Tag Archiv für Vorschau

Vorschau auf Drakensang 2

Seit ein paar wenigen Tagen gibt es eine Demo zu Drakensang 2: Am Fluss der Zeit zum Download. Die Demo schlägt mit 1,5 GB ins Kontor, man sollte also schon eine hinreichend schnelle Internetverbidung haben, und eine Flatrate.

Ich habe sie mir einmal angesehen, und mein erster Eindruck ist nicht schlecht Herr Specht.

Die Demo umfasst zwei Orte – zum einen ein Nachtlager auf dem Weg nach Nadoreth, zum anderen Nadoreth selbst. Die Grafik ist noch besser gheworden als im ersten Tei: ich fand das Spiel bereits mit mittleren Einstellungen besser aussehen, und in maximaler Pracht ist es noch hübscher. Es fehlen zwar einige Möglichkeiten (keine magisch begabten Charas, keine Diebe), aber irgendwie spielt es sich flüssiger als der erste Teil.

Vor allem ist auffällig, dass Nadoreth kaum kleiner wirkt als Ferdok im ersten Teil, aber es kommt ttsächlich ohne Nachladen über die Runden. Laut Aussage der Programmierer war ds (manchmal recht lästige) Nachladen dadurch notwendig geworden, dass während der Vorarbeiten eine Stadtbeschreibung und -karte Ferdoks erschien, die die Stadt als ziemlich 'offen‘, mit langen geraden Straßen beschrieben, was für eine Menge Arbeit sorgte, wenn man die Grafik berechnen wollte. So dass aus Speichergründen eben die Ladepunkte zwischen den Vierteln notwendsig wurden, die das ganze in die Länge zogen. Nadoreth ist deutlich verwinkelter gebaut – und das Spiel kann ständig nachaden, ohne den Spielverlauf zu stören. Nur bei Cutszenen oder ähnlichem sieht man noch einen Ladeschirm.

Weniger schön gefiel mir, dass die Brger von nadoreth nur sehr wenige Sprüche kannte, um sich gegen lästige Fragen zu wehren. 'Ich hab' jetzt keine Zeit' kriegte ich jedenalls so oft zu hören, dass es nicht mehr feierlich war. Aber da besteht ja noch Hoffnung, dass das Spiel zum Release eine ein wenig größere Variation spendiert bekommt.

Die Demo macht auf jeden fall Lust aufs komplette Spiel.

Neues zur Spiel

So langsam bereitet sich alles vor auf die Internationalen Spieltage 2009, die nächste Woche Donnerstag, also am 22. Oktober, starten. Ich merke das unter anderem daran, dass so langsam mehr Mails zu dem Thema in meiner Mailbox landen. Deshalb einmal eine Übersicht.

Krimsus Krimskramskiste macht es wie die Politiker und erweitert seine eigene Abwrackprämie. Wie bereits berichtet, sollen beim Kauf von Krimsu-Spielen andere, alte Spiele für einen Preisnachlass abgegeben werden können. Die alten Spiele sollen dann beim mittäglichen Sekt-und-Orangensaft-Empfang wieder unters Volk gebracht werden. Neu angekündigt wurde, dass Spiele, die eine Spiel-des-Jahres-Auszeichnung erhalten haben (dazu zählen Krimsu und Sandfox u.a. auch Nennungen auf der Auswahlliste), zusätzlich mit einem Kartenspiel aus dem Hause Krimsu vergütet werden, zusätzich zur allgemeinen Abwrackprämie.

Außerdem will man eine Liste führen, welches Spiel wie oft abgewrackt wird, und diese Liste nach der Spiel dann veröffentlichen. Auf den Spitzenreiter dieser Liste (also das meistabgewrachte Spiel) kann man einen Tipp abgeben, und hat dann die Chance einen Gutschein über 50 Euro zu gewinnen. Um hieran teilzunehmen, muss man nicht vor Ort einen Teilnahmeschein ausfüllen, sondern eine e-Mail schreiben, an die Info-Adresse der Webseite. Einsendeschluss ist Sonntag, der 25. Oktober, 12:00 Uhr (also derselbe Termin, der auch für die Abwrackprämie gilt).

Der Fantasy Encounter schließt während der Spiel sein Ladenlokal und ist nur auf der Messe erreichbar. Vorbestellungen können gemacht werden und – so weit gesetzlich zulässig – mit 10% Rabatt mitgebracht werden. Allerdings "keinen komplizierten Krimskrams“…

Fata Morgana bietet auf der Spiel das neue Themenset für Anno Diomini an, mit dem Thema Europa.

Prometheus Games hat inzwischen das komplette Messeneuheitenprogramm bekannt gemacht. Insgesamt sind es:

  • 1W6 Freunde
  • Barbaren!
  • Elyrion – Grimmepass (Eisenwald I)
  • Funky Colts
  • Savage Worlds: Sundered Skies
  • Scion:Demigod
  • Universal-Spielleiterschirm

Außerdem bietet Prometheus an, dass jeder, der ein Savage Worlds Gentlemaan’s Edition und eine Messeneuheit bestellt, außerdem einen WIldcard-Würfel in Marmor-Gold-Optik erhält. Diese Würfel sind in einer limitierten Auflage von 100 Stück vorhanden, werden also wohl schnell weg sein. Und dann will Prometheus Games auch noch unter dem Namen Spielekram ab Ende Oktober ein neues Ladenlokal (ich nehme 'mal an: in Duisburg) eröffnen.

Bewitched hat nicht nur "Startspieler“, die Deutsche Ausgabe von Ted Alspachs Startplayer im Angebot, sondern bringt auch noch das Kartenspiel Klimapoker heraus. Leider zu spät für den Blog Action Day…

Im Cthulhu-Newsletter von Pegasus werden für die Spiel die Cthuluide Welten #17, der Band 'Mittelalter – die dunklen Jahre‘, der Band 'Nocturnum – Lange Schatten' und voraussichtlich auch 'Grauen in Arkham' angekündigt. Damit werden gleich drie verschiedene Perioden abgedeckt – Grauen in Arkham liegt ja fest in der Zeit des 'klassischen Cthulhu‘, während Nocturnum (ursprünglich von Fantasy Flight Games) eine Kampagne für Cthulhu Now! ist. Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Umsetzung des ursprünglich für Cthulhu d20 geschriebene Abenteuer den Schritt zum BRP übersteht.

Neues von den Raumgoten

Kaum zu glauben aber wahr. nachdem es lange verdächtig still um die Neuausgabe von Space Gothic war, hat die Wartetei jetzt ein Ende.

Wie Viola Becker in einem Posting im Ulisses-Forum ankündigte, liegen die frisch gedruckten Werke bereits im Verlag vor. Offizieller Erstverkaufstag soll dennoch erst der 29. Oktober sein, ein 'Prerelease' soll aber für die Messe geplant sein…


Neues von Cwali

Der Niederländische Herausgeber Cwali kündigt zur nächsten Spiel mehrere Neuheiten an. Corné van Moorsel, Eigentümer des Verlages,ist gleichzeitig (wie üblich) auch der Autor der Spiele, für das optische Design der Brettspiels ist Christof Tisch, der u.a. auch Mosaix entwarf und im Reich der Spiele selber Rezensionen schreibt.

Die Spiele wie auch die Erweiterungssets werden zur Spiel 2009 in Essen erscheinen und dort auch zu Messepreisen verkauft werden. Außerdem gibt es ein Angebot, wie man die Erweiterungen als Dreingabe eralten kann.

Die erste Neuheit ist ein Managerspiel um Basketballmannschaften, BasketBoss. Man versucht, eine basketballmannschaft über mehrere Saisons erfolgreich zu leiten und Pokale zu gewinnen. Dabei darf man aber weder die Spielerqualität jetzt und in den ächsten Jahren aus dem Auge verlieren noch das eigene Konto über Gebühr strapazieren, denn das verringert wiederum die Chancen in den Folgejahren.

Das zweite Spiel heißt Tricky Trek, in ihm versuchen Löwen, sich einen Zug von Tieren zu fressen. Je nachdem, wie viel Energie sie ausgeben, kommen sie schneller oder langsamer vorwärts, müssen dabei aber darauf achten, dass sie entsprechend Tiere erwischen, die ihnen viel Energie geben. Das Spiel benötigt kein Spielbrett, es besteht aus einer Sammlung Keramikfiguren (vom Aussehen her ähnlich den Bauernhof-, Safari- und ähnlichen Figuren in der Spielzeugabteilung des Kufhauses), und wird laut Ankündigung in einem Sack verkauft.

Diese Figuren (und einige weitere Modelle) sollen auch auf der Spiel getrennt verkauft werden, als sogenannte Minimals. Man kann sie als Spielfiguren (auch in anderen Spielen) verwenden, oder auch in Setzkästen ausstellen.

Außerdem werden (meines Wissens zum ersten Mal) Erweiterungen zu Cwali-Spielen angeboten. Es gibt Erweiterungen zu Powerboats, Gypsy King und Factory Fun. Ob diese auch getrennt verkauft werden, ist nicht deutlich, sie sollen auf jeden Fall als Dreingabe bei Erwerb von 'großen' Cwali-Spielen abgegeben werden, mit einer Dreingabe für je zehn Euro Kaufpreis.

Über Preise gesprochen: auch die Preise für die Spiele sind bereits bekannt. BasketBoss soll 25 Euro kosten (und damit Recht geben auf zwei verschieden Erweiterungen), Tricky Trek kostet 12 Euro (und enthält eine Erweiterung). Beide Spiele zusammen werden als Sonderangebot für 30 Euro (mit allen drei Erweiterungen) abgegeben. Für die Minimals gibt es eine nach Abnahmemenge estaffelte Preisliste: diese reicht von einem Euro für einen Minimal bis zu 30 Euro bei Abnahme von gleich 100 Stück (die Minimals werden ausdrücklich von dem Erweiterungsangebot ausgeschlossen).

Natürlich werden, so weit noch verfügbar, auch ältere Spiele des Verlages verkauft. Wie bei Cwali üblich, gibt es zu allen Spielen auch deutschsprachige Anleitungen, wer sich bereits jetzt ein genaueres Bild von den regeln machen will, kann diese auch schon von der Webseite herunterladen.

Neues von Ulisses und Uhrwerk

Heute hat sich 'Silent' Patric Götz im Ulisses-Forum zum Stand der Dinge geäußert und die Produktplanung aktualisiert.

Durch verschieden Umstände war er eine Zeitlang nicht mehr auf dem Forum aktiv gewesen. Hier nur eine Übersicht über die wichtigsten Details:

  • Wenn nicht noch etwas übelst schief läuft, wird auf der RatCon das Abenteuer T4 Goldene Stadt gratis verteilt werden. Das Abenteuer, das im letzten Jahr auf einigen Cons vreteilt wurde, wird in Restbeständen gegen eine nominale Zahlung von 2,50€ über den F-Shop versandt (und der hat ja neuerdings in Deutschland keine Versandkosten mehr). Gegen Dezember soll das Abenteuer dann auch gratis zu downloaden sein. Es lhnt also nicht, auf eBay 10 Euro und mehr hinzulegen…
  • August: „Patrizier und Diebesbanden“ & „25 Jahre DSA Band 2 – Gruppenabenteuer“
  • September: „Wege des Meisters“ & „Donner & Sturm“
  • Oktober: „Handelsherr & Kiepenkerl“ & „25 Jahre DSA Band 3 – Soloabenteuer“
  • November/Dezember: „Von Orks und Menschen“, „Drachenchronik 2“, „Die Phileasson Saga“
  • Und ansonsten sollte eigentlich auch noch dieses Jahr der 25 Jahre DSA Abenteuerband kommen.
  • Das Wunderwerk soll wiederbelebt werden, diesmal als eine on-line verfügbare Publikation.
  • Gefährliche Gassen für Myranor und Feuer und Schwefel für Deadlands sollen Ende nächster Woche zum Drucker gehen
  • Hollow Earth Expeditions wird wohl ungefähr zur RatCon zum Drucker gehen
  • An weiteren Myranopr-Produkten (Spielleiterschirm, Götterband, Sternenpfeiler) wird fleißig gearbeitet.

Bleibt also zu hoffen, dass die U&U-Bahn wieder ins Gleis kommt.

Sternenpfeiler-Vorschau

MyranorAprilscherz! Vorabveröffentlichung Auszug Unter dem Sternenpfeiler
Da der Nordlandband zu Myranor noch eine Weite dauern wird, wie auf der Hspielt angekündigt wurde, habe ich keine Kosten und Mühen gescheut, und direkt Kontakt mit der Redaktion des Bandes aufgenommen.
Und so ist es mir gelungen, in Zusammenarbeit mit den Memoria Myrana und dem Ulisses-Myraniar Kouramnion, einen Auszug aus dem Band vorab ins Netz stellen zu dürfen. Sozusagen als Vorgeschmack auf das, was Unter dem Sternenpfeiler auf die Spieler wartet. Es geht dabei um eine kleine Gruppe Neristu, die in einem Dorf der Kentoristeppe leben.

Hoch im Norden, in einer Gegend, in der kaum noch jemand lebt, kann man nur, wenn man viel Glück hat, über ein Dorf stolpern. Eines dieser Dörfer, die in einer Gegend liegen, die von den umliegenden Völkern nur als verflucht bezeichnet wird, wird von einem Neristu-Clan bewohnt, der sich selbst als Schlemfe bezeichnet. („Schlemf“ ist Neristal für "Dingens“)

Die Verlorenen

Die Schlemfe sind klein, sogar für Neristu-Verhältnisse. Ihre durchschnittliche Größe beträgt nicht mehr als einen Schritt und einen Spann (sie beschreiben es selbst als 'drei Wassermelonen hoch‘), und sie unterscheiden sich nur um wenige Finger. Auch ansonsten sehen sie sich sehr ähnlich, was es einem Besucher nicht einfach macht, sie auseinander zu halten – sogar andere Neristu sollen schon in tiefe Verwirrung gestürzt worden sein.
Dies wird sogar durch die Eigenart der Schlemfe gefördert, sich in sehr ähnliche Kleidung zu hüllen. Aufgrund des Witterung haben sie nur die Wolle des Nordlandschafes zur Verfügung, die sich bekanntlich nur schwer färben lässt. Auch aufgrund ihrer Geschichte (s.u.) verzichten die Schlemfe darum auf das Färben und tragen lieber einfarbig schmutzigweiße Kleidung. Diese besteht trotz der Kälte nur aus einer Hose und einer Mütze, einer Zipfelmütze nicht unähnlich, aber ohne den "Bommel“ daran. Stattdessen ist die Spitze der Mütze nach vorne umgebogen.
Ausnahme hiervor ist nur der Dorfälteste, der "Große Schlemf“. Er trägt rot gefärbte Kleidung und als einziger Schlemf einen Bart – einen großen, weißen Rauschebart.
Auch in der Farbe unterscheiden diese Neristu sich von gewöhnlichen: anstelle eines dunkel-graublauen Felles sind diese Neristu eher glatthäutig und leuchtend blau gefärbt.

Geschichte

Vor gut 50 Jahren gab es einen größeren Streit zwischen einer Gruppe Shingwa und einer Gruppe Neristu in Baan Bashur. Auch wenn manche der Aktionen den übrigen Bewohnern eher kindisch vorkamen, nahmen beide Seiten diesen Streit sehr ernst. Eine der Aktionen in diesem Streit war, dass die Shingwa in ihren Färberwerkstätten einen Farbstoff herstellten, den sie über dem Neristal versprühten. Als Folge funkelten viele Neristu in allen möglichen Farben, worüber sie natürlich nicht sonderlich amüsiert waren.
Als der Streit beigelegt wurde, versprachen die Shingwa, mit einem Gegenmittel die Färbung wieder rückgängig zu machen. Leider aber blieb bei etwa hundert dieser Neristu eine Nachwirkung: sie verloren ihre Behaarung und wurden leuchtend blau.
Als sie den Spott der Mitbewohner nicht mehr ertragen konnten, beschlossen die leuchtend blauen Neristu – die allgemein nur als "diese Dingens“ bezeichnet wurden -, sich eine neue Heimat zu suchen. Sie zogen den Großen Orismani hinab und fanden schließlich eine neue Heimat in der nördlichen Kentoristeppe, weit ab von allen anderen.
Hier leben sie ein karges, aber meist friedliches Leben, wobei sie sich vor allem von selbst gezogenem Gemüse und Waldbeeren ernähren.

Umwelt

Garg der OgerIn der direkten Umgebung des Schlemfdorfes ist seit ihrer Ansiedlung vor etwa fünfzig Jahren ein kleines Wäldchen entstanden, ansonsten ist die Gegend eher kahl und öde zu nennen. Einziger Mitbewohner ist Garg, ein Oger, der seine neuen Nachbarn bald entdeckte. Zusammen mit seinen Haustieren, den Säbelzahntigern Ass und Rel, versucht er seither – bislang vergeblich – der Schlemfe habhaft zu werden, zur Bereicherung seines eigenen Speiseplans. Aber auch Ass und Rel würden einen kleinen Schlemf als Fleischzugabe wohl schätzen. Wäre nicht der Große Schlemf, der einen Verhehlungszauber auf das Dorf gelegt hat, das Ass und RelSchicksal der kleinen Schlemfe wäre wohl schon lange besiegelt. So aber ist es Garg bislang nicht gelungen, das Dorf zu finden.
Leider hat die lange Einsamkeit auf die Sprache der Schlemfe abgefärbt. Viele Begriffe des täglichen Lebens sind ihnen im Laufe der Zeit entfallen, und so hat das Wort "Dingens“, oder besser "Schlemf“ eine Art Jokerfunktion übernommen.

Beispielhafte Schlemfe

Neben dem Großen Schlemf sind eine Reihe weiterer Schlemfe erwähnenswert, zum Teil wegen ihrer Persönlichkeit.
Zuallererst wäre da Fami zu nennen, der hauptverantwortich ist für den Gemüseanbau. Auch wenn die anderen Schlemfe ihm zur Hand gehen, ist Fami der einzige Schlemf, der ausgeprägte Kenntnisse im Ackerbau hat (TaW 16). Seine Produkte liefert er hauptsächlich an Totti, der für die gesamte Dorfsgemeinschaft kocht. Durch die Lage des Dorfes im hohen Norden finden vor allem süße Speisen großen Anklang bei den Schlemfen, von reisenden Händlern werden daher auch oft Zucker, Honig und andere Gewürze eingekauft.
Eher wegen seiner Persönlichkeit ist Butti zu nennen, der als einziger des Dorfes einen Metallschild besitzt. Aber nicht, weil er Kämpfer oder gar Verteidiger des Dorfes ist: er hat den Schild auf Hochglanz poliert, um sich selbst darin bewundern zu können. Pöti, Tlusi und Hamonni stellen so etwas wie die Geschichtsschreiber des Dorfes dar, ihre Rolle entspricht etwa der der Skalden. Allerdings haben sie sich auf verschiedene Kunstformen spezialisiert: Pöti schreibt Heldensagen in Gedichtform, Tlusi schafft Gemälde, und Hamonni singt und musiziert.
Ändi ist ein begnadeter Handwerker und für alles zuständig, was mechanisch ist und repariert werden muss. Smarti macht seinem Namen allerdings wenig Ehre: oftmals haben seine Meinungen mit der Realität kaum etwas zu tun, weshalb die anderen Schlemfe ihn auch nicht sonderlich ernst nehmen. Eher Mitleid haben sie mit Klams, der sich durch eine ungewöhnliche Ungeschicklichkeit auszeichnet (miserabele Eigenschaften: FF und GE jeweils 6). Besonders auffällig ist Schlemfinia, das einzige weibliche Mitglied der Schlemfe, die anstelle der weißen Hose einen Minirock trägt.
Eine Warnung noch an alle zufälligen Besucher des Schlemfdorfes: Ähnlich unbeliebt wie Smarti ist Jokki, der seine Zeit damit verbringt, sich Schabernacke auszudenken, mit denen er alles und jeden hereinlegt.

Der Schlemf als SC

Ein SchlemfWer einen Schlemf spielen will, kann diesen nach den normalen Regeln erstellen. Die Rasse Schlemf ist eine Variante zur Rasse Neristu, und kostet 2 GP zusätzlich. Dafür erhält der Charakter noch den Vorteile Flink und den Nachteil Zwergenwuchs, sowie 3 zusätzliche Punkte LE.
Die Kultur Schlemfdorf basiert auf der Variante Antar-Myralaar der Koromanthia-Neristu und kostet 4 GP mehr. Dafür gibt es dann noch Kälteresistenz und Immunität gegen Krankheiten (wer in diesem Klima nur in einer Hose und Mütze herumläuft, würde sich ansonsten binnen Stunden eine Lungenentzündung einhandeln). Außerdem wird 'Höhlenkundig' durch Steppenkundig ersetzt.
Empfohlen werden naturverbundene Berufe wie Jäger, Bauer, aber auch Handwerker sind möglich. Magische Begabungen können leider in Ermangelung eines Lehrmeisters nicht ausgebildet werden – der Große Schlemf wacht eifersüchtig über seine Kenntnisse -, so dass allerhöchstens ein Magiedilettant möglich ist.

So weit der Auszug aus dem kommenden Nordland-Band, ich hoffe, den Spielern damit ein wenig den Mund wässrig gemacht zu haben.