Tag Archiv für Ulisses

Bauarbeiter

BattleTech Tech ManualBattletech: Tech Manual

Wohl kaum ein Rollen- und Brettspielsystem hat eine so wechselhafte Geschichte hinter sich wie BattleTech (MechWarrior für Rollenspieler). Eine komplette Übersicht über die Irrungen, Wirrungen, Rechtsstreitigkeiten, eingestellten und später wieder neu herausgebrachten Modelle, Firmenpleiten und so weiter würde wahrscheinlich mehr als einen eigenen Artikel füllen. Die aktuelle Situation ist die, dass BattleTech (offiziell: Classic BattleTech) herausgegeben wird von Catalyst Game Labs in Lizenz von WizKids, und in Deutschland von Ulisses Spiele. Außerdem gibt es aus dem BattleTech-Universum noch MechWarrior: Dark Ages / Age of Destruction (Sammel-Miniaturenspiele), ein Sammelkartenspiel, ein PnP-Rollenspiel, das inzwischen unter dem Namen BattleTech: A Time of War läuft (früher hieß es MechWarrior, noch früher BattleTech RPG), eine Reihe von Computerspielen, eine Romanreihe und so weiter.

Nachdem mit Total Warfare bereits ein vorsichtig überarbeitetes Grundregelwerk zum 'Tabletop' BattleTech erschienen war, ist jetzt mit dem Tech Manual ein zweiter Band erschienen, in dem die Regeln zur Konstruktion und zum Bau von Mechs und anderer Technologie näher beleuchtet werden. Dieses habe ich – als PDF-Datei – zur Rezension vorliegen.

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Neuer Rattenbau

RatCon12RatCon 2012

Ich war selbstverständlich auch im vorigen Jahr auf verschiedensten Cons, allerdings nur auf ein, zwei Cons, die ich nicht in früheren Jahren besprochen hätte. Die Rezension kommt noch nach. Allerdings war ich auch wieder auf einer Con, die ich in 2011 nicht besucht hatte, weil an dem Wochenende in "11 eine Terminkollision war – und die ich in 2012 unbedingt besuchen wollte, weil sie umgezogen ist.

Die Rede ist von der RatCon, der Ulisses-eigenen Hauscon, die dieses Jahr allerdings nicht nur in einer neuen Location, sondern auch mit einem komplett neuen Orga-Team und neuem Setup an den Start ging. Ade, Fritz-Henssler-Haus mit den traditionellen Suchexpeditionen nach einer halbwegs sauberen Toilette, hallo, Stadthalle Unna. Und was die Orga anging, konnte man von einer komplett neuen Version sprechen. Nicht ein Neudruck, sondern eine Neubearbeitung – wie der Unterschied zwischen DSA 3 und 4, um in den Systemen des Veranstalters zu bleiben.

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Und täglich grüßt das Cybertier

Freelancer: Reenact 2332 / Reenact 2332 Cyberspace

Freelancer – eine Serie von Rollenspiel-Kampagnen, die in unserer Welt, 'morgen in einem Tag‘, spielen. In bester Tokusastsu-Manier finden die Spielercharaktere sich mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet, und bekämpfen sie ähnlich befähigte Bösewichte.

Tokusatsu? Wer obigem Link nicht gefolgt ist und sich fragt 'Häa, wasndattenn?‘: Tokusatsu – wörtlich übersetzt: spezielles Filmen, auf Englisch SFX / Special Effects, auf Deutsch: Spezialeffekte – bezeichnet Live-Action-Filme und Serien aus Japan, in denen Monster, Superhelden etc. aktiv werden. Die bekanntesten Beispiele hierfür dürften die Gojira/Godzilla-Filme, Kamen Rider sowie die Super Sentai (Power Rangers) sein. Aber Japan bietet noch viel mehr – so gibt es auch Live-Action-Versionen von Sailor Moon oder auch Cutie Honey…


Am ehesten dürfte die Freelancer-Reihe mit den Super Sentai oder auch Kamen Rider zu vergleichen sein: sowohl die Sentai als auch die Rider bestehen aus vielen abgeschlossenen Staffeln, die jeweils eine Situation mit einer neuen Heldengruppe (Sentai) bzw. einem neuen Haupthelden (Kamen Rider) aufzeigen. 'Alte' Versionen tauchen vor allem in der Kamen-Rider-Franchise immer wieder einmal auf, um den neuen zu helfen und so ein Gefühl der Kontinuität zu erschaffen, auch wenn die einzelnen Helden jeweils ganz eigene Quellen ihrer Fähigkeiten und Ausformulierung derselben haben.

Ich möchte das hier kurz am Beispiel von Kamen Rider verdeutlichen: jeder Rider hat eine andere Ursprungsgeschichte, einen anderen großen Bösewicht und eigene Fähigkeiten. Kamen Rider Amazon beispielsweise kam aus dem Amazonasgebiet und hatte 'naturgebundene' Kräfte, Den-O kunnte durch die Zeit reisen etc. Ähnlich verhält es sich mit den Freelancern, den Helden des Freelancer-Systems. Waren es in Hexxagon Fantasy-Gestalten, und in Dynamics Magier (nicht unbedingt im Sinne von Merlin, sondern schon eher moderne Versionen), sind es in Reenact Cyberpunk-inspirierte Gestalten, die eine Bedrohung bekämpfen, von der sie zu Beginn noch gar nicht wissen, dass sie überhaupt besteht.

Es beginnt nämlich damit, dass die Helden sich alle nach Japan gezogen fühlen, um dort jeweils ein eigenes Kunstwerk zu erstellen. Der erste Enthousiasmus schlägt aber dann um, als sich die ersten Steine in den Weg legen, und sich herausstellt, dass diese Kunstwerke, und auch der Drang sie zu erschaffen, ein tieferes Ziel haben. Es würde jetzt die Kampagne spoilern, wenn ich erwähnen würde, was die Zahlen 2.332 und 200, sowie Raketen mit dem Ziel zu tun haben, aber es erwartet die Freelancer ein sehr interessantes Abenteuer. Und zum Titel dieser Besprechung: ja, einen Teil des Abenteuers verbringt man mit einer 'Groundhog Day‘-artigen Situation, allerdings findet das Geschehen nicht am 2. Februar (oder gar in Punxsutawney) statt, sondern am 20./21. Juni.

Wie bei den Kamen-Rider- und Super-Sentai-Serien passen die verschiedenen Serien-Prämissen auch hier nur bedingt zueinander – man sollte sich die Charaktere schon aus den speziell für die Kampagne angebotenen Archetypen erstellen, statt 'altgediente' Charaktere wiederzuverwenden. Wer das aber macht – und Tokusatsu-Serien allgemein mag, oder auch das ganzte als eine Art 'moderner Golden-Age-Comic' ansieht, dürfte aber auch mit der neuesten Installation von Freelancer nicht falsch liegen.

Hersteller Ulisses-Spiele
Autor Christian Lonsing
Spieler RPG
Denken RPG
Glück RPG
Geschicklichkeit RPG
Preis 14,95 € (Spoielerbuch), 19,95 (Spielleiterbuch 'Cyberspace‘)

RPC-News

Die Neuigkeiten von der RPC

Vorweg: Dieser Artikel wird nicht nur Nachrichten enthalten, sondern bunt hineingemengt auch Kommentar. Ich werde aber versuchen, meine Kommentare als solche kenntlich zu machen. Dennoch ist eine saubere Trennung mMn nicht sinnvoll möglich, so dass ich diesen Weg beschreiten muss.

Und noch etwas: einige Punkte sind bereits im Vorlauf zur RPC bekannt geworden, was mich aber nicht hindert, sie hier zu erwähnen, weil sie hier in einen größeren Zusammenhang gestellt werden können. Einige sind wirklich interessant, und geben zu Spekulationen Anlaß. Viele dieser Punkt habe ich auch – da ich mich nun einmal nicht teilen kann um an allen Workshops teilzunehmen und dennoch mit allen Ausstellern sprechen zu können – von anderen erfahren. Meinen Informanten daher auf diesem Wege Dank.

Wie ich bereits schrieb, ist wohl die größte Veränderung, dass die Rechte am Schwarzen Auge, die bislang bei der Significant GbR lagen, vollständig (soweit möglich) an Ulisses übergegangen sind. Das heißt, dass nunmehr auch Lizenzen für Computerspiele, Filme und so weiter nicht mehr "außerhalb“ von Ulisses, und damit nur unter indirekter Kontrolle lagen, nunmehr direkt durch Ulisses verwaltet und vergeben werden.


Dies wird der Konsistenz der Welt des schwarzen Auges sicherlich nicht schaden. Allerdings: inwieweit Ulisses bei der Vergabe von Lizenzen großzügiger, oder auch restriktiver sein wird als Significant, wird man noch abwarten müssen. Internetprojekte dürften es allerdings – angesichts der bekannten Internetaversion im Hause Ulisses (man beachte auch den ersten Kommentar) – schon etwas schwerer haben. Bestehende Lizenzen sollen jedenfalls laut einer späteren "Korrektur“ durch Geschäftsführer Markus Plötz nicht angetastet werden.

Auch das Label FanPro, unter dem die Romane bisher erschienen sind, wird es weiterhin geben, wenn auch in neuer Hand: die Romane werden in Zukunft ebenfalls direkt von Ulisses herausgebracht.

Eine weitere Veränderung ist für das Supportteam von Ulisses angekündigt: die "Halbgötter in Rot“ werden wohl in Zukunft eher in grün-schwarz herumlaufen: das Alveraniars-Team soll wohl aufgelöst werden und in das "normale“ Supporter-Team integriert werden. 'mal sehen, wie viele von den wenigen noch verbleibenden Alveraniaren diese Herabstufung ohne Murren akzeptieren. Allzu groß war der Kreis ja schon nicht mehr, nachdem einige der wichtigsten Leistungsträger des Teams (zumindest in der Außenwirkung) bereits gegangen waren.

Damit ist dann wohl auch das Ende abzusehen von der Aktion "Bringe Deinen Helden ins offizielle Aventurien“, in der man einen Helden, der fünfmal in einem offiziellen Alveraniars-Abenteuer bei fünf verschiedenen Alveraniaren gespielt worden war (wofür es dann auch fünf Stempel gab), über Nennung in einem Botenartikel oder Abenteuer "offiziell“ machen lassen konnte. Stattdessen sollen in Zukunft mehr Ergebnisse von offiziellen Runden auf Cons in die aktuelle Geschichtsschreibung einfließen, einschließlich der Nennung von Spielerheldennamen. Wie das klappen wird, wenn mehrere Gruppen dasselbe Abenteuer spielen – man darf, denke ich, gespannt sein. Den Beginn machen soll hierfür das MPA auf der RatCon, aus dem einzelne gespielte Helden sich im Aventurischen Boten o.ä. wiederfinden können dürften.

Außerdem soll als 'umwälzende Neuerung' eine Kundenbefragung gemacht werden. Diese wurde als etwas Umwälzendes angekündigt, etwas, was es noch nie gegeben habe. Nun, ich kann mich an mindestens zwei Umfragen erinnern, die im Laufe der Jahre bereits gemacht wurden, vielleicht sind es ja die Details, in denen man die Neuerungen sieht. So soll jeder Teilnehmer (und natürlich nur eine Teilnahme pro Person soll zulässig sein) ein exklusives Abenteuer erhalten, das nicht anders erhältlich sein soll.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Kommentar aus dem Hause Ulisses, dass man genauer planen können wolle, der in auffallendem Gegensatz zu entsprechenden Kommentaren auf der RatCon („Wir haben da eine gut funktionierende Kristallkugel“) steht.

Uhrwerk und Prometheus

Der Kahlschlag, der zur Zeit im Hause DSA gepflegt wird, dürfte sich eher gut auf die Produkte von Uhrwerk auswirken – das Projekt, das ursprünglich als "Hobbyprojekt“ vom damaligen Ulisses-Mitverantwortlichem Patric Götz aufgerichtet wurde, nimmt inzwischen so viel Zeit in Beschlag, dass er sich komplett aus dem Hause Ulisses zurückgezogen hat. Allem Anschein nach besteht die einzige Verbindung zwischen den beiden Firmen heute noch im "Westkontinent“ Myranor. Und bei Uhrwerk tauchen dann auch eine ganze Menge Leute wieder auf, die bei Ulisses mehr oder weniger freiwillig gegangen (worden) sind.

Uli Lindner beispielsweise, der seine Tätigkeit bei Ulisses mit dem Band zur lange verzögerten Lichtsucher-Kampagne abschließen will, steht bei Uhrwerk bereits mit den Hufen zu scharren für einen Abenteuerband um myranische Gaukler (Arbeitstitel Vagabunden), sowie für, anscheinend mehrere, Anthologien zum Codex Monstrorum.

Uhrwerk hat sich auch anderweitig Unterstützung an Land gezogen: der Verlag arbeitet zusammen mit Prometheus Games, die eine kleine Ecke in der Uhrwerk-Ecke des Ulisses-Standes für sich hatten. Prometheus verkaufte nicht nur die bereits bekannten Produkte, sondern auch neu das 'Fantasy Kompendium' für Savage Worlds – und für das SciFi-Rollenspiel Nova ein Abenteuer, das eine Einsteigerversion für das System beinhalten soll und durch Downloadabenteuer in eine kleine Kampagne ausgeweitet werden soll.

Weitere

Pegasus war mit einer ganzen Reihe Neuheiten am Start: die 3. Ausgabe des Spielerhandbuchs, die 2. Ausgabe von Cthulhu Now!, Munchkin Zombies, Fronteinsatz für Shadowrun, und zuguterletzt noch Thunderstone: Doomgate. Da ich selber Pegasus-Supporter bin, werde ich wohl 'mal sehen müssen, was ich meinem Mitredakteur aufladen kann. Leider fiel die Werwölfe-Megarunde aus, die für die Nacht angesetzt war. Die wird man dann aber mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf der NordCon nachholen können.

13Mann zeigte ein neues System: Aborea (ohne 'r‘!) ist wie auch einige andere Neuheiten der RPC speziell für den Anfänger gedacht, und verzichtet ausdrücklich auf das 'pen&paper' im Namen, sondern nennt sich ein 'Tischrollenspiel'. Die Pakete sind gut gefüllt: neben den Regelwerken sind auch eine kleine Karte eines Dorfes sowie eine riesige Karte mit einem Teil der Kampagnenwelt dabei – sowie zwei W10 (wenn man Glück hat: mir wurde eine Dose gereicht 'Mach mal auf, die RPC ist gerade begonnen, wir haben noch keine offene Dose zum Zeigen' – und prompt fehlten in der Dose die Würfel. Die anderen Dosen schienen aber korrekt gefüllt zu sein.

Die Mantikore hatten auch ein paar Neuheiten. Vor allem ist natürlich das "Mehrspielerbuch“ zu Einsamer Wolf bemerkenswert, mit dem man Abenteuer in der Welt der Soloabenteuer von Joe Dever erleben kann. Außerdem gab es mit Drachen über Larm ein Abenteuer für Labyrinth Lord. Außerdem wurden bereits Proberunden angeboten für die – mittlerweile für Anfang Juni angekündigte – neue Ausgabe von Paranoia auf Deutsch.

Zu den Space Pirates gab es eine Erweiterung, klischeemäßig waren zu den Piraten dann natürlich die Space-Ninja dran. Das Space-Pirates-Buch gab es als Hardcover, das man auch zusammen mit den Space-Ninjas, einer Karte der Abenteuergegend und einem Button in einer Pizzadose als extrem limitierte Ausgabe (die 'Jonas Wagner‘-Edition, von der nur rund 15 Exemplare existieren) erwerben konnte.

Die Redaktion Phantastik hatte zwar nichts neues vor Ort, kündigte aber für den Herbst ein neues Abenteuer für Private Eye an.

Überhaupt nicht gesichtet wurden einige andere. Am auffälligsten war es wohl bei Nackter Stahl, die auch auf der letzten FeenCon durch Abwesenheit geglänzt hatten.

Eine Besprechung der RPC als solcher folgt in den nächsten Tagen.

Es geht weiter (Update)

Noch mehr Neues aus der DSA-Redaktion etc.

Erst vor ein paar Tagen habe ich berichtet, dass die DSA-Redaktion geschrumpft ist – und schon folgt der nächste Streich. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass jetzt erst einmal wieder ein wenig Ruhe einziehen kann, aber da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens.

Es geht um Chris Gosse, dessen Austritt aus der Kernredaktion gestern bekannt gegeben wurde. Damit besteht die Kernredaktion, wenn ich das richtig überblicke, aus Daniel Simon Richter und Alex Spohr.

Ich kann mich jetzt so auf Anhieb an keinen Umbau bei DSA erinnern, der so umfassend gewesen wäre – vielleicht einmal abgesehen vom 30. Januar 1997.

Update: abends kündigte Andre Wiesler dann auch noch an, dass die sogenannte 'erweiterte Redaktion' – also das Gremium aus 'festen' (Kern-)Redakteuren und den freien Redakteuren – ebenfalls aufgelöst werde, und die dazugehörige Mailingliste eingestellt. Anstelle des großen Redakteurskonglomerats, dessen Mitglieder einen gewissen Überblick hatten welche Produkte kommen und mit wen man sich ggfs. außer der reinen Bandarbeit absprechen muss, sollen in Zukunft fallweise Bandredakteure eingesetzt werden, die für die Kommunikation mit den Autoren verantwortlich sind. Diese Bandredakteure gab es schon vorher, ihre Rolle ist nur hiermit deutlich wichtiger geworden, weil es eben keine 'kurzen Dienstwege' mehr gibt.

Man wird sicher abwarten müssen, welche Ergebnisse diese Umstrukturierung zeitigt, allerdings scheint der Titel der letzten Meldung darauf hinzuweisen, dass das vorläufig die letzte solche Meldung war.=“http:>

In verwandten Nachrichten heisst es, dass Duke Nukem Forever der Fluch des Flussvaters, der schon lange angekündigt worden war, seit kurzen in neuen Autorenhänden liegt und doch kommen soll. Matthias Freund und Dominic Hladec übernehmen die Aufgabe von Tobias Radloff.

DSA – Großreinemachen

Zur Zeit überschlagen sich wieder einmal die Meldungen zur Redaktion des Rollenspiels DSA.

Nachdem vor wenigen Tagen bekanntgegeben wurde, dass Uli Lindner und Patric Götz nicht mehr zur DSA-Redaktion gehören, wurde im Laufe des letzten Wochenendes auch der Auszug Thomas Römers aus der Kernredaktion bekanntgegeben. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass Alex 'Disaster' Spohr neu zur Redaktion stößt, sowie dass die WunderWerk Online – ein Online-Newsletter zum Schwarzen Auge – eingestellt werde zugunsten der Veröffentlichungen von Einzelartikeln.

Ein ein wenig merkwürdiges Gefühl beschleicht einen schon, wenn man all das hört. Gerade Uli, Patric und (vor allem) Thomas gehören ja für den (halbwegs) Eingeweihten zum festen Inventar von DSA, so dass man sich unwillkürlich fragt, ob das denn gut gehen kann. Da kann auch die Berufung von Alex die Bedenken nur teilweise zerstreuen.

Für DSA scheint seit einiger Zeit der alte chinesische Fluch von den 'interessanten Zeiten' eingetreten zu sein, und man darf wohl gespannt sein, wie das weitergehen wird. Ich persönlich finde den Verlust der drei sehr schade (der Gewinn von Alex hingegen ist sicherlich ein Pluspunkt), und werde gespannt die weitere Entwicklung verfolgen. 'mal sehen, vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal eine Gelegenheit, mit dem einen oder anderen der Gegangenen und gegangen Gewordenen am Rande einer Con oder Börse ein kleines Interview zu führen, und davon an dieser Stelle zu berichten. Mich würde es jedenfalls freuen.

Persönlich wundert mich die Entscheidung doch ein wenig, denn die drei, die jetzt gehen, gehören zu den wenigen DSA-Machern, die auch dem weniger internet-affinen Spieler des Systems ein Begriff sind. Gerade Thomas Römer hat in der Rezeption der heutigen Spieler (wenn ich die Eindrücke auswerte, die ich auf verschiedenen Cons und bei gelegentlichen Besuchen in Deutschen Rollenspielläden erhalte) den Urvater des Schwarzen Auges, Ulrich Kiesow, längst überholt. Und die Liste der in den letzten 12 Monaten ausgeschiedenen liest sich beinahe wie ein Who’s Who der Deutschen Rollenspielszene. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man jetzt versuchen will, durch 'unbekanntere' Autoren den Eindruck zu erwecken, man sei der Indie-Szene zuzurechnen. Das ist dann doch eine etwas andere Welt…

Ich werde jedenfalls gespannt beobachten, wie es dem zweitältesten deutchen großen Rollenspielsystem in Zukunft ergehen wird.

Neues von Riesenrobotern

BattleTech jetzt bei Ulisses

Es ist schon einige Zeit her, dass das letzte Mal etwas für BattleTech erschienen ist. BattleTech war eines der Opfer, die nach dem Ende von FanPro längere Zeit in der Schwebe gehangen haben Verglichen mit BattleTech war sogar die Wartezeit auf einen neuen Herausgeber für Shadowrun von sehr kurzer Dauer…

Heute hat Catalyst Games dann bekannt gemacht, wer das früher eimal auch in Deutschland ziemlich erfolegreiche System in Zukunft in Deutschland herausgeben wird.

Wie schon DSA landet auch BattleTech bei Ulisses Spiele, wie aus dieser Meldung hervorgeht.

Wie Randall N. Bills es in der Meldung auch sagt, dürfte es eine große Chance für Ulisses und BattleTech sein, denn das System hat auch heute noch in D/A/CH viele Fans. Ulisses und Catalyst dürfen daher mit einiger Berechtigung erwarten, dass diese Akquise sich auszahlen wird.

Leider bedeutet es aber auch, dass, angesichts der Internet-Schüchternheit der deutschen Herausgeber, man als Außenstehender sich fragen muss, ob und inwieweit diese Haltung der Franchise dann wiederum schaden kann.

Die Namenlose 13 schlägt zu

Wie auf der eigenen Homnepage angekündigt wird, soll Alveran.org per Jahresende vom Netz gehen.

Damit kommt das Ende einer Institution, die man wohl mit Fug und Recht als eine der ganz großen Konstanten im Internet betrachten konnte, was das Deutschsprachige Rollenspiel angeht. Ich wüsste jetzt auf Anhieb – außer vielleicht dem Vinsalt-Forum – keine so bekannte Institution. Seit insgesamt 13 Jahren fand man bei Alveran die News und eine – nicht immer leichte – Diskussionsgemeinschaft.

Wenn man zurückblickt: vor 13 Jahren, also 1997, war gerade der Konkurs von Schmidt Spiele, der Tod von Ulrich Kiesow, und die Übernahme von DSA durch FanPro. Von den heute bekannten DSA-Seiten existierten damals mW nur der Thorwal Standard, und der Vinsalt-Serive (heute: Vinsalt-Forum, nachdem der eigentliche Service seit 2005 nicht mehr upgedatet wird).  Vieles ist seither geschehen, und Alveran hat das System begleitet. 

Dass Alveran sich verändern würde, war wohl zu erwarten, seit Mark nicht mehr in der Redaktion ist und daher auch die Anlieferung von News aus der Aventurischen Produktion nicht mehr gewährleistet waren (dass Ulisses den Online-Publikationen nicht sonderlich gewogen ist, dürfte wohl inzwischen bekannt sein). Dass der Schritt aber ein so einschneidender sein würde – damit hatte ich, ehrlich gesagt, denn doch nicht gerechnet.


Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Rolle von Alveran durch einen anderen Dienst übernommen werden kann – es sich auf jeden Fall ziemlich große Stiefel, die sich dafür jemand anziehen müsste.  Andreas, Florian, Johannes, Mark: ihr werdet vielen fehlen. Dennoch alles Gute bei euren zukünftigen Unternehmungen.

DSA – Schrumpfung geht weiter

Nachdem Mark Wachholz, Till Zybura, Ragnar und Michelle Schwefel vorige Woche die DSA-Redaktgion mehr oder weniger freiwillig verlassen haben, hat auch Katharina Pietsch, die sich in letzter Zeit vor allem um das Bornland, das Mittelreich und die RONdrakirche kümmerte, ihren Austritt aus der Redaktion erklärt.

Und wie um das Erdbeben in der DSA-Welt noch zu verstärken, hat auch Alveran.org angekündigt in Zuklunft keine Neuigkeiten zu DSA mehr zu veröffentlichen. Das dürfte weniger überraschen, da Mark Wachholz Webmaster für Alveran.org ist, und hiermit eine wichtige Kommunikationslinie abgeschnitten wird. Allerdings war Alveran.org auch für einen nicht zu unterschätzenden Anteil der Spielerschaft eine wichtige Informationsquelle. Wichtiger noch dürfte aber fast sein, dass Alveran.org laut dieser Meldung "sich (…) die Frage [stellt], ob [Alveran.org sich] mit [seiner] bald 15-jährigen Fanarbeit mit dem vom Verlag eingeschlagenen Weg für Das Schwarze Auge noch identifizieren können“.

Schwund bei DSA

Gestern wurde bekannt, dass Mark Wachholz nicht mehr in der Redaktion von DSA sitzt. Jetzt höre ich, dass der Schwund in der Redaktion weitere Kreise zieht…

Wie ich soeben mitbekomme, haben sich auch Tyll Zybura, sowie Ragnar und Michelle Schwefel aus der Redaktion zurückgezogen. Für alle drei ist ihren eigenen Kommentaren zufolge die Entlassung von Mark aus der Redaktion zwar der Anlass, nicht aber der Grund für diese Entscheidung – man habe es sich bereits länger überlegt (die Schwefels hatten ihren Rückzug ja bereits 2006 angekündigt und nur ausgestellt, weil ihnen der Fluch des Flussvaters am Herzen lag), und die jüngste Entwicklung habe nur den Anstoß gegeben,den Schritt tatsächlich zu tun.

Man darf gespannt sein, wie sich DSA in Zukunft entwickeln mag.