Tag Archiv für Verhandlung

Anderen einen Gefallen tun

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City Council

Was braucht man, um in einer Stadt oder vielmehr im Stadtrat etwas zu bewegen? Richtig, Einfluss. Und den erhält man am einfachsten,City Council indem man den richtigen Leuten einen Gefallen tut – den Eindruck hat man zumindest, wenn man City Council spielt. Und "Gefallen“ haben in diesem Fall etwas damit zu tun, welche Gebäude (und gegebenenfalls auch wo) diese in der Stadt errichtet werden.

Stadtplanung? Und das sogar (halbwegs) kooperativ? Erinnerungen werden wach – an Metropolis, aber das ist lange her… Golden Egg präsentiert hier eine etwas andere Herangehensweise, die stellenweise schon fast realistische Ansprüche hat, denn ohne Unterstützung der Mitspieler erreicht man absolut nichts. Dementsprechend muss man ähnlich wie in der realen Politik manch unangenehmen Kompromiss machen, sich irgendwie einigen. Absprachen mit den Mitspielern sind eher die Regel als die Ausnahme, wenn man die verschiedenen Stadtviertel denn langsam aber sicher bebauen will. Und wie wird das umgesetzt?

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Brot und Spiele

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spartacusSpartacus

Mehrfach verschoben, ist inzwischen ein Spiel auch auf Deutsch erschienen, das auf der SPIEL in Essen in der englischen Version bereits viel Lob einheimste. Ursprünglich sollte die deutsche Version dann im Dezember erscheinen, dies wurde dann auf Januar verschoben, und dann noch einmal ausgestellt. Aber inzwischen ist die deutsche Version dann auch erschienen.

Leider haben wir vom deutschen Herausgeber keine Nachricht erhalten, wann die deutsche Version genau erschien, so dass wir nicht am Erstverkaufstag die Rezension online stellen konnten. Der ist inzwischen etwa anderthalbe Woche her, Zeit für uns, die Rezension auch zu veröffentlichen. Unserer Rezension liegt die englischsprachige Version zugrunde, die auf der SPIEL vertrieben wurde, die aber nur in Details (wie der Sprache des Regelwerks) von der deutschen Version abweichen soll.

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Tierisch

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19841984: Animal Farm

Zwei der wohl wichtigsten gesellschaftskritischen Science-Fiction-Romane waren wohl Nineteen Eighty-Four und Animal Farm (die beiden anderen dürften wohl Brave New World und Fahrenheit 451 gewesen sein). Während 1984 eine boshafte Allegorie auf den Ãœberwachungsstaat (damals vor allem stalinistischer Ausprägung) darstellte, kritisierte Animal Farm Revolutionen, die nur zu einer Wiederholung der alten Herrschafts- und Unterdrückungsstrukturen mit neuen Machthabern führten. Zwei völlig verschiedene SF-Romane werden hier in einem Titel kombiniert, um ein Brettspiel zu promoten.

Wenn man sich das Spielbrett ansieht, sieht man auch sofort, welche Versatzstücke der beiden Romane in das Spiel Eingang gefunden haben: von 1984 stammt der eher geopolitische Ansatz (auch wenn der Kalte Krieg, der hier dargestellt wird, 1948 – als der Roman erschien – noch Zukunftsmusik war): Insgesamt bis zu fünf Machtblöcke spielen mit- und gegeneinander. („Und wir haben Krieg mit Ameropa. Wir haben immer schon Krieg mit Ameropa gehabt“ – MiniWahr). Die Protagonisten sind allerdings Tiere, die nach einem erfolgreichen Umsturz die Macht über die Erde übernommen haben – und in bester Animal-Farm-Manier die alten Strukturen wieder aufbauten und dasselbe Verhalten zeigen wie die Menschen.

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