Tag Archiv für kooperativ

Drachenjagd

Hobbit2Der Hobbit – Smaugs Einöde

„Sach mal…“

Ja?

„Kannste nicht etwas rezensieren, was ich jetzt noch kaufen kann, damit ich es Dienstag verschenken kann? Irgend etwas, was man überall kriegen kann.“

Hmm – wenn man heute etwas bei Amazon bestellt, sollte das bis Heiligabend geliefert werden, versprechen die zumindest.

„Näh, ich will mir das Spiel morgen im Laden kaufen, und wenn ich es da nicht finde, ist es auch für die Amazonier zu spät. Hast Du nicht irgendwas, was man wirklich überall kriegen kann, wo es eine Spiele-Abteilung gibt? Real, Kaufhof, und so weiter? Und wenn möglich auch noch etwas aktuelles, das gut ist. Einen Verriss kannst Du auch immer noch nach Weihnachten schreiben…“

Wie wäre es mit Der Hobbit – Smaugs Einöde von Kosmos? Das sollte es in allen gut sortierten Spieleabteilungen geben, und durch den neuen Film ist es ja auch aktuell.

„Lass hören“

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Untergangsstimmung

TitanicSOS Titanic

Wie ich bereits schrieb, habe ich zur Zeit einen Job als Aushilfe im Weihnachtsgeschäft, mit Überstunden, Schichtarbeit und allem drum und dran. Und glücklicherweise eine Spieletestrunde zur Verfügung, die auch alleine ganz gut testet und mir vor allem auch brauchbare Kommentare liefert, wenn auch die Teilnehmer sich weigern, selber die Testberichte zu schreiben. Aus einem solchen Test stammt jetzt auch die Analyse des Kartenspiels S.O.S. Titanic von Ludonaute und Heidelberger (der französische Verlag Ludonaute als originärer Herausgeber, Heidelberger als Herausgeber der deutschen Version).

Die Präsentation des Spiels rief wohl auch in der Runde mehr Kommentare hervor als die meisten, so dass sogar einige zu mir durchgegeben wurden. So meinte ein Spieler, als er die Autoren sah: "He, den einen Namen habe ich schon einmal gehört. Dabei ist das doch kein Deutscher oder Ami. Und der andere – hat der nicht Romane geschrieben?“ Ja und nein – Bruno Cathala ist ein französischer Autor, der schon einiges veröffentlicht hat, unter anderem Kleopatra und die Baumeister, Mow und Jamaica, wobei viele seiner Spiele schon Preise eingestrichen haben. Wir haben von ihm beispielsweise bereits The Blue Lion, >Burdigala und Shadows over Camelot – das Kartenspiel besprochen. Der zweite Autor ist allerdings nicht Maurice Leblanc sondern Ludovic Maublanc, der u.a. auch für Ca$h 'n Gun$ verantwortlich zeichnet.

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Keine Hexerei

HexenDie Hexen

Ich werde hin und wieder gefragt, wie wir die Spiele auswählen, und wie wir festlegen, welche Spiele wann rezensiert werden. Auswählen heisst meist: nachsehen, was an Rezensionsexemplaren im Stapel liegt – der ist in der Regel direkt nach der SPIEL am höchsten und schrumpft dann langsam wieder. Meist wählen wir in den ersten zwei, drei Wochen nach der SPIEL Spiele, die man zwar kaufen kann, die aber schwerer zu finden sind, und wenn es dann näher an Weihnachten herangeht, gehen wir zu Spielen über, die man im (Fach-)handel und mit Glück auch im Kaufhaus finden kann. Sachen, die man fast nur auf der SPIEL findet (z.B. Spiele aus Fernost) bleiben eher liegen bis die nächste SPIEL heranrückt, denn da kann der geneigte Leser auch diese Spiele finden. Aber manchmal machen mir auch die Testrunden einen Strich durch die Rechnung, so in diesem Fall. "Hör' mal, Du hast in Deinen Rundgängen doch von Die Hexen geschrieben. Habt ihr das als Rezensionsexemplar hereinbekommen? Bringst Du das zum näüchsten Testabend mit?“

Ja, in meiner Testrunde sind auch Fans von Terry Pratchett vertreten, denn um die Hexen aus seiner Scheibenwelt-Serie geht es in diesem Spiel. Man spielt eine Nachwuchs-Hexe, die in Lancre herumreist und Probleme der Bevölkerung löst – aber auch größere Probleme. Das hat man manchmal nicht so ganz in der Hand, manchmal drängen sich einem die Aufgaben auch auf – vor allem, da das Spiel auch gewinnen kann, wenn die Hexen ihre Aufgaben nicht schnell genug erledigen.

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Mit Volldampf und Musik gegen den Weltuntergang

011011

Was kommt heraus, wenn sich eine exzentrische Band, ein Autor und ein Spieledesigner zusammentun und das Thema Weltuntergang thematisieren? Schmeißt man noch eine gute Portion Dampfzeitalter und Mystizismus dazu, bekommt man ein Komplettpaket, in Form von 011 – einerseits ist das die Telefonvorwahl von Turin, andererseits auch das fiktive Jahr, in dem das Ganze spielen soll. Und entsprechend sieht das auch aus: Der Spielplan zeigt ein viktorianisch/steamiges Turin, und hat unter anderem eine Uhr und ein Getriebe eingebaut. Erstere zeigt an, was die Stunde geschlagen hat (und wie viel Zeit noch bleibt, das Spiel zu gewinnen), das Getriebe gibt an, womit sich wie bewegt werden kann, denn es gibt hier unterschiedliche Transportmittel

Ach ja, Zeit… gegen die spielt man so oder so, und nach 11 Stunden (sprich: Spielzügen) ist Schluss. Bis dahin sollte man die kosmische Harmonie komponiert und die Orgel der Ewigkeit gefunden haben – alles irgendwo in Turin; außerdem sollte man wissen, wer der 8 Protagonisten denn nun der "Auserwählte“ ist, der die Welt retten kann, indem er diese Melodie auf eben diesem Instrument spielt, und diesen rechtzeitig zur Orgel bringen… dummerweise wird ab der Mitte des Spiels ein Beteiligter merken, dass ihm das gar nicht so recht ist – denn er ist eigentlich Fenris in Menschengestalt und möchte genau dieses Orgelspiel verhindern.

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Schwarze und weiße Schwerter

socamelotShadows over Camelot – das Kartenspiel

Rein kooperative Spiele sind in letzter Zeit wieder seltener geworden, dafür haben sozusagen 'semi-kooperative' Spiele eine Blütezeit. Bei diesen Spielen spielen die Spieler eigentlich schon miteinander gegen das Spiel – aber es gibt die Möglichkeit, dass einer der Spieler gegen die anderen spielt. Ob in jeder Partie ein Verräter dabei ist, ist je nach Spiel nicht einmal sicher, und es ist auch möglich, dass mehr als ein Verräter dabei ist. Typische Beispiele für diese semi-kooperativen Spiele sind Battlestar Galactica (mit einem oder auch zwei Zylonen als Verräter), oder auch Room 25 (das in seiner Story an The Cube erinnert) – oder auch Schatten über Camelot, eines der ersten großen smei-kooperativen Brettspiel.

Zu diesem Brettspiel gibt es auch eine Kartenversion, die einige Motive des Brettspiels aufnimmt, aber im Endeffekt ein eigenständiges Spiel ist. Es ist schneller, kostet deutlich weniger, und passt in eine Jackentasche – aber kann das Spiel auch überzeugen?

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