auch Spiele, die sich um Superhelden drehen. So war seinerzeit das Marvel Superhelden-Rollenspiel in Deutschland eher im Bereich Ladenhüter einzuordnen, und das DC Heroes RPG wurde erst gar nicht übersetzt. Und auch neuere Inkarnationen dieser und anderer Rollen- und Brettspiele führen hierzulande eher ein Mauerblümchen-Dasein: im Rollenspielbereich wüsste ich so auf Anhieb nur Super-N.O.V.A., das seit Jahren erscheinen soll, und das einzige, was ich aktiv auf Cons angeboten gesehen habe, war Cartoon Action Hour.

Entsprechend haben auch Superhelden-Brett- und -Kartenspiele es hierzulande eher schwierig. Und so sind wir denn meist auf Importe aus den USA angewiesen, wie beispielsweise bei Sentinels of the Multiverse, das von Greater Than Games hergestellt wird. Auf der SPIEL waren eine Reihe von Exemplaren zu erwerben, und Milan Spiele vertreibt das Spiel auch in Deutschland, ansonsten ist es hierzulande eher schwer zu finden.

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Amerikas Beste

HooyahHooyah

Die Marineinfanterie, Kampfschwimmer und spezielle Landetruppen – in den USA heisst so etwas üblicherweise SEAL. SEALs sind hochspezialisierte Truppen der Navy – der deutsche Begriff Marine verleitet leider zu Ungenauigkeiten, weil amerikanische Marines zwar der Navy angegliedert sind, aber eigentlich eine eigene Truppe darstellen. Bekannte SEALs sind unter anderem der Astronaut und zeitweilige Spacelab-Bewohner William Shepherd und der Wrestler und frühere Gouverneur von Minnesota Jesse Ventura.

Der Kampfruf der SEALs ist “Hooyah”, was angeblich als Abkürzung für “Heard – Understood – Acknowledged” steht. Dieser Kampfruf wurde auch zum Titel eines Kartenspiels zum Thema SEAL-Einsätze.

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Neues von den Küstenzauberern

D&D 5th Ed. angekündigt

Nachdem bereits erste Gerüchte in der New York Times zu lesen waren, wurde es erst via den Twitter-account von @Wizards_DND und dann auch via die Webseite bekannt gegeben (wobei über ersteres Russell Morrisey – @morrus – ein wenig pikiert reagierte.

Es kommt eine neue Version von D&D, das wäre nach aktueller Zählung die 5. Edition. Noch im Frühjahr soll ein offener Spieletest erfolgen, mit dem Ziel das Spiel den SPielern bekannt zu machen, bevor man es als neu verkauft.

Laut der Meldung bei WotC ist die Entwicklung inzwischen so weit, dass Playtests außerhalb der eigenen vier Wände möglich sind, aber es bleibe dennoch viel zu tun. Der erste öffentliche Playtest soll Ende des Monats bei der D&D Experience stattfinden – eine Convention, die in Fort Wayne, IN, stattfinden wird. Das soll auch das letzte Mal sein, dass diese Convention selbständig sein wird: Ab 2013 soll sie in die GenCon eingegliedert werden.

Ich denke, man darf gespannt sein, in welche Richtung sich das Spiel entwickeln wird, wenn (und inwieweit) die Spieler selber ihre Stimmen hörbar machen können. Und man darf wohl auch gespannt sein, ob die Versionskriege zwischen den Editionen – die manchmal die Kreuzzug-artigen Ausmaße einer Diskussion Unix v/s. Windows oder DSA v/s D&D annahmen – durch diese größere Einbindung der Spielerschaft vermieden werden können.

Meine Vorhersage: in beiden Fällen, in denen in nach einer Menge fragte, erwarte ich, dass die korrekte Antwort ‘nur ein kleines bisschen’ lautet.

Neues von Helden

Hero Games schrumpft

Wie ich auf der Seite von ICv2 las, schrumpft der Mitarbeiterstab von Hero Games, dem Herausgeber des Champions Superheldenrollenspiel. Statt bislang drei Mitarbeitern wird ab 2. Dezember nur noch eine einzelne Person die Fahne hochhalten.

Nachdem Darren Watts, zur Zeit Präsident, und Stephen Long, Entwickler für Hero System, am 2 Dezember die Firma verlassen, wird nur noch Jason Walters, General Manager, übrig sein und den Versand und die allgemeinen Aufgaben abhandeln. (Irgendwie seltsam: insgesamt drei Mitarbeiter, und jeder hat einen wohltönenden Titel. Ist ja faast wie ein Blog mit zwei Mitarbeitern: einem Chefredakteur und einem Redakteur… ;) ). Allerdings sind wohl Verhandlungen im Gange, dass die beiden ‘Ehemaligen’ Lizenzprodukte zum Hero System produzieren wollen.


Wer sich ein wenig im System auskennt, weiss, dass Hero Games gerade an einem Buch arbeitet, dem Book of the Empress. Das soll noch herauskommen, angesichts der finanziellen Lage allerdings finanziert über Kickstarter.

Damit scheint die zweite Ära der Superhelden-Rollenspiele endgültig aufs Ende zu zu gehen. Champions, das bereits 1981 erschien, war in beiden Äras gut vertreten – damals erst im Eigenverlag, später dann bei Iron Crown und Talsorian (ich erinnere mich noch gut an das ‘dicke blaue Buch’, die Ausgabe von ICE, und die Runden die wir mit dem regelwerk spielten). Den Schrumpfungsprozess in den 90ern, dem u.a. D.C. Heroes und das originale Marvel Super Heroes RPG zum Opfer fielen, hat es überstanden, und den neuen Aufschwung in der ersten Dekade des neuen Jahrhunderts nutzen können. Zur Zeit ist die Situation wieder eher schlecht – der Wirtschaft sei es ‘gedankt’ – und irgendwie scheint es die Superhelden-Rollenspiele am schnellsten zu erwischen.

Man kann nur hoffen, dass sich die Lage schnell wieder entspannt und dass dem Hero System und Champions noch viele Jahre verbleiben mögen.

Lektion in Kapitalismus

Masters of Commerce

Wenn man etwas sieht, das in leuchtendem Orange eingepackt ist, liegt der Gedanke nahe, dass es sich um ein Niederländisches Produkt handelt – nicht nur die Fußballmannschaft bevorzugt oranje als kennzeichnende Farbe. Wer aber vermutete, dass die vielen orangefarbigen Rucksäcke auf der letzten SPIEL, in denen immer dasselbe Spiel steckte, von einem niederländischen Verlag herausgebracht wäre, lag ziemlich daneben: Grouper Games kommt aus Utah.

Das Spiel fiel aber nicht nur durch die aufdringlichen Rucksäcke auf. Es schien dem nichtsahnenden Messebesucher auch ziemlich laut zu sein, und es saßen immer sehr viele Spieler am Tisch. Das war auch richtig so, denn Masters of Commerce ist ein Spiel, das für große Spielgruppen gedacht ist, und dennoch versucht, ein taktisches Spiel zu sein, und nicht etwa ein Partyspiel. Um zu vermeiden, dass man große Gruppen aufteilen muss oder nur Partyspiele zur Auswahl hat, die eben nicht jedermanns Sache sind, will Grouper Games in Zukunft noch mehr derartige Spiele produzieren.


Wer die große, quadratische Schachte öffnet, wundert sich allerdings zunächst einmal, denn nichts in der Schachtel – außer dem Text in der Spielanleitung – deutet darauf hin, mit welchen Spielerzahlen es gespielt werden kann: es ist ein Spiel für drei bis elf Spieler, wobei das Spiel für drei bzw. vier Spieler eher der Sonderfall ist mit Spezialregeln.

Das Material jedenfalls sieht aus wie für ein normales (Euro-)Spiel. Man findet in der Schachtel:

  • die Spielregel in Englisch (eine Deutsche Regel ist als PDF zu downloaden
  • ein Marktbrett
  • vier Markierungssteine
  • 60 Händlerchips, in sechs Sätzen mit je zehn Chips
  • 39 Grundstücksplatten plus 7 Platten mit Grundstücken für doppelte Werte
  • vier Spezialwürfel
  • 5 Marker ‘Exclusiv’
  • 5 Marker ‘Pfand’
  • Spielgeld (ich habe die Scheine nicht nachgezählt)
  • 5 Markierungsstifte
  • eine Sanduhr

Die Grundstücksplatten und das Marktbrett sind sehr stabil und plastifiziert, die Markierungssteine sind aus durchsichtigem Plastik. Die Händlerchips sind ebenfalls aus Plastik, und für jeden Händler mit einem anderen Symbol markiert (Kuh, Schuh…). Das Geld ist nicht so zigarettenpapierdünn wie man es von vielen anderen Spielen leidvoll gewohnt ist, sondern vernünftig stabil. Die Spezialwürfel sind mit einer Ausnahme gut lesbar: der gelbe Würfel wäre besser mit schwarzen Markierungen versehen worden. Die Stifte sind trocken auswischbare Stifte, so wie sie u.a. auch in Pictomania oder Backseat Drawing zu finden sind. Zuguterletzt die Sanduhr: Laut Spielregel soll sie zwei Minuten laufen – und die Uhr in unserem Rezensionsexemplar läuft auch nahezu genau diese Zeit: 2:01 Minuten.

Das Spielmaterial zeigt also keine Anzeichen, dass es für mehr als drei, vier Spieler geeigent sei – aber drei und vier Spieler stellen eher den Sonderfall dar. Je mehr Spieler, desto interessanter soll das Spiel sein…

Zunächst einmal werden die Spieler gleichmäßig verteilt in Vermieter und Unternehmer. Die Vermieter erhalten einen Teil der Drundstücksplatten zufällig zugewiesen, anschließend beginnt das Spiel. Jede Runde (/es gibt insgesamt fünf Runden) besteht aus denselben fünf Schritten:

1) Verhandlungen über Mieten. In nur zwei Minuten müssen Unternehmer und Vermieter zu Verträgen kommen, für wie viel Geld in dieser Runde die Grundstücke an die Unternehmer vermietet werden sollen. Nur Verträge, die in den zwei Minuten komplett abgeschlossen werden (einschließlich Eintrag des Mietbetrages auf der Grundstücksplatte und Platzieren des Markers des Unternehmers), gelten.

2) Die Erträge für die Unternehmer werden ausgewürfelt. Hierbei verändern die Erträgeauf den verschiedenen Grundstückssorten unterschiedlich schnell, was durch die verschiedenen Würfel angezeigt wird. Effektiv ist eine Grundstückssorte so variabel, dass sie jede Runde vom maximalen bis zum minimalen Ertrag (Verlust) alles erwirtschaften kann, eine andere verändert den Eintrag nahezu gar nicht.

3) Die Unternehmer erhalten ihre Erträge und zahlen die Mieten an die Grundstücksbesitzer.

4) Die Grundstücksbesitzer zahlen Steuern.

5) Es werden ein paar zusätzliche Grundstücke versteigert (nicht in der letzten Runde).

Das war es bereits. Wer nach fünf Runden das meiste Geld als Unternehmer bzw. als Vermieter verdient hat, gewinnt (es gibt also zwei Sieger: einen Unternehmer und einen Vermieter).

Die Begrenzung der Verhandlungsrunden auf nur zwei Minuten ist ziemlich knapp, oftmals werden Verhandlungen durch Zeitablauf unterbrochen, und es wird schwierig, alles beizeiten zu vermieten. Man muss also darauf achten, dass man nicht in der Eile ein ungünstiges Geschäft abschließt.

Durch die zufällige Entwicklung ist auch die Gewinnsituation schwer abzuschätzen, aber mit Ausnahme des roten Würfels (also des Würfels mit der größten Variation) kann man zumindest ungefähre Einschätzungen wagen. Im Endeffekt hängt der Erfolg also sowohl vom Würfelglück wie vom Verhandlungsgeschick ab.

Mir gefällt das Spiel ganz gut, auch wenn es schweirig wird, entsprechende Spieleranzahlen an den Tisch zu bekommen. Wer aber häufiger große Gruppen versorgen muss, hat hiermit sicher ein gutes Spiel zur Hand, das das ewigen Partyspiele-Einerlei auf angenehme Weise unterbricht. Auch dauert eine Partie duirch die Beschränkung der Verhandlungszeit nicht lange: nach 30-45 Minuten ist das Spiel meist schon zu Ende.

Hersteller Grouper Games
Autor Britton Roney
Spieler 3 – 11 (am besten ab 8 Spieler)
Denken 8
Glück 7
Geschicklichkeit 3 (Schnellschreiben und Platzieren der Token, damit die Verträge rechtzeitig abgeschlossen werden)
Preis ca. US-$ 39,99 (Vorverkaufspreis in Amerika – Europäische Preise noch nicht bekannt)

Mutantenunterstützung

Mutant Meeples – Kickstarter

Bézier Games stellte dieses Jahr auf der SPIEL ein zukünftiges Spiel vor: Mutant Meeples – und wer will, kann sich an der Finanzierung beteiligen.

Meeples sind die menschenförmigen Spielfiguren, die ursprünglich im Spiel Carcassonne mitgeliefert wurden, aber seither auch in vielen anderen Spielen zu finden sind. Der Begriff ‘Meeple’ ist eine Verkürzung von ‘My People’, und wird, anders als das Deutsche ‘Pöppel’ nahezu ausschließlich für Spielfiguren in dieser speziellen Form verwendet.

Die Mutanten-Meeples sind Superhelden die in Meepville oder Meeptropolis die Bevölkerung vor Superschurken beschützen. Um diese Superhelden geht es dann auch in dem Spiel – genauer: um den Versuch, ein Superhelden-Team zusammenzustellen.

Um die Produktion des Spiels zu sichern, hat Bézier Games einen Kickstarter aufgesetzt, mit dem 10.000 Dollar hereinkommen sollen.

Wer sich beteiligen will, kann das natürlich auch aus Deutschland tun. Wer einfach nur 5 Dollar gibt, erhält nur das gute Gefühl, etwas für das Spiel getan zu haben. Wer mehr gibt, erhält ab bestimmten Schwellenwerten ein Exemplar des Spiels zugeschickt – oder bei entsprechend hoher Spende auch eine Straße in Meepville oder Meeptropolis nach ihm/ihr benannt. Allerdingds gibt es nur 36 Straßen, und die Anfangsbuchstaben sind streng limitiert.

Achtung: wer aus Europa spendet und etwas geliefert haben will, sollte 20 Dollar mehr geben als der Schwellenwert ist. der Schwellenwert beinhaltet amerikanisches Inlandsporto, aber kein Auslandsporto.

Spiel – Tag 2


Die ‘Großen’

Heute war also der zweite Tag der Internationalen Spieltage. Wie auch voriges Jahr haben wir diesen Tag genutzt, um uns um die Hallen 10-12 zu kümmern. Leider haben wir hier nicht die ganze “Strecke” abgejagt, irgendwie ist uns die Zeit davongelaufen. Dennoch haben wir einiges interessante gesehen – und hoffentlich auch ein paar Kontake erneuern können.

Aber bevor ich mit den Spielen beginne, möchte ich auch auf diesem Weg noch einmal Friedemann Friese gratulieren, der vor wenigen Tagen seine Familie vergrößert hat…

Schmidt Spiele (zu denen auch Drei Magier und Hans im Glück gehören) hatte wie üblich eine Reihe Spiele. Boxxy ist ein schnelles Spiel mit Buchstabenwürfeln, das die Würfel in einem großen Plexiglawürfel hat, in dem auch die Sanduhr steckt. So kann man keine Teile verlieren. Die verbotene Insel stellt eine Erforschung einer Ruinenstadt nach, in dem die Spieler in verschiedenen Rollen eine ständig von Überflutungen bedrohte Insel untersuchen. Qwirkle ist ein leicht Scrabble-artiges Legespiel um Formen und Farben. In Loch Ness versucht man, seine Fotografen so am Ufer des Sees aufzustellen, dass man ein Fopto von nessie schießen kann. Natürlich ist Nessie selten zur Mitarbeit bereit…

Bei Out Of The Box sahen wir die Englische Version eines Spiels, das wohl im Laufe des nächsten Jahres auch auf Deutsch erscheinen wird: in Word on the Road sucht man Worte, um die Buchstaben in diesem Wort ‘auf die eigene Seite zu ziehen’.

Bei Jumbo sahen wir vor allem Logo – das große Spiel der Marken, ein Quizspiel um Marken und Logos, das schwieriger sein soll als es auf den ersten Blick erscheint. In Bin ich Beethoven wird das alte Partyspiel, bei dem jemand einen Namen auf der Stirn trägt (so dass er den Namen nicht selbst lesen kann) und diesen herausfinden muss, mit einem Mini-Computer verknüpft, der die Worte in schneller Folge vorgibt.

Hiku-Spiele – der Verlag, der für seine Materialien (Lederbeutel, Halbedelsteine) und seine schönen Spiele bekannt ist, hat insgesamt fünf neue Spiele. Hierbei waren unter anderem Schäfchen ins Trockene, bei dem man als Schäfer versucht, seine Schafe zu vermehren und aus dem Gehege zu treiben.

Ravensburger zeigte unter anderem das Spiel Phase 10 – das Brettspiel, ein Spiel, das die Mechanik der wechselnden Regeln aus Phase 10 auf Brettspiele umsetzt.

Möglicherweise der Hauptgrund, dass uns die Zeit so knapp wurde, war Adlung Spiele. Der Herausgeber von kleinen Kartenspielen hatte wie üblich eine Menge neues zu sehen. Zum Beispiel Heiss auf Eis, bei dem Eishörnchen gebaut werden, Quirrly, ein Spiel, bei dem man aus verschiedenen Stapeln auf dem Tisch eine Reihe von aufeinanderfolgenden zahlen in der richtigen Reihenfolge finden muss, oder auch Haflinger & Co., ein Auktionsspiel um Pferde, das nicht nur für Mädchen interessant ist.

Mille Grazie entführt uns nach Norditalien. Zoch bietet hiermit ein Routenplanungsspiel, bei dem man nicht nur seine eigenen Routen sinnvoll planen muss, sondern sich nebenbei auch als Wegelagerer zu Lasten der  Mitspieler betätigen muss, um zu gewinnen.

Neben den ‘Großen’ sind ja auch immer eine Reihe kleiner Verlage immer an derselben Stelle zu finden. So hat der aktuell-spiele-verlag an der üblichen Stelle mit Gefährlich ehrlich ein Kommunikationsspiel, bei dem man nur sehr wenig reden muss.

Nach langer Zeit hat Franjos auch wieder ein neues Spiel: Cinco ist ein Legespiel, bei dem man mit Karten versucht, eine Fünferreihe zu legen. Trotz der Karten ist der Zufallsfaktor nur sehr gering.

Steffen Spiele hat mit Scho K.O. ein Legespiel für zwei Spieler, bei dem mit Schokoladequadraten aus weißer und Zartbitter-Schokolade große Flächen gelegt werden.

Dies waren, wie üblich, nur die Sachen, die am meisten ins Auge gefallen sind. Wie in allen Hallen gibt es aber noch viel mehr Interessantes zu entdecken. Wer also noch zweifelt: auch an den traditionell ‘volleren’ Tagen Samstag und Sonntag lohnt der Besuch sich noch, und das Fehlen von unter anderem Games Workshop scheint auf den Platz pro Besucher einen guten Einfluss zu haben.