Tag Archiv für DSA

DSA – Schrumpfung geht weiter

Nachdem Mark Wachholz, Till Zybura, Ragnar und Michelle Schwefel vorige Woche die DSA-Redaktgion mehr oder weniger freiwillig verlassen haben, hat auch Katharina Pietsch, die sich in letzter Zeit vor allem um das Bornland, das Mittelreich und die RONdrakirche kümmerte, ihren Austritt aus der Redaktion erklärt.

Und wie um das Erdbeben in der DSA-Welt noch zu verstärken, hat auch Alveran.org angekündigt in Zuklunft keine Neuigkeiten zu DSA mehr zu veröffentlichen. Das dürfte weniger überraschen, da Mark Wachholz Webmaster für Alveran.org ist, und hiermit eine wichtige Kommunikationslinie abgeschnitten wird. Allerdings war Alveran.org auch für einen nicht zu unterschätzenden Anteil der Spielerschaft eine wichtige Informationsquelle. Wichtiger noch dürfte aber fast sein, dass Alveran.org laut dieser Meldung "sich (…) die Frage [stellt], ob [Alveran.org sich] mit [seiner] bald 15-jährigen Fanarbeit mit dem vom Verlag eingeschlagenen Weg für Das Schwarze Auge noch identifizieren können“.

Schwund bei DSA

Gestern wurde bekannt, dass Mark Wachholz nicht mehr in der Redaktion von DSA sitzt. Jetzt höre ich, dass der Schwund in der Redaktion weitere Kreise zieht…

Wie ich soeben mitbekomme, haben sich auch Tyll Zybura, sowie Ragnar und Michelle Schwefel aus der Redaktion zurückgezogen. Für alle drei ist ihren eigenen Kommentaren zufolge die Entlassung von Mark aus der Redaktion zwar der Anlass, nicht aber der Grund für diese Entscheidung – man habe es sich bereits länger überlegt (die Schwefels hatten ihren Rückzug ja bereits 2006 angekündigt und nur ausgestellt, weil ihnen der Fluch des Flussvaters am Herzen lag), und die jüngste Entwicklung habe nur den Anstoß gegeben,den Schritt tatsächlich zu tun.

Man darf gespannt sein, wie sich DSA in Zukunft entwickeln mag.

Neues von DSA

Obwohl mir zur RPC etwas anderes versprochen worden war, erhalte ich immer noch weder Rezensionsmaterial noch Pressemitteilungen aus dem Hause Ulisses. Ich bin für mein Wissen also auf das angewiesen, was ich aus dem F-Shop-Newsletter erfahre (womit es dann schon viel zu spät ist), oder was ich irgendwo auf dem Internet höre. Was meist auch ziemlich spät ist.

Dennoch möchte ich es nicht unterlassen, auf diese Meldung von Alveran hinzuweisen. Anscheinend ist Mark Wachholz nicht mehr Redaktionsmitglied für DSA. Was das für die Zukunft des Metaplots bedeutet, müssen wir wohl abwarten…

Gibt es einen DSA-Fluch?

Das muss man sich mittlerweile schon fragen. Nicht nur der Entwickler der Sternenschweif-Trilogie hat vor vielen Jahren bereits kurz nach der Trilogie das Handtuch werfen müssen. Auch Radon Labs, die Drakensang gemacht haben, haben vor kurzem nach einer Krise neue Eigentümer erhalten.

Da kann man ja nur froh sein, dass es noch The Games Company gibt, die ein Spiel 'Demonicon' machen, ebenfalls in der DSA-Welt? Falsch gedacht…

Wie Golem jetzt berichtet, hat auch The Games Company finanzielle Probleme. Vor wenigen Tagen erst haben seien die früheren Geschäftsführerüberraschend zurückgetreten, was bereits ein wenig Stirnrunzeln verursacht hatte. Ausgangspunkt soll ein Streit zur Unternehmensausrichtung gewesen sein – die leidige Frage nach Browsergames. 


Da jetzt einer der Investoren zugesagte Zahlungen nicht geleistet haben soll, hat The Games Company jetzt Insolvenz angemeldet. Klingt irgendwie bekannt, nicht? Investoren zurückgezogen, Zahlungen nicht geleistet…? Genau dasselbe ist vor genau zwei Monaten bei Radon Labs geschehen.


So langsam könnte man wirklich an einen Fluch denken…

Gleich und doch verschieden

Inrah-Kartenspiele

Inrah, das Tarot des Schwarzen Auges (genauer: das Tarot Aventuriens, denn mW gibt es dieses Kartenset nicht in Myranor), ist ziemlich sicher eines der am längsten erwarteten 'Add-ons' zu einem Rollenspiel. Schon kurz nach der ersten Erwähnung der Karten konnte man Stimmen hören, die gerne ein derartiges Kartenspiel besessen hätten – meine Stimme war damals eine davon -, aber viele, viele Jahre tat sich dann nichts.

Es gab ein Internetprojekt, mit dem man ein Inrah-Blatt selbst ausdrucken konnte, aber das hat natürlich einen ganz anderen Effekt als ein 'echtes' Inrah-Deck. Auch gab es verschiedenste Regelwerke sowohl zur Verwendung der Karten als Wahrsagekarten, als auch zu den mit den Karten möglichen Glücksspielen. Sogar für das Aventurische 'Poker‘, Boltan, gab es verschiedenste Versionen, die sich teilweise erheblich unterschieden. So spracht das Inrah-Projekt auf dem Internet davon, dass es beim Boltan-Spiel um Hände mit sieben Karten gehe, während der Roman 'Der Spieler' von fünf Karten ausgeht. Auch das relativ spät erschienene Abenteuer 'Sie Herren von Chorhop' verwendet fünf-Karten-Hände.

Und jetzt, ziemlich plötzlich, gibt es die Karten tatsächlich, und zwar gleich in zwei völlig verschiedenen Versionen.

Die erste ofiizielle Ankündigung, dass es tatsächlich Inrah-Karten geben werde, habe ich dann erhalten, als die Personal Edition von Drakensang 2 – Am Fluss der Zeit angekündigt wurde. Zu den speziellen 'Goodies‘, die mit der Personal Edition verkauft wurden, gehörte auch ein komplettes Inrah-Deck. Kurz darauf hörte man dann auch, dass auch Ulisses Spiele ein Inrah-Deck herausbringen wolle, das allerdings komplett anders entworfen sein werde.

Und so gibt es jetzt in einem Schlag zwei Decks, von denen eines aber nur auf Umwegen oder mit viel Glück zu erwerben ist. Auf der RPC wurden einzelne Exemplare des Drakensang-Decks, die nicht defekte Sendungen von Amazon ersetzen mussten, verkauft. Und auch auf eBay ist, während ich dies schreibe, nur das offiziell alleine verkaufte Deck von Ulisses zu finden. Dennoch lohnt es sich, die beiden Spiele einmal nebeneinander zu legen und zu vergleichen. Aber zunächst ein wenig über die Gemeinsamkeiten.

Zusammenstellung

Ein Inrah-Deck besteht aus insgesamt 121 Karten: 72 'Elementarkarten‘, und 49 'Arkana'. Letztere zeigen Motive aus der aventurischen Mythologie, dem alltäglichen Leben und so weiter, während die Elementarkarten jeweis 12 Karten jedes der 6 aventurischen Elemente sind: neben dem As noch jeweils die 2-7 des Elementes sowie die fünf 'Hofkarten‘, Fürst, Magier, Wiessagerin, Ritter, Knappin. 

Zu den Karten kommt in beiden Packungen noch ein Haft mit Spielregeln und Wahrsageanleitungen, mit denen man die Karten auch im Rollenspiel gut verwenden kann.

Interessant ist, dass es, wie auch in der irdischen Geschichte, eine Trennung zwischen den Elementarkarten und den Arkanen gibt. Irdisch gibt es ja auch ein Tarock- bzw. Französisches-Tarot-Spiel, bei dem die 'Trümpfe' noch mitverwendet werden, aber die meisten Spiele benutzen höchstens noch den aus dem Trumpf-Teil abgeleiteten Joker (Trumpf 0, 'Excuse‘, in Deutschen Varianten 'Sküs‘).

Das in den Regeln beschriebene Spiel ist Boltan, das in vielen Zügen dem irdischen Poker gleicht. Diese Ähnlichkeit wird auch in den Spielregeln wiederholt angesprochen. In der aktuellen (und wohl als kanonisch zu betrachtenden) Fassung geht es um Hände mit fünf Karten, zum Spiel werden nur die Elementarkarten verwendet. Man dürfte allerdings ohne weiteres auch andere Spiele mit diesen Karten spielen können.

Interessant ist, dass sich durch die Verwendung des anderen Kartenblattes die Chancen auf bestimmte Kartenkombinationen verschieben. Hier war man sich bei Ulisses selbst wohl nicht ganz einig: die Rangfolge der Kartenhände (die ja darauf basiert, wie häufig eine Hand ist) wird in den mitgelieferten Regeln anders angegeben als im o.g. Chorhop-Abenteuer. Die genaue Berechnung der Wertigkeit der verschiedenen Hände ist ja nicht gerade Einfach, aber ich denke, dass die 'neue' Reihenfolge die tatsächlichen Chancen schon ziemlich gut abdeckt. Wichtig sind eben vor allen Dingen auch, dass man bei sechs Farben eben auch Fünflinge erhalten kann, dass die Wahrscheinlichkeit gleichfarbiger Karten sinkt (6 statt vier Farben), während die Chance auf gleichwertige Karten steigt (nur noch 12 statt 13 Werte). So kommt es dann auch dazu, dass (anders als noch im Chorhop-Abenteuer) der Straight („Lanze“ oder "Gasse“) und Flush („Sippe“ oder "Elementarkreis„) aufgewertet wurden und nun über dem Full House („Rotte“ bzw. "Familie“) resp. gar dem Vierling (auch "Pikenwall“) eingeordnet werden.

Ungewöhnlich für den irdischen Spieler ist sicher auch, dass das As als Beiblatt (irdisch: Kicker) immer als 1 zählt und nicht hoch, während es in Kombinationen hoch ist. Eine zweite Stolperfalle für den Pokerspieler ist die Kennzeichnung der Hofkarten: de Knappe, also die unterste Hofkarte, hat die irdisch höchste Kennzeichnung 'K'. Dass eine Lanze nach der 7 mit dem Knappen als erster Hofkarte beginnt (und man eben keine 8, 9 odwer 10 mehr hat), wirkt verglichen hiermit schon eher als eine kleine Bosnickeligkeit.

Die Boltan-Varianten kommen dem Pokerspieler sofort bekannt vor: 'Svellttal-Boltan' entspricht unserem Draw Poker, 'Fünf aus Sieben' bzw. 'Sphären-Boltan' dem ebenso klassischen Stud. Das heutzutage gerade in Europa populärste Texas Hold’em heisst 'Entsatztrupp' bzw. 'Brabaker bluffen' (wobei im Heft von Ulisses auch noch 'Svellttaler Boltan' als Name erwähnt wird – was wiederum fast genauso klingt wie 'Svellttal-Boltan‘, s.o.). Mit Basis-Pokerwissen ausgestattet, kann man also sofort loslegen, auch wenn man die aus dem Fernsehen bekannten Chancen vergessen sollte: die 1/3 Chance, einen open-ended Straight oder einen Flush Draw füllen zu können, wären hier hoffnungslos falsch eingeschätzt.

Als zweites wird die Möglichkeit erwähnt, die Karten bei einem Wahrsager anzutreffen. Auch hier werden eine ganze Reihe Legemöglichkeiten beschrieben, die den irdischen Methoden verblüffend ähneln. Wer ein wenig Erfahrung mit irdischer Wahrsagerei hat (oder ein entsprechendews Buch besitzt oder in der Bücherei ausleiht) dürfte allerdings mit den dort anzutreffenden weiteren Legemethoden oftmals noch stimmungsvollere Leg(g/s)ungen hinbekommen.


Abgeschlossen werden die Hefte jeweils mit Deutungen für die verschiedenen Karten – Bedeutungen der Farben, Werte und Einzelkarten sowie der Arkanen.
Das einzige, was ich ein wenig vermisste, waren Methoden, vorherbestimmte Legungen 'hinzukriegen'. Während es natürlich beim 'echten' Spiel nicht gerade gesundheitsfördernd ist, wenn man vorbereitete Kartenverteilungen austeilt, kann dies ja beim Rollenspiel sehr nützlich sein. Leider wird auf diese Methoden – palmieren, 'falsch' abheben und so weiter – mit keinem Wort eingegangen.

Die Unterschiede

Schon äußerlich sehen die Beiden Sets völlig verschieden aus. Die Dose des Ulisses-Decks sieht aus wie ein Kartenspiel, das man heutzutage im Laden kaufen kann. Das Drakensang-Deck hingegen hat eine dunkelrotbraune Dose mit einem Drakensang- und einem DSA-Logo, einem Elementrarring und dem Wort 'Inrah' darauf. Einmal abgesehen von einem hellen Rechteck – auf dem in einer Ladenversion ggfs. Details zum Spiel zu finden wären – zeigt die Dose ansonsten nur eine Holzmaserung.

Öffnet man die beiden Schachteln, denkt man zunächst, die Karten seien auch unterschiedlich groß. Das liegt allerdings an der Farbgebung: während die Drakensang-Karten einen dunklen Rand haben, haben die Ulisses-Karten einen hellen Rand und wirken dadurch deutlich größer. In Wirklichkeit sind sie alle 8×12 cm groß.

Leider habe ich keine Meßgeräte, die es genau genug messen, aber ich hatte das Gefühl, dass die Ulisses-Karten ein wenig dicker (und damit widerstandsfähiger) sind als die Drakensang-Karten.

Die Ulisses-Karten wurden von Mia Steingräber und Caryad gezeichnet, wobei diese beiden sehr ähnlich wirkende Bilder abgeliefert haben. Wenn keine Signatur auf der Karte steht, ist es sehr schwer zu sagen, von wem sie ist… Die Karten sind vom Stil her eine interessante Mischung aus Jugendstil-Motiven (bzw. dem Rider-Waite-Tarot) und dem Ur-Klassiker 'Tarot de Marseilles‘: während 'modernere' Tarots (wie auch der Rider) meist auch gezeichnete Farbwerte haben, sind hier auf 'klassische' Manier die Zahlenkarten nur mit Elementsymbolen versehen.

Die Drakensang-Karten hingegen sind mit Illustrationen aus den Computer-Rollenspielen geschmückt. Die Zahlenkarten tragen auf einem Hintergrundsmotiv zum Element der Karte nur eine Zahl in modernem Font aber keine Elementsymbole, bei den Motivkarten (Arkana und Hofkarten) steht jeweils ausdrücklich der Name des Künstlers mit angegeben, sowie die Bedeutung. Das kann in besonderen Fällen zu Mehrfachen Nennungen führen: die Karte 'Ehre' zum Beispiel, deren arkane Bedeutung 'Rondra' ist, zeigt Ritter Traldar (aus dem ersten Drakensang), zusätzlich werden auch noch die zwei Künstler angegeben. Das, aber auch der moderne Font und die 'moderne' Bedruckung, führt dazu, dass man sich weniger aventurisiert fühlt als mit den Ulisses-Karten.

Für 'moderne' Augen sehen daher wohl die Drakensang-Karten 'normaler' aus. Einem Freund der klassischen Wahrsagekarten werden wohl die Ulisses-Karten besser gefallen. Auch sehen sie ein wenig aventurisch-glaubhafter aus. Einem Puristen dürften aber auch diese noch zu viele Tönungen und Schattierungen haben. Mit zur Zeit verwendeten Karten verglichen, erinnern die Drakensang-Karten am ehesten an die Karten eines CCG, während die Ulisses-Karten an französische Tarot-Karten erinnern, mit dem zusätzlichen Bonus, dass die Arkana (eben nicht Trümpfe) 'sprechende Motive' haben.

Im Endeffekt wird es aber wohl eine Geschmackssache sein, welche Version man schöner findet. Und wer sie haben will, wird die überhaupt finden müssen – was das ganze für den Normalkunden auf das Ulisses-Tarot beschränkt. Aber das ist, wie ich bereits schrieb, nicht unbedingt von Nachteil. Mit gefallen die Ulisses-Karten sogar ein wenig besser als die Drakensang-Karten, weil sie eben 'aventurischer‘ sind.

Riesige Präsentations-Chance


RPC 2010

Auch dieses Jahr wieder lud die Enjoy Event Marketing GmbH nach Köln zur Role-Playing Convention. Zwar waren es diesmal nur zwei Tage – Samstag 10-20 Uhr und Sonntag 10-18 Uhr – während es voriges Jahr drei Tage gewesen waren, aber angesichts der für manche wohl enttäuschenden Ruhe (manche mochten auch von 'Leere' sprechen) am Freitag war dies nicht ganz unerwartet. Mir persönlich war der Freitag schon ganz gelegen gekommen, um an den klassisch überlaufeneren Ständen anzulaufen, aber es war auch dieses Jahr alles einigermaßen erreichbar.

Die relative Ruhe war allerdings wohl auch zwei anderen Tatsachen zuzuschreiben. Zum einen waren wie auch voríges Jahr die Gänge zwischen den Ständen relativ groß, so dass sich 'Essener Verhältnisse' kaum einstellen konnten. Zum anderen würde es mich auch nicht wundern, wenn einige potentielle Besucher aus größerer Entfernung beschlossen, statt mit der Bahn oder dem Auto zu fahren, lieber ganz zu Hause zu bleiben. Der Flugverkehr war an diesem Wochenende schließlich durch den Ausbruch des Eyjafjallajökull zum Erliegen gekommen.

Diese fehlende Fluganbindung machte sich auch auf den Ständen bemerkbar. So manch ein Gast aus, zum Beispiel, Hamburg oder Berlin, erreichte das Messegelände nur verspätet, da er/sie eigentlich mit dem Flugzeug hatte kommen wollen – gerade für schwerer beladene Workshop-Kandidaten und Co. war die Anreise mit der Bahn schon ziemlich unbequem. Andere verschoben ihre Workshops in den Sonntagvormitteg, um einigermaßen beizeiten wieder im Zug nach Hause sitzen zu können. Zum Beispiel tauschte dtp Publishing die Vorstellung des Drakensang-Add-ons und von Ergo Draconis 2 aus um der Zugsituation Rechnung zu tragen.

News – Drakensang

Beide Spiele sahen in den Demos schon sehr schön aus – und das Tuch wurde auch gehoben, was die Erweiterung der Schauplätze im Drakensang-Add-on betrifft. Wie bereits mehrfach vermutet, hat man auch Gelegenheit, sich ein wenig in Tie’Shianna um zu sehen. Das Add-on soll auch parallel mit einem laufenden Fluss der Zeit spielbar sein – das heisst, dass es Verknüpfungen gibt, um die Questen und Sidequesten aus Phileassons Geheimnis mit der Gruppe aus AFdZ zu spielen und zwischen den beiden Geschichten hin und her zu wechseln. Man kann also die auf dem Fluss liebgewonnenen Begleiter – Forgrimm, Cuanu, Ardo, Fayris/Jaakon – mitnehmen und mit ein, zwei (oder so) neuen Gruppenmitgliedern aus Foggwulfs Schar erweitern. Was man so sah war ziemlich ansprechend, und ich freue mich bereits auf das fertige Produkt.

dtp und ein Stand auf dem Mittelaltermarkt verkauften auch wie angekündigt 'Helles Ferdoker'. Zwar zu gepfefferten Preisen (4,50 Euro pro Flasche), aber schmecken tat das Bier schon. Und angesichts der kleinen Auflage, die nur sinnvoll produziert werden konnte, ist der Preis auch schon irgendwie verständlich. Es wurde davon gesprochen dass dtp sich überlege, eventuell die Produktion auszuweiten, wofür dann aber auch der Preis sinken müsste. Allzu groß wird die Produktion auch dann nicht werden können, so dass man dann wirklich extrem gut kalkulieren müsste, wie viel man nehmen kann… (Meine persönliche Meinung ist: wenn das so produziert werden kann, dass es für 1,50 Euronen zum Beispiel an Converanstalter verkauft werden kann, die es dann zu demselben Preis – oder auch mit kleinem Aufschlag für 2 Euri – auf Cons verkaufen, dürfte das wahrscheinlich sogar einigermaßen akzeptabel sin, was den Preis angeht. Das Bier selber ist ganz angenehm, und wirklich ein 'Helles' – der Hopfenanteil ist deutlich niedriger als bei einem Pils oder Export, was dem Geschmack eine eigene Note verleiht. Mich persönlich erinnerte der Geschmack an Bier, das ich in Ungarn in einer Brauereitaverne getrunken habe.

Neben dem Bier verkaufte dtp auch noch anderes Merchandizing, unter anderem Restbestände des Inrah-Spiels wie es bei der Personal Edition mitgeliefert wurde (ein Vergleichstest gegen das 'offizielle' Inrah-Deck von Ulisses kommt in den nächsten Tagen), T-Shirts mit dem Aufdruck 'Tavernenkönig‘, Ferdoker Bierkrüge, und so weiter. An einem Glücksrad konnte man auch – mit sehr viel Glück – einen MP3-Player gewinnen, der das Drakensang-Logo eingraviert und den Drakensang-Soundrack eingespeichert hatte. Von diesen wurden auch ein paar bei den Vorträgen verlost.

Zum Abschluss des Drakensang-Teils dieses Postings noch eins. Ulisses verkaufte vorab bereits einen Kampagnen-Hintergrundband zum Fluss der Zeit, mit dem man eine Kampagne vor dem Hintergrund leiten kann. Kein Lösungsbuch, und auch kein Abenteuer wie der 'Kult der goldenen Masken‘, sondern wirklich ein Hintergrundband! Auch diesmal vollfarbig, mit vielen Illustrationen aus dem Computerspiel.

News – andere

Ulisses zeigte auch das Einsteigerset zu Space:1889, das später in diesem Jahr erscheinen wird. Dieses Einsteigerset erinnert nicht nur in der Aufmachung an das von Hollow Earth Expeditions. Die neue Ausgabe von Space:1889 wird auch ein komplett anderes Regelset benutzen als frühere Ausgaben; man wird das Ubiquity-Regelwerk verwenden, das beispielsweise auch bei HEX verwendet wird. Auch soll demnächst der zweite Band zum John Sinclair Erzählspiel erscheinen, mit drei Abenteuern, und man konnte sich den Raumhafen Adamant einmal näher ansehen.

Das Science-Fiction-Rollenspiel Nova, das ich zum ersten Mal vor zwei Jahren in Münster auf der RPC gesehen habe, ist mittlerweile abgeschlossen und erschienen, und zwar in Zusammenarbeit mit Prometheus Games. Ein richtig schweres Regelwerk, das ganz nett aussah. 'Mal sehen, ob ich da mehr Material zu erhalten kann.

Pegasus Spiele hatte einige Neuheiten im Gepäck, von denen ich jetzt einmal beispielhaft die Würfelsets zu Shadowrun nennen möchte: Metalldosen mit 12 W6ern, bei denen auf den 5en und 6en neben der Ziffer auch das Shadowrun-Logo steht, während die 1 eine leere Fläche zeigt, so dass man mit einem Blick erkennen kann, wie das Ergebnis aussieht. Der Pegasus-eigene Preis von 9,95 Euro für das Set erscheint vielleicht auf den ersten Blick hoch, aber für perlmuttgeflämmte W6 zahlt man normalerweise auch schon einen Euro oder mehr, so dass ca. 83 Cent pro Würfel (wenn man die Dose als gratis rechnet) wahrlich nicht mehr so teuer wirken dürften…

Eine interessante Demo zeigte Soylent-Games in Zusammenarbeit mit Tellurian: ein Brettspiel, das noch dieses Jahr erschienen soll und das … nunja, man könnte es am besten beschreiben als Frag im Weltraum. Auf einem zweidimensionalen Hexfeld mit Asteroiden und Spawn-/Teleportpunkten spielen die Schiffe 'Lasertag'. Wer als ersten drei Mitspieler gefraggt hat, gewinnt, wobei zwar keine Waffen und sonstige Ausrüstung auf dem Spielfeld auftauchen, das aber über die Spielmechanismen für ein derart leichten und lockeren Spiel erstaunlich viel Vorplanung und raffinierte Tricks erlauben.

Erdenstern kündigte ihre nächste CD mit Rollenspiel-Hintergrundmusik an. Viele Fans wird wohl erfreuen, dass der Titel der neuen CD 'Into the White' sein wird – ein Titel, um den schon seit einiger Zeit auf dem Erdenstern-Forum gebeten wird…

Einer meiner besonderen Lieblinge ist ja bekanntlich Cthulhu (für das ich ja auch auf Rollenspiel-Conventions Support mache). Hier wurde noch einmal bestätigt, dass diesen Sommer noch ein Abenteuer zum neuerschienenen Innsmouth-Band erscheinen soll, sowie der erste Teil der 'Berge des Wahnsinns‘-Kampagne, die in Fankreisen einen beinahe eben großen Ruf genießt wie die Orient-Express-Kampagne. Außerdem hieß es, dass noch dieses Jahr zur Cthulhu-Con (die am selben Wochenende stattfindet wie die FeenCon) die sogenannte Cthulhu-Jahreskampagne starten soll, eine Reihe von fünf inhaltlich zusammenhängenden, aber unabhängig spielbaren Abenteuern in Arkham, New York, Hamburg, Berlin und Wien – zu Arkham und Berlin gibt es ja bereits Hintergrundmaterial, Wien soll noch dieses Jahr erscheinen, das gleiche gilt für die Übersetzung des New-York-Bandes. Und Hamburg – da kann man zumindest zur Zeit noch versuchen, die Cthulhuide Welten 8 aufzutreiben, in denen einige Artikel zu Hamburg in den '20ern stehen. Es wird einen 'Ausweis' geben, in denen man sich die Teilnahme an den Einzelabenteuern quittieren lassen kann. Außerdem soll sich mit den Abenteuern insgesamt ein größeres Bild ergeben, das in den Einzelabenteuern nicht sichtbar wird, so dass man die Abenteuer ohne weiteres in beliebiger Reihenfolge spielen kann.

Die Messe

Wie auch letztes Jahr teilte die Con sich auf über zwei Hallen: eine mit Computerspielen, die andere mit P&P, CoSim, LARP und so weiter. Glücklicherweise war schönes Wetter, weil im (stark erweiterten) Außengelände eine ganze Menge 'Viktualienstände' zu finden waren, Bühnen mit Musik, ein Mittelaltermarkt etc.

Die Preise der Stände, wo es etwas zu essen oder zu trinken gab, waren… ich glaube, 'Messepreise' ist deutlich, ohne dass ich meiner Meinung auf eine Art und Weise Luft machen müsste, die zu rechtlichen Problemen führen würde. Das Preisniveau lag gefühlt nur minimal unter dem vom vorigen Jahr, aber vielleicht war das auch nur das Ergebnis der allgemeinen Inflation im Alltagsleben. Außer dem Ferdoker Hellen (wegen des Sammlereffekts) beschränkte mein Interesse an den auf der Börse angebotenen Lebensmitteln auf einen Blick aufs Preisschild und ein schauderndes Abwenden.

Auch die Eintrittspreise waren wie auch voriges Jahr ziemlich hoch. Im Vorfeld angemeldete Spielleiter für Rollenspielrunden erhielten allerdings freien Eintritt, was für diese oftmals die einzige Möglichkeit war, hineinzukommen. Der Parkplatz (die 'freien' Parkplätze vor dem Messeeingang, die voriges Jahr etwa halb so viel kosteten, waren geschlossen) war mit 8 Euro/Tag deutlich teurer als der in Essen zur Spiel, hatte aber ein Vielfaches an Personal aufzubieten (Essen: idR zwei, drei Mitarbeiter auf einem Parkplatz der Kölner Größe, während in Köln rund 10 Anweiser, Kassierer, Ordner, Aufsichten etc. beschäftigt waren). Man wurde nicht auf den Parkplatz geschickt, wo man sich seinen Stellplatz hätte suchen müssen: man wurde bis in die spezielle Parklücke durchgewunken, was eine Menge Verärgerung verhinderte.

Man hatte wohl vom vorigen Jahr gelernt, was die Platzierung der Seminarräume anging: statt im Gang zwischen PC- und P&P-Halle (wo im Vorjahr der Lärm, aus der PC-Halle doch recht störend gewirkt hatte) befanden die Abtrennungen für die Seminarräume sich dieses Mal in der P&P-Halle, was dem Lärmniveau doch sehr zugute kam. Es gab zwar noch immer eine gewisse Menge Hintergrundgeräusch, aber das war dieses Mal erträglich. Auch der Ansager für Lesungen, der bei Seitenbacher in die Lehre gegangen zu sein schien (‚In Leseraum 2 liest Hansi Müller aus seinem Buch Ich und Du. Hansi Müller liest aus seinem Buch Ich und Du in Leseraum 2. Aus seinem Buch Ich und Du liest in Leseraum 2 Hansi Müller' als eine Ansage) war dieses Jahr nicht zu hören.

A propos Lärm: am Samstag bin ich zwei, dreimal kurz durch die PC-Halle gegangen, und wurde vom Lärm fast erschlagen – er erschien mir heftiger als im Vorjahr. Mein Verdacht, dass mein voranschreitendes Alter dafür verantwortlich sein könnte, wurde am Sonntag allerdings erschüttert, als ich eine dreiviertel Stunde am Stück zu einem Vortrag auf der Bühne von buffed.de in der PC-Halle war, und es – auch verglichen mit Samstag – überraschend ruhig war.

Ein wenig hatte man dieses Jahr auch das Gefühl, dass der (sicherlich auch so gewollte) Synergie-Effekt zwischen P&P- und Computer-Rollenspiel dieses Jahr stärker ausgeprägt war als 2009. Man sah jedenfalls mehr Leute, die rein optisch eher in der anderen halle zuhause schienen, durch die Gänge schlendern und sich für das 'andere' Hobby interessieren. Dieser Crossover-Effekt ist meiner Meinung nach immer noch das stärkste Argument für die RPC: wo sonst erhält der Computer-Spieler eine so gute Chance, sich ins P&P vorzutasten und umgekehrt?

Grundsätzlich war die Orga hervorragend aufgestellt, die größten gemerkten Stolperdrähte waren externe Einflüsse, die man nicht beeinflussen oder vorhersehen konnte (Eyjafjallajökull…). Wer es sich finanziell leisten kann (und über die 'Freikarten für Spielleiter‘-Aktion gibt es auch Optionen für die, die es finanziell nicht können), sollte sie nächstes Jahr auf jeden Fall nicht verpassen.

April April

Auflösung Aprilscherz

Dieses Jahr ist es ja am 1.4. knüppeldick gekommen. Aber natürlich war die Meldung um ein neues Set für Anno Domini der diesjährige Aprilscherz.

Das heisst natürlich, dass die anderen Meldungen alle echt waren.

Insbesondere die Meldung von der iPhone-App, die zu Mondpreisen verkauft wurde, ist laut dem inzwischen verlinkten Bericht wahr. Auch wenn sie wie ein Aprilscherz klingt.
Ebenso ist es leider Tatsache, dass die Einstellung von Worlds of Cthulhu angekündigt wurde, genauso wie die Pressemitteilung von dtp Entertainment zum Verkauf von Ferdoker Hellem auf der RPC. Da war mein AA wohl etwas zu feinfühlig. Auch gibt es tatsächlich eine Helden 5.0.7, und Andreas hat tatsächlich das Szepter abgegeben. Den Restder  Ankündigung im Helden-Forum (dass das Programm kommerziell werden solle) habe ich weggelassen – inzwischen stellte sich auch heraus, dass mein AprilAlarm hier genau rictig eingestellt war :)



Neue Helden

Ein ganz kurzer Post, weil…

Von der Helden-Sorftware gibt es eine neue Version – 5.0.7. Sie kann über die Update-Funktion eingespielt werden, oder auch von der Webseite des Projekts heruntergeladen werden.
Gleichzeitig ist dies das Ende der Projektleitung durch Andreas Schönknecht, der vor rund 8 Jahren die ersten Codezeilen in die Tastatur hackte. Neuer Organisator ist Maik-Schiefer-Gehrke. Nach 8 Jahren sei Andreas diese Ruhe gegönnt…

(Für mich der Release doppelt schön, weil am Wochenende eine DSA-Runde, die ich leite, von DSA 3 auf DSA 4.1 umstellen will. Das Update kommt also zum genau richtigen Zeitpunkt.)

Neues von Drakensang

Das erst kürzlich angekündigte Add-on für Drakensang – Am Fluss der Zeit wird wohl schon zur RPC anspielbar sein. 

Zumindest, wenn man einer Pressemitteilung glauben darf, die heute (!) in meine Inbox flatterte. (Wie sagte Dirk Hartmann heute auf Twitter? "Hint to the metally challenged, don’t issue any serious press release today“) Von daher würde ich auch den rest der Meldung eher vorsichtig genießen.

Wobei 'genießen' es schon trifft. Es wurde nämlich in derselben Mail angekündigt, dass man mit einer Brauerei ein Abkommen getroffen habe und auf der RPC 'Ferdoker Helles' verkaufen werde. Bei dieser Meldung, muss ich gestehen, schlägt allerdings mein AA (mein 'April-Alarm‘) aus. Ich werde dem aber auf jeden Fall noch nachgehen…

Weltscheibe

Die Chroniken Aventuriens

Musik im Hintergrund zum Rollenspiel ablaufen zu lassen ist ein Thema, das die Spielerschaft in zwei Lager spaltet. Der eine findet es eine gute Idee, der andere nur störend. Besonders, wenn es 'bekannte' Musik ist – wenn man beim Auftritt des großen Bösewichtes der "Imperial March“ startet, ruft das meist eher Diskussionen über die Filme hervor, als dass es einen stimmigen Hintergrund für das Spiel bietet.
Es ist also eher anzuraten, Musik zu nehmen, die nicht von Film und Fernsehen bekannt ist (von Ausnahmen wie Funky Colts einmal abgesehen). Unbekannte Musik gibt es auch zur Genüge, aber oftmals ist schon das Sichten der vorhandenen Stücke eine Heidenarbeit, und wenn man eine unbekannte CD im Laden findet, weiss man auch nicht, für welche Szenen sich die Stücke eignen. Glücklicherweise gibt es mit Erdenstern eine Musikgruppe, die sich ganz besonders den Rollenspielern annimmt und Thema-CDs macht, auf denen Stücke zur Hintergrundbeschallung zu finden sind, die zwar Stimmung machen, aber nicht ablenken.

Das heisst vor allem, dass die Stücke rein instrumental sind. Texte verleiten schließlich dazu, genauer hinzuhören, und das lenkt nur ab. Im Laufe der Zeit hat Erdenstern eine ganze Reihe von CDs produziert, meist Thema-CDs zu Rollenspielgenres, aber auch mit Elyrion und den Chroniken Aventuriens zwei CDs für bestimmte Rollenspielwelten.
Die Chroniken Aventuriens sind nicht speziell für Kenner der Welt gemacht, auch wenn die Titel der insgesdamt 19 Stücke es andeuten. Die Titel bieten eine Übersicht über die bekanntesten Orte und Ereignisse der mittlerweile über 25jährigen Geschichte des Schwarzen Auges, von den Urzeiten bis heute. Hier einmal die Trackliste, damit man sich selber ein Bild machen kann, wie viel Geschichte das ist:

  • Die Chronik Aventuriens — lyrisch, weit, erhaben
  • Im Wirtshaus zum Schwarzen Keiler — fröhlich, lebendig, folkloristisch
  • Die Verschwörung von Gareth — groß, stolz, rhythmisch
  • Die Göttin der Amazonen — fremd, kraftvoll, bewegt
  • Die Schlacht der 1000 Oger — bedrohlich, stetig, dramatisch
  • Die Weltreise des Foggwulf Phileasson — beherzt, lyrisch, vielfältig
  • Krieg in der Khôm — imposant, entschlossen, bewegt
  • Der Dritte Orkensturm — gewaltig, marschierend, brutal
  • Borbarads Auferstehung — mächtig, bedrohlich, groß
  • Schlacht auf den Vallusanischen Weiden — wild, hektisch, treibend
  • Die Sieben Gezeichneten — ruhig, einsam, bedrückt
  • Die Entdeckung Simyalas — mystisch, unwirklich, getragen
  • Myranor – das Güldenland — dynamisch, erwartungsvoll
  • Das Jahr des Feuers — zerstörerisch, gewaltig
  • Kampf um den Thron — getragen, glorreich
  • Donner und Sturm — episch, rhythmisch, kraftvoll
  • Drachenchronik — mystisch, bedeutsam, ruhig
  • Heldenzeitalter — fließend, lebendig, anmutig
  • Auf zu neuen Abenteuern! — kraftvoll, abenteuerlustig

Diese Beschreibungen sollen dem Spielleiter schon einen Hinweis geben, für welche Art Szenen sich die Stücke eignen, um beim Planen der nächsten Sitzung nicht zu viel Zeit hierauf verwenden zu müssen. Das 'vielfältig' bei Foggwulf darf gerne wörtlich genommen werden – es ist schwer eine Szene zu finden, die das ganze Stück verträgt, am ehesten fällt mir dazu noch ein Rundgang durch eine Stadt mit vielen Fremdenvierteln ein.
Dem Rollenspielleiter ist auch wichtig, dass die Stücke wenn möglich nicht offensichtlich einen Anfang oder ein Ende haben, damit man sie bei längeren Szenen endlos loopen kann. Dies gilt für fast alle Stücke von Erdenstern, auch auf dieser CD.
Dem Erdenstern-Kenner wird nicht entgehen, dass einige dieser Stücke musikalische Themen von anderen CDs wieder aufnehmen, aber variieren. Das ist gar nicht einmal schlimm, die Stücke unterscheiden sich genug, dass man sie nicht als identisch empfindet, passen aber dennoch gut genug zusammen, dass man sie als Hintergrundbeschallung kombinieren kann.
Die Stücke auf dieser CD sind allerdings ein wenig stärker actionbetont und bewogen als die auf den bisherigen 'Into the…‘-CDs von Erdenstern. Dies kann in manchen Runden ablenkend wirken, macht die CD aber auch für Verwendung außerhalb der Rollenspielrunde interessant. Ich habe sie beispielsweise oft laufen, während ich Rezensionen oder anderes am Computer schreibe – etwas, wofür mir die anderen CDs tendenziell zu ruhig sind.
Nicht nur für DSA-Fans ist diese CD also brauchbar, für einen Rollenspieler sollte sie (wie auch die anderen Erdenstern-CDs) zur Grundausstattung gehören. Noch ist die CD zu kriegen, aber das wird nicht ewig halten, da es sich um eine lmitierte Auflage andelte, was auch den verglichen mit den anderen Erdnestern-CDs höheren Preis von 17,95 Euro erklärt.