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R.I.P Greg Stafford

Nachruf
Greg Stafford, American role-playing game designer in Helsinki, Finland. '''Photographer''': Matti Järvinen. '''Date''': 21st of July 2005. '''Kuvaus''': Greg Stafford, yhdysvaltalainen roolipelisuunnittelija Helsin - used under CC-BY

Greg Stafford, American role-playing game designer in Helsinki, Finland. Fotograf: Matti Järvinen. 21.06.2005. ‚ Nutzung unter CC-BY-2.5

Wie ich soeben aus dem Newsletter von Chaosium erfahren musste, ist Greg Stafford gestern plötzlich und unerwartet verstorben.

Stafford wurde im Februar 1948 in Connecticut geboren. Mit dem Schreiben an fantastischen Spielen begann er 1966 mit Texten über seine Fantasy-Welt Glorantha. Nachdem mehrere Verlage seine Produkte abgelehnt hatten, war er einer der Gründer des bekannten Verlages Chaosium. Zunächst wurde Glorantha in Spielen wie White Bear and Red Moon bekannt gemacht, 1978 wurde für diese Welt RuneQuest von Steve Perrins geschrieben. Später wurde aus diesen Regeln durch Stafford und Lynn Willis das Basic Role-Playing-System kondensiert, das 1980 mit nur 16 Seiten veröffentlicht wurde.

Aus Staffords Feder stammt unter anderem auch das Miniaturenspiel Merlin oder auch King Arthur Pendragon. Auch war er Mitautor des Rollenspiels Ghostbusters. 1989 wurde sein Prince Valiant-Rollenspiel veröffentlicht. Auch entschied er sich dazu eine Romanreihe zu Cthulhus Ruf zu produzieren, da die Originalgeschichten in den 1990 er Jahren relativ unbekannt gewesen waren.

1998 verließ Stafford Chaosium, behielt aber die Rechte an Glorantha und gründete die Spielefirma Issaries, wo er zusammen mit Robin Laws das System Hero Wars (später: HeroQuest) produzierte.

1999 bezeichnete die Fachzeitschrift Pyramid ihn als eine der „einflussreichsten Personen des Jahrtausends, zumindest im Bereich der Abenteuerspiele“.

Im Juni 2015 kehrte er zusammen mit Sandy Petersen und anderen zurück zu Chaosium, wo er bis zuletzt als Präsident und Geschäftsführer tätig war. Er war sicherlich einer der größten Designer für Rollenspiele, wenn nicht sogar einer der größten Spieledesigner überhaupt. John Wick sagte einmal: „je älter ich werde, desto öfter höre ich, dass sie junge Rollenspieldesigner sagen, etwas sei noch nie zuvor getan worden – und dann zeige ich auf etwas, das Greg Stafford schon vor ein paar Dekaden getan hat.“

Auch wir hier bei Roachware wurden durch seine Arbeit nicht unwesentlich beeinflusst. Unser Mitgefühl gilt vor allem seiner Frau Suzanne und seinen Kindern Nora, Alisha, Jason und ihren Familien.

Greg, wir werden dich vermissen!

In eigener Sache

Probleme mit der Diktatur

Dieser Text hat nichts mit Spielen zu tun, sondern eher damit, wie ich meine Texte hier erstelle. Wie ihr wahrscheinlich bereits wisst (und was euch wahrscheinlich bereits zu den Ohren heraushängt), bin ich seit über 2 Jahren linksseitig gelähmt, dank eines Schlaganfalls infolge einer Hirnblutung. Diese einseitige Lähmung hat natürlich zur Folge, dass mir einige Alltagstätigkeiten nicht so einfach fallen wie früher üblich. Neben den ganz normalen Problemen in einer solchen Situation, wie zum Beispiel beim Kochen, oder auch beim Haushalt, hat dies zur Folge, dass ich mit einer normalen Tastatur nur "unnormal" arbeiten kann. Ein Ein-Finger-Adler-Suchsystem ist nicht gerade förderlich für die Arbeitsgeschwindigkeit und führt außerdem zu recht vielen Vertippern.

Eine recht gute Option in einem solchen Fall stellt ein sogenanntes Diktierprogramm dar, mit dem man beispielsweise über ein Headset dem Computer diktiert und dieser dann das Diktat in geschriebenen Text umwandelt. So schreibe ich zum Beispiel auch diesen Text mit der Hilfe eines Diktierprogramms.

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Entwarnung

Nachdem meine Meldung von gestern bei einigen Bekannten zu Verärgerung gegenüber deutschen Behörden geführt hat, werde ich wohl nicht umhin können als die Sachlage aufzuklären.

Selbstverständlich handelte es sich bei dieser Meldung um den alljährlichen Aprilscherz. Mit Ausnahme vom vorigen Jahr, in dem ich ja durch meine Erkrankung nicht imstande war, einen Aprilscherz zu verfassen und zu veröffentlichen, hat Roachware bislang noch in jedem Jahr einen Aprilscherz veröffentlicht; teilweise mit gutem, teilweise mit schlechtem Erfolg.

Dieses Jahr habe ich mich dazu entschlossen, meine persönliche Situation ein wenig auf die Spitze zu treiben und so zu ironisieren. Soweit ich weiß, müsste die im Text angesprochene Einschätzung des Wertes einer Domäne (die angesichts der geringfügigen Monetisierung in meinem Fallenahezu wertlos sein dürften) erfolgen, bevor man eine Verwertung überhaupt einfordern könnte – immerhin gibt’s ja auch das „Schonvermögen“. Auch sind die genannten Fristen selbstverständlich so knapp, dass sie wohl kaum so gesetzt werden könnten, weil man mir ja in einem solchen Fall auch noch Gelegenheit zum Widerspruch geben müsste usw.

Also kein Grund zum Jubel:Roachware wird wohl auch in nächster Zeit erhalten bleiben. ;)

In eigener Sache

Domäne zu verkaufen

Wie der geneigte Leser vielleicht bereits weiß, bin ich seit meinem Schlaganfall nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Hierdurch bin ich dann auch von Unterstützung aus öffentlicher Hand abhängig. Diese ist abhängig von einer Reihe Voraussetzungen, unter anderem muss bestehendes Vermögen gegebenenfalls erst „verwertet“ werden.

Was gehört nun zu diesem Vermögen? Das scheint den entsprechenden gewährenden Stellen relativ frei überlassen zu sein, denn…
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Sternentritt

Erdenstern-Konzert bei Kickstarter

 

Erdenstern ist ja in Rollenspielkreisen recht bekannt für seine CDs mit Hintergrundmusik für die verschiedensten Runden. Wir haben bereits eine ganze Reihe CDs von Erdenstern hier im Blog besprochen, in der Regel fiel unser Urteil positiv aus… Ausnahmen gab es nur in den Fällen, in denen unser Urteil sehr positiv ausfiel.

Als reines Studioprojekt hat das Erdenstern-Team bislang allerdings nur Tonträger bzw. Downloads produziert. Schon lange gab es daher immer wieder Anfragen, ob denn Erdenstern nicht irgendwann einmal ein Konzert geben wolle.

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In eigener Sache

Krank- und Gesundmeldungen

Ich muss mich noch einmal bei meinen Lesern entschuldigen. In den letzten Monaten machte meine Gesundheit wahre Kapriolen.Wer sich für Details interessiert (Achtung, es könnte für empfindsame Gemüter unappetitlich werden), kann weiter unten im Posting unter „das geschah“ nachlesen. Für Fans von „TL>DR“ kommt aber erst der Ausblick auf die nahe Zukunft.

in den nächsten paar Wochen (angeblich 3-4, ich rechne aber eher mit 8-12) sollte meine neue Wohnung fertiggestellt werden. Bis dahin muss ich mit meinem Notebook arbeiten, werde aber versuchen einige neue Rezensionen zu veröffentlichen. Wenn ich die Wohnung bezogen habe, steht ein neuer Computer auf dem Programm, auf dem ich dann das Diktierprogramm neu installieren will und dann einigermaßen regelmäßig schreiben will.

Nächstes Wochenende steht außerdem für mich dir AdventureCon auf dem Plan. Wer mich treffen will, kann es dort gerne tun – ich freue mich bereits auf die Con, denn es ist die erste Con, die ich seit Mai 2016 besuchen kann.

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Die Eiligen der letzten Tage

Zwei bald endende Rollenspiel-Crowdfunding-Projekte

In der letzten Zeit war es bei mir ja relativ ruhig. Ich war endlich in der Reha, hatte aber ein kleines Problem: es gab zwar WLAN, aber nicht in den Patientenzimmern, sondern nur in einem allgemeinen Flur relativ weit von meinem Zimmer entfernt oder Café des Hauses. Da ich zur Zeit meine Artikel angesichts meiner noch immer eingeschränkten Nutzbarkeit meiner linken Hand meinem Computer diktiere (Dragon NaturallySpeaking ist hierfür ein geniales Programm) und außerdem mein Notebook so langsam eine schwächelnde Batterie aufweist, konnte ich nicht alles so veröffentlichen, wie ich es gerne getan hätte.

Inzwischen bin ich aber wieder zu Hause (seltsamerweise wurde ich sogar an einem Feiertag entlassen) – und als ich zu Hause ankam, hatten sich anscheinend einige Dateien von Dragon zerschossen, so dass ich das Programm erst einmal nur installieren musste. Aber jetzt habe ich erst einmal ein paar Tipps für Leute, die gerne bei der Finanzierung von Projekten helfen. Morgen werde ich dann versuchen, meine persönlichen Eindrücke von der SPIEL zusammenzufassen. Drückt mir die Daumen, dass man mir die nötige Zeit lässt.

Beide Projekte, die ich vorstellen möchte, liegen mir irgendwie am Herzen.

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Finanzexperten

Crowdfunding-ÜbersichtDie wöchentliche Crowdfunding-Übersicht

Willkommen, Freunde der Wolke, zur pfingstlichen Crowdfunding-Übersicht.

Diese Woche war die Ausbeute ein klein wenig kleiner, aber immer noch sehr ergiebig.

Viele Crowdfunding-Plattformen bieten unter anderem an, dass man über PayPal mitfinanzieren kann. Mitte nächsten Monats ändert PayPal allerdings seine Richtlinien dahingehend, dass der "Käuferschutz", mit dem man über PayPal eine Rückerstattung von Geldern beantragen kann, wenn bei einem Kauf mit Bezahlung über PayPal die versprochene Ware nicht geliefert wird oder anders ist als versprochen, für Crowdfunding-Projekte eingestellt wird. Es dürfte auch für PayPal schwierig sein, bei Nichterfüllung Gelder zurückzuerhalten. Allerdings dürfte die Schutzfrist in vielen Fällen sowieso verstrichen sein, so dass PayPal sich auf diesem Weg wohl vor allem die Arbeit sparen will, die ablehnenden Bescheide herauszugeben.

Ein besonderer Fall von Nichtlieferung wurde diese Woche bekannt. Die Gesellschaft, die den peachy Printer – einen 3D-Printer für damals sensationelle 100 Dollar – produzieren wollte, ist anscheinend selbst Opfer krimineller Machenschaften geworden. Wie in diesem Update erklärt wird, habe ein Mitarbeiter einen Gutteil der finanziellen Mittel veruntreut, um sich selbst ein Haus zu bauen. Die Software, Materialliste, Bauanleitung etc. für den Drucker wurden teilweise bereits veröffentlicht, der Rest soll binnen Kürze folgen. Was weiter mit der Gesellschaft etc. geschieht, steht aber noch in den Sternen.

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Finanzexperten

Crowdfunding-ÜbersichtDie wöchentliche Crowdfunding-Übersicht

Willkommen, Freunde der Wolke, zur neuen Crowdfunding-Übersicht.

Zur Zeit schwankt die Anzahl der neuen Projekte eher wenig, auch die Verteilung zwischen den verschiedenen Plattformen ist grundsätzlich ähnlich.

Es gibt wieder einmal Meldungen, die zeigen, dass die Teilnahme an einem Crowdfunding immer ein gewisses Risiko beinhaltet. So hat die CST-01, die „dünnste Armbanduhr der Welt, Anfang der Woche ein Backers-only Update gepostet, das laut SlashGear nur die Papiere enthält, mit denen ein Konkursverfahren (oder ein anderes Verfahren in der gleichen Richtung – man kann amerikanisches Recht nich eins-zu-eins auf deutsches Recht abbilden) angezeigt wurde. Aktiva – Warenlager, Inventar und Patenteigentum – von (auch für Experten von SlashGear überrasschend glatten) 30.000 US-Dollar sollen hier Verpflichtungen aus Vorverkäufen und anderen Verpflichtungen von 891.563 Dollar gegenüberstehen – wobei die Crowdfunding-Beiträge in Höhe von 990.171 US-$ (nach Abzug von Gebühren etc.) noch nicht hineingerechnet wurden.

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Finanzexperten

Crowdfunding-ÜbersichtDie wöchentliche Crowdfunding-Übersicht

Willkommen, Freunde der Wolke, zur neuen Crowdfunding-Übersicht.

Zur Zeit schwankt die Anzahl der neuen Projekte eher wenig, auch die Verteilung zwischen den verschiedenen Plattformen ist grundsätzlich ähnlich.

Auch wenn die Plattform nicht den Start des Crowdfundings einläutete – IndieGogo entstand im Jahr vor dem Start von Kickstarter, und SellaBand und ArtistShare sind noch einmal deutlich älter – darf man Kickstarter wohl dafür verantwortlich machen, dass das Phänomen in den letzten Jahren so bekannt geworden ist. Und diese Woche feierte Kickstarter den 7. Geburtstag. Wir möchten uns dem Crowdfundinsider anschließen und Herzlichen Glückwunsch sagen.

Passend zum Geburtstag gibt es auch einige "durchstartende" Projekte, die sehr schnell ihr Finanzierungsziel erreichten und weit, weit überschritten. Bemerkenswert ist unter anderem das Brettspiel-Projekt Dark Souls EUF, das sein Finanzierungsziel von 50.000 Britischen Pfund bereits nach 3 Minuten (!) erreicht hatte, und in den ersten 24 Stunden bereits mehr als eine Million Pfund erzielt hatte. Seither hat sich die Finanzierungskurve zwar ein wenig abgeflacht, aber inzwischen liegt die Gesamtsumme bei 1,8 Millionen Pfund. Kicktraq erwartet ein Gesamtergebnis von knapp vier Millionen, womit das Projekt in etwa auf Rang 7 aller Kickstarter-Projekte landen würde – noch über dem Veronica-Mars-Filmprojekt von 2013.

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